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BBC vereinheitlicht Sendermarken

BBC Logo, Quelle: BBC
BBC Logo, Quelle: BBC

BBC Logo, Quelle: BBC

Die „British Broadcasting Corporation“, kurz BBC, ordnet im Zuge der Modernisierungsmaßnahme der digitalen Services derzeit ihr visuelles Erscheinungsbild, sowohl das der Rundfunkanstalt wie auch das einzelner Sendermarken.

Das BBC-Logo und mit ihm zahlreiche andere Senderlogos bekommen ein Facelift. Die Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund einer Modernisierung der von der BBC angebotenen Apps und digitalen Dienste. Die Art und Weise wie die BBC ihre Dienste anbiete, so der Sender, habe sich in den letzten 20 Jahren dramatisch verändert. Es sei zudem lange her, dass das Erscheinungsbild der BBC aktualisiert worden sei.

Mit der Anpassung von Logos, Farben und weiteren Gestaltungsmerkmalen innerhalb der Apps und Dienste wolle man erreichen, wie Kerris Bright erklärt, Chief Customer Officer von BBC, dass Anwender im Fernsehen, online und auf Mobilgeräten leichter finden, wonach sie suchen. Recherchen hätten ergeben, dass viele Zuschauer bzw. Hörer die Dienste als altmodisch und veraltet ansehen.

BBC Media Logos, Quelle: BBC
BBC Media Logos, Quelle: BBC

In den kommenden Monaten werde man alle Aspekte der digitalen Angebote modernisieren, um so ein kohärentes Nutzererlebnis zu schaffen. Die unterschiedlichen Bereiche der BBC würden durch vereinfachte Layouts und Grafiken verbunden werden. Die Angebote BBC iPlayer und BBC Sounds sollen zeitnah ein Update erhalten.

Neben zahlreichen Diensten und Sendermarken wurde auch das BBC-Logo selbst einem Facelift unterzogen. Im Zuge der Vereinheitlichung des Designs setzt die BBC auf die BBC Reith, seit 2018 Jahr Hausschrift der BBC. Die BBC Reith ist eine umfangreiche, in Zusammenarbeit mit Dalton Maag entwickelte Schriftfamilie, die aus insgesamt 22 Schnitten besteht und sowohl eine Groteske wie auch eine Serifenschrift beinhaltet, erstere einschließlich mehrerer Condensed-Schnitten. Die Schriftzüge in den Logos von BBC One, BBC Two und im BBC-Logo sind nunmehr in der BBC Reith Sans gesetzt. Bei BBC One wurde der Schriftzug zudem von Kleinbuchstaben auf Großbuchstaben umgestellt.

Kommentar

Im ersten Eindruck mögen die Anpassungen vielleicht nicht gravierend sein – sie sind allerdings umfassend. Denn jede optische Veränderung an einer Dachmarke zieht, so man’s denn ordentlich angeht, unterweigerlich auch Änderungen an den Submarken mit sich. Wie stets bei einer solchen Dachmarkenarchitektur stehen dabei die folgenden beiden Fragen im Mittelpunkt: Auf welche Weise wird die Zugehörigkeit zur Dachmarke kenntlich gemacht? Und wie ausgeprägt ist die Eigenständigkeit der Submarken? Eigenständigkeit erlaubt eine zielgerichtete(re) Kommunikation und Ansprache. Bei einer zu großen Eigenständigkeit besteht allerdings die Gefahr, dass der Bezug zur Dachmarke verloren geht.

Die BBC begegnet dieser Herausforderung damit, indem sie ihre Sendermarken wieder stärker angleicht. Die BBC ist nicht nur die älteste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, sie ist zudem die weltweit größte gebührenfinanzierte Rundfunkanstalt. Dementsprechend groß ist auf Seiten der Verantwortlichen das Interesse als BBC-Marke sichtbar zu sein, über alle Dienste, Leistungen und Submarken hinweg. Als zentrales, wiederkehrendes und verbindendes Gestaltungselemente dienen dabei das BBC-Dachmarkenlogo und die Hausschrift BBC Reith. Als Unterscheidungsmerkmal fungiert hingegen die jeweilige Farbe: BBC One = Rot, BBC Two = Grün, etc.. Ein Vorteil des vergleichsweise strikt an der Dachmarke ausgerichteten Brandings der Submarken: der Content selbst rückt als Differenzierungsmerkmal automatisch stärker in den Fokus.

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Ich fand das alte Logo schöner, es war wiedererkennbarer. Das hier sieht zwar harmonischer, aber dafür langweiliger aus. Außerdem unterscheiden sich die Senderlogos nur noch durch Farben (BBC one rot, BBC Two grün, etc.). Da geht ein bisschen die Indivualität der Sender verloren (die sich nur noch durch Idents unterscheiden und eigentlich keine eigenen Logos mehr haben.) Alles in allem aber moderner.

  2. Eigentlich bin ich kein Fan von derart simplifizierenden Redesigns, aber beim BBC kann ich ein Auge zudrücken, die machen das ja schon länger so und immer recht erfolgreich.

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