Befreit Freehand!

Free Freehand

Ende 2007 sorgte eine Meldung innerhalb der Kreativbranche für Entsetzen: Die Software Freehand wird nicht weiterentwickelt. Bereits mit der Übernahme von Macromedia durch Adobe im April 2005 war das Aus von Freehand absehbar. Natürlich war es nachvollziehbar, dass Adobe sein eigenes Produkt Illustrator in den Vordergrund stellen würde.

Es gibt Unmengen von Foreneinträgen, in denen sich Nutzer über die krude Usability von Illustrator beschweren. Tatsächlich fällt es auch mir nach wie vor schwer, mich für Illustrator zu begeistern. Da ist es gut, dass Freehand immer noch unter dem aktuellen Mac-OS-Betriebssystem läuft. Das kann allerdings schon mit dem nächsten großen Update vom Mac OS Geschichte sein.

Dass Freehand nicht Geschichte ist, dafür setzen sich Thomas Thü Hürlimann, Jabez Palmer und Mark Gelotte ein, die bereits im letzten Jahr ein Projekt ins Leben gerufen haben, mit dem sie sich für die Zukunft der beliebten Software zur Erstellung von Vektorgrafiken einsetzen. Derzeit gibt es über 4.850 Mitglieder, die ihre Unterstützung für das Vorhaben bekundet haben. Seit Ende Februar gibt es auch die Möglichkeit zu spenden. Die Gelder sollen dafür genutzt werden, die anvisierten Ziele auch zu erreichen. Alle Details gibt es unten aufgeführten URL. Und ja! Ich würde für ein Freehand-Update Geld ausgeben, wenn es denn angeboten würde und wenn es sicher stellte, dass ich auch zukünftig damit arbeiten kann.

54 Kommentare zu “Befreit Freehand!

  1. Freehand stand immer den Kreativen näher und denen, die nicht vorab mit Stift und Skizzenblock Entwürfe skizzieren. Man konnte und kann es ja immer noch, einfach loslegen. Als es begraben wurde, wusste ich weder ein noch aus, trotzdem zum Beispiel die PDFs, die es ausgab, nicht zur direkten Weitergabe an die Druckerei taugten. Zudem wies es noch ein paar Verhaltensauffälligkeiten auf, die unbedingt mal behoben werden müssten. Ein Update, wie auch immer das bewerkstelligt würde, würde in mir die Sonne aufgehen lassen.

  2. Jeder der Usability möchte sollte mal Corel Draw ausprobieren. Ja zuckt ruhig zusammen, zum vektorisieren gibt es m. M. n. nichts besseres.

    Gruss Tomek

  3. Auch ich habe meine ersten Vektor-Gehversuche auf Freehand unternommen – und zwar als Kartograph im Rahmen der universitären Ausbildung. Und jeder Kartograph wird mir beipflichten: für diesen Einsatzzweck ist Freehand eindeutig die bessere Softwarelösung. Meine Möchtegern-Designversuche habe ich trotz allem auf Illustrator unternommen, komme damit aber weit weniger gut klar. Go for Freehand!

  4. Hmm, meine persönliche Ablehnung gegenüber Illustrator ist mittlerweile einer Akzeptanz gewichen, ja, ich bin mittlerweile übergelaufen, auch wenn ich immer noch auf der Startseite meines Portfolios schreibe “Rettet Freehand”.
    Freehand ist und bleibt meine erste Liebe, noch vor Photoshop habe ich FH gelernt,
    und meine ersten Logoversuche bestritten, diese Vorliebe wird man wohl auch nicht mehr so schnell los.
    Ich denke beide Programme richtig zu verschmelzen, wird wirklich schwierig werden,
    beide haben Vor- und auch Nachteile, z.b. vermisse ich bei Illustrator schmerzhaft das tolle “innen einfügen”, die Schnittmasken machen mich bekloppt :-)
    Andererseits sind Farbverläufe einfach knackiger in Illustrator, gerade wenn es um Druckvorstufe geht!
    Dass es bis CS3 nur eine einzige Seite im Illustratordokument gab, ist einfach lächerlich…

