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Liechtensteiner wählen ihr Logo

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Liechtenstein Logos

In Liechtenstein erhalten die Bürger in diesen Tagen Schreiben, in denen Sie dazu aufgefordert werden, das zukünftige Logo des Fürstentums zu wählen. Als zentrale Komponente innerhalb des noch zu entwickelnden Erscheinungsbildes soll es „Identität und Marke Liechtenstein“ verkörpern. Ein basisdemokratischer Prozess, den das Fürstentum angestoßen hat und der von einer Fachjury begleitet wird. Diese hatte im ersten Schritt aus der Vielzahl an Wettbewerbseinreichungen fünf Finalisten ausgewählt, die nun zur Wahl stehen. Auch die dt-Leser können ihren Favoriten wählen.

Hinsichtlich der Vorgaben heißt es von Seiten der auftraggebenden Regierungsstelle: „Dieses neue Logo soll landestypische, visuelle Elemente, z.B. die Landesfarben Blau, Rot und Gold explizit enthalten, die fundamentalen Prinzipien (Selbstbestimmung, Sicherheit, Humanismus) bzw. Werte (Unabhängigkeit, Überschaubarkeit, Menschlichkeit) jedoch nur implizit vermitteln, also nicht notwendigerweise illustrieren. Zum Kreativwettbewerb aufgerufen waren Designbüros und Werbeagenturen in Liechtenstein und im europäischen Ausland.

Das Ergebnis der Abstimmung wird am 2. April verkündet. Stimmberechtigt sind rund 30.000 Bürger. Das Besondere dabei: alle ab Jahrgang 1998 und älter sind stimmberechtigt. Somit können auch Jugendliche im Alter von 14 Jahren an der Wahl teilnehmen. Der von der Landesbevölkerung bestimmte Siegerentwurf erhält als Siegprämie umgerechnet 25.000 €. Der zweitplatzierte Entwurf wird mit 4.000 € prämiert, der drittplatzierte Entwurf mit 2.000 €.

Weitere Infos unter: Identitäts- und Markenprozess Liechtenstein | www.regierung.li

via vaterland.li

Ich finde es schwierig, abzufragen, welches Logo das Fürstentum Liechtenstein am besten repräsentiert. Um diese Frage zu beantworten, müsste man in den Prozess involviert gewesen sein. Daher lautet die einfache Frage:

Welches Logo gefällt Dir am besten?

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47 Kommentare

  1. Wenn alle drei Farben im Logo eine Verwendung finden sollen, fallen Nummer 1 & 5 schon mal weg. Obwohl die Nummer 1 mein Favorit gewesen wäre. Die einzige logische Auswahl für mich ist demnach die Variante 4. 2 & 3 sind mir persönlich zu verspielt.

    Liebe Grüße

  2. Mir gefällt das Logo 5 am besten. Aber wie mein Vorredner bereits anmerkte, stimmt schon einmal eine Vorgabe (Farbe) nicht. Aus diesem Grund entscheide ich mich für Logo 2. Logo 1 hat das selbe Problem wie Logo 5, bei Logo 3 gefällt mir die Aufteilung von Bild und Wortmarke nicht und mit Logo 4 kann ich gar nichts anfangen – ist viel zu austauschbar. Meine Entscheidung beruht also eher auf dem Ausschlussverfahren und nicht direkt auf der Tatsache, dass mir wirklich eins übermäßig gut gefällt.

  3. MUT ZUR KRONE – Ohne weiter in die Materie ein zu steigen, vote ich ganz klar dazu sich einer staatstragenden und repräsentativen Variante zu zu neigen. Ist doch schade das heute der Einheitslook modifizierter Flächen (am liebsten Dreiecke) als Standartlösung präsentiert werden. Es geht das individuelle, in diesem Falle besonders die Staatsmarke völlig in der Beliebigkeit auf. MUT ZUR TRADITION IM NEUEN KLEID – ABER VERGESST DIE TRADITION NICHT!

  4. Variante 1 und 5: EPIC FAIL! Wer schon mal nicht das Briefing ordentlich lesen kann, ist es auch nicht wert, genommen zu werden!
    Wobei Variante 5 kein schlechter Ansatz ist. Allerdings erscheint die L-Form hier auch als Herzform, was wiederum eher kitschig erscheint und mit den Lücken fragil und unsicher anmutet.
    Also alles andere als, das was erwünscht ist. Es wirkt eher unfertig und nicht zu Ende gedacht.

