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„Medium“ ist das neue Minimum

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Was das hier ist? Nun … es ist dies die Weboberfläche eines Redaktionssystems (Abb. oben). Medium, so der Name des Magazins, bei dem nicht nur das zugehörige Redaktionssystem minimalistisch ist, hat bei den diesjährigen Webby Awards in der Kategorie „Best User Experience“ gewonnen. Ein Minimum an Interface.

Die Weboberfläche des Magazins erinnert an eine Timeline im Stile Twitters. In einem Punkt unterscheidet sich Medium ganz entscheidend von Twitter: „Medium is a new place on the Internet where people share ideas and stories that are longer than 140 characters and not just for friends.“ so beschreibt Ev Williams, einer der Macher hinter Medium, das Projekt. Die Anmeldung dauert keine Minute und schon kann man loslegen, einen Artikel zu schreiben, der auf Medium veröffentlicht wird.

7 Kommentare zu “„Medium“ ist das neue Minimum

  1. Mir gefällt das Design von Medium außerordentlich gut. Die Artikel, die darüber veröffentlicht werden sind sehr angenehm zu lesen. Die Kommentarfunktion direkt am Text ist praktisch, wenngleich ich sie ein wenig unübersichtlich finde.

    Was ich mich bei Medium aber immer frage: Inwieweit verhindert es das einheitliche Design, die eigene Autorschaft auszudrücken? Ich habe den Eindruck, ein Text wird nicht mehr wahrgenommen als „den hat Susanne Wagner geschrieben“, sondern als „der ist auf Medium erschienen“. Verringert ein Medium-Autor seine Chancen, sich als Marke zu etablieren?

    Medium verschafft einem Text sicherlich mehr Aufmerksamkeit und Verbreitung. Eventuell muss man, indem man kein selbst gestaltetes Blog betreibt, aber darauf verzichten, sich einen Namen als guter Autor zu machen. Oder liege ich damit falsch?

  2. medium ist ein wahres Glanzlicht im Internetz, da es Lust auf Lesen und Entdecken macht. Der Inhalt steht im Mittelpunkt und ist in ein exquisit minimalistisches Nutzererlebnis gebettet und wird nicht durch Werbebanner oder Kommentarspaltentrollerei erdrückt. Ich habe genau dort schon viele interessante Autoren entdeckt, die ich in der Welt der bunten Privatblogs nie gefunden hätte. In meiner Erfahrung bietet medium eine ganze Menge Spielraum, individuelle Autorschaft auszudrücken.

  3. Man sollte nicht unerwähnt lassen, dass Ev(an) Williams nicht nur der Schöpfer von Medium ist. Davor entwickelte er zuerst Blogger, danach Twitter. Einen schöneren roten Faden kann es bis zu Medium eigentlich gar nicht geben :)

  4. Medium ist klasse. Viele tolle Artikel dort und man kann als Autor ja immer noch Links zum eigenen Blog mit einbinden. Viel veröffentlichen ihre Artikel ja auch dual. Bin gespannt was damit in Zukunft passiert.

  5. Medium hatte ich bei vielen Kursen an der HTW Berlin auch mit strahlenden Augen gezeigt. Ein Kumpel von mir hat mir das neue Design der Seite vor ein paar Monaten gezeigt und ich finde das Veröffentlichungs-Tool mega clever gelöst. Auch sonst sieht die Seite sehr wertig aus.

  6. Danke für den schönen Hinweis, Achim. Ich hatte zwar schonmal eine kurze Beschreibung irgendwo gefunden, mich aber dann doch nicht hinbewegt…

    Unter den Top100 April 2014 kommt leider keine einzige deutschsprachige Story vor. Schade! Sprach-/Länderfilter wären definitiv hilfreich an dieser Stelle. Bekommt man irgendwo eine Idee davon, wie sich die Autoren/Sprachen verteilen?

    Dass die Autorenschaft weniger deutlich würde, wie #1 Gerhard Großmann befürchtet, fand ich spontan einen lustigen Gedanken. Ich dachte sofort: im Gegenteil! Wie schön ist es doch, wenn die eigene Schreibe endlich im Web mal einen gut gestalteten Lebensraum hat und sich die eigentlich Textqualität entfalten darf.

    Dazu muss man vielleicht wissen, dass ich um die Jahrtausendwende eine Vergangenheit habe mit lindgrünen, hellblauen und anderen schrecklich-schönen Farbschemata von Autorenforen mit Standardschriften, 90%-breite Tabellen (ohne max-width), Tabellenlinien und GIF-Smileys, die animiert waren.

    Ich wünsche mir darum eine baldige Lokalisation von medium.com – sonst muss es hierzulande halt ein anderer Dienst machen, um sich dann später aufkaufen zu lassen ;-)

    Internette Grüße
    Friederike

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