Logo der IAA Frankfurt 2007

Das diesjährige Logo zur IAA kommt mit strenger Typo (Typestar-Black) dafür aber im bunten Hippie-Look daher. Im Vergleich zu den meisten Vorgängern (2005, 2003) diesmal eine ansprechende Komposition, die Dynamik und Frische verströmt und dabei Neugierde auf die Autopräsentationen weckt.
Das alles dominierende Thema wird dieses Jahr noch mehr als zuvor “energiesparende Technologien” sein. Man wird sehen, wie sich die Großen im Markt in Sachen ressourcenschonende Fortbewegung im Vergleich z.B. zum Designermodell Loremo. aufstellen.
IAA Frankfurt 13. – 23.09.2007
Loremo – Eine neue Philosophie nimmt Gestalt an

Alljährlich werden auf dem Genfer Autosalon oder auch der IAA zahlreiche Designstudien präsentiert. Fast alle großen Automarken stellen ihre aufpolierten “Visionen” eines fortschrittlichen Automobils vor, um den Schein zu wahren in Sachen Ideen für die Zukunft dabei zu sein. Sicherlich finden sich die ein oder anderen Ansätze irgendwann später einmal in einer Serienproduktion wieder aber ich habe den Eindruck wirklich Bahn brechende Neuerungen verpuffen jedes Jahr aufs Neue. Die Scheinwerfer der Messestände überstrahlen gekonnt den Mangel an Informationen zur ökologischen Verträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Leicht bekleidete Motorhauben-Bunnies steigern diesen Blendeffekt nur noch. Design ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden, um in dieser Einheitsmasse ansatzweise unterscheidbar zu sein. Linienführung und aerodynamische Formen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Thema Design Defizite in Sachen Motorentechnik und Ökologie kaschieren muss, was ich sehr schade finde. Statt ein gutes Produkt noch besser zu machen, muss die Formgebung den Stillstand in der Entwicklung schön färben. Mal von der Hybridtechnik abgesehen, die die europäischen Autobauer allerdings allesamt verschlafen haben. BMW, Renault, VW haben nun Mühe an Toyota Anschluss zu halten, die auch Dank des Erfolges in den USA an Ford vorbeigezogen sind und nun Platz 2 in Sachen PKW-Absatz weltweit hinter General Motors behaupten.
Lancia mit neuem Markenzeichen

Nachdem sich Fiat bereits im Oktober 2006 ein neues Markenzeichen zugelegt hatte – Beitrag dazu im Design Tagebuch – bekommt nun eine weitere zum Fiat-Konzern zugehörige Automarke ein neues Emblem. Unter dem Motto “Wandel im Zeichen der Kontinuität” sollen die traditionellen Werte in die Gegenwart überführt werden.
Statt mit Goldschimmer zeigt sich das neue Logo silberfarben und sachlicher, als sein Vorgänger. Die Grundfarbe Blau hat nun einen größeren Anteil am Erscheinungsbild. Die äußere Form und der innere Kreis bleiben grundsätzlich bestehen. Es entfallen jedoch die ausgestanzte Fahne und das Fadenkreuz. Die Typo kann dadurch größer dargestellt werden.
Der Schriftzug wird ganz schön in die Mangel genommen. Damokles ähnlich drücken spitze Nadeln von oben und von unten auf die Lettern. Der Abstand ist zwar groß genug aber ich kann nicht anders, als an einen Reifen zu denken, dem die Luft ausgeht. Vielleicht wären Pfeile statt Nadeln besser gewesen. Wenn man sich zudem die innere Schildform anschaut, entdeckt man eine “Ungereimtheit”. Links oben hat die Schildform einen breiten Rand. Auf der rechten Seite jedoch wird daraus ein doppelter Rand. Schatten und Rand sind meiner Meinung nach nicht korrekt dargestellt, sondern erinnern an die Metamorphosen eines M.C. Escher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Embleme, die später einmal die Autos zieren, die im Entwurf dargestellte Form des Randes zeigen werden.
Entworfen hat das neue Markenzeichen Robilant Associati, die bereits in Zusammenarbeit mit dem Centro Stile Fiat das Fiat-Emblem überarbeitet hatten.
Neues Opel-Logo

Still und heimlich hat Opel aktuell in der Fernsehwerbung und im Internetauftritt das Logo ausgetauscht. Keine Pressemeldung, nichts. Im Zuge der Anpassung des neuen Ausstellungsdesigns (Opel-Händler erhalten neues Design) ist nun wie vermutet der gelbe “Opel-tab” verschwunden. Der Blitz wird nun nicht mehr im Rechteck hinterlegt, sondern kann anscheinend sowohl auf weißer Fläche, als auch vor jedem anderen Hintergrund stehen. » weiterlesen
Enterprise reloaded
Angeregt durch einen Kommentar: hier die Version, wie ich mir das neue Logo hätte vorstellen können.
Enterprise Rent-A-Car mit neuem Logo
Der amerikanische Autovermieter Enterprise führt in Kürze ein modifiziertes Logo ein. Bildmarke und Wortmarke werden durch Wegfall des großen “E” im Firmennamen zu einer Einheit verschmolzen. Die Bildmarke ist nun Teil des Schriftzuges und muss “mitgelesen” werden. In vielen Fällen kann dies zu Irritationen führen, da unterschiedliche Farben und Schriftstile den Lesefluss des Firmennamens erschweren. Im Fall von Enterprise funktioniert es noch so gerade eben. Der Zusatz “rent-a-car” entfällt im Logo. Dadurch kann auf die weiße Fläche verzichtet werden, was dem Logo etwas mehr Ruhe verschafft. Auch die Verwendung ausschließlich von Minuskeln trägt dazu bei, dass das neue Zeichen etwas homogener erscheint, als das alte. 100%tig rund wirkt es auf mich allerdings nicht. Anscheinend wurde das Logo im eigenen Haus weiterentwickelt. Wie es heißt mit Unterstützung von Monigle Associates.
Opel-Händler erhalten neues Design
General Motors Europe verpasst allen Opel-, Saab- und Chevrolet-Händlern ein neues Ausstellungskonzept. Die britische Marke Vauxhall hingegen bleibt von der Umstellung unberührt. Das Gesamtkonzept wurde von der in der Schweiz ansässigen Firma Nose bereits 2005 entwickelt und Ende Oktober 2006 von GM verabschiedet. Die Kosten für die Umstellung, die zwischen 2007 bis 2009 vollzogen werden soll, belaufen sich auf 400 Millionen Euro.
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