    Variante 1 – mal abgesehen, dass die dritte Farbe fehlt – ist alles andere als individuell. Einzig die Idee, die Wortmarke optisch durch die differenzierten Farben/Flächen zu teilen, erscheint mir hier positiv.

    Variante 4 sieht schick aus, wirkt modern, aber ist meiner Meinung nach viel zu beliebig. Mit dieser Form könnte man alles möglich verbinden bzw. in Bezug setzen, wenn die Wortmarke nicht dabei stände. Somit nicht angebracht. Auch wenn es in sich geschlossen ist.

    Variante 3 wirkt etwas sehr altbacken durch diesen Wappenlook. Die Wortmarke wirkt hier beliebig und fehlplaziert. Wenn man hier noch den restlichen Schriftzug dem “L” anpassen würde, wäre es um längen besser, als es das im Moment ist. Und dadurch könnte man diesen Wappenlook auch ein wenig mehr Moderne entgegenbringen. An sich kein schlechter Start, aber auch nicht mehr. Ausbaufähig!

    Somit ergibt sich für mich, dass Variante 2 der klare Favorit ist.
    Das Konzept ist hier, meiner Ansicht nach, am originellsten und wirkt auch gut durchdacht. Wobei ich mich auch hier nicht wirklich mit der Wortmarke anfreunden kann. Den Schriftzug hier mittig und unterhalb zu platzieren ist nicht wirklich originell, aber gibt dem ganzem einen Halt/Stabilität.

    Allgemein ist die Schrift, wie man auch bei allen Entwürfen gut sieht, da sie bei allen sehr ähnlich ist, eher dem Trend der Zeit zum Opfer gefallen, als das sie der Bildmarke angepasst wurde bzw. mit dieser eine geschlossene From ergibt.

    Resultierend ergibt sich für mich, dass keines dieser Entwürfe eine finale Version ist oder auch nur im Ansatz komplett erscheint. Sehr enttäuschend für finale Entwürfe…

  5. Da es hier um ein Logo zur Repräsentation des Staates Liechtenstein geht würde ich mich für das Logo Nr. 3 entscheiden. Das Fraktur-L mit Krone ist doch sehr schön staatsmännisch. Ob die Wortmarke dort wo sie ist bleiben muss ist eine andere Frage. Könnte mir gut vorstellen, dass man die Wortmarke darunter platziert. Diese ganzen geometrischen Logos sind derzeit zwar angesagt, aber auch in 2 Jahren überholt. Ein Staat muss nicht trendy sein. Verlässlichkeit, Beständigkeit, Sicherheit und Unabhängigkeit sollten im Vordergrund stehen. V2 schaut nach königlichem Fliesenhandel aus.

    Fazit: Fertig ist keines der Logos. Aber eine Richtung kann man wählen.

  6. Also die Ausbeute ist eher mäßig:

    1 wirkt wie das Logo einer Sendung im dritten Programm, ein zweifach geknicktes Pseudo-3D-Band, dem nur noch ein dritter Knick fehlt – und schon ist die Bauchbinde fertig

    2 ist eigentlich sympathisch mit den beiden Ls, aber in der Pünktchenoptik denk ich da eher an die Fürstliche Postkutschen-, Telegraphen- und Fernsprechgesellschaft zu Liechtenstein (Firmenbezeichnung an dieser Stelle frei erfunden) – in den Niederlanden gab es bei einem KPN-Vorgänger aber mal ein solches Krone-auf-Raute-Logo und hier kommt noch die Assoziation Tastenfeld hinzu.

    3 wirkt sehr staatstragend, da vermisse ich ein wenig die Distanz zu den eigentlichen staatlichen Symbolen (Flagge, Wappen) – außerdem ist die Formensprache etwas diffus: ein farbiges Band? zwei farbige Bänder? ein Band mit unterschiedlich farbiger Vorder- und Rückseite?

