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Leipzig, die Verkehrsbetriebe im Netz und dicke Autofahrer

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Leipzig Verkehrsbetriebe

Die abgebildete Grafik ist keine Satire. Sie ist auch nicht von mir. Ihre Quelle hat sie im frisch relaunchten Webauftritt der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), wo sie die Aufgabe hat, die unterschiedlichen Tarifgruppen abzubilden. Mit dem neuen Webauftritt möchte man bei der LVB „Internationale Maßstäbe“ setzen, so zumindest wird Frank Hofmann, Professor für Multimediale Anwendung an der Hochschule Merseburg zitiert, der den Relaunch begleitet hat.

Der neue Auftritt ist nicht nur unfassbar langsam, er ist mit Fehlern und Fehlermeldungen nur so gespickt. In Bezug auf die neue Präsenz, lehnt man sich seitens der Betriebe weit aus dem Fenster: “Wir wollten nicht allein den Anschluss an den allgemeinen Entwicklungsstand herstellen, sondern unsere Seite so aufstellen, dass sie den Anforderungen der nächsten Jahre gerecht wird”, so LVB-Marketing-Leiter Peter Nebe. Technisch umgesetzt wurde die Site von eWerk IT.

Das Interface, die Ikonografie und das Design wirken, als stammen sie aus dem Jahr 1999. Die Abbildung der Tarife mit Hilfe von menschlicher Umrisse, ist freundlich ausgedrückt “skurril”. Eine seltsame Auffassung wird hier visualisiert. Das Logo, untergebracht im Footer, wirkt wie ein Werbebanner.

Suchmaschinenoptimierung wurde bei lvb.de nicht wirklich betrieben. Im Titel des Browsers steht einzig “Startseite”. In der Description steht dann “Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH”. Vielleicht hätte man doch besser einmal den (Web)Markt sondieren sollen, denn gute Lösungen gibt es ja durchaus, etwa die BVG oder auch die DVB. Mich würde mal interessieren, was die Leipziger vom neuen Auftritt halten?

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153 Kommentare

  1. Uff, auf den ersten Blick wirkt es, als hätte ein Schüler/Student die nächste Handyoberfläche entwickelt.
    Macht auf mich wirklich keinen guten Ersteindruck, und das was im Artikel steht lässt mich daran zweifeln, ob ich mich wirklich durch die Unterseiten klicken möchte.

    War immer überzeugt der hier ansässige MVG hätte schon eine überarbeitungswürdige Präsenz. Aber dagegen wirkt fast jeder Auftritt modern und nutzerfreundlich.

    Ich find es zwar nicht verkehrt ein Logo / Banner permanent sichtbar durch fixed zu setzen, aber im Footer wirkt das wirklich seltsam. Schon allein weil auf größeren Monitoren der so weit unten liegende Bereich fix übersehen wird, angesichts der wenigen Inhalte auf der Startseite des LVG.

  2. Wahnsinn!

    Das “Design” erinnert mich auch an erste Screen-Designs auf interaktiven CD-Roms die mit Macromedia Director gemacht wurden. Insgesamt für ein Informationsportal extrem grafiklastig … wenn die Grafiken wenigstens sinnvoll und schön wären …

  3. Von den ganzen Ideen her finde ich es gut. Positiv sind mir die 5 Icons oben rechts aufgefallen. Und diese Übersicht mit den Tarifgruppen ist eigentlich auch fortschrittlich … trotzdem vielleicht lieber Stock Photography?

    Aber wie gesagt … Das Design und die Umsetzung 4- …

  4. Heilige Sch…, ich dachte, die KVV hat einen schlimmen Auftritt, aber der hier übertrifft alles. Die Webseiten unserer Praktikaten sehen um weiten besser aus.

  5. Schlaghosen sind definitiv out! Man hätte vielleicht zunächst einen Professor für Kommunikationsdesign zu Rate ziehen sollen. Und die Umsetzung? Sieht für mich nach dem Werk eines Ich-AG-Gründers aus (Website + Logo + Flyer + Visitenkarten = 199,00 Eur).

  6. Ich will ja nicht schon wieder meckern: Aber wieso werden Erwachsene und Autofahrer als Übergewichtige dargestellt? Und Azubis und Studenten als ausschließlich weiblich? Hallo ?

    Hat nen äußerst schalen Beigeschmack. …und wird auch nicht lange so stehen bleiben. Über dem Ganzen schwebt ein Hauch von Diskriminierung.

    Guten Tag.

  7. Das dürfte man eigtl. schon mit EPIC-FAIL bezeichnen. – Mit dem neuen Webauftritt möchte man bei der LVB „Internationale Maßstäbe“ setzen… fragt sich in welcher Hinsicht.

    Übersichtlich gestaltet kann man die Seite nicht unbedingt nennen. Die Inhalt-Frames sind auch umständlich.

  8. Am 19. Januar, 12.00 Uhr haben die Leipziger Verkehrsbetriebe…

    …nach 1,5 Jahren Entwicklungszeit…

    …und zwei Monaten intensivem Test mit ausgewählten Usern ihren neuen Internetauftritt freigeschalten. Bis heute haben 36.903 Gäste den Webauftritt besucht und 233.911 Seiten angeschaut. Das zeigt ein breites Interesse am neuen Webauftritt der LVB.

    Gemeinsam mit Kunden unterschiedlicher Altersgruppen entwickelte Prof. Frank Hofmann, Professor für Multimediale Anwendung an der Hochschule Merseburg, die neue Struktur.
    Dazu bedurfte es sowohl wissenschaftlicher Untersuchungen als auch Markterhebungen zum künftigen Kundenverhalten. Parallel dazu flossen Ergebnisse aus Untersuchungen und Studien der Hochschule in die Entwicklung des Internetauftritt der Zukunft mit ein. Die Firma eWerk IT GmbH zeichnet für die Programmierung verantwortlich.

    wow, mal wieder schön geld verpulvert… und die studenten der hochschule merseburg tun mir auch leid…

  9. Ich habe am Wochenende Mac OS X 10.0.3 installiert (kein Scherz), da waren auch noch diese Quer-Linien ein wichtiges Gestaltungsmerkmal. Nur: das war im Jahr 2001.

  10. ….Gemeinsam mit Kunden unterschiedlicher Altersgruppen entwickelte Prof. Frank Hofmann, Professor für Multimediale Anwendung an der Hochschule Merseburg, die neue Struktur…..

    Wenn der Mob mit weltfremden Professoren zusammenarbeitet geht das schon manchmal sehr an der Realität vorbei….

  11. Was für ein unpassendes Design! Und über die Grafiken braucht man schon gar nicht reden…. okay tun wir es doch :) Kategorie: “Erwachsene” schaut aus wie einfach eine Grafik von den Ludolfs geklaut!

    Neee… lassen wir es dabei.

  12. Also das ist wirklich mit das Fieseste, was ich seit langem gesehen, habe. Ich sehe das Briefing vor mir: „Macht mal was mit Rich Interface. Und iPodig soll’s sein.“ Hammer. Das Ding spottet jeder Beschreibung, und das Schönste ist wirklich dann noch der „Marketing-Chef“, der sich in leeren Worthülsen ergießt und vor Stolz kaum laufen kann.

    „Derzeit arbeiten alle Beteiligten daran, Hinweisen aus berechtigten Kritiken nachzugehen und die Ursachen dafür abzustellen.“ Ich sag mal so – einfach die ganze Seite abstellen und jemanden ranlassen, der von Usability und Design so was Ahnung hat. Echt, ey.

  13. “…Internationale Maßstäbe setzen…“

    …“Wir wollten nicht allein den Anschluss an den allgemeinen Entwicklungsstand herstellen, sondern unsere Seite so aufstellen, dass sie den Anforderungen der nächsten Jahre gerecht wird”…

    So was nennt man leistungsunabhängiges Selbstbewusstsein!

