„Mountain mamma…“ – Neuer Markenauftritt für West Virginia

West Virginia Branding

Der US-Bundesstaat West Virginia erhält einen neuen Markenauftritt. Die Regierung stellte vor wenigen Tagen die in Kooperation mit der Tourismusbehörde überarbeitete „Almost Heaven“-Kampagne vor.

Mit 1,8 Millionen Einwohnern gehört West Virginia eher zu den kleinen Bundesstaaten der USA. Bereits seit vielen Jahren wirbt das Land, inspiriert durch den Song „Take Me Home, Country Roads“ von John Denver, mit dem Slogan „Almost Heaven“. West Virginia (WV) wird im Volksmund auch „The Mountain State“ genannt. Umfragen hätten ergeben, dass der Songtext von „Country Roads“ das Lebensgefühl, die Gastfreundschaft der Menschen und die Schönheit der Natur zum Ausdruck bringe und daher auch heute noch sehr gut geeignet sei, Touristen anzusprechen und für eine Reise nach West Virginia zu begeistern.

Auszug der Pressemeldung

“We know that visitors fall in love with the heaven-like feeling you get while traveling along our country roads and rolling hills. The goal of this campaign was to capture that feeling, the essence of ‘Almost Heaven,’ and share it with new visitors through advertising that aims to connect on a deeper, more personal level.” With 86 percent of current travelers to West Virginia consisting of repeat visitors, the new campaign aims to increase first-time visitation and reach new travelers across the region, while continuing to inspire the state’s loyal visitor base.

Der Rollout der Kampagne, die zugleich einen veränderten Tourismusmarkenauftritt samt neuem Logo und neuer Farbwelt beinhaltet, werde in den kommenden Tagen in regionalen Märkten beginnen. Geplant sind Aktivitäten in TV, Radio, Print, Out-of-Home, Online und Social Media.

West Virginia Logo – vorher und nachher

West Virginia Logo – vorher und nachher

Kommentar

Der neue scriptuale Schriftzug und die verwaschen wirkenden, natürlichen Grüntöne passen ohne Zweifel besser zum Song „Country Roads“, John Denvers Ode an die Schönheit West Virginias. Insofern ein absolut nachvollziehbarer und, wie ich meine, richtiger Schritt. Denn der Bezug zum Cult-Song der 1970er wird nun erstmals auch visuell bestätigt. Die Authentizität der Marke verbessert sich spürbar. Handmade und ausgefranst statt klinisch-glatt. Der schrumpelig-unbeholfen wirkende Schriftzug transportiert Freiheit und Natur, wie sie Denver in seinem Song besingt, deutlich besser als der blau-gelbe, in Gotham gesetzte konformistische Sunshine-State-Look.

Wer sich das einminütige Video (siehe unten) ansieht und den Song mitsummt, bekommt unweigerlich Lust auf eine Reise nach West Virginia – dank neuem Branding mehr denn je. Genau das ist die Aufgabe.

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10 Kommentare zu “„Mountain mamma…“ – Neuer Markenauftritt für West Virginia

  1. Schön, guter Schritt und schöne „Ligatur“ aus W&V. Gefällt mir, die Website ist nicht die schärfste aber auch hier ein guter Schritt. Nur warum ich einen CAPTCHA aufüllen muss bevor ich auf die Seite darf … i don´t know. Gute Arbeit.

      • Ist nicht unbedingt ungewöhnlich: Die nutzen wohl die Sicherheitsapplikationen von Cloudflare und wenn die ein bisschen strenger konfiguriert sind, werden – aus Sicht des Ziels – komische IPs zunächst geblockt. Wie z.B. wenn plötzlich viele über diese deutsche URL (übergebener HTTP-Referrer) kommen und dessen Geolocation laut projecthoneypot.org als „Spain“ angegeben wird obwohl wir uns hier doch in Essen befinden :D Ist aber nur eine Vermutung – kann auch andere Gründe haben.

  2. Das Monogramm gefällt mir sehr. Ich mag die „wurstigen“ Buchstabenenden allerdings nicht besonders. In Verbindung mit dem etwas krakeligen Schribstil erweckt es bei mir den Eindruck von kindlichen Schreibübungen. Meiner Meinung nach hätte man die Enden ruhig rechtwinklig abschneiden können. In weiß auf Foto wirkt das Logo besonders gut.

    Hier als schnelle Skizze, wie das Logo ohne die gerundeten Enden wirken könnte:

    Die obere Serife vom G habe ich dabei spontan auch entfernt.

    • Insgesamt gefällt mir das neue Logo auch sehr gut!

      Die abgerundeten Enden finde ich okay. Bei der Serife des Gs stimme ich dir aber zu, die ist unnötig.

      Wenn wir schon dabei sind:
      Ich hätte noch den Schlenker vom W entfernt und das „West“ kleiner gemacht, um etwas mehr Dynamik reinzubringen:

      • Das ist gefährlich, da selbst Amerikaner z.T. nicht wissen, dass nicht der Westen von Virginia, sondern ein eigener Bundesstaat gemeint ist. Deswegen wird man diesen Eindruck unbedingt vermeiden wollen.

  3. Schöne Idee, gut umgesetzt. Und ich würde an dem Logo überhaupt nichts ändern oder „glatt bügeln“. Sonst enden wir noch bei der Comic Sans :-)- Den Mut einer solchen Schrift sollte belohnt werden. Gerade die „Kanten“ des Logos müssen sein, damit das Auge daran „hängen“ bleibt.

  4. Super, gefällt mir sehr gut.
    Nur ist es für mich optisch nich richtig ausgemittelt… Das „West“ gehört für mich weiter nach rechts.

  5. Schade… das alte Logo war eigentlich wirklich ein Hingucker und meiner Meinung nach sehr gut gemacht, aber das neue kann sich auch sehen lassen. Schlicht aber trotzdem oder gerade deswegen gut.

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