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Bewegung auf Skoda.de

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Skoda.de

Kurze Statusmeldung: Ende letzten Jahres wurde der deutschsprachige Webauftritt von Skoda mit dem Spooky-Award ausgezeichnet. Vor wenigen Tagen wurden die Seiten relauncht. Nun lässt sich der Auftritt tatsächlich als CD-konform bezeichnen.

Etwas skurril ist die Schnellnavigation (Button rechte Seite), die in einer Lightbox öffnet. Grundsätzlich hätte man sich diese Funktionalität auch innerhalb der links angeschlagenen Standard-Navi vorstellen können. Negativ fallen noch die JPEG-Artefakte auf, die aufgrund zu starker Komprimierung in fast allen Hauptmotiven zu sehen sind. Manche Fahrzeuge sehen aus, als seien sie sandgestrahlt.

Danke für die zahlreichen Mails.

33 Kommentare

  1. kurz zum Thema Flash und Apple: der alte (brilliante) Apple Claim “think different” passt ja gar nicht mehr zu einer Firmenpolitik, die dem User alles vorschreibt bzw. vorkaut.

    Die Verbereitung des iPhones ist verhältnismäßig gering (ca. 5% Marktanteil), nur in “unsererem” Bereich verbreitet – warum gerade hier Leute sich einige der der tollen (Flash) Seiten des Netzes einfach so abschalten lassen verstehe ich einfach nicht.

    Also kein Grund auf iPhone Merkwürdigkeiten Rücksicht zu nehmen.

    Ich hab mein iPhone ausgemustert, arbeite seit Jahren nur noch komplett auf Windows Rechnern, es ist flexibler, billiger und auch schneller.

    Und niemand schreibt mir vor, was wie wann wo zu gehen hat oder nicht.

  2. @FrankBee
    Tja vielleicht sollte sie dann eher Abstand von Marketing Produkten wie iPhone und iPad nehmen und sich mit denvielseitigen Produkte von anderen Herstellern bedienen.
    Ich wüsste nicht, warum 80% aller Web Besucher auf die Vorteile von Flash Seiten verzichten sollte, nur weil Apple (<3%) sich entschlossen hat iPad & Co kein Flash anzeigen zu lassen.

  3. Der Page-Wrapper hat eine feste Breite, also kann man doch auch die Breite der Bilder voraussagen und perfekt und von Menschenhand optimieren. Wenn man länger herumsurft, stößt man auf viele photographisch schlechte Bilder, nicht nur von Bürokaffeetassen und verträumten Frauengesichtern, sondern auch von den Autos. Viele zeigen das Auto von außen, die Innenaustattung, die bei Skoda wirklich nicht schlecht ist, muß man lange suchen.

    Was Flash angeht: Gibt es etwas auf dieser Seite, was man nicht mit jQuery machen könnte? Ich bin mir sicher, daß vorher niemand überlegt hat, welche Technik zum Einsatz kommt. Im Quellcode sieht man, daß man bei den technischen Details zum Auto ein eigenes Microformat-Universum für die Daten entwickelt hat: mit DIVs! 10,4 l/100km

  4. Ok, also alle bekommen ein Sprachrohr die sonst keines besitzen oder anders wer meckert glaubt das er besser ist.

    Die Seite ist OK und besitzt auch viele Mängel. Aber ausufernde Kritik, ist typisch Internet Blog.
    Grüße

  5. Es geht noch schlimmer: http://www.skoda.de/index.php?e=348-9-3-3-6

    Also das kann doch unmöglich eine Firma programmiert haben. Alleine schon beim Quellcode kräuseln sich mir die Fußnägel.
    Auf der Kontaktseite 500 !!!!!! Codezeilen. Dabei ist auf der Seite gar nix.

    Hier werden so ziemlich alle Regeln des Webdesigns und Programmierung gebrochen. Nochmaliger Kandidat für Spooky Award.

  6. @ 22
    Äh … hast du schonmal für wirklich große Kunden gearbeitet? Viele große Unternehmen haben – tw. hervorragende – eigene IT-Abteilungen, die Internet/Intranet selbst entwickeln und nur für Kommunikationskonzept und Design eine Agentur beauftragen. What’s the problem??

    @ 26
    Mach mal halblang, die Seite ist voll i.O., welche „Regeln des Webdesigns und Programmierung“ werden denn konkret gebrochen? Nur, weil es ein paar Zeilen zu viel Javascript gibt? Ist nicht dein Ernst, oder?

  7. @ Jörg: Die Regeln des WebDesigns – Schmackhaft zu verkaufen und eine Marke so zu präsentieren wie sie ist – nur eben online.

    Ich fände es recht lustig wenn man das Interior-Design der Skoda-Autos auch so schwachsinnig gestalten und mit solchen Fehlern versehen würde.

    Meiner Meinung nach ist die Seite weiterhin ein Skandal und nur eine leichte Verbesserung zur letzten Version. Ich glaube einfach, da wurde intern wieder am falschen Ende gespart oder der Marketingchef kennt den 17 jährigen Sohn vom Nachbarn der “Grafiker und Programmierer” ist.