    Das geht doch gar nicht. Mit Verlaub, das ist furchtbar! Die Ikonografie ist nicht stringent, die Motive unklar, der Glanzeffekt völlig unpassend zum Rest, die Silhouetten peinlich.
    Das das Streifchen-Layout unmodern ist ist das eine, aber das eine solche Seite so unaufgeräumt daherkommt – nein, nicht unaufgeräumt, das ist ne Rumpelkammer – wäre ja wohl auch vor 10 Jahren schlecht gewesen.

    Die Technik habe ich mir jetzt nicht angesehen – aber angesichts der andern Kommentare sieht das nach Versagen auf ganzer Länge UND Breite aus.

    Das kann gar nicht sein das bei 500 Testpersonen ein positives Feedback herauskommt. Oder wie haben die denn getestet?

    Bei 2,9 Mio Besuchern im Jahr ergibt das gute 8000 frustrierte “Nutzer” am Tag.

    Jedenfalls ist das keine 30.000 Euro wert! Vielleicht haben die das Geld ja unter den Testpersonen verteilt ;-)

  14. Irgendwie kommt es mir immer öfters so vor, dass Leute / Unternehmen irgendwelche “Profis” beauftragen und jedes Produkt – egal ob gut oder schlecht – für einen hohen Preis abkaufen. FAIL!

  15. Nicht echt, oder?

    Hut ab vor den Aussagen des Professors. Es zwar nicht von der Hand zu weisen das sich gewisse Trends in gewissen Branchen in einem flexiblen Turnus wiederholen, aber sowas!?! … Nö, ich glaube dahin oder dahin zurück werden sich keine Webseiten zurückentwickeln. Ein No Go!

  16. Das Web-”Design” von einer iPhone-Applikation abzuleiten (bzw. es zu “versuchen”) ist ja wohl völlig indiskutabel – aber ich habe jetzt verstanden warum die Icons so aussehen wie sie aussehen – die Motive verstehe ich aber immer noch nicht.

  17. Ich muss hier an der Stelle mal ein ganz deutliches Lob an die Firma eWerk aussprechen!

    Die müssen unheimlich gute Verkäufer in ihren Reihen haben. Die scheinen dem Papst direkt eine Containerladung Doppelbetten verkaufen zu können.

    Wer eine solche Seite gepaart mit dieser Pressemitteilung herausgibt scheint entweder in einer anderen Ästhetik-Welt zu leben, oder halt einfach das zu glauben, was ihnen der Auftragnehmer in seinen schicken Powerpoint-Folien erzählt hat.

    Da ist ganz klar nachsitzen angesagt!

  18. Also ich verstehe so etwas einfach nicht…
    Das ist Schmu was dort geleistet wurde! Wenn man sich den Code genauer betrachtet wird einem schnell klar, dass die Agentur die diese Seite 1,5 Jahre!! entwickelt hat, einfach überforderd war.
    Plattformübergreifendes Know-How schaut nicht so aus. Soviel Fachinkompetenz auf ganzer Linie habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Es wirkt alt, langsam und Laienhaft was dort “erarbeitet” wurde. Und ich möchte nicht wissen, wievel Geld für diese Seite ausgeben wurde.

    Ich spar mir auf Usability, SEO, Technik, Optik etc. einzugehen…

    Einstampfen neu machen.

  19. Ich bin mir bewusst, dass man den folgenden Satz in solchen Kommentaren nicht schreiben sollte, aber es war eben mein erster (zweiter und auch dritter) Gedanke zu diesem Prachtstück der Weblandschaft:

    „Ach Du Scheisse!“

    Spooky-Award, Du hast einen neuen Kandidaten!

  20. hihi, ja ich musste auch ein wenig schmunzeln um mich gleich darauf ein wenig zu ärgern wie so eine grafik durchgehen kann. das darf ja nicht wahr sein. das in der stadt der hgb!! der grundsätzliche ansatz geht ja in die richtige richtung. schnell und selbsterklärend. aber der icon misch-masch ist dieser idee alles andere als dienlich. von der gestaltung ganz zu schweigen. die tarif icons sind hochkratig diskriminierend, besonders das icon für menschen mit handicap. die linierte hintergrundgrafik ist wirklich nicht tragbar, besonders in hinblick auf eine gewisse barrierefreiheit die gerade für solch öffentliche seiten im besonderen maße beachtet werde sollte …

  21. Au weia. Nun gut, eine supertolle und perfekt zu bedienende Webseite kann nicht jeder haben. Aber das Gegenteil davon als internationalen Meilenstein zu bezeichnen ist doch etwas mehr als Selbstüberschätzung. Absoluter Kommunikations- und Webdesign-Fail!

  22. Die technischen Umsetzer “eWerk” distanzieren sich meiner Meinung nach mit dem Satz “Die gesamte Usability und die Gestaltung aller Elemente übernahm Herr Prof. Frank Hofmann von der Hochschule Merseburg und seine Studenten. Das Team der LVB realisierte die gesamte Online-Redaktion.”
    Wir hätten an deren Stelle einfach darauf bestanden, dass unser Firmenname nicht im Zusammenhang mit dieser Website genannt wird. Das ist ja rufschädigend. Der Professor ist vermutlich Beamter und hat also nichts zu befürchten. Es kann sich auch nur ein Beamter erlauben, so weltfremd zu sein. Was hat der denn von den letzten 10 Jahren Usability-Forschung mitbekommen? Wir erfinden ein paar Icons, die die User dann halt lernen müssen?

  23. Besonders schön finde ich aber den Mut, ihre alten Seiten quasi als Backup noch vorzuhalten: Findet die fahrplanauskunft die gewünschte Straße nicht, wird man flux auf die alte Auskunft verlinkt. Das ist doch prima :-)

  24. Abgesehen davon, dass der neue Planer bei mir auch nicht funktioniert. Keine Ahnung, wohin der mich führt, wenn ich vom Eutritzscher Zentrum zum HBF will. Normal 4 Stationen, mit dem Planer ne Weltreise. Der alte Planer hingegen schnell und korrekt.

  25. Ich könnte mir vorstellen dass der Professor welche die Revolutionären Ansatz pusht sich uneinsichtig gibt und wahrscheinlich sich noch gut verkauft… so im Stil “…Früher haben auch alle gelacht als galileo meinte die Erde sei rund…und Revolutionäre Ansätze halt nicht vom Gemeinen Volk so schnell akzeptiert werden….”

    oder so…

    Auf Jeden Fall: Achim, Das ist ein ganz klarer “Spooky Award”. Technisch wie auch vom Design.

  26. Oh Mann, ein Absturz wie man ihn schon lange nicht mehr gesehen hat. Ich erinnere mich noch an die Vorgängerseite aber das hier ist ein Schwerverbrechen und sollte geahndet werden. Billige Icons mit Glossyansätzen aus den 90ern, ein Hintergrund den man per AdBlock wegblocken muss, um es auch nur länger als eine Minute auf der Seite auszuhalten. Ein nicht optimierter 1024er Seitenaufbau (wird bei “Meine LVB” eine Qual), dunkelgraue Links auf weniger graue Hintergründe – sprich, absolut unlesbar. Der schlechteste Relaunch 2010 geht schon jetzt an die LVB.

  27. Um es mit Winnetou zu sagen: Uff Uff!!

    Ich will hier mal nicht näher auf technische und gestalterische Mängel eingehen, aber spätestens wenn man “Meine LVB” aufklappt (Optisch schon ein Tiefschlag) und dann oben rechts einen der “Layer” öffnet ist es entgültig vorbei.

    Ich würde mir allerdings wünschen, bei aller angebrachten Häme im Angesicht des Ergebnisses, mal ein Statement zur Entstehung zu haben. Ich frage mich nämlich gerade ernsthaft ob hier Kunde oder Ersteller schuld ist oder doch was/wer ganz Anderes. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das hier sämtliche Instanzen nicht in der Lage waren eine Notbremse zu ziehen. Wir kennen die Situation leider alle das man ein Projekt von irgendeiner Seite verhunzt bekommt. Es wirft aber einfach ein solch schlechtes Licht auf die Hochschule Merseburg und die Firma die für die Umsetzung verantwortlich war das ich mich frage was hier schief gelaufen ist.