    4 kann für alles und nichts stehen – eine Versicherung, ein neues Logo für die Tankstellenkette Total? Naja, vielleicht ist es ja ein markanter Berggipfel, den Liechtensteiner kennen. Ansonsten ist es der Gipfel der Austauschbarkeit.

    5 … naja, das muss nicht wirklich sein. Wenn nicht gerade mal Frank Gehry im Fürstentum vorbeischaut, um da ein Museum oder einen Landtag zu bauen, fehlt hier wirklich jeder Bezug zum Fürstentum.

  7. @Tilo: Ja das wäre eine mögliche Herleitung. Jedoch assoziert die Form wohl kaum eines der gewünschten Schlagwörter. Bei mir jeden falls nicht. Die Form eines Landes sagt ja nichts über das Land ;)

  8. Meiner Meinung nach sind die Verläufe in der 1. Variante bei weiterer Reproduktion unvorteilhaft, die Krone in der 3. Variante wirkt zu kleinteilig und die 5. Variante sieht eher aus wie die Transformers. Ich bevorzuge die 2. und 4. Variante.

  9. Von einem “epic fail” zu sprechen halte ich für zu oberflächlich. Schon einmal die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass sich dort absichtlich über die Vorgaben hinweggesetzt wurde?
    Schwer zu sagen, ob es versehentlich passiert ist oder nicht; nur ist es die dringende Aufgabe von Gestaltern den vermeintlich besten Weg aufzuzeigen – da werden Teile des Briefing manches Mal besser ignoriert.

    Ich tippe aber ebenfalls auf die 3 …

  10. Ich habe mich ebenfalls für die Nummer 4 entschieden, nicht unbedingt weil es mir total gut gefällt (wie bereits angemerkt wirkt es wie die anderen auch ein bisschen zu austauschbar), sondern weil es von allen am meisten professionell daherkommt. Mir gefällt auch der gedankliche Ansatz, den ich dem Designer einfach mal unterstellen will: Die Umrisse des Landes, aber auch die verschiedenen Facetten (bei Nr. 5 wären es mir dann wieder zu viele Facetten), die ja auch in der Aufgabenstellung thematisiert wurden (Sicherheit, Humanismus, blabla) und die schöne Typografie.

    A propos Typo: Da hat doch schon jemand mit einem sehr subjektiven Geschmacksempfinden in Richtung Typografie eine Vorauswahl getroffen, schwant mir. Oder warum ähnelt sich die Typo in allen Vorschlägen so dermaßen?

  11. In Liechtenstein ist seit der Veröffentlichung eine heftige Debatte um die Logos entflammt. Die Meisten sind unzufrieden mit den Vorschlägen und es gibt Gerüchte, dass bei der Wahl zu den 5 Favoriten sich einige Leute noch einen Gefallen schuldig waren. Zudem kommt der Bericht, dass Vorschlag Nummer 5 ein Plagiat sein soll, siehe .
    Ausserdem verstossen die Vorschläge 1 und 5 gegen die Richtlinien, da sie Farbverläufe vorweisen.

    Naja, bin selbst auf das Ergebnis gespannt. Bisher grössten Anklang in der Bevölkerung finden Vorschlag 3 und 4, man ist aber im Allgemeinen nicht sehr begeistert.

  12. Post scriptum: Ich denke jedoch, es wird Vorschlag Nr. 3, der geht einfach zu glatt ins Auge als dass man sich gegen ihn entscheiden könnte als jemand mit wenig designerischer Erfahrung, sprich: Otto Normalbürger.

  13. Ich habe auch für den vierten Entwurf gestimmt…aber ich denke das auch der Aspekt des Fürstentums mit der Krone ein wichtiger Bestandteil des Landes u seiner Tradition ist

  14. Ich stelle mal den Link zu dem Artikel ein, auf den „liechtensteiner“ anspielt:

    Diskussion um Logo-Wettbewerb | volksblatt.li

    Wie sich die Bilder gleichen: Wie schon beim Logo für Burghausen wird auch in diesem Fall einem der Wettbewerbsentwürfe (5) eine zu große Nähe zum Melbourne-Logo attestiert. Wie es aussieht, darf man Bildmarken mit Facetten nicht mehr gestalten, ohne sich dem Vorwurf ausgesetzt zu sehen, es würde sich um ein Plagiat handeln. Absurd.

