Deutsche Telekom Logo

Deutsche Telekom modernisiert Markenauftritt

Wie die Deutsche Telekom gestern anlässlich der Eröffnung der CeBIT in Hannover bekannt gab, möchte sich das Unternehmen „dem Wandel in Gesellschaft und Technologie“ stellen und wird vor diesem Hintergrund ihren Markenauftritt anpassen. Die Hausfarbe Magenta wird im Zuge dessen wieder stärker in den Vordergrund rücken. Auch das Firmenlogo wird angepasst.

Nachdem das Erscheinungsbild unter Rene Obermann seit 2006 sukzessive aufgehellt wurde und sich viele Jahre lang der Einsatz der Farbe Magenta auf die Funktion als akzentuierende Komponente beschränkt hatte, soll Magenta in der Werbung und in den Medien nun wieder stärker in den Mittelpunkt rücken, durchaus auch auf mutige respektive schrille Weise, wie ein Foto des Tapetendesigns am CeBIT-Messestand zeigt.

In der offiziellen Pressemeldung heißt es zu den Anpassungen am Erscheinungsbild: „Im neuen Markenauftritt der Telekom spielt die Konzernfarbe Magenta eine noch größere Rolle als bislang. Sie wird beispielsweise in Anzeigen, Publikationen, Online-Auftritten oder in den Telekom Shops künftig deutlich in den Vordergrund gerückt. Einen ersten Eindruck des neuen Auftritts vermittelten bereits die IFA 2012 in Berlin und der diesjährige Mobile World Congress in Barcelona. Auch die CeBIT 2013 in Hannover wird ganz im Zeichen des neuen Markendesigns stehen. Die Umstellung der Markenwelt erfolgt sukzessive und längerfristig, aktuelle Werbe- und Printmittel werden ab sofort angepasst.“

[Edit 21:55 Uhr] Betreut wird die Deutsche Telekom beim Rebranding-Prozess von Interbrand.

Im Firmenlogo wurde die Anzahl der magentafarbenen Quadrate („Digits“) von 10 auf 4 reduziert. Die neuen Proportionen führen zu einer Aufwertung des Anfangsbuchstabens „T“, der dadurch größer wirkt.

Während als Hausschrift die Tele Grotesk auch weiterhin gesetzt ist, setzen man im neuen Markenauftritt stärker als bislang auf Großbuchstaben. Auch der Telekom-Slogan „Erleben, was verbindet.“ wird fortan in Majuskeln gesetzt.

 

Der vor wenigen Tagen präsentierte Geschäftsbericht 2012 gibt einen Vorgeschmack auf zukünftige Anzeigen- und TV-Kampagnen und auf das neue Design. Während im letztjährigen Geschäftsbericht keine einzige Seite in Magenta angelegt gewesen ist, sorgt die Hausfarbe im neuen Bericht nun für einen stärkeren Kontrast.

19 Kommentare zu “Deutsche Telekom modernisiert Markenauftritt

  1. Mein erster Gedanke war, dass es irgendwie falschrum ist. Die drei Digits sollten links, der einzelne rechts vom T sein. Ich hab bei Telekom sofort die Tonfolge im Kopf: ding-ding-ding-DING-ding – also punkt-punkt-punkt-T-punkt. Gibts die Tonfolge nichtmehr?

  2. Das neue Logodesign gefällt mir gut, schön auf den Punkt gebracht. Bei der „schrillen“ Verwendung der Hausfarbe habe ich allerdings doch die Sorge, ob es an manchen Stellen nicht zu viel des Guten werden könnte… Nunja, lassen wir es mal auf uns zukommen! ;)

  3. Achso, ich dachte, das schnelle Abspielen des Sound-Logos wäre nur ein Gag bzw. eine Anspielung auf die schnelle Netzgeschwindigkeit.

  4. Der Jingle bleibt unverändert. Im Spot oben ist er eben – wegen der „Geschwindigkeit“ – schneller abgespielt. Er kann auch mit unterschiedlichen Instrumenten gespielt werden, wenn es der Kampagne hilft. Grundsätzlich ändert sich da aber nichts.