    #n

  28. Hi allesamt. Ich hab in München die mvv-muenchen.de und finde dagegen die Leipziger Seite feiner. Optik ist egal, wenn die Funktion funktioniert. Und das tut sie ziemlich flott. Schnelle Ladezeit und die Anzeige der Strecken samt Umsteigen lädt via Ajax (?) schnell im gleichen Fenster. Schön eingezeichnet, viele selbsterklärende Symbole.. gefällt mir, die Arbeit.

    SEOtechnisch Mist, die Grafiken für einzelne Tarifgruppen total bescheuert aber funktionabel und schnell. Fazit: Schulnote 3.

  29. Zur Gestaltung muss man nichts mehr sagen, echt traurig…
    Technisch gesehen ist die Seite einfach zu überladen mit jQuery-Effekten. Alles klappt, schiebt und popt. Weniger wäre mehr gewesen.

    Den Fahrplan-Google-Maps-Mashup finde ich dagegen deutlich gelungener als die klassischen Formulare von BVG oder DVG.

    Und warum man als Gast unbedingt einen Cowboyhut aufsetzen soll, ist rätselhaft :-)

  30. Wenn man recherchiert, wer da designerisch hinter steht, aus welcher Ecke der kommt, dann versteht man alles :D

    Und das ist ein Professor … Oh, noch in der DDR erworben. Hmm. Hilfe ich bin in der Zeit gefangen, als man noch Multimedia zu allem sagte, was flackerte.

  31. Wenn er nicht noch weitere Plattformen “entwickelt”, hat die Seite ganz klaren den Spooky-Award des Jahres gewonnen. Wer das ernsthaft topt, dem schenke ich meine Fireworks MX 2004-CD.

    Halleluja. Da bemüht man sich um Gestaltungspsychologie, Raster, Farbkonstellationen, … und dann kommt ein Prof. daher und sahnt frech Geld ab. Er trugt bestimmt schon 1970 den Titel Webdesigner.

  32. Bin doch etwas schockiert beim Anblick dieser Website.

    Ich seh hier nur grau wenig kontrast, es ist trist und traurig. Die Icons stammen sicherlich aus einem iPhone Icon Tutorial. Die Icons selber sind dann nicht mal konsequent durchgezogen hier und da stimmt der Duktus nicht, ein Serifen “i” dann ein Grotesk Font, abgerundete Ecken hier, harte Ecken da etc…

    Dann tue ich mich dann doch schwer und kann erst beim 2. Blick feststellen was das Icon mit sagen will. Warum das “Logo” unten ist verstehe ich bei besten Willen nicht, als Unwissender würde ich vermuten das ich auf einer uralten Seite gelandet bin und würde die Domain überprüfen, hier würde mir das Logo an der “wohl” richtigen Stelle helfen.

    Usability-Technisch würde sich Steve Krug im Grabe umdrehen (wenn er drin liegen würde). Ich hab nicht mal den Startseiten Button der mich anschreit, sondern ganz unten links wo ihn keiner erwartet. Ist euch aufgefallen das die orange unterlegte “Hilfe” streckenweise gar nicht hilft!” Die Kontakt-Seite mit Kontaktforumlar zum scrollen ist auch nicht gerade die Augenweide, geschweige Usability freundlich, scheint aber bei Testern (wohl alles IT-ler) durchgekommen zu sein.

    Die Tarif-Menschen-Icons einfach traurig, aber irgendjemand von den Testern fands wohl “cool”! Traurig…

    Fazit:
    Eine sehr inkonsequente Seite, sieht danach aus als hätten 20 Projektmanager (50-jährige IT-ler) daran 1,5 jahre gewildert, sich die Probleme zugeschoben und halbherzig daran gearbeitet. Ich glaube ein Student, halbherzig begabt im umgang mit grafischen Elementen hätte innerhalb von 1,5 Jahren unter Hilfe von Büchern was zukunftsweisenderes zustande gebracht als dass.

    Klingt komisch is aber so! Und kein Kanidat für Spooky Website! Definitiv eine Spooky Website

  33. Au Backe,

    anfangs dachte ich noch an Satire, als ich auf der Grafik den Autofahrer mit den dicken Popo-Backen sah… Ein Blick auf die Webseite und mir war klar: die meinen das ernst!

    Unfassbar wie so ein wichtiges Thema (ÖPNV) mit Accessibility Hürden noch und nöcher belegt werden kann!!!

    So was hat man seinerzeit sich ja nicht mal bei Geocities hochzuladen getraut.

    Mei o mei…

  34. Eigentlich hätte hier meine Schmährede stehen sollen, jedoch habe ich mich durch das Angebot mal durchgeklickt und finde die Sache im großen und Ganzen doch (sehr) gelungen. Die Navigation ist sehr komfortabel, die FAQs, die wichtige Sachen direkt ansprechen (pdf-Fahrpläne), schlicht praktisch und auch die Verkehrsinfos eine gute Idee. Die Verbindungsabfrage direkt mit googleMaps zu verbinden, sowie die Autovervollständigung bei der Haltestelleneingabe – super!

    Störend als TabNutzer finde ich nur die wortkarge Headerbeschreibung, die lächerlichen Konterfeis (die fette Alte trifft’s ganz gut, allerdings nicht politisch korrekt) und insgesamt ein Eindruck in Richtung “zu viel des Guten”. Etwas weniger KlickSchiebSwooshGlänz würde mir irgendwie einen “stabileren”, oder “wertigeren” Eindruck vermitteln.

    Nicht zu vergessen das vollkommen deplatzierte Logo irgendwo zwischen “gucke ich eh nie hin” und “scheiß Werbebanner”. Das fehlende Banner dort, wo man es erwartet und der Ersatz durch den semiprofessionellen, ungeschickt-anbiedernden Satz “Ihre LVB im Internet. Wir bieten schnellen Zugriff – Auf das was Kunden wichtig ist”, der auch noch in der wohl schlichtesten Font der Typo-Geschichte gesetzt ist, erwecken einen unfertigen, unbefriedigenden Eindruck.

    Aber dennoch Leute – macht euch mal locker! Total Übertrieben das Gebashe hier, lasst euch nicht immer von Achim in die “richtige” Richtung führen. Nur weil der große Führer etwas kritisiert, muss man dies nicht gleich unreflektiert übernehmen…

  35. Man bemüht sich ja echt immer, irgendwo noch was Positives zu finden. Aber das hier gehört schlichtweg ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler – wegen Verschwendung öffentlicher Gelder. Eigentlich schon fast ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

  36. Uiiii,

    mm also so aus dem Bauch heruas würde ich sagen, dass diese Websitentwicklung wohl etwas ähm nunja aus den Rudern gelaufen ist. Wer weiß, vil. ist das alles nur ein Marketing gag ?

  37. Ich kenne die alte Seite noch sehr gut, die war auch schon kein riesen Hit, vorallen was die Übersichtlichkeit angeging.
    Das man jetzt aber schon mit wissenschaftlicher Hilfe aus Merseburg und einem externen Dienstleister, der sein Handwerk theoretisch verstehen sollte, noch grösseren Schrott produzieren kann – eine Meisterleistung.

    Ich hab die neue Seite letztens durch Zufall entdeckt und erst gedacht ich hab mich bei “lvb.de” irgendwie vertippt. Da die Geocities Seiten aber auch inzwischen Geschichte sind, kam die Ernüchterung schnell.

    Der Spooky-Award wäre wahrscheinlich noch fast zu glimpflich für diese Leistung der LVB. Das Geld der Kunden so sinnfrei zu verballern. Wenn man sich die Referenzen von eWerk sonst so anschaut muss man allgemein schon nach den Design Highlights suchen, es mischt sich mehr im Durchschnitt. Mit dem Auftritt haben sie aber auf jeden Fall keinen Blumentopf gewonnen und als Visitenkarte sollte man es lieber nicht nutzen.