  15. Nummer vier macht als Umriss Liechtensteins sogar etwas mehr Sinn!
    Da Liechtensteins Umriss einen etwas geringeren Bekanntheitsgrad hat als etwa der italienische Stiefel, ist ein solches Logo aber vielleicht eher im nationalen Zusammenhang sinnvoll einsetzbar.

  16. Wenn nun noch mal die Positionierung von Bild- und Wortmarke überdacht wird, ist die 3 mein ganz klarer Favorit: elegant, schlicht, chic und eine gute, zeitlose Mischung aus Präsenz und Leichtigkeit, sowie Klassik und Moderne.

  17. Ich mag die 3. Wirkt sehr “royal”, gleichzeitig zurückhaltend und zart. Angemessen.
    Diese Polygon-Kompositionen finde ich furchtbar beliebig-trendy, eher was für ein Museum.
    In 10 Jahren wird man sich über diesen Trend so herrlich von oben herab auslassen.
    Und die Punktmatrix? Darüber könnte ich mich jetzt schon von oben herab auslassen.
    :)

  18. Um mich unbeliebt zu machen: Wer die Vorgaben gelesen hätte, hätte auch festgestellt, dass Blau, Rot und Gold keine fixen Vorgaben waren. Konkret heißt es, dass das “Logo […] landestypische, visuelle Elemente, z.B. die Landesfarben Blau, Rot und Gold explizit enthalten” soll. Das “z.B.” lese ich hier tatsächlich als zum Beispiel und nicht als “es muss die Landesfarben Blau, Rot und Gold explizit enthalten”. Offenbar hat das ja auch die Regierung so gesehen, andernfalls ständen die Entwürfe 1 und 5 wohl auch gar nicht zur Abstimmung. Natürlich mag es nicht jedem gefallen, dass nun die dritte Landesfarbe fehlt, aber das ist eine persönliche Differenz gegenüber den Entwürfen und hat erst einmal nichts mit den Ausschreibungskriterien selbst zu tun. Da hätte es vielleicht sogar noch andere Vorschläge geben können, die die Farben gar nicht aufgreifen.

    Mir persönlich gefallen die Entwürfe 1 und 4 am besten, final habe ich dann für 1 abgestimmt. Meines Erachtens lässt sich das noch ein Stück weit leichter in verschiedene Umgebungen integrieren und bietet somit ein wenig mehr Spielraum als die anderen Logos. An Entwurf 4 gefällt mir am besten das Aufgreifen der geografischen Landesgrenzen. Auch der Schriftzug wirkt meines Erachtens hier sehr dezent und bietet so noch eine Menge Spielraum, während sie in den anderen Entwürfen meines Erachtens zu viel Raum einnehmen.

  19. Die Logos eingebettet in einem Erscheinungsbild zu präsentieren, hätte den ungeschulten Wählern die Entscheidung sicher einfacher gemacht. Selbst mir fehlt bei der Variante 3 die Vorstellungskraft, wie das in einem Layout gut aussehen soll (wobei die Bildmarke etwas für sich hat).

    Meine subjektive Empfindung:

    1. und 4. sind sehr beliebig/austauschbar und lassen sich nur schwer mit Bedeutung aufladen, wobei mir die 4. rein formal ganz gut gefallen hat.

    2. ist weder in Formensprache, Reduktion oder Typografie ein zeitgemäßer Entwurf, wird dadurch aber keinesfalls zeitlos ;)

    3. Die Bildmarke hat was! Die Krone hätte man noch weiter stilisieren können – und die Anordnung/Proportionen von Wort- und Bildmarke sind mir schleierhaft. Wenn ein Gestaltungskonzept dahinter steht, hätte ich es gerne gesehen.

    Daher ist 5. mein Favorit. Die Bildmarke ist als L und als Herz interpretierbar, die Facetten erinnern an ein Juwel und machen es erhaben und edel. Ich kann es mir wunderbar als Marke für das touristische, aber auch sympathische, bürgernahe Liechtenstein vorstellen – hier würde es sich angenehm von den distanzierten behördlichen Wappenformen abheben, die man so aus unseren Landen gewohnt ist.

    Leider – die Tendenz hier im Blog zeigt es – hat dieser Entwurf zwar gute Ansätze und inhaltliche Substanz, aber bei der Abstimmung keine Chance.

