Relaunch der Marke dmBio

dmBio Logo, Quelle: justblue.design

„dmBio“ ist eine Eigenmarke der Drogeriemarktkette dm, dem größten Drogeriekonzern Europas. Im Jahre 2015 eingeführt, wird der Markenauftritt von dmBio nun erstmals umfassend erneuert.

Der Markt für Bio-Lebensmittel boomt. Discounter wie Aldi und Lidl bieten mittlerweile eine große Auswahl an Bio-Produkten. Edeka plant im Sommer unter dem Namen „Naturkind“, gewissermaßen in Konkurrenz zu Alnatura, eine eigene Bio-Supermarktkette zu eröffnen.

Die Drogeriemarktkette dm bietet unter dem Label „dmBio“ seit vier Jahren Bio-Lebensmittel aus nahezu allen Kategorien des Lebensmittel-Trockensortiments an – vom klassischen Grundnahrungsmittel über Fertiggerichte für die schnelle Küche bis hin zu trendorientierten Spezialprodukten. Das Design des dmBio-Sortiments, das derzeit 500 Produkte umfasst, wurde nun umfassend überarbeitet.

dmBio PackagingDesign, Quelle: justblue.design

dmBio PackagingDesign, Quelle: justblue.design

Eine veränderte Designarchitektur, ein modifiziertes Bio-Logo, eine neue Bildsprache sowie eine Typo mit Lettering-Charakter kennzeichnen das neue Verpackungskonzept. Ebenfalls charakteristisch für den neuen Markenauftritt sind die zahlreichen kleinen Illustrationen, die auf den Verpackungen akzentuierend zum Einsatz kommen. Ziel war es, eine zeitgemäße, ansprechende und sympathische Optik mit einer nahbaren authentischen Anmutung zu schaffen, die ein einheitliches und starkes Gesamterscheinungsbild im Drogeriemarkt entstehen lässt. Die ersten Produkte, die Kunden im neuen Design antreffen werden, sind Getränke – später sollen Nuss- und Trockenfrucht-Artikel folgen.

Entwickelt wurde das neue Gestaltungskonzept von der Agentur justblue.design, Hamburg (Projektseite).

dmBio Traubensaft naturtrüb – vorher und nachher

dmBio Traubensaft naturtrüb – vorher und nachher

Kommentar

In ihrem pragmatisch-nüchternen Look mit weißer Hintergrundfarbe erweckten die auf diese Weise gestalteten dmBio-Produkte bislang eher den Eindruck, als handele es sich hierbei um eine Handelsmarke, die zuvorderst auf den Preis ausgerichtet ist, wie etwa „Gut & Günstig“, „Ja!“ oder „K-Classic“, nur eben mit Bio-Label. Die neue Aufmachung ist aufwendiger und detailreicher, der Anteil der Fotofläche ist größer. Der dezente creme-farbene Hintergrund lässt die Produkte weniger kalt und billig erscheinen. Auch der Einsatz von Illustrationen bewirkt, dass die Produkte freundlicher wirken. Die Kennzeichnung als Subbrand hätte man meines Erachtens eleganter lösen können, denn die Platzierung des dm-Logos direkt auf dem Bio-Schriftzug ist nicht eben ausgefeilt. Davon abgesehen eine sinnvolle und nachvollziehbare Weiterentwicklung der Marke.

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13 Kommentare zu “Relaunch der Marke dmBio

  1. Die neue Verpackungsgestaltung gefällt mir ziemlich gut – endlich stehen wieder die Früchte im Vordergrund und nicht das eingeschüttete Glas, wie bei den Vorgängern. Auch sehe ich auf jeden Fall eine Abkehr vom „Billigsegment“, wie du schon im Kommentar erwähnt hast. Die kleinen Illustrationen neben dem Produktnamen bräuchte ich allerdings nicht unbedingt. Auf den Verpackungen des Hafer- und Mandeldrinks zu Beispiel ist für mich einfach etwas zu viel los.

    Das Logo ist allerdings nicht so ganz meins – sehe das ebenfalls so dass das dm-Logo nicht optimal platziert ist. Ausserdem könnte der Verlauf im Hintergrund gerne ein bisschen mehr „ausgefadet“ werden. Generell finde ich, dass das Logo eher ein Rückschritt ist. Der Verlauf zusammen mit dem Schatten hinter den „Bio“ hat mir doch einen zu großen 90´s-Touch. Der cleanere Vorgänger trifft da eher meinen Geschmack.