    In Leipzig hat schon früher mal die friedliche Revolution begonnen, wieso nicht dies mal im Web-Design :-D

  38. @Julian (#50): Hier wird nicht gebasht, weil das so vorgegeben wurde, sondern weil die Website einfach schlecht ist. Schon lange bevor das DT dankenswerterweise das Thema aufegriffen hat, nämlich unmittelbar nach dem Launch letzen Dienstag, hagelte es entsetzte Twitterfeeds (such mal nach #lvb).

    Ansonsten ist die Website typische Bananaware: reift beim Kunden. Der Launchtermin stand wahrscheinlich unverrückbar fest, und da wurde dann mit Gewalt etwas sehr Unfertiges veröffentlicht – jetzt werden nach und nach Funktionen ergänzt und Fehler beseitigt (und alle reguulären Nutzer somit als Betatester missbraucht). Vielleicht verschwinden die Streifen auch noch…

    Nur die 500 angeblichen Tester – was die wohl getestet haben? Das wüsste ich schon gern. Aber wahrscheinlich hatten die nur eine Powerpointpräse mit Screendummys drin vorgelegt bekommen, weil noch nicht mehr fertig war – die können also auch nichts dafür.

    Wieso das Design der *Leipziger* Verkehrtbetriebe nun ausgerechnet in *Merseburg* erstellt werden muss, erschließt sich mir allerdings auch nicht. In Leipzig kann man schließlich auch keinen Stein werfen, ohne nicht mindestens einen Webdesigner zu treffen.

  39. Das sieht nach Bausteinkasten-Homepage Anno 2002 aus. Es zeugt eindeutig von mangelnder Kompetenz in Sachen Medien – wer auch immer das zu verantworten hat. Wundert mich immer wieder wie es so etwas geben kann. Aber wie sagt man doch so schön: Wozu brauchen wir Designer? Das kann doch der Computer!

  40. Da fällt mir grad auf… Habe schon im letzten Jahr die iPhone App “Easy Go” der LVB runtergeladen – und stelle nun fest, *das* ist es! Man stelle sich eine häßliche, aber für das iPhone technisch und usabilitymässig durchaus brauchbare App vor, die man dann für das Web einfach sinnfrei auf Browsergröße aufgeblasen hat – und fertig ist die neue Website!

    In der App finden sich auf genau die beiden sinnfreien Reiter links “Meine LVB” und “Hilfe” wieder. In der App stören sie nur ein wenig, im Internet…

  41. Ein weiterer Beleg für die Existenz ästhetischer Parallelwelten mit Lehrbuchcharakter für Design-Studierende: Stell dir vor, die LVB wäre dein Kunde – wie bekommst du den Kunden ins Boot? Erstelle ein Beratungskonzept.

  42. Ich finde es optisch genauso katastrophal, wie viele meiner vorredner. absolut unmodern und nicht ästhetisch.

    die informationsstruktur der seite und und auch die funktionalität scheinen aber sehr wohl gut überlegt.

    mit einem vernünftig ausgearbeiteten screendesign und besserer programmierung lägen sie mit sicherheit weiter vorne.

  43. Ja, der Webmontag dazu wird spannend.
    Die Kommentare auf Twitter speigeln ganz gut die Meinungen der meisten Leipziger wieder:

    http://search.twitter.com/search?q=%23lvb

    Die Kommentare unter dem Artikel der Leipziger Volkszeitung sprechen auch Bände:
    http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/citynews/lvb-wollen-mit-neuer-internetseite-internationale-massstaebe-setzen/r-citynews-a-10992.html

    Und hier noch ein Artikel über die Reaktionen der Leipziger:

    http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/citynews/internet-nutzer-kritisieren-neue-webseite-der-leipziger-verkehrsbetriebe/r-citynews-a-11327.html

  44. Julian, ich mags, wenn Leute sich in den Wind stellen. Meinetwegen finde den Webauftritt gelungen. Er ist allerdings ebenso ein Fehlgriff, wie der von Dir gewählte Titel “großer Führer”. Ganz gleich, ob das eine bewusst gewählte Spitze sein soll oder nur einen Mangel an Sprachvermögen offenbart. Ich hoffe mal, es ist Dir raus gerutscht.

  45. grandios – michael moore als “erwachsener” und miss marple als “seniorin”
    (der “gast” aus dem wilden westen ist hier gerade nicht zu sehen)

    danke für diese perle :-)

  46. Lustig, wie immer wieder die Praktikanten-Büchse aufgemacht wird. Vornehmlich von nicht in Erscheinung tretenden “Agenturen”.

    “Unsere Praktika(n)ten machen das besser” <- das ist auch besser so, nur ist dies allein noch kein Grund zum Feiern, höchstens für den Personalchef, der damit auch ein Stück seine Existenz legitimiert.

  47. Offenbar ist das CD der LVB mittlerweile komplett über Bord gegangen, da war mal was halbwegs implementiert worden, im Grunde eine Ableitung des BVG Designs (Hausschrift Transit mit den passenden Piktogrammen). Nicht sonderlich originär/originell aber geschmacklich nicht völlig auf dem Hund. Ich hatte mal die schöne Aufgabe als „fester Freier“ für die Leitagentur die vorhandenen Manuals zu aktualisieren bzw. um die meist selbstgestrickten Vorgaben der LVB zu ergänzen; über die Jahre vom steigenden Desinteresse am Corporate Design erschwert. Was den Webauftritt und vor allem die, nennens wir mal Ikonografie, betrifft: Aus meiner Sicht eine vollkommen verdiente, hausgemachte Entwicklung.

  48. “Baden-Württemberg – Wir können alles außer Hochdeutsch.” bekommt einen kleinen Slogan-Bruder: “Leipzsch – Mir gönn’ nüscht außer Säxsch”

    Die Firmen-Seite vom Ersteller (eWerk) sieht ja ganz ordentlich aus – also wird dieses Design (wobei ich mich frage, ob die nötige Schöpfungshöhe im Sinne des Urheberrechts überhaupt erreicht wurde, um als solches zu gelten) wohl eher auf die LVB zurück gehen.

    Als Gestalter kennt man ja diesen alltäglichen Wahnsinn diverser Kundenwünsche, vor denen sich jeder halbwegs funktionierende Designer ekelt. Man kennt ja diesen Moment, in dem man entscheidet, seinen Namen nicht mehr im Produkt zu verewigen, weil man sich damit selbst ins Knie schießt.

    Gibt es Straßenbahnen – die nicht zur LVB gehören – in Leipzig? Richtig: Nein. Deshalb kann man bei der Seite tatsächlich komplett auf SEO, ansprechendes Design, gute Benutzerführung und Fehlerfreiheit verzichten: Sie ist einfach konkurrenzlos.

    Wer in Leipzig Straßenbahn oder Bus fahren will, hat keine Wahl, er muss diese Seite verwenden.

  49. ich habe es einen tag nach dem relaunch im netz gesehen und war entsetzt, vor allem vom adipösen erwachsenen und dem autofahrer.
    aufgrund der winterlichen verhältnisse bin ich die letzten beiden wochen auf die straba umgestiegen, als autofahrer fühlte ich mich bei den icons schon fast beleidigt und als angehender mediengestalter schüttel ich verständnislos den kopf über so ein “design”.

    markus

  50. Eine Interface-artige Seite hat noch nie funktioniert. Es sein denn sie ist abgöttisch gut gemacht und technisch aufwändig. Aber das die aller aller wenigsten.
    Wobei soo schlecht die Seite auch wieder nicht ist. Das old-school grau zieht das Design halt kräftig nach unten. Mit ein paar optischen Verbesserungen wäre das Ding gar nicht mal so schlecht.

  51. Ich wüsste nicht wo ich anfangen sollte wenn man dieses »Projekt« bewerten will. Hier hat anscheinend jede beteiligte Person versagt — und zwar auf voller Linie. Gratulation!