  20. Facettenhafte, juwelartige Stadtlogos scheinen gerade inn zu sein.
    Ob das erhaben ist und über lange Zeit einen Kleinstaat repräsentieren kann?
    Das Verfahren ist absolut unpassend. Einfach einsenden und die Ergebnisse vom Volk abstimmen lassen ist nicht der richtige Weg. Ein Signet muss entwickelt werden.
    Ich hätte ein Redesign des Wappens von einem Profi besser gefunden. In den Ornamenten der alten Krone steckt so viel Potenzial. Modern, einfach und edel. Thats it.

  21. @Martin Grohs: Danke für den guten Input!

    Zu deiner Meinung: Variante 4 ist deshalb für Liechtenstein speziell, da es die Form hat der Landesfläche Liechtensteins.

    Und meine Meinung zu Variante 2: Zu sehr ist die Ähnlichkeit mit dem LGT – Bank Logo.. von daher rechne ich mir da geringe Chancen aus… Steuerskandal und so..

    Beste Grüsse

  22. Auf Anhieb finde ich keine Variante, die mich sofort anspringt. Müsste ich entscheiden, würde ich wohl die Variante 3 wählen, wünsche mir dort aber sowohl etwas mehr typografische Rafinesse als auch eine konsequentere Abstraktion der Krone.

    Alles in allem passt mir diese Variante aber am besten zum Eindruck den ich als Nicht-Liechtensteiner vom Ländchen gewann.

  23. Ich find den Ansatz des 5. Logos gar nicht so schlecht. Ich hab nur das L schlicht nicht erkannt.
    Für mich war das ein Herz, leicht eingedreht von schäg oben betrachtet und ich hätte eben die weißen Flächen mit dem Gold gefüllt.
    Das 4. – joa, vermutlich das Beste aus dieser Auswahl, wobei es mich jetzt auch nicht zu Begeisterungstürmen hinreißt.
    Beim 3. find ich die Krone und das L ganz nett, die Schrift ist einfach grottig. Viel zu sehr gesperrt und flattert mit einfach viel zu weit weg im Raum rum.
    Beim 2. find ich auch die Aufnahme der Krone ein guter Ansatz – der Rest ist mir zu gepunktet.
    Beim 1. – einer der Vorredner hat es ja schon erwähnt: Epic Fail. Man nehme ein Origami-Banner und Klatsche das Wort “Liechtenstein” drüber. Setzen, 6.

  24. Ich finde das es bei allen Entwürfen typografisch noch ordentlich hakt. Zu groß, zu klein, nicht optimal positioniert oder viel zu stark gesperrt.

    Seit dem der Hinweis kam das bei v4 die Form das Landes gemeint sein könnte find ich es ganz sympathisch. Die Krone find ich bei Lichtenstein aber auch immer ganz angebracht. Wo sie doch kein Steuerparadies mehr sind, können Sie doch wenigsten Royal sein ;-).

    Die Farben find ich alle zu matschig. Da könnte man doch noch ein wenig dran drehen, natürlich ohne es völlig zu verdrehen. Lichtenstein soll es ja noch bleiben.

  25. Mir war schon bewusst, dass Variante 4 eine abstrakte Form der Landesfläche hat, aber ich bin mir nicht sicher, ob das irgend jemand, außer vielleicht die Lichtensteiner selber, auch als dieses erkennen, da die Form nicht unbedingt so bekannt ist, wie z.B. Italien. Von der Form ist es von den Finalisten auf jeden Fall eine gute Variante, aber ist zu modern/abstrakt/allgemein – meiner Meinung nach.

  26. Der Wettbewerb ist eine Farce! Man könnte sagen – egal. Schlimm aber, dass hier eine Regierung das Ganze initiiert hat. Das macht die Sache pikant !

    Ich bin der Meinung, dass die Entscheider nach „Gutsherrenart“ eine Auswahl getroffen hat. Die selbst gesetzten Regeln können die Damen und Herren nicht wirklich als Grundlage genommen haben.

    Ziel war die Kür eines möglichen zukünftigen Signets/Logos für das Fürstentum Liechtenstein AUS SICHT DER LANDESBEVÖLKERUNG.