    Was ich viel mehr den Damen und Herren von Adobe raten würde, ist endlich mal den Austausch zwischen Indesign und Illustrator zu verbessern, oder ist das mittlerweile passiert, nutze noch CS3?! Wie kann es sein, dass ich Vektoren von Illustrator in Indesign “copy und pasten” kann, aber umgekehrt nicht?!
    Auch in Pfade konvertierte Schriften sehen immer etwas seltsam aus, wenn man sie einfach nur “rüberzieht”. Und warum gibt es immer noch keine einheitlichen Shortcuts, die Benutzeroberfläche ist ähnlich aber nicht konsequent nachvollziehbar.
    Naja, lange Rede, ich möchte nicht selber in der Softwareentwicklung arbeiten, das Projekt CS Suite ist natürlich ein “Riesenbaby”, das erst einmal gestemmt werden muss, und wo wären wir ohne?! Danke für Indesign, Quark konnte ich nie leiden…

    Soweit, hiermit bitte ich um konsequente Anpassung der Programme aneinander,
    und der liebe Herr Jobs sollte sich darum kümmern, dass unsere liebe Apfelfirma keine komischen iPads produziert , sondern weiterhin ordentlich Computer, die auch fähig sind so tolle “Oldskool-Programme” wie Freehand zu handlen :-)

  5. Bin auch wehmütiger Freehand-Fan geblieben … bis heute. Was die zu Recht kritisierten Macken des Programms angeht, so hat Illustrator dafür eben andere, das hält sich für mich die Waage.
    Das Killing-Feature gegenüber Illustrator war für mich immer die superelegant gelöste Mehrseitenfunktion in Feehand. Wenn man z.B. ein Plakat für verschiedene Entwürfe mehrmals duplizieren und nebeneinander stellen wollte, um die gestalteten Versionen vergleichend im Überblick haben zu können, war Freehand mit dieser Möglichkeit unschlagbar. Das ging ratzfatz und konnte so auch mal dem Kunden schnell und umstandlos präsentiert werden. Es ist mir ein Rätsel, wie all die Grafiker, die ja sooo gern mit Illustrator arbeiten, ohne diese Mehrseitenfunktion überhaupt einigermaßen vernünftig gestalten konnten!? Das Anlegen mehrerer Entwürfe war doch tägliches Brot!? Wie wurde das denn bloß mit Illustrator bewerkstelligt? Mussten dazu nicht alle entwickelten Varianten zunächst erstmal in lauter Einzelseitendokumenten angelegt werden, um sie dann umständlich als einzelne Fenster nebeneinander auf dem Monitor zu platzieren? Wie anstrengend wäre das denn all die Jahre gewesen? Ganz zu schweigen von der Mehrarbeit solcher anzulegenden Einzel-Dateien, die nun auch noch mühselig benannt, abgespeichert und verwaltet werden mussten! Was für eine unzumutbare Quälerei :-(
    Naja, wenigstens hat man – nach Jahrzehnten! – bei Adobe begriffen, dass diese Funktion auch Illustrator gut zu Gesicht steht und sie endlich in CS4 eingebaut …

  6. Ich hab 1995 mit Corel Draw angefangen, Freehand mal ausprobiert und bin seit mehreren Jahren mit Illustrator recht zufrieden. Seit CS4 gibts ja endlich auch mehrere Seiten in einem Dokument.
    Würde mich aber sehr freuen wenn FreeFreehand Erfolg hätte.

  7. An Balthier9999 und andere, die mehreren Seiten von FH nachweinen: In CS4 Illustrator kann man endlich mehrere Seiten anlegen!!!! Und es funktioniert zwar ein wenig umständlich aber einwandfrei. Bin ein Freehand-Veteran (seit Version 1.0 im 1989), der alles mit der Maus zeichnet. Ich war in den letzten 20 Jahren jederzeit bereit zu wechseln … Illustrator hatte mir dafür aber keinen Grund gegeben. Alleine die ohne Stufen generierte Farbverläufe kamen bei Illustrator ersst seeeehr spät. Ab CS bin ich aber langsam drüber gewechselt, denn die Entwicklung lief bei Adobe besser. Dennoch finde ich die Initiative seeeehr gut. Adobe sollte zumindest das Beste von FH in AI übernehmen.

  8. Wie schon mehrfach erwaehnt, sind hier einige Freehand-Nachtrauerer fehlinformiert wenn sie ihre Argumente zusammenschustern. Es gibt die Mehrseiten-Funktion seit CS4 auch in Illustrator. Und wie Designer ohne diese Funktion jahrelang klarkamen ist einfach erklaert: Ebenengruppierungen. So kann man seine Ideen und Entwuerfe IN EINER DATEI buendeln. Ein Kapitel, welches in Freehand recht schrecklich zu handhaben ist.