    Spätestens wenn in der eigenen FAQ steht »Wie komme ich von einer Unterseite auf die Startseite zurück?«, sollte man doch merken, dass hier irgendwas schief gelaufen ist?!

  52. Lassen wir mal die Website in ihrer Gesamtheit beiseite – denn dazu wurde durchaus genug gesagt und den meisten Kritikpunkten schließe ich mich vollumfänglich an. Und betrachten nur die Gestaltung der “Icons/Piktogramme”: Unfassbar, wie uneinheitlich und arm an Botschaft diese Icons gestaltet sind. Auch sollte man vielleicht nicht beim ersten Einfall auf beliebige Photoshop-Pfeil-Symbole zurückgreifen. Piktogramme sind die Königsdisziplin der Gestaltung, muss man doch mit extrem reduzierten Mitteln teils sehr komplexe Sachverhalte vermitteln. Sowas gehört in die Hände wirklich guter Gestalter, insbesondere wenn auf deren kommunikativen Wert eine ganze Stadt angewiesen ist.

  53. Ich war wirklich entsetzt, ich wollte nur mal kurz auf die LVB-Seite um zu gucken wann denn die TRAM fährt. Was mich dann erwartet hat (also ich musste schon sehr lang warten) war wie ein Schlag ins Gesicht. Von der doch recht hellen in Gelb und Blau gehaltenen “alten” LVB-Seite zu diesem “Machwerk”. Da dann noch dazuzuschreiben, dass man monatelange Tests hat laufen lassen. Ohne Worte.
    Zu meinem Ergebnis bin ich dann nicht gekommen, da viele nützliche Funktionen der alten Seite weggelassen wurden. Und die Seite ist so langsam, da war die Bahn eh weg.
    Die Geschwindigkeit hat sich in den letzten Tagen leicht gebessert, kann aber auch an meiner 16.000er Leitung liegen.
    Das Geld für den Prof. hätte man getrost weglassen können, da vorallem auf kleineren Auflösungen die Sache schon sehr abenteuerlich aussieht.

    Wie heißt es auf der Seite so schön:
    “Hauptziel des neuen LVB-Internets besteht darin, unsere Kunden aktuell über die Angebote der LVB zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst so schnell als möglich Informationen über Fahrpläne, Abfahrtzeiten und Verbindungen abzurufen.”

    Ziel 100-prozentig verfehlt, 6 setzen.

  54. Auf der Webseite von ewerk:

    Die gesamte Usability und die Gestaltung aller Elemente übernahm Herr Prof. Frank Hofmann von der Hochschule Merseburg und seine Studenten. Das Team der LVB realisierte die gesamte Online-Redaktion.

    So sieht es auch aus, als wenn ein Professor mit seinen Studenten das gemacht hätte

  55. @Nils: das könnte nachdenklich stimmen, wenn es an der Hochschule überhaupt so etwas wie Gestaltung im Angebot gäbe. Dafür gibt es dort “Angewandte Sexualwissenschaften”, man beachte den Zusatz “Angewandte” ;)

  56. Man glaubt es nicht. In Leipzig gibt es wirklich fähige Designer. Warum wurde die Site dann von so unfähigen Leuten gestaltet? Es ist wirklich eine große Schande so ein potentiell interessantes Projekt so in den Sand zu sezten. Wann wohl die Ausschreibung für das (absolut nötige) Redesign ansteht?

  57. Hier kommt der konstruktive Kommentar:

    - Inhalt: gut!
    - Konzept: gut!
    - Gestaltung: bitte neu machen.

    Wer noch Lust auf eine feine Überraschung hat: Einfach mal den Mouseover-Effekt beim “Mobilitäts-Service”-Kästchen unten rechts ausprobieren und dabei das Bild beobachten.

  58. Einer schimpft und alle rennen hinter her.

    Ich finde den Designansatz gut. Ganz egal, ob die gestalterischen Mittel der aktuellen Mode entsprechen. Leider stimmen bei dieser Seite übermäßig viele Details nicht. Da ist an vielen Stellen noch Arbeit nötig.

    Das läßt sich aber auch damit erklären, dass Professor und Studenten das Design gemacht haben. Die lernen schließlich erst und sind keine Profis. Hier hätte die LVB beratende Profis hinzuziehen müssen.

    Ansonsten kann ich die LVB nur beglückwünschen auch mal eingefahrene Wege verlassen zu haben.

  59. Im Vergleich zum alten Auftritt eine deutliche Verbesserung der Übersichtlichkeit und sie ist möglicherweise auch zugänglicher- auch wenn die Gewichtung einzelner Punkte besser sein könnte. Gut finde ich, dass häufig nachgefragte Elemente nun sofort im Fokus liegen, aber:

    Farbgebung und Aufteilung der Seite und der UI-Elemente hingegen sind stark verbesserungswürdig, weil wenig freundlich.
    Die Spaltung der Iconleiste auf den Unterseiten ist schlicht störend und schlecht verwirklicht.
    Mag sein, dass mehr als 5 Elemente nicht ohne weiteres wahrgenommen werden, aber so eine Aufteilung ist auch graphisch wenig ansprechend. Weiter kommt hinzu, dass ein und dasselbe Icon mehrere Bedeutungen und Funktionen hat: Entweder “Haltestelle” oder “Fahrplan”. Geht schon gar nicht.

    Die Grafik finde ich, interessant. Muss ja nicht alles aussehen wie aus der Iphone-Werbung. Es dürfte wohl eher dem Bild der Realität entsprechen als nur schlanke Menschen zu zeigen.
    Insgesamt eine drei Minus von mir, eine zwei für bessere Nutzbarkeit und eine 4-5 für die inkonsistente Gestaltung und Platzierung der Elemente.

  60. Haha wie geil ist das denn @Nicola :)

    Wie kann ein Creative Director oder wer auch immer für das Design Verantworlich war, nur sowas durchgehen lassen? Nicht nur das die Grafiken unter aller Sau verarbeitet sind (Treppchen usw.) auch das Farbschema ist sieht aus wie aus der Luft gegriffen! Nichtmal die einfachsten optischen Dinge wurden berücksichtig. So springt z.B. das Hover – Bild rechts unten usw.

    Kann mir nicht vorstellen das der Kunde sich sowas als Zukunfsorientiert hat aufschwatzen lassen, falls doch, hat das jemand ziemlich gut verkauf.

  61. Es überrascht mich, dass die Seite nicht auch noch mit Tabellen umgesetzt ist. Danke für diesen Website-Schmunzler … denn wenn ich nicht drüber lache, müsste ich drüber weinen. :o)

  62. @Stefan: “Und das ist ein Professor … Oh, noch in der DDR erworben”

    Was soll das denn? Ich dachte, auf einer Seite wie dem “Designtagebuch” wäre diese “Ossis haben keine Ahnung – Wessis sind die Größten” -Grütze kein Thema. Falsche Seite gewählt? Du wolltest sicher hier >>> posten, oder?

    Die Seite ist echt Grottenschlecht. Habe irgendwo weiter oben was von 30.000 Euro gelesen. Ist das ne fundierte Aussage, dass das alles für diese Summe eingekauft wurde? Dass eWerk unschuldig ist und nur umsetzen durfte glaube ich nicht. Zumindest, was die SEO angeht, siehe deren eigene Seiten.
    Denke mal, dass jeder das kennt, dass man von Neukunden “Referenzseiten” offeriert bekommt, die “toll aussehen” und man sich fragt, wo er die ausgegraben hat. Und wenn man 30 Riesen für solch einen Vertrag bekommt, kann man schon sehr leidensfähig werden, ich wäre es zumindest und würde schnell den Punkt erreichen, an dem es mir egal wäre. Schließlich müssen Fixkosten gezahlt werden und dem Vermieter ist es auch egal, wieso er kein Geld bekommt.

