NDR2 – Refresh

NDR2 Relaunch

Vor ziemlich genau zwei Jahren vollzog die NDR-Website einen Relaunch. Nun zog der Radiosender NDR 2 nach. Damit wird für das gesamte Markenportfolio das gleiche Baukastensystem genutzt, so dass alle Sender/Kanäle in einem einheitlichen Design erstrahlen.


Der dynamische Aufbau wurde zugunsten einer festen Breite aufgegeben. Trotz Baukastensystem wird jeder Sender individuell dargestellt. NDRKultur bekam statt des blauen einem brauen Fond sowie eine größere Hauptbühne. Beim Jugendsender N-Joy wurde hingegen der Header vollflächig grün eingefärbt. Ein tolles Beispiel für den Spagat zwischen Einheitlichkeit und Eigenständigkeit, wie ich meine.

Vielen Dank Daniel für den Hinweis.

9 Kommentare zu “NDR2 – Refresh

  1. Interessant, dass kein Rand gelassen wurde. Das gibt es selten. Ich hätte die Hauptbühne vom Hintergrund mehr abgesetzt, durch z.B. einen Schatten wie bei dt.

    Ansonsten gut gemacht, dafür dass sie blau/rot nutzen mussten, was ja nicht die dankbarste Farbkombination ist.

    Die Bildvergrößerung öffnet das Bild auf einer neuen Seite, ohne die Möglichkeit zum nächsten zu gehen.

    Die bunte Meta-Navigation (zum Wechseln zwischen verschiedenen Sendern) ganz oben ist schwer als solche erkennbar.

    Zum Inhalt… naja, ist eben Fernsehen.

    Schreibfehler:
    „[…] statt des blauen *einem brauen* Fond sowie […]“.

  2. Wieso braucht der NDR eigentlich mehrere Jahre (!), um seinen kompletten Internetauftritt auf das „neue“ (d.h. 2007er-) Design umzustellen? Der Auftritt von NDR Info sendet immer noch im alten NDR-Baukasten.

  3. Mal eine andere Frage die mich schon seit einiger Zeit beschäftigt, leider nicht „ganz“ Topic.

    Warum gehen eigentlich immer mehr Websites weg von einer flexiblen, hin zu einer festen Breite. Ist das ein neuer Trend, hat das einen tieferen Sinn oder mache ich mir nur zuviel Gedanken.

    Ansonsten gefällt mir die Site eigentlich recht gut, nur finde ich sie zum Teil recht unübersichtlich trotz Raster. Grafiken als Navigationspunkte mit einer schmalen und, zumindest bei mir, verwaschenden Schrift trüben den Eindruck allerdings.

    Grüße Daniel

  4. @Daniel

    Da manche Leute mittlerweile sehr große Monitore haben, ist es unsinnig manche Webseiten unnötig in die Breite zu ziehen, da sonst der Text sich über den ganzen Bildschirm erstreckt und das einfach nicht so schön geordnet aussieht.

    Eine feste Breite schafft mehr Struktur. Ausnahmen sind beispielsweise Seiten mit viel Inhalt, wie z.B. Wikipedia. Da macht eine dynamische Breite Sinn. Bei begrenztem Inhalt, wie z.B. aktuellen Schlagzeilen, eignet es sich, mehr Ordnung auf den Bildschirm zu bringen, damit der Lesefluss nicht behindert wird, aber auch die Ansicht mehr einer Zeitung entspricht.

  5. Meiner Ansicht nach gibt es dafür die folgenden beiden Gründe:

    a) Die Lesbarkeit wird umso schlechter, je breiter der Satzspiegel ist. Aus dem Printbereich wissen wir, dass relativ eng laufende Spalte sich angenehmer lesen lassen, als Texte, die in kleiner Schriftgröße über eine komplette A4-Seite laufen. Einerseits gibt es zwar immer mehr 16:9-Monitore, die hohe Auflösungen fahren. Andererseits bedeutet dies nicht, dass automatisch immer größere/breitere Auftritte entstehen. Die Nutzbarkeit eines Auftritts wird nicht zwangsläufig besser, nur weil man in die Breite geht. Bei Texten kann man sogar vom Gegenteil sprechen. Je schmaler der Satzspiegel, desto lesefreundlicher sind sie, natürlich nur bis zu einer Untergrenze. Im Print gilt eine Anzahl von etwa 60 Zeichen als angenehm. Im Web sind eher 70-90 das Maß, an dem man sich orientieren kann (Hamburger Abendblatt 75, Tagesspiegel 95, SPIEGEL ONLINE 67-83).

    b) Ich glaube, dass WIR Designer einen großen Einfluss an diesem Trend haben. Nur noch ganz wenige Auftritte großer Unternehmen sind „ungestaltet“. Auftritte ohne ein Design einer spezialisierten Agentur funktionieren nur in ganz wenigen Fällen. Auftritten ohne fester Breite haftet – weil sie den Beginn des Webdesigns markierten – eher etwas altbackenes an. Amazon und Ebay sind einige, der wenigen Ausnahmen, die funktionieren. Bei dynamischen Auftritten hängen die Buttons links oben, die Druckansicht ganz rechts unten und der Warenkorb ganz rechts oben. Das ist, als ob man im Kino in der ersten Reihe sitzt. Weil die Wege lang sind, kriegt man nicht alles mit.