    Fuer mich ist jeder Effekt, jede Arbeitsweise von Freehand ebenfalls mit Illustrator machbar, wenngleich der Weg oftmals ein anderer (weil logischer) ist. Und wenn es einem beim Benutzen eines Vektorprogramm so arg ums “hineinkopieren” geht, dann wahrscheinlich nur, da derjenige das mit Pixelgrafiken machen moechte. Und dafuer ist Freehand ja nun wirklich nicht geeignet. Mein Vorschlag – spielt doch bitte mit Pagemaker.

    Ich habe jahrelang mit jemandem zusammenarbeiten muessen, welcher die Mehrseiten-Funktion in Freehand schamlos ausnutzte hat indem sie 50seitige A3 Presentationen unter Zuhilfenahme von zig 300dpi Fotos und etlichen unregelmaessigen Vektormustern erstellte… Und dann wundern, wenn der Druck kleinere Erfolgschancen hat als ein Lagerfeuer im Tropensturm. Daher ist die Mehrseiten-Funktion voellig ueberbewertet gewesen. Klar hat Illustrator dafuer laenger gebraucht, aber wenigstens funktioniert es dort – schmiert nicht ab und (grosses Plus) konvertiert problemlos in Flash-freundliche Formate.

    4850 Menschen moechten Freehand wiederbeleben? Ich denke, diese (in Verhaeltnis zu den Stueckverkaufszahlen von Illustrator) recht kleine Zahl wird sich etwa halbieren, wenn klar wird, dass so ein ‘Extraspaesschen’ auch Geld kosten wird – was momentan niemand hat – und nicht umsonst irgendwo als Download angeboten wird. Oder geht der Trend zur 2 Zweit- oder gar DrittVektorSoftware? Mein Vorschlag: Jemand sollte Freehand als App wiederbeleben. Da kann jeder fuer 2,99 ein bissl rumspielen und sich danach wieder Illustrator und den heutigen Designaufgaben zuwenden.

  9. Ich habe mit Freehand angefangen, bin auf Illustrator umgestiegen und habe das als deutlich “bugfreier” erfahren.

    Über den Niedergang vom Nischenprogramm Freehand würde ich mich freuen. Das hat einen sehr pragmatischen Grund: Bei der nächsten Jobsuche muss ich nicht mehr die Stellenanzeigen ausselektieren, in denen Freehand-Kenntnisse als Voraussetzung angegeben sind.

  10. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der ganze Konflikt ein ählicher Glaubenskrieg ist wie der zwischen PC- und Mac-Nutzern, Firefox- und Safari-Liebhabern oder Opel- und VW-Tunern. Beide Seiten haben ihre in Stein gemeißelten Standpunkte, von denen sie nie und nimmer nur einen Pica abweichen würden.

    Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen, dass es schade ist, dass auf einem so großen Markt ein Quasi-Monopol entlang des gesamten Workflows von der Fotografie über die Illustration bis hin zur Druckvorstufe besteht. Auf Dauer sollte Adobe irgendeinen Gegenspieler haben, damit es bei der Weiterentwicklung nicht zu einem Stillstand oder gar Rückschritten (wie unlängst bei Microsoft und Windows Vista) kommt. Ich würde da aber eher auf die äußerst aktive Opensource-Gemeinde bauen und deren Projekte wie z.B. Inkscape oder z.B. Gimp als vergleichbares Pendant im Bereich der Bildbearbeitung. Daher finde ich die von den Organisatoren vorgeschlagene Variante, den Freehand-Code von Adobe als Open Source freigeben zu lassen sehr charmant. Denn wie sich bereits an vielen anderen – inzwischen weit verbreiteten Programmen – bewiesen hat, ist die Open Source-Gemeinde oftmals lebendiger und innovativer, als die hochbezahlten festangestellten Programmierer und Entwickler der Softwarekonzerne – sofern sie nicht – was gar nicht so selten ist – eine Personalunion sind und ein Doppelleben in beiden Welten führen.