  63. Oho, wenn Baustelleninfos angezeigt werden und man “Meine LVB” öffnet, dann gedenkt man nicht die Baustelleninfos dahinter zu verstecken, nein, die bleiben munter im Vordergrund und blockieren die Sicht auf das “Meine LVB” Fenster. Ganz große Nummer *lol*

  64. Senioren sehen aus wie eine Mischung aus Korsika und Flipper.

    Der Autofahrer ist gerade vom Klo aufgestanden und zieht sich gleich die Hose hoch, oh nein, da hat ihn ein wilder Zeichner silhouettengleich erwischt.

    Der “Erwachsene” der nicht auch Autofahrer sein darf ist wirklich Michael Moore, Angehöriger der Berufsgruppe und sozialen Minderheit Autofahrer.

    Studenten, die im allgemeinen nicht weiblich sind, sonst wären es Studentinnen, fachlich richtig Studierende tragen außerdem im Allgemeinen Hochwasserhosen, tendieren auch schon aufgrund der Hörsaal-Trägheit zu Korpulenz. Ganz im Gegensatz zu den Schlaghosen tragenden trendy Azubis, da ist die Figur im Lot und die Körperhaltung wirkt auch einzig hier gesund.

    Zu der Website: ja, es wurde schon modern programmiert, sogar mit jQuery. Wer hätte das gedacht, das “Interface” erinnert an die ersten Flash Einsteiger Lehrbücher.

    Den Prof. und seine Studierenden kann man in Schutz nehmen. Die stammen doch aus der Informatik, an der Hochschule wird so rein gar nichts mit Web oder Grafik-Design gelehrt. Software-Design ist ein anderes Feld.

    PS: ich erwarte noch die Tarifgruppe Wessis :)

  65. Als Leipzigerin war ich regelrecht schockiert vom “neuen Webauftritt” der LVB. Die Navigation ist meiner Meinung nach wirklich schlecht und verwirrend. Früher gab es Haltestellenfahrpläne zum Download, was ich sehr gut fand, jetzt nicht mehr… Oder vielleicht habe ich es auch bei der seltsamen Navigation auch einfach noch nicht gefunden… Von dem gestalterischen Auftritt der Seite mal gar nicht zu sprechen… Das Design ist ja sowas von gruselig… überhaupt nicht ansprechend. Grau ist ja nun wirklich nicht die beste Farbe um eine Seite ansprechend zu gestalten. Warum sind die nicht bei ihren Hausfarbein Blau und Gelb geblieben? Ich versteh es nicht. Die Icons sind nicht wirklich ansprechend umgesetzt, eben 0-8-15 3D Optik wie man es von tausend anderen Seiten auch kennt. Das ist mittlerweile wirklich überstrapaziert, finde ich. Warum habe die hier nicht mit Desingern zusammengearbeitet?

    Meine Meinung? Am besten wieder die alte Seite relaunchen…

  66. Großartig. Wenn heute Gegenteiltag wäre.
    Das fachliche in Gestaltung und Umsetzung mal außen vor (wurde hier ja schon zur Genüge kritisiert) finde ich es einen dicken Hund, das hier aller Wahrscheinlichkeit nach auch eine nicht kleine Menge Geld die Konten gewechselt hat. Das hätte man besser seinen Kunden in Form von Freifahrten geschenkt und damit eine höhere Akzeptanz erreicht, als mit diesem Auftritt.

    Außerdem: Ich bin erwachsen und nicht fett. Hallo? Auch meine Oma ist nicht dick, nur mal nebenbei. Mit der Art der Darstellung kann man schon übel daneben langen, auch ganz persönlich. Wenn ich mich in den Icons suchen würde, glaubte ich, für mich gibt es kein passendes Ticket bei der LVB. Das sollte ein Interface Designer besser wissen und auch dem beratungsresistentesten Kunden ausreden.
    Dazu kommt noch, dass man davon ausgehen kann, dass so eine mehr oder weniger prominente Seite zwangsläufig auch Aufmerksamkeit generiert und das Endprodukt auf einen zurückfällt. Klar, irgendwann schaltet man bei anstrengenden Kunden auch auf Durchzug und macht Dienst nach Vorschrift, aber den Usern ist damit nicht geholfen und das Geld einfach nur verschwendet. So entsteht meiner Ansicht nach auch der Nährboden für eine miese/skeptische Stimmung gegenüber Design & Designern: So viel Geld für angeblich wenige und unüberlegte Striche…?!
    Es ist leider im Einzellfall keine leichte Entscheidung, aber den “Kampf” mit den Entscheidern auf jeden Fall wert, oder? So hat man vielleicht viel Geld und einen schlechten Ruf – toll! Mal abwarten, was länger hält.

  67. “Wer in Leipzig Straßenbahn oder Bus fahren will, hat keine Wahl, er muss diese Seite verwenden.” ( News Shit )

    Das mag wohl sein. Es existiert vllt. keine direkt Konkurrenz, aber man genauso gut zu Fuß gehen (manche Strecken) oder mit dem Rad fahren (viele Strecken). Oder auch Taxi..?
    Von daher hat die Kommunikation schon ein Werbeziel zu erreichen: “Fahr mit uns- ist nämlich besser als Alternative XYZ…” Und wenn ich diese Seite da sehe, nehm ich lieber das Rad…

  68. Zitat Mario:
    “Den Prof. und seine Studierenden kann man in Schutz nehmen. Die stammen doch aus der Informatik, an der Hochschule wird so rein gar nichts mit Web oder Grafik-Design gelehrt.”
    Im Impressum steht Frank Hoffmann als Verantwortlicher für Webdesign. Nicht Beratung, nicht Programmierung, sondern ausdrücklich und ausnahmslos Design.
    Diese Website ist eine mehr als merkwürdige Sache. Wenn nicht alles dagegen spräche, würde ich das Ganze für einen Scherz halten.
    (Guckt denn da keiner drauf?)

  69. In den News steht passenderweise:

    »Derzeit arbeiten alle Beteiligten daran, Hinweisen aus berechtigten Kritiken nachzugehen und die Ursachen dafür abzustellen.«

    Ehrlich gesagt bin ich ganz zufrieden, dass die Seite so aussieht. Vielleicht gibt die LVB deswegen das Projekt das nächste Mal an eine Designagentur, wo sie dann auch für das Design zahlen muss, denn ich glaube kaum, dass da viel Geld an die Studies geflossen ist. Die meiste Kohle wird wohl für die Umsetzung und das Backend weggegangen sein.

  70. robin williams im fatsuite als mrs doubtfire für die gattung autofahrer, ottfried fischer schräg auf einer durchsichtigen sackkarre lehnend als erwachsener und hans-werner olm als luise koschinsky für die senioren unter den busfahrenden… cool.

  71. @kirsten

    Ja kann sein, dass es im Impressum steht, der Professor und die Hochschule haben aber nichts professionell mit Design zu tun, also wen wundert da das “designferne” Ergebnis.

  72. Besonders konstruktiv sind die Kommentare ja nicht – muss ich mir ebenfalls keine Mühe geben …

    > Schlaghosen sind definitiv out!
    Na super, das einzige ahnsehnliche Icon auch noch zu kritisieren … ausserdem ist das ‘Design’ der LVB-Website ja ‘für die nächsten Jahre’ angelegt und bis dahin sind Schlaghosen sicher wieder aktuell.

    > Wir können alles außer Hochdeutsch.
    Auch wenn der Rest des ursprünglichen Kommentars sich von selbst disqualifiziert:
    Diese Kampagne wurde von Scholz&Friends ursprünglich für den Freistaat Sachsen konzipiert, als zu wenig seriös aber abgelehnt …

  73. Zum Thema barrierefrei:
    Wer Lust hat kann ja mal versuchen mit deaktiviertem Javascript an eine Information (z.B. für Behinderte;-) zu kommen…

    Klar funktioniert Googlemaps nicht ohne Javascript – aber davon hat ein Sehbehinderter auch nicht viel.
    Das keine Eingabe von Start und Ziel und demnach auch kein Ergbnis ohne Javascript zu bekommen ist schon ein starkes Stück. Sehbehinderte sind ja zumeist auf den ÖPNV angewiesen.

