Bewegung auf Skoda.de

Skoda.de

Kurze Statusmeldung: Ende letzten Jahres wurde der deutschsprachige Webauftritt von Skoda mit dem Spooky-Award ausgezeichnet. Vor wenigen Tagen wurden die Seiten relauncht. Nun lässt sich der Auftritt tatsächlich als CD-konform bezeichnen.

Etwas skurril ist die Schnellnavigation (Button rechte Seite), die in einer Lightbox öffnet. Grundsätzlich hätte man sich diese Funktionalität auch innerhalb der links angeschlagenen Standard-Navi vorstellen können. Negativ fallen noch die JPEG-Artefakte auf, die aufgrund zu starker Komprimierung in fast allen Hauptmotiven zu sehen sind. Manche Fahrzeuge sehen aus, als seien sie sandgestrahlt.

Danke für die zahlreichen Mails.

34 Kommentare zu “Bewegung auf Skoda.de

  1. @ Jörg: D’accord!
    Aber sicher liegt das Hauptproblem an Skoda. Ich finde, es ist ein großer Fehler im Jahr 2010 als Marke wie Skoda „kein Geld für eine Seite auszugeben“. Man kann sich nicht mit so einer mießen Seite blicken lassen.

    Klar – Mercedes-, Audi-, VW- und BMW-Online kosten sicherlich eine Menge Geld. Würde man sich aber auf „die richtigen Produzenten“ bzw. auf die „richtige“ Agentur einlassen, würden für die Erstellung einer tollen Seite (welche die Marke in das Netz adaptiert) mit 50% der Kosten von den „großen“ ausreichen.

    Und das sollte Skoda schon ausgeben können und MÜSSEN.

    Wie gesagt… ich sehe da immer eine Linie zum Produkt und frage mich, ob die bei den Autos dann auch schrott einbauen.

  2. @ Alex
    Ich kenne das Problem aus meiner täglichen Arbeit, wie wahrscheinlich die meisten.

    Die Kunden wollen die größten Innovationen, das beste Design und den kleinsten Preis. Das Problem ist, dass es immer jemanden (Programmierer die das Design „halt mitmachen“, Quereinsteiger ohne wirklich Ahnung von Gestaltung…) gibt, der es noch und noch und noch billiger macht. Und das zieht am Ende doch immer. Warum kauft (fast) jeder die Discopunt-Milch vom Aldi statt die Bio-Milch, die vom regionalen Bauern an jeden Supermarkt geliefert wird? Horror-Käfig-Eier? Massentierhaltungs-Fleisch?

    Aus Sicht vom Einkauf kann ich solche Entscheidungen sogar verstehen – es ist doch einfach zu verlockend für den Webauftritt nur 10.000 statt 100.000 Euro auszugeben.
    Für Werbe- und TV-Kampagnen sind Unmengen Geld vorhanden, für das Web – eigentlich den wichtigsten Vertriebskanal nur ein Bruchteil.
    Das liegt halt daran, dass eine große TV-Kampagne nicht von Heinz Schulze, Typo3-Programmier-Quereinsteiger mit Büro auf seinem Dachboden entwickelt werden kann, eine Website mit zappelnden Bildern dagegen schon.

    Ich wäre daher für eine Art Meisterbrief o.ä. auch für Gestalter – aber da wir ja als „Künstler“ gelten, darf sich halt jeder Hansel als Designer schimpfen. Du kannst in Deutschland der talentierteste Fliesenleger sein, darfst dich damit aber nicht selbstständig machen. Ich schäme mich für die oftmals unterirdische Arbeit meiner „Berufskollegen“ dermaßen, dass ich keinem mehr sage, dass ich Designer bin – ich umschreibe es lieber.

    Daher: Schimpft nicht nur auf die Kunden, sondern auf Leute, die irgendwelchen Schrott programmieren und billig anbieten.

    Skoda finde ich nach wie vor nicht soo furchtbar, wie es hier gemacht wird.

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