    Kurz zu mir selbt: im Laufe meiner bisherigen Laufbahn bin ich von Illustrator über Corel Draw und Freehand nun wieder zurück bei Illustrator. Und ich kann sagen, dass jedes dieser Programme seine ganz eigenen Vorteile und Nachteile hat. Jeder sollte die Gelegenheit haben, mit dem ihm persönlich genehmsten Programm arbeiten zu können. Doch dafür müsste das größte Problem in diesem Markt gelöst werden: die Inkomatibilität untereinander. Vielleicht wäre das auch den Einsatz der Freehand-Taskforce wert!

  11. Ich habe Freehand und Illustrator nicht als Konkurrenten, sondern sich ergänzende Programme kennengelernt. In unserer Agentur wurde jahrelang ganz selbstverständlich so verfahren: Illustrator machte seinem Namen alle Ehre und wurde zur Erstellung von Illustrationen, Logos etc. verwendet. Und Freehand kam dank seiner Mehrseitenfunktion für kleinere Satzarbeiten zum Einsatz, die ein Anwerfen des großen und schwerfälligen Quark nicht lohnten. Später hat dann das wunderbare InDesign sowohl Freehand als auch Quark abgelöst. Illustrator wurde dagegen nie angefochten, da es in seinem Bereich keinen ernsthaften Konkurrenten kennt.

  12. Ich persönlich habe mit FreeHand begonnen, und bin dann mit dem “Einkauf” von Adobe umgestiegen auf Illustrator und InDesign.

    Grundsätzlich finde ich es top, ein (bzw. zwei: AI und ID) Standardprogramm zu haben, da es vieles einfacher macht (Kompatibilität, jeder kennt die Programme, etc.).

    Würde mir allerdings wünschen, dass Adobe noch mehr Features des alten FreeHand im Illustrator (bzw. auch im InDesign) integriert.

    Teilweise wurde das ja schon gemacht (z. B. die Möglichkeit im Illustrator mehrere Zeichenflächen/Seiten anzulegen). Noch ein paar “Ach, im FreeHand ging das aber besser”-Features mehr, und Illustrator würde auch einige glückliche Freunde/User mehr haben.

    Mit dieser Lösung könnte ich als FreeHand-Liebhaber sehr gut leben.

  13. Ich habe beide Programme im Studium erlernt. Seit dem bin ich verwundert darüber, dass Freehand-User dem Programm eine bessere Usability zuschreiben. Ich fand Illustrator schon immer intuitiv besser zu bedienen. Ein, zwei Funktionen hatte Freehand vorraus, die aber nach der Übernahme schnell implementiert wurden. DIe fehlende Mehrseitenfunktion, die ja immer als größtes Manko bezeichnet wurde, habe ich dank des hervorragenden InDesign Workflows nie vermisst. Im Grunde ist es eine reine Gewohnheitssache, der sich auch der letzte Freehand-User irgendwann nicht mehr verschließen wird. Lieber rechtzeitig umsteigen und erst gar keine Defizite entstehen lassen …

  14. ich würde ja gerne einige usability-feinheiten von freehand in illustrator sehen … aber den Zombie in seiner Gesamtheit wieder auferstehen zu lassen, halte ich für sehr fragwürdig.

    Das Programm ist (leider) einfach veraltet: kein Unicode, kein Opentype, PDF-Workflow mühsam bis fehlerhaft, Integrationsmöglichkeiten in andere Werkzeuge ebenso mühsam, das Satzsystem weniger leistungsstark als Indesign … da sind so viele – grundlegende – Baustellen offen, dass das vermutlich nie mehr was werden wird.

    Also: ein paar Pluspunkte wie das bessere Vektor-Handling in Illustrator integrieren: gerne, her damit … aber sonst sehe ich keine Vorteile bei dieser Forderung, außer dass Adobe etwas Konkurrenz wirklich gut täte.

  15. Ich kann`s nicht glauben, was ist hier den los. Wieso sehe ich fast nur Einträge pro Illustrator, bin ich einfach zu alt!!

    I love Freehand!

    Der Fakt das Adobe Freehand immer noch zum vollen Preis anbietet (ca. 460 Euro) zeigt für mich das die immer noch echt schiss vor dem Programm haben. Wenn es dem nichtsupport angemessen günstig wäre würden sicher einige Leute wieder wechseln.