    Und das Submenüs ohne Javascript nicht funktionieren ist vollkommen sinnlos.

    Der Herr Prof. kommt angeblich nicht aus der Gestaltungsecke (wieso zieht er sich dann den Schuh an?) – leider ist hier aber auch grob technisch versagt.

    Ich glaube im übrigen nicht, dass das hier eine schlimme Basherei ist – es gibt einfach zu viele Fakten die die gesamte Sache disqualifizieren.

  74. Leute, Ihr seid einfach noch nicht so weit.

    Der Retro-Style kommt garantiert ein paar Jahre nach Web 3.0.

    Die umsichtigen Jungs von E-IT-Werke oder so müssen dann nur noch die Grautöne in ein heimeliges Orange-Grün-Klima tauchen, während wir alle richtig schuften müssen, um dem Zeitgeist gerecht zu werden.

    Verlasst euch drauf.

  75. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es sich hier um eine ganz furchtbar ausgefuchste virale Kampagne handelt und das am nächsten Montag die richtige Seite live geschaltet wird … ;)

  76. robin williams im fatsuite als mrs doubtfire für die gattung autofahrer, ottfried fischer schräg auf einer durchsichtigen sackkarre lehnend als erwachsener und hans-werner olm als luise koschinsky für die senioren unter den busfahrenden… cool.

    Defintiv COTY!

  77. Zitat Raphael:
    Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es sich hier um eine ganz furchtbar ausgefuchste virale Kampagne handelt und das am nächsten Montag die richtige Seite live geschaltet wird … ;)

    Ja! Das ist es!
    Was für eine geniale Idee.
    (Ich wusste gleich, da muss mehr dahinterstecken…)

  78. Aber wozu eine virale Kampagne für eine eher zweckmäßige Seite? Die Buspläne etc. von Leipzig interessieren wohl am ehesten die Leute, die darauf angewiesen sind.

    Wenn dann ist es wohl eher ein Medienprojekt des Profs. um vtl. etwas zu analysieren, aufzuzeigen oder dergleichen. – Verbreitung der Informationen über Referrers nachvollziehen. Mal sehen!

  79. Hallo,

    mein erster Gedanke war – “Shit, back to the future pls!”.
    Das ist ja mal eine Frechheit für jeden Web-Developer! Wer ist dafür verantwortlich? Stellt Ihn an den Pranger! Ich biete gerne mein Wissen an um diese Schmach zu bereinigen :D!

    Cheers! *kopfschüttel*

  80. Selbst ich als langjähriger Befürworter der LVB-Kampagnen bin
    sehr erschrocken.
    Hier ist weder ein Design noch ein Sinn zu erkennen.
    Hoffentlich ist das nur temporär zu verstehen, denn so geht es nicht!

  81. Kleiner Ergänzung zu meinem Post.
    Ich finde es vorallem sehr schlimm das ein Prof. für MM diesen Auftritt begleitet haben soll. An dieser Universität möchte ich nicht studieren! Dieser Mann ist für mich leider kein Prof. mehr. Wer aufgehört hat zu lernen hat aufgehört zu Wissen.

  82. ist doch angemessen und noch lange nicht das ende der fahnenstange. ich geniese deren service jeden tag, und das ist toll. ein paar beispiele:

    - wir haben hier aktuell am tag zwischen minus 12 und minus fünf grad, die wagen werden aber trotzdem nur minimal beheizt.

    - die haben auf der webseite einen schönen fahrplandienst, da bekommt man PDFs von den haltestellen mit deren abfahrtszeiten. feine sache, nur laufen diese PDFs nicht in PDF-readern auf windows mobile und palm.

    - hier hat es viel geschneit, sehr viel geschneit. die fahrpläne waren davon nur marginal betroffen, alles klappte wie am schnürchen, wenn man denn in die straßenbahn rein kam. an keiner mir bekannten haltestelle wurde schnee geschoben, nicht mal am HBF. auch waren und sind fahrkartenautomaten nur unter gefahr für leib und leben erreichbar.

    - das ‘fahrgast-TV’ ist ein witz, auf praktisch jeder seite fehler, nicht nur tippfehler, sondern klassiker wie fehlplatzierte leerzeichen, kommas und dergleichen. dazu pixelige grafik, kein durchgehendes layout und nichtpassende wechselzeiten der einzelnen seiten. dass das ganze auf windows läuft wird einem auch oft gezeigt in form des startscreen beim rebooten.

    der aktuelle brüller ist ein werbefilmchen, in dem tägliche fahrgastzahlen genannt werden und der verweis auf nur(!) 25 schriftliche beschwerden. pro tag wohl gemerkt.

  83. Es ist grausam. Leipzig will sich zukünftig als Design-Standort etablieren und die LVB entwickeln eine solche Webseite!!! Das ist nicht nur für die LVB peinlich, sondern für ganz Leipzig. Ich weiß nicht, wie die Webseite überhaupt abgesegnet werden konnte? Wie kann man einem Kunden so etwas überhaupt anbieten – geschweige denn verkaufen? Auf dieser Webseite stimmt grafisch gar nichts. Es gibt in Leipzig so fähige Designer. Hätte man das mal lieber jemanden machen lassen, der Ahnung von der Materie hat. Übrigens: Genauso schlecht wie die Webseite ist auch die dazugehörige Pressemitteilung: http://www.lvb.de/Wir_ueber_uns/Presse/2,2,YTo0OntzOjc6ImNvbW1hbmQiO3M6MTA6InNob3dEZXRhaWwiO3M6NjoiZW50aXR5IjtzOjM6Ijk5NiI7czo3OiJxdWFydGVyIjtzOjE6IjEiO3M6NDoieWVhciI7czo0OiIyMDEwIjt9
    Dort spricht man übrigens nicht von der neuen “LVB-Webseite”, sondern vom “Internet”. Jetzt verstehe ich auch, wie diese Webseite online gelangen konnte.

  84. aus den faq auf der startseite:

    F: “Wie komme ich von einer Unterseite auf die Startseite zurück? ”
    A: “Neben der Hauptnavigationsleiste finden Sie auf der rechten oberen Seite das Symbol in Form eines Hauses.”

    trotz dieser vorzüglichen anleitung, musste ich erstmal länger das besagte haus suchen. das sagt eigentlich schon alles über die usability der seite aus …

  85. Uahh, hier wird Web 5.0 aus der Taufe gehoben. Oder T-Online Oberfläche 1.0. Oder wie auch immer. Ich fühle mich mit dem abgebildeten Icon (Kalli-Verschnitt) nicht angesprochen. Und vor allem: als Behinderter endet quasi der Lebenszyklus eines Menschen. Wie darf man das verstehen?

  86. “Bei den Leipziger Verkehrsbetrieben selbst seien bisher geteilte Meinungen eingegangen. „Lob und Kritik halten sich die Waage. Ich denke, das ist normal und in zwei Jahren werden sicher die meisten Seiten von Nahverkehrsbetrieben ähnlich aussehen“, so Nebe.”
    (Quelle: http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/citynews/internet-nutzer-kritisieren-neue-webseite-der-leipziger-verkehrsbetriebe/r-citynews-a-11327.html)
    Jaja… warten wir mal zwei Jahre. Ich wette dagegen.

  87. aha.

    man will sich also ein Profil geben…
    Und das mit kostenlosen Vektor Grafiken. (!!)
    Hammer.

    Es sprichts natürlich nichts dagegen kostenlose Vektorgrafiken zu nutzen, schließlich spart dies ja mitunter auch Kosten.
    Vielleicht hat man sich ja auch unmengen Gedanken über ein vereinfachtes Bedienkonzept gemacht. Aber das Auge ist mit.
    Und weil Design eben mehr als nur der Schokoguss ist, der am Ende oben draufkommt, sollte man seine Designer schon früh in den Entwicklungsprozess einplanen.