  5. Ein T in dieser Schriftart mit derartig krasser Farbgebung möchte „hip“ wirken. Passt auch irgendwie nicht zu den Majuskeln des Slogans. Der Geschäftsbericht gefällt dafür schon besser.

  6. Auch wenn dies jetzt nicht ein sooo konstruktiver Kommentar ist: Ich wurde und werde mit dem Auftritt der Telekom nicht so „warm“. Die oben vorgestellten neuen Ideen sind prinzipiell ein Schritt in die richtige Richtung, das ist schon besser so. Aber irgendwie wirkt die Telekom auf mich oft „billig“. Das mag am Magenta liegen, die Farbe mag ich einfach nicht. Oder vielleicht die in der Breite nicht konsequente Umsetzung und Kontrolle der CI-Richtlinien, oft sieht man im Alltag defekte oder verschmutzte Logos am T-Shop, falsch/unscharf umgesetzte Kampagnen, schief hängende Plakete o.ä. Letztere Beispiele sind jetzt vielleicht nicht hundertprozentig real, spiegeln aber ungefähr meinen Gesamteindruck wider.

    Hinweis: ich will jetzt bestimmt nicht die Telekom schlecht machen, das ist nur mein ganz subjektives Gefühl. Würde mich interessieren, ob noch jemand so denkt.

  7. Wer sich Versalsatz zum Markenzeichen machen will, sollte ihn beherrschen: „ERL EBEN“, „Z AHL EN“ etc. – aua.

    Den Kommentar von Peter (10) kann ich gut nachvollziehen: Die grafische Positionierung der Telekom, Anbieterin des besten Netzes zu Premiumpreisen, war immer markant, aber strategisch fragwürdig. Die Reduzierung des Magenta unter Herrn Obermann erschien mir schlüssig. Nun soll es frischer und mutiger werden. „Frische“ und „Mut“ nutzen schnell ab und dann ist es wieder einfach schrill.

  8. Ich kann die grundsätzlichen Bedenken auch nachvollziehen. Das schrille Magenta in Kombination mit dem eher bieder wirkenden „T“ und den „technisch“ wirkenden Digits hinterlässt einen unentschlossenen Eindruck.

    Ich glaube aber, die Telekom hat auch einfach tiefgreifendere Image-Probleme, so dass es mit einen aufgepeppten CD nicht getan ist.

    Ich assoziiere mit der Telekom sowieso immer die neunziger Jahre: Jan Ulrich, Manfred Krug, rosa telefonzellen.

  9. Was ich noch nie verstanden habe (vielleicht ist mein Gedankengang aber auch zu eindimensional) ist: Warum Digits und Jingle einfach nicht zusammenpassen sollen. + + + T + wäre für mich kongruenter.

  10. @Michael – Der neue von der Tagesschau stammt auch von Hans Zimmer – hat nur ein bisschen mehr als 10Mio gekostet – ein wahres Schnäppchen ^^

  11. ich muss meinen vorrednern recht geben:
    bei einem redesign MUSS das logo zum jingle passen:
    „da da da DI da“ „+ + + T +“
    punkt.

    da hat interbrand, die ich sonst sehr schätze, mal überhaupt nicht nachgedacht.
    es gibt auch keine ästhetische argumentation, die die jetzige umsetzung bestärken würde.

  12. Ich verstehe das auch nicht warum die Punkte nun rechts sind.
    Auf dem Geschäftsbericht ist das Logo (dadurch) links positioniert was den Lesefluss in der Wahrnehmung nicht optimal ausnutzt. Vielleicht denke ich da zu klassisch, den Sinn erkenne ich auf jeden Fall nicht.

  13. Oh man, ich sehe in dem neuen Logo jetzt immer ein gelangweilt schauendes Typogesicht aus +T+. Einmal entdeckt und nie wieder weg zu bekommen.

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