    Hier aber erstmal ein paar Dinge die mit Illustrator unmöglich sind:
    – innen einsetzten (oh mein Gott! aka ahhhhhh)
    – erzeugen und bearbeiten von Kurven (wieso muss ich verschiedene Werkzeuge benutzten??)
    – Wechsel von Textcursor zum Pfeilcursor nur über die Palette oder T-kürzel
    – erzeugen mehrerer Seiten
    – Seiten mit den Daten einfach duplizieren (so bleibt der eine Entwicklungsstand erhalten)
    – zoomen von Vektorgrafiken (sorry Illustratornutzer, leider wisst Ihr jetzt nicht was ich meine)
    – erzeugen eines Dreiecks (oder gibts nen Tip wie das in CS3 geht)
    – erzeugen einer Spirale
    – usw, jetzt hör ich mal auf!

    Ich glaube das die meisten einfach mit Adobe Produkten (Photoshop) angefangen haben und damit an die Oberfläche gewöhnt wurden. Dann ist natürlich Freehand schrecklich anders ;-).

    Man muss einfach einsehen das Freehand eben ewig nicht weiterentwickelt wurde, kein Wunder das es jetzt total rum spackt. Ich versuche es trotzdem so oft wie möglich zu nutzen. Für ein so altes Programm ist noch erstaunlich fit!

  16. Man muss sich doch nur mal vor Augen führen, wann die letzte Version von Freehand erschienen ist und welches Jahr wir heute haben. Es kommt ebenfalls hinzu, das selbst Macromedia in den letzten Version nicht Unmengen an Arbeit in das Programm gesteckt hat. Was soll man also mit einem Programm, welches seit knapp 10 Jahre auf dem Abstellgleis steht?
    Es haben sich fast 5000 Leute gefunden die von Adobe ein ganzes Programm haben wollen, da wäre es doch sinnvoller gewesen von Adobe zu fordern die vermissten Funktionen in Illustrator/InDesign einzubauen. Die Aussicht mehrere Funktionen/Werkzeuge/Verhaltensweisen von Freehand in die bestehenden Programme aufzunehmen, ist viel größer. Adobe sägt sich doch nicht die eigenen Kunden ab, indem sie ein Programm verschenken.
    Es ist schade, das die Energie verschenkt wird. Man hätte garantiert mit 5000 Leuten eine Aufwertung von Illustrator und InDesign erreichen können und wenn es nur das Beseitigen von Fehlern oder unterschiedlicher Tastenkombinationen ist.

  17. @jörg

    dreieck: 3seitiges polygon erzeugen
    spirale: im liniensegmentwerkzeug versteckt sich ein spiralenwerkzeug.

    ich bin auch nach der übernahme umgestiegen, von fh8 oder fh9 auf cs und ich ertappe mich noch heute wie ich davon ausgehe das die illustrator cs3 sachen kann, die aber irgendwie nicht funktionieren.
    ich kann es nicht testen, aber schätze das ich sie mal in fh so bearbeitet habe…
    es ist schon lachhaft das es bis zur cs3 gedauert hat, das man sachen auf einer seite zentrieren kann…
    einfaches “innen einsetzen” vermisse ich auch – die ersellung und handhabung von masken in illu macht mich kirre
    ebenso gab es ein perspektivisch kippen/verzerren werkzeug, was ich so in illustrator noch nicht gefunden habe… und sicherlich viele andre kleinigkeiten, die ich nicht vollständig ausprobieren konnte.

  18. @ Jörg,

    ja, leider gibts auch einige liebgewonnene Funktionen aus FreeHand, die ich in Illu (an dem ich nicht vorbeikomme), schmerzlich vermisse, aber die Zusammenarbeit mit der Creative Suite setzt – meines Erachtens – eher Illustrator voraus. Von Corel rede ich mal nicht.

    Aber um mal auf deine Liste zurückzukommen …

    – innen einsetzten (oh mein Gott! aka ahhhhhh)

    Allerdings! Nur sind die Schnittmaskenfunktionen in Illu CS4 jetzt besser gelöst.

    – erzeugen und bearbeiten von Kurven (wieso muss ich verschiedene Werkzeuge benutzten??)

    Stört mich ebenfalls, das bearbeiten von Pfaden war in FH deutlich komfortabler, wenn auch in Illustrator etwas genauer.

    – Wechsel von Textcursor zum Pfeilcursor nur über die Palette oder T-kürzel

    Gewöhungssache, stört mich aber nicht so sehr.