    Anscheinend hat das nicht ganz so gut geklappt.

    Von guter Markenkommunikation will ich gar nicht erst reden…

    Ich find es einfach alles etwas … anspruchslos. Schade.

    See:
    http://vector4free.com/vectors/id/231

  88. Einfach mal die anderen Referenzen des “technischen Umsetzers” googlen. Die haben einfach keine Designer im Haus, denn so viele verantwortungslose Professoren kann es garnicht geben. Viele IT’ler ‘brauchen’ ja garkeine Designer und Grafiker mehr.

  89. Naja, was soll ich da noch sagen… Oh oh oh… Was sich nicht alles Design nennt. Aber am besten finde ich die Darstellung der Figuren…wenn das nicht stereotypisch und geschäftsschädigend ist.

  90. Wenn man sich dieses Interview des Leipziger Fernsehns mit der LVB verfolgt werden einige Fragen beantwortet, aber auch viele neue aufgeworfen.
    Der Relaunch der Internetseite ist eng verknüpft mit einem Projekt bzw. Handyprogramm namens easy.GO. Seit 2005 arbeitet die LVB an der Umsetzung des Projekts.
    Peter Nebe, der LVB-Marketing-Leiter, möchte mit seiner Vision Probleme und Hürden des “alten Systems” überwinden — mit dem Handy als neue Kundenschnittstelle. Im Beitrag wird dazu angeführt, dass 80 Prozent aller Kunden den neuen Service nutzen können. Das war der Stand der LVB vom 07.05.2009.
    Heute ist auf der neuen Internetseite nicht viel zu sehen von easy.GO. Bei “Wir über uns” – “Projekte” findet man eine Eintrag. Laut dem Artikel der LVZ online soll easy.GO ca. Anfang Februar für alle Benutzer freigeschaltet werden. Auf der Seite von Frank Hofmann existiert jetzt schon ein Link zu einem Download von easy.GO, allerdings handelt es sich hierbei um eine iPhone-Application.
    Entwickelt wurde das Programm im Rahmen einer Förderung vom Bund von DIMOCO und the agent factory, einer Firma aus Jena für Softwareentwicklung von Anwendungen für mobile Endgeräte. Im iTunesstore erfährt man, dass für o2-Kunden momentan noch kein Ticketkauf möglich ist.

    Die Internetseite sollte offensichtlich der Handyapplication easy.GO nachempfunden werden, wofür wohl Frank Hofmann zuständig war. Ob er auch schon in die gestalterische Entwicklung von easy.GO involviert war, ist schwer zu sagen — einen Dipom-Designer haben the agent factory jedenfalls nicht im Team. Logo und Fotos von easy.GO wirken zumindest professioneller als die Internetseite.
    Fest steht das die LVB in 5 Jahren für über 30.000 € eine Application für iPhone-Benutzer auf den Weg gebracht hat, begleitet von einer geschmacklosen Internetseite für den Rest der Welt. Meine Vermutung wäre, dass das meiste Geld in easy.GO geflossen ist und nicht in die Internetseite. Die Option per Handy Tickets zu buchen und Pläne einzusehen ist natürlich toll und zukunftsträchtig, momentan dürfte das allerdings nur für wenige Smartphonebesitzer interessant sein. Es ist zu hoffen dass sich die LVB der Kritik stellt. Die Pressemitteilung, in der noch davon gesprochen wurde mit dem “Internet” “internationale Maßstäbe” zu setzen, wurde wenigstens schon redigiert.

  91. [...] Kommentare im Designtagebuch sind teilweise auch recht “nett” gehalten. Die Visualisierung mittels einer direkten Karte für den Fahrgast ist natürlich wiederum eine gute Idee, allerdings ist der Bereich für die entsprechende Bahn und Abfahrtszeit dadurch in den Hintergrund gerutscht und wird Linksaußen dadurch schlechter wahrgenommen. Laut LVZ Artikel wollte die LVB damit “internationale Maßstäbe” setzen. Hoffentlich guckt sich bei denen keiner was ab! Andere Verkehrsbetriebe machen es vor und besitzen wesentlich bessere Auftritte. [...]

  92. Gewagt gewagt… Mir ist auch aufgefallen, dass die Menschen immer dicker werden, aber das ist doch recht “dreist” – Auch wenn andere Folgen werden, die es bisher sich nicht getraut haben… Wir werden sehen !

  93. als Ex-Leipziger war ich am Wochenende in Leipzig …
    Am Freitag hat ein Freund versucht mir die aktuellen Zeiten an der Haltestelle Kurt-Eisner-Straße heraus zu suchen … das dauerte schon ewig da keine intuitive Bedienung oder ähnliches und damit verbunden “langes erst einmal auf der Seite zu recht finden.”

    Anzumerken wäre hier, das er schon zum 2. mal die Seite benutzt hat.

    Aber dazu wurde ja schon genug kommentiert.

    Nach meiner Meninung viel schlimmer ist, die aktuelle mobile Lösung:
    lvb.mobi -> Ein eWerk-Logo und mehr nicht.

    lvb.de auf Nokia e71 mit S60 Standardbrowser:
    - Logo blockiert den halben Screen
    - Formular für Haltstelle oder Fahrplansuche NICHT bedienbar
    - Lade- und Renderingzeiten selbst bei Wlan knapp am Minutenbereich

    Da ich als Tourist/Gast auch mit Cowboyhut nicht ständig einen Laptop mit DSL-Anschluss bei mir habe und während ich unterwegs bin, teilweise spontan eine Fahrplanauskunft benötige hatte ich wirkliche Probleme.

    Sich dann auf ein App für Handy vielleicht herausreden zu wollen ist für mich auch kein Ausweg.

    Mein Fazit, ich werde in Zukunft per Zufall Bahnen bei Besuchen in Leipzig nutzen können, und daher die LVB soweit wie möglich meiden.

  94. Also jetzt ma ehrlich: Die Tarifmännchen sind doch super gelunden und echt realistisch hähä.
    Die Azubine sieht aus wie ne 70er Jahre Prostituierte
    der fette Student, x-beinige Autofahrer und Erwachsene sind adipös (na gut ist ja wirklich oft so)
    Der Rentner reißt den Trenchcoat auf und zeigt seinen Lümmel (was soll man auch sonst als Rentner tun)
    Naja und der Rollstuhlfahrer sieht einfach nur scheiße aus.
    Super gelungen hehe :o))))))
    Das beweißt mal wieder das Studenten keine Ahnung vom Design haben. Das kommt erst in der Praxis…sieht man immer wieder.

  95. Ich bin Leipziger und fahre viel mit der LVB und als ich letztens eine Verbindung raussuchen wollte, naja wie soll ich sagen… Ich krieg das Kotzen! Man kann nur hoffen, dass das nicht allzu teuer war!

    Grüße

  96. Den Award hat die Firma vergeben, die ihr teures und hochkomplexes CMS an die LVB verkauft hat.

    Bereits die zahlreichen Navigationen, der leere HILFE-Contaiern, der sich herausschiebt und die unmelodiöse Seiten”aufteilung”… ich hab es nur ein paar Seiten lang ausgehalten. Obwohl ich ehrlich und aufrichtig interessiert daran war, die positiven Seiten zu finden… Iconsammlungen statt redaktionellem, persönlich gehaltenem Inhalt ist für mich alles andere als Dialog. Das ist digitale Schnitzeljagd statt Service.

    liqui

  97. so schlecht wie der webauftritt genauso schlecht ist auch der neue überhaupt nicht durchdachte fahrplan (indem sogar wichtige linien eingespart wurden). meiner leipziger-meinung nach entwickelt sich die lvb eher zurück als vor, der webauftritt visualisiert das immer mehr. ebenfalls konnte man sich nach vielen jahren auch mal neue gedanken machen bei der visuellen fahrplangestaltung im printbereich. die langweilt langsam.

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