    Den letzten Entwurf mit einer dynamischen Breite habe ich etwa 1999 dem Kunden präsentiert. Aber auch der Auftritt dieses Kunden (Westermann Verlag) hat längst eine feste Breite.

  6. „Ansonsten gut gemacht, dafür dass sie blau/rot nutzen mussten, was ja nicht die dankbarste Farbkombination ist.“

    America, the beautiful… undankbar würde ich die Columbia Farbkombination nicht nennen :)

    Feste Breite, das seh ich genauso wie Phony / Achim. Es dient einfach 1.) der Lesbarkeit und viel wichtiger 2.) der Einrichtung fixierter Werbeflächen.

    Wobei eine ferne Zukunft gehört eh den Applikations-ähnlichen Websites a la BBC und netvibes oder auch GoogleMail. Das Layout kann man sich selbst bauen und Spalten können auch mit fester Breite und unterschiedlichen Höhen dynamisch floaten. Der User hat via drag&drop oder mit seinem Browserfenster alles im Griff.

  7. Also zum Thema feste Breite/flexible Breite muss man vermutlich nichts mehr sagen – ich schließe mich da meinen Vorrednern an. Allerdings muss ich sagen, dass der Auftritt des NDR mir insgesamt nicht wirklicht gut gefallen will.

    Beim NDR vermisse ich immer wieder eine gewisse Nutzerführung. Man wird förmlich von den Inhalten erschlagen. Ich würde mir da etwas mehr Ruhe wünschen um die Inhalte besser erfassen zu können. Auch ist mir die Navigation zu überladen. Auf der NDR Startseite wird besonders deutlich was ich meine. Zwölf Navigationspunkte die alle ziemlich gleichwichtig erscheinen sind in meinen Augen für eine horizontale Navigation zu viel. Da hätte wahrscheinlich ein wirklicher Abstand zwischen Unternehmen/Radio/TV und Rubriken geholfen. Dass die Navigation zwischen den Sendern schwierig ist würde ich unterschreiben. Ich glaube nicht, dass jeder Nutzer – vorallem die wahre Zielgruppe des NDR – das auf Anhieb versteht. Auf der anderen Seite ist bei Internetnavigationen noch immer an vielen Stellen einfach „Try and Error“-Verfahren angesagt.

    Was man dem Auftritt meiner Meinung nach durchaus zu Gute halten muss ist der doch insgesamt recht opulent wirkende Auftritt. Im Gegensatz zum HR wirkt der NDR äußerst großzügig und einladend.

  8. Ich mag an der Seite, dass sie wirklich schön breit ist und diese Breite auch gut ausnutzt.

    Schön ist auch, dass die Seite lediglich mit einem Verlauf (im Hintergrund – jedoch sehr subtil) auskommt. Das trifft meinen Geschmack von Design sehr. Auch wenn viele Kunden sofort mit der Tür ins Haus fallen „…und macht alles glänzend…“, ist es meiner Meinung nach wichtig, aufzuzeigen, wie es auch ohne sehr gut funktioniert.

    Auch wenn das gezeigte Beispiel des NDR2 nicht 100%ig meinen persönlichen Geschmack trifft, finde ich es gelungen „gegen den Strom“ zu schwimmen und auf solcherlei Schnickschnack zu verzichten.

    Leider verfällt die Seite auf den Unterseiten dann schon in das gewohnte Muster: – Linke Spalte Navigation, in der Mitte Content und rechts eine Info-Spalte. Da hätte man sich eine schönere Lösung überlegen können, aber vielleicht wollte man einfach nicht die Gewohnheiten zu sehr brechen, was durchaus legitim ist :-)

    Die Hauptnavigationspunkte sind mir ehrlich gesagt zu klein und die Glättungsmethode ist hier vielleicht nicht ganz gut gewählt (wobei es bei manchen Schriften in solch einer Größe sowieso schwierig ist, dies genau und sauber hinzubekommen – aber es geht :-)). In diesem Fall hätte es doch die Arial dann auch getan, die ließe sich auch wenigsten mit vergrößern!

    Btw. Wieso ist nach „Home“ denn ein dickerer Strich und nach den anderen ein dünnerer? Sieht etwas merkwürdig aus…

    Abgesehen von meiner eben ausgeführten Kritik komme ich zum Schluss, dass diese Seite als Beispiel für „verlaufslose“ Websites (natürlich gibt’s jede Mege andere, die das auch bzw. besser lösen) vorzeigbar ist.

    Gruß Dennis

  9. OTP:

    Vielen Dank für die hilfreichen Kommentare bezüglich der Breite. Es ist immer wieder gut rausgezogen zu werden wenn man sich irgendwo festgefahren hat.
    Und da ich sowieso schon Offtopic bin, Danke an Achim für diese tolle Seite die ich täglich Besuche und an die eifrigen Kommentarschreiber. Ich lerne hier sehr oft andere Blickweisen kennen. Danke.

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