  2. Das neue Verpackungsdesign und der Font für die Produktinfos schaut jung und frisch aus. Das neue Logo mit seiner „organischen“ Form und der schmaleren Schrift wirkt vor dem restlichen Design aber leider wie ein Fremdkörper. Der helle Schein hinter dem Bio sieht auch eher altbacken aus.

    Hätte gesagt: Das alte Logo mit dem neuen Verpackungsdesign würde besser zusammenpassen. Die Haltekordel könnte wegfallen und das Logo dafür waagerecht gestellt werden. Könnte mir auch die grüne Fläche ringsum als Banderole gut vorstellen.

    • Ja das sehe ich genauso, das neue Verpackungsdesign ist gefälliger aber für mich wäre es auch mit dem alten Logo besser gewesen! Das neue Logo finde ich besonders im Hinblick auf den harten Schlagschatten zu clean/technisch. Da hilft auch die grüne Farbe nix.

  3. Ich finde die Illustration am rechten Rand etwas irreführend, ich nehme die Reihenfolge der kleinen Illustrationen irgendwie falsch herum wahr (von oben nach unten), wahrscheinlich aufgrund der generellen Leserichtung und weil links ebenfalls ein einzelnes Blatt herunterfällt. Das ging in meinem Kopf in etwa so: Ein gezeichnetes Weinblatt – ein Glas Saft – ein Blatt – eine Rebe – ein Korb.. hää?

  4. Das ist Bio: Illustrationen von der Streuobstwiese. Das zeigt, wie genial beim Zörbiger das Kacheldesign ist. Damit könnte man die Vignetten, wenn sie denn schon auf der Vorderseite sein müssen (müssen sie das??) wenigstens in ein Körbchen packen – und dann natürlich in der richtigen Reihenfolge.

  5. Ich finde werder vorher noch nachher wirklich überzeugend. Gestalterische Dutzendware.

    Was mir sofort ins Auge springt ist die katastrophale Spationierung von „Direktsaft“. Das sieht aus wie mit irgendeinem Freefont einmal eingetippt und dann nie mehr angefasst. Das ist wirklich peinlich.

    • Und das ist nur die Unterzeile. Auch darüber im Produktnamen hüpfen die Versalien auf und ab. Das verstehe wer will. Wahrscheinlich wieder eine „Alternate“ dieses Fonts und ungekonnt angewendet. Wozu all das führt, zeigt eindrucksvoll das „Klassenfoto“ (Bild 3 der Mediengalerie).

  6. Die Verpackung soll jetzt zwar besser aussehen, aber es ist weniger Bio drin.
    Davor war es Naturland und jetzt ist nur noch Bio nach EG-Öko Verordnung.
    Zumindest war das mein erster Eindruck, erst als ich mir die Verpackung nochmal angeschaut hab, ist mir das Naturland-Logo oben aufgefallen.
    Was wohl auch daher kommt das die Vorderseite mit Piktogrammen überfrachtet ist, was bei den Milchalternativen besonders auffällt.

    Mir gefällt das neue Logo durch seinen Glanzeffekt weniger und auch die Form spricht mich weniger an.
    Dazu sieht das kleine i im Bio Schriftzug durch Winkel aus wie ein kleines l, was mich beim längeren Betrachten noch mehr verwirrt. Welchen Hintergedanken hatte man?
    Insgesamt findet ich dass das Design ein Rückschritt ist und es nicht besser aussieht als davor.
    Wobei sie als Biomarke eh eher am unteren Preissegment platziert war, zumindest was die verschiedenen Drinks angeht.
    Aber das ist nur meine Meinung als Konsument.

  7. Auf jeden Fall eine Verbesserung, organische Form, bessere Lesbarkeit und passt besser zum Thema. Auch die neue Verpackung landet bei mir im Körbchen🖒

  8. Statt schräg wie ein Störer aufgepappt ist es jetzt im Produkt integriert. Das ist besser, denn man nimmt es als echtes Bioprodukt wahr. Vorher war die Wahrnehmung: aufgepapptes Bioprodukt. Recht ungünstig, denn aufgepapptes Bio ist negativ konnotiert.

    Ich rede jetzt von der visuellen Wahrnehmung.
    Die Tatsachen können ganz anders sein wie Klappflügel anmerkte („Davor war es Naturland und jetzt ist nur noch Bio nach EG-Öko Verordnung.“)

    Nicht besser ist dieses ungeschickt, unschön angedockte dm. War jedoch vorher auch schon nicht der Hit.

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