    Visualisiert werden sollten die festgelegten und erarbeiteten fundamentalen Prinzipien.
    A = Selbstbestimmung, Sicherheit, Humanismus. Darauf aufbauend B = Unabhängigkeit, Überschaubarkeit, Menschlichkeit. Diese Werte führen letztendlich zu C = Erfolg, Nachhaltigkeit und Glück.
    Diese Werte sollten Hauptbestandteil der Aussage des neuen Logos werden. Es war nicht gefordert diese Werte direkt zu visualisieren, jedoch waren Sie DURCHAUS ERLAUBT.

    Technische und pragmatische Umsetzung: Das Signet sollte in verschiedenen Gebieten eingesetzt werden und dabei eine gleichbleibende Qualität besitzen. EXPLIZIT gefordert waren die Farben Rot, Blau und Gelb (Gold).

    Explizit heisst nach Duden: ausdrücklich, ausführlich, deutlich, unmissverständlich, unzweideutig …
    Wer dieses Wort benutzt, kann es im Nachhinein nicht deutbar oder interpretierbar machen. Bei dem Wort explizit gibt es explizit nichts zu deuteln !

    An der Vorauswahl wurden Fachleute hinzugezogen die beratende Funktion besassen, jedoch nicht stimmberechtigt waren.

    Soviel zur Theorie.

    Bei den Umsetzungen kommuniziert keines der ausgewählten Signets wirklich aus Sicht der Landesbevölkerung in Bezug zu den geforderten Werten, die das Signet vermitteln sollte.
    KEINES der ausgewählten Logos hat die Werte direkt visualisiert, was „durchaus erlaubt gewesen wäre“ !
    Die vorgegebenen Werte sagen nichts über die Monarchie aus … zwangsläufig ist die Krone nicht unbedingt „wichtig“ für das geforderte Logo. Ich bin mir sicher, dass die Liechtensteiner das auch nicht zwangsläufig mit den Werten in Zusammenhang sieht ( wenn alle wüssten worum es eigentlich geht ) – wir leben auch nicht mehr im Mittelalter ! Zudem war es nicht die Aufgabe ein neues Wappen oder eine neue Fahne für Liechtenstein zu entwickeln. Nicht die Regierung als solches benötigt das Signet.

    Bei der EXPLIZITEN Farbwahl dreht sich mir der Magen. Danach fallen in der Tat zwei Logos aus der Wertung bzw. hätten von der Jury erst gar nicht in die Auswahl gegeben werden dürfen. Wo waren hier die Fachleute? Kann es sein, dass diese extern „eingekauften“ Experten dem Gremium „gut-zu-gesprochen“ haben, da eventuell Folgeaufträge in Aussicht waren ?

    Die pseudo-demokratische Abstimmung über das Logo wird zur Lachnummer. Besser wäre gewesen, alle Logos der Bevölkerung zur Auswahl zu stellen und danach das bzw. die Siegerlogos zu perfektionieren. So wird ein Logo eines blinden Wettbewerbes gewählt, bei der sich nicht einmal die Initiatoren an die eigenen Regeln halten.
    Apropos Abstimmung: auch die junge Bevölkerung wird gefragt, da sie die Zukunft des Landes bilden. Ergo sollte das zukünftige Signet über Jahre und Jahrzehnte hinweg auch gegen jeden modischen Einfluss bestehen usw. … o. k. !!!

    Und: der Plagiatsvorwurf des Logos Nr. 5: der Vergleich der Zeitung mit dem Logo von Melbourne halte ich für ein wenig haarig. Natürlich bedient es ansatzweise das gleiche Sujet, aber eine „1:1 Kopie“ wie geschrieben ist schon etwas an den Haaren herbei gezogen.
    Viel schlimmer ist es doch mit Logo Nr. 2: Da hätte es sich die Zeitung bzw. die Jury des Fürstentums doch einfacher machen können. Ein paar hundert Meter weg der Regierungsbüros hängt das Pendant zum Logo Nr. 2, nämlich dass der „Liechtensteinischen Landesbank“. Die Ähnlichkeit ist frappant ! ( Link zur Bank )