  8. @Jörg
    Designfehler sind hier ja schon genug besprochen worden.
    In der Programmierung fiel mir sofort auf, dass CSS Befehle teilweise direkt im code sind. Und Suchmaschinenfreundliche URLs wären bei so einer Firma auch nicht verkehrt. Was mich aber besonders ärgert, ist dass die Seite nicht barrierefrei ist. Es ist so schade, dass viele trotz genialer CSS Möglichkeiten immer noch zu flash und tonnenweise js greifen. Besonders dort, wo wichtige Informationen für den Kunden liegen. Bei mir geht ca. 20% der Zeit zum testen ALLER wichtigen einzelnen Seiten auf barrierefreiheit drauf. Wenn man das dem Kunden richtig vermittelt, will er dafür dann mehr Geld ausgeben als für Filmchen. Wobei es aber auch auf die Branche ankommt.

    Ich will den Ersteller der Seite nicht schlechtmachen, denn in der Regel arbeitet der nach den Vorgaben des Auftragsgebers. Und wenn der nur vage Vorgaben macht, dann versucht man frustriert was hinzuklatschen. Vermutlich gabs noch nichtmal ein Lastenheft.

    Da ich keinen Hinweis auf den Programmierer finden konnte, ist es dem entweder peinlich damit in Verbindung gebracht zu werden oder es ist tatsächlich der Sohn vom Nachbarn, der sein Taschengeld aufbessern will.

    Trotzdem, für so eine Firma ist es peinlich. Auch weil ich die Autos schön finde und sie sehr gut verarbeitet sind, hätte man einen besseren Auftritt verdient.

  9. @Alex und Thomas Schmidt
    Natürlich ist die Seite gestalterisch oder aus Usability-Sicht nicht der Brüller schlechthin. Keine Frage, es gibt natürlich viel besseres. Dass CSS-Schnipsel im HTML-Code direkt eingebaut wurden, ist dämlich. Auch keine Frage. Aber dem Spooky-Award sind sie m.E. trotzdem entwachsen.

    Das Problem liegt sicherlich hauptsächlich an Skoda, die einfach nicht das Geld für eine richtig gute Agentur ausgeben sondern ein Schnäppchen machen wollen, eine Seite wie die von Audi oder Mercedes kostet halt ‘ne Stange Geld. Die letzte Entscheidung trifft der Einkauf und der hat aus einem Pitch sicher auch sehr günstige Angebote von „Ich-bin-Programmierer-und-bastel-die-tollsten-Effekte-zusammen“-Firmen vorliegen. Da wird dann eher aufs Geld als auf die Qualität gelegt.

  10. @ Jörg: D’accord!
    Aber sicher liegt das Hauptproblem an Skoda. Ich finde, es ist ein großer Fehler im Jahr 2010 als Marke wie Skoda “kein Geld für eine Seite auszugeben”. Man kann sich nicht mit so einer mießen Seite blicken lassen.

    Klar – Mercedes-, Audi-, VW- und BMW-Online kosten sicherlich eine Menge Geld. Würde man sich aber auf “die richtigen Produzenten” bzw. auf die “richtige” Agentur einlassen, würden für die Erstellung einer tollen Seite (welche die Marke in das Netz adaptiert) mit 50% der Kosten von den “großen” ausreichen.

    Und das sollte Skoda schon ausgeben können und MÜSSEN.

    Wie gesagt… ich sehe da immer eine Linie zum Produkt und frage mich, ob die bei den Autos dann auch schrott einbauen.

  11. @ Alex
    Ich kenne das Problem aus meiner täglichen Arbeit, wie wahrscheinlich die meisten.

    Die Kunden wollen die größten Innovationen, das beste Design und den kleinsten Preis. Das Problem ist, dass es immer jemanden (Programmierer die das Design „halt mitmachen“, Quereinsteiger ohne wirklich Ahnung von Gestaltung…) gibt, der es noch und noch und noch billiger macht. Und das zieht am Ende doch immer. Warum kauft (fast) jeder die Discopunt-Milch vom Aldi statt die Bio-Milch, die vom regionalen Bauern an jeden Supermarkt geliefert wird? Horror-Käfig-Eier? Massentierhaltungs-Fleisch?

    Aus Sicht vom Einkauf kann ich solche Entscheidungen sogar verstehen – es ist doch einfach zu verlockend für den Webauftritt nur 10.000 statt 100.000 Euro auszugeben.
    Für Werbe- und TV-Kampagnen sind Unmengen Geld vorhanden, für das Web – eigentlich den wichtigsten Vertriebskanal nur ein Bruchteil.
    Das liegt halt daran, dass eine große TV-Kampagne nicht von Heinz Schulze, Typo3-Programmier-Quereinsteiger mit Büro auf seinem Dachboden entwickelt werden kann, eine Website mit zappelnden Bildern dagegen schon.

    Ich wäre daher für eine Art Meisterbrief o.ä. auch für Gestalter – aber da wir ja als „Künstler“ gelten, darf sich halt jeder Hansel als Designer schimpfen. Du kannst in Deutschland der talentierteste Fliesenleger sein, darfst dich damit aber nicht selbstständig machen. Ich schäme mich für die oftmals unterirdische Arbeit meiner „Berufskollegen“ dermaßen, dass ich keinem mehr sage, dass ich Designer bin – ich umschreibe es lieber.

    Daher: Schimpft nicht nur auf die Kunden, sondern auf Leute, die irgendwelchen Schrott programmieren und billig anbieten.

    Skoda finde ich nach wie vor nicht soo furchtbar, wie es hier gemacht wird.

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