Sieger des EU-Logo Wettbewerbes

Die Sieger stehen fest. Aus den mehr als 1.700 Entwürfen ist der Beitrag von Szymon Skrzypczak als erster Preis hervorgegangen. Belohnt wurde er mit 6.000€. Wie man auch am drittplatzierten Entwurf sehen kann, zeigte sich die Jury offenbar vor allem von der Idee der ländertypischen Schriftzeichen begeistert, um die Vielfältigkeit der EU-Länder zu symbolisieren. Die Farbigkeit des Gewinnerlogos zeigt ebenso die Vielfalt der Kulturen, andererseits kommt man nicht umhin an Google und eBay zu denken. Negativ finde ich den sehr dominant auftretenden Zusatz „SINCE 1957“. Dieser witzige Hinweis in Form z.B. einer Whisky-Traditionsmarke hätte ich optisch etwas zurückgenommen.

5 Kommentare zu “Sieger des EU-Logo Wettbewerbes

  1. Also ich habe jetzt bestimmt drei Minuten gebraucht um das Siegerlogo zu raffen. Habe die ganze Zeit „Tögethe“ gelesen und überlegt, ob das irgendso ein für die europäische Geschichte bedeutsamer Ort in Skandinavien ist. Dass das R noch dazu gehört und damit das Wort „together“ ergeben soll, war mir erstmal nicht klar. Immerhin lese ich das „Rechte-R“ sonst ja auch nicht mit.

  2. Der dritte Platz hätte für mich der erste sein sollen und erinnert im positivsten Sinne an Rudi Baurs wunderbare Arbeit für die »Cité internationale universitaire de Paris«, in deren Gestaltungssystem immer wieder »falsche« Buchstaben aus anderen Sprachen in allen Beschriftungen und Worten auftauchen. Diese visuelle Metapher reflektiert viel eher die Vielkulturenlandschaft der Völkergemeinschaft als die Erpresserbrief-artig zusammengeklebten Buchstaben von bekannten Markennamen.

    1:0 für den konsumorientierten Globalismus gegen die kulturelle Einzigartigkeit von Ethnien!

  3. Ich finde die Farb- und Formvielfalt des ersten Entwurfs viel zu dick aufgetragen, wenn schon bunt, dann dürfen die Farben doch auch zusammenpassen, oder? Die einzelnen Buchstaben des Siegerentwurfs stehen in Proportion und Farbgebung nicht zusammen und vertragen sich nicht. Aber gerade das soll doch gerade nicht die Botschaft sein, oder? Und man kann es schlecht lesen.

    Ich finde auch den 3. Platz hervorragend umgesetzt. Schade drum.

  4. Wer war in der Jury vertretet um so ein schlechtes Logo der erster Platz zu geben? Platz 2 und Platz 3 sind viel besser sowohl aus typografische Sicht als auch vom Design. Sie harmonieren viel besser mit der Grundidee der EU. Tja, wenn Politiker über Design entscheiden … :-(

  5. Wirklich, ich habe immer noch nicht verstanden wie diese Buchstabenkombination vom 1. Platz zustande kommt. „Tögether“ … Ne oder, das soll „together“ heißen!

    Grundsätzlich erinnert es mich an die frühen 90ger, da gab es viele solche Schrift-Mix-Logos und so wirkt es von daher eher antiquiert. Und dann frage ich mich halt was für eine Botschaft es vermittelt, welche Assoziation es weckt. Auf mich wirkt es wie ein Bunter, unübersichtlicher Buchstabenhaufen, dessen Botschaft man erst auf den dritte und vierten Blick erkennt, und das obwohl es ja wörtlich geschrieben steht, nur leider gehen die Buchstaben eben nicht zusammen! Was das für Europa bedeutet will ich mir lieber nicht vorstellen!

    Entwurf 2. z.B. ich einprägsam, klar verständlich, deutliche Bootschaft, … allerdings hätte man schon noch mehr Ansätze finden können, mit dem Thema umzugehen.

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