    Und als wäre das nicht genug, bestellt der Verwaltungsrat von Liechtenstein ( in einer Sitzung vom 20. März 2012 ) einen neuen Geschäftsführer von Liechtenstein Marketing: den ehemaligen Leiter Marketing der …. – genau „Liechtensteinische Landesbank“ !
    Dummer Zufall … in jedem Fall zur „Unzeit“ ! ( Link zum Zeitungsartikel )

    Ich denke die Regierenden haben sich mit diesem Wettbewerb ein Eigentor geschossen. Das Schlimme: wen interessiertes. Am Ende wird ein Logo prangern, das keiner will und es wäre besser gewesen das vorhandene zu modifizieren. Aber „Moment mal …“, sagt sich da der Fürst „wir haben Euch doch schließlich gefragt …“

  27. Besser als JanX kann man es nicht zusammenfassen. Hinzufügen möchte ich noch, dass man den Teilnehmenden versichert hat, dass die “hochkarätige Fachjury” noch vor Ablauf der Abgabefrist bekanntgegeben werden würde. Tatsächlich war das erst einige Tage nach Ablauf der Frist der Fall.

    Die Jury bestand aus: Erbprinz (keine fachliche Kompetenz), Regierungschef (keine fachliche Kompetenz, Opportunist, Vetternwirtschaft), Präsidentin der Sektion Medien und Kommunikation der Wirtschaftskammer Liechtenstein (hier kann ich die Kompetenz nicht beurteilen, aber jedenfalls ist sie keine Gestalterin), Robert Haussmann (Architekt, Industriedesigner). Dazu noch zwei Markenberater, die ohne Stimmrecht beratend in der Jury anwesend waren. Wie sagt Volker Pispers so schön: “Berater – Eunuchen, sie wissen wie man´s macht.”

    Meiner Meinung nach würde ich die 5 Finalisten so bewerten (da ich Liechtensteiner bin, kenne ich auch die strategischen Herleitungen der jeweiligen Logos): 1. Ich würde darauf wetten, dass mindestens ein Jurymitglied noch jemandem was schuldig gewesen ist. Anders kann ich mir nicht erklären, dass dies in die engere Auswahl gekommen ist. Desolat. 2. Wie schon mehrfach erwähnt ein Hybrid aus Liechtensteiner Landesbank Logo und LGT Bank Logo. Ausserdem schaut es aus wie von einem Skiclub der 70er Jahre. 3. Ok. Halt etwas altbacken und rückwärtsgewandt, aber zumindest handwerklich und inhaltlich einigermassen überlegt. 4. Handwerklich und formal Ok, aber kein Mensch im Ausland kennt die Umrisse von Liechtenstein und sagt somit nichts aus. Zudem sind die Farben in der “falschen” Reihenfolge. 5. Zusammen mit der strategischen Herleitung wird definitiv klar, dass es ein Plagiat ist. Sorry. Absolut daneben.

    Schlussendlich bleibt also Nr. 3 mit der Hoffnung, dass in 5 Jahren wieder ein neuer Versuch gestartet wird. Hoffentlich ein etwas professionelleren.

    In der Liechtensteiner Bevölkerung sind übrigens Nr. 2 und Nr. 3 die Favoriten. Naja, armes Vaterland.

  28. Ich habe auch für 4) gestimmt, dann aber sicherheitshalber nochmal die Landesflagge von Liechtenstein gegoogelt. Danach konnte ich nachvollziehen, dass – wie Alois in @36 schon angemerkt hat – 4) nicht der Favorit ist. Bezüglich der Länderform, lieber Alois, betrachte es mal von der Seite: Logo-Entwurf vier assoziiere ich sofort mit einem Länderumriss, und mir war nicht klar, wie die “Form” von Liechtenstein aussieht. Dahingehend erfüllt das Logo vielleicht am besten von allen seinen Zweck. Allerdings sind die Farben mehr als irreführend. Ich hätte jetzt tatsächlich gedacht, Eure Flagge wäre 3-teilig gestreift. War natürlich eine gestalterische Entscheidung das zu 3-teilen. Mit nur zwei Teilen sähe das nur halb so gut aus ;) Trotzdem kontraproduktiv und in der Tat nicht vorteilhaft.