    – erzeugen mehrerer Seiten

    Ab CS4 kann man mehrere verschieden große Zeichenflächen in einem Dokument erzeugen.

    – Seiten mit den Daten einfach duplizieren (so bleibt der eine Entwicklungsstand erhalten).

    Sollte ab CS4 auch kein Problem sein.

    – zoomen von Vektorgrafiken (sorry Illustratornutzer, leider wisst Ihr jetzt nicht was ich meine)

    Nennt sich in Illustrator »Pfad verschieben« (im Objekte- oder im Effekte-Menü), ist aber zugegebenermaßen auch nicht so komfortabel wie in FH

    – erzeugen eines Dreiecks (oder gibts nen Tip wie das in CS3 geht)

    s.o.

    – erzeugen einer Spirale

    s.o.

    Ich befürchte, dass Adobe die FreeFreehand-Petition (die ich gerne noch unterschreibe) lachend zu Kenntnis nimmt, aber den Teufel tun wird, ein Open-Source-FreeHand als Konkurrenzprodukt zuzulassen.

  19. Ich habe zeitgleich mit Illustrator 6.0 und Freehand 7 begonnen Vektorgrafiken zu erstellen. Sowohl in Freehand als auch in Illustrator gab es schnelle und einfache Möglichkeiten die Pfade auch mit Shortcuts zu bearbeiten. Man musste nur wissen, wie man diese erreicht, dann war das in keinem Programm ein Problem. Die Vorbehalte gegenüber dem einen oder anderen Programm beruhen ja eher auf Unkenntnis, nicht auf einem fehlenden Programmfeature. Hier sind hilfreiche Kollegen und Foren unverzichtbar, die einem erklären, wie die ein oder andere Funktion im anderen Programm doch erreicht werden kann.

    Von Beginn an war für mich Illustrator Favorit. Leider konnten viele kleinere Druckereien, welche noch nicht auf den PDF-Workflow umgestellt hatten nur Freehand-Dokumente verarbeiten. So habe ich alle fertigen Illustrator-Dokumente in Freehand eingefügt. Die in Illustrator in Linien umgewandelten Verläufe kamen im Druck sogar besser, als die in Freehand neu erstellten! Ein Lob dem Angleichen Werkzeug in Illustrator. Bereits in Illustrator 6.0 konnte ich mehrseitige Dokumente anlegen, wenn ich wollte. Möglich machte dies die Einstellung im Druckmenü „Fläche besteht aus mehreren Seiten“.

    Die Monitordarstellung in Illustrator war vergleichsweise feiner. Die magnetischen Ankerpunkte in Illustrator sorgen noch heute für pfadgenaues Arbeiten. Die Pathfinder-Palette war damals sehr komfortabel. Sobald man eine Vektorgrafik aus Freehand in Illustrator herangezoomt hat, hat man gesehen, wie ungenau Freehand arbeitet. Grusselig, wenn es sich hierbei um Firmenlogos handelt, die von renommierten Agenturen erstellt wurden. Ob das nur am Programm oder den Benutzern lag, kann ich allerdings nicht sagen.

    Natürlich musste ich von Illustrator Version 6.0 bis zur CS4 immer wieder umdenken. Einige Freehand-Funktionen sowie neue Features wurden schleichend integriert und ich habe dadurch lieb gewordene Illustrator-Funktionen verloren oder musste diese erst mühsam in irgendwelchen Untermenüs suchen. Illustrator wurde mittlerweile sehr aufgeblasen. Der Funktionsumfang ist so groß, dass jetzt scheinbar Designer nicht mal die Funktionen Spirale finden, was früher einfacher war. Auch der Wechsel von Auswahl zum Pfadwerkzeug und zum Textcursor per Tastenkürzel war früher kein Problem. Es gab damals auch Plugins für solche Shortcuts.

    So bin ich jetzt einfach mal gespannt, wie lange es das Programm Illustrator in dieser Form noch geben wird und wann die Grafiker sich wieder umstellen müssen. Vielleicht sind ja alle Mac-User in 4 Jahren aus dem Geschäft, weil die Branche wieder auf Bleisatz umstellt. Die arbeitslosen Mac-User können dann ja an Unis und Berufsschulen wechseln um dort ihr veraltetes Wissen an nachfolgende Generationen zu vermitteln ;)

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