    Bei 3) kann ich mir nicht helfen, aber es sieht für mich so aus, als würde die Krone die Landesfarben auf gut-deutsch „auskotzen“. Ansonsten sicherlich okay, trifft nicht ganz den Zeitgeist, ist mir zu „königlich/royal“-konservativ, was ich als Bürger eines nicht-monarchischen Landes instinktiv eben weniger mit Freiheit und Selbstbestimmung verbinde (siehe Briefing-Vorgabe). Natürlich sollen die Liechtensteiner nicht Ihr Königshaus verstecken. Das sind jetzt rein marketing-technische Überlegungen, die man sich eben stellen muss. Aber gemessen an den Alternativen, vielleicht die beste Wahl.

    1) finde ich vom Gestalterischen Ansatz her ganz okay, kann aber mit der Form nichts Anfangen und hat von allen Entwürfen die schlechteste Schrift-Platzierung.

    Zu 2) kann ich überhaupt nichts sagen. Zwei Ls werden hier interpretiert. Ich schreibe „Fürstentum Liechtenstein“ nur mit einem L. Dass man zwei nimmt, damit man auf eine geometrische Form kommt, erscheint mir persönlich etwas lieblos. Die Krone fällt optisch etwas raus. Nicht mein Geschmack.

    5) Sieht aus wie eine .. Diamanten-Wurst? Sorry, ich habe heute sehr komische Assoziationen. :D

    Nach nochmaligem Überlegen würde ich mich dann doch lieber der Stimme enthalten.

  29. Das Volk wird vermutlich für eins der Kronenlogos stimmen. Und die sind Beide unzulänglich. Die Krone schwebt bei Nr.2 wie ein Fremdkörper über dem auf die Spitze gestellten Quadrat. Die Innenform ist völlig willkürlich gewählt. Was haben zwei inneinander gefügte L mit Liechtenstein zu tun? Der Schriftzug wäre bei einer Verkleinerung nicht mehr lesbar.

    Nr. 2 ist von der Form her schwierig und kompliziert. Sehr weit hergeholt ein kalligrafisches L mit einer Krone obendrauf. Proportional stimmt es nicht, denn wenn es oben aus zwei Linien besteht müßte es unten auch aus zwei Linien bestehen und gleich dick sein anderen falls spürt der Betrachter das irgendwas nicht stimmt. Aber, auch wenn das korrigiert würde, funktionierte es aus oben genannten Gründen trotzdem nicht.

    Ein Logos reicht nicht. Es muß in ein stimmiges Corprate Design eingebunden sein. Im Nachhinein und mit diesem Material ist das sehr schwierig.

    Meiner Meinung nach müßte das Ganze abgeblasen werden. Etwas unzulängliches nur für ein paar Jahre zu realisieren ist teuer und nicht gut fürs Image. Die Entscheider sollten sich und den Bürgern jetzt den Fehler einzugestehen und ein neues professionelles Corporate Design ganz offiziell und proffesionell in Auftrag zu geben. Das kommt günstiger und ist glaubwürdiger.

    Aber das ganze ist wahrscheinlich nicht mehr zu stoppen. Dann sollte auf dem Stimmzettes unbedingt ein “mir gefällt keines” mit drauf sein.

  30. Kann mal jemand, der Variante 1 gut findet, erklären wieso? Ich hab es mir jetzt so oft angesehen und kann einfach nichts darin erkennen. Hab ich was übersehen?

  31. @ Alois (40):

    Kann es sein das es eine Mauer darstellen soll mit der man sich gegenüber der EU abschotten will um demnächst doch wieder alle Bank-Informationen für sich behalten zu können. Irgendwo her muss ja die Kohle kommen.

    Ansonsten bedeutet das eben nichts was bedeutet das man alles rein interpretieren kann. Das ist doch toll, oder?!! (Achtung: dies ist Sarkasmus ;-)

  32. [...] Which logo out of these five do you think represents Liechtenstein best? 30.000 citizens are being asked this question. Design studios from across Europe took part in the competition to created the logo. The identity should include typical visual elements, such as the national colours (blue, red and gold) and the fundamental principles (self-determination, security, humanism) or values (independence, straightforwardness, humanity). € 25,000 will go to the lucky winner. Also have have a look at Branding the Principality of Liechtenstein via designtagebuch [...]

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