Markenpflege bei Miele

Miele Logo

Der deutsche Hausgerätehersteller Miele, 1899 im westfälischen Herzebrock gegründet, ist derzeit dabei seinen Markenauftritt zu aktualisieren. Die Hausfarbe ändert sich und auch das Logo erhält ein Update.

Miele befindet sich heute noch im Familienbesitz. Mit insgesamt rund 19.500 Mitarbeitern werden in acht Werken in Deutschland sowie in vier weiteren Werken in Österreich, Tschechien, Rumänien und China Hausgeräte der Marke Miele produziert, unter anderem Waschmaschinen, Geschirrspüler, Staubsauger und Backöfen.

Der Markenauftritt von Miele wurde zuletzt vor 20 Jahren signifikant modifiziert. Eine neue Hausfarbe sowie ein verändertes Logo mit großzügigerem Freiraum soll der Marke zu einem harmonischeren Gesamtauftritt verhelfen, so erklärt Dr. Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Miele Gruppe, den Anlass für die Anpassungen. „Vor allem für digitale Formate wie Websites und Apps wird die Anwendung erleichtert und ergeben sich neue Möglichkeiten“, so Kniehl. Kniehl übernahm die Geschäftsleitung Marketing/Vertrieb bei Miele vor drei Jahren.

Miele Logo – vorher und nachher

Ein dunkler Rotton mit hohem Schwarzanteil ist nunmehr die Hausfarbe von Miele. Die bekannte Miele-Wortmarke samt charakteristischen schräg gestellten i-Punkt bleibt im Zuge des Redesigns unangetastet. Der Abstand zu der auch weiterhin umgebenden roten Kachel wurde hingegen deutlich vergrößert. Die weltweite Umstellung auf das neue Design werde noch eine Weile dauern, so Kniehl. Der Austausch fest installierter Logos an Fassaden und in Showrooms solle schrittweise und mit praktikablen Übergangsfristen erfolgen.

Kommentar

Im direkten Vergleich wirkt der dunklere Rotton fast ein wenig schmutzig. Die farbliche Anpassung, hin zu einem gedeckten Farbton, der Wertigkeit vermitteln soll, ist nachvollziehbar. AEG vollzog interessanterweise eine farbliche Anpassung in umgekehrter Reihenfolge, also hin zu einem helleren Rotton, wohlgemerkt bei ähnlicher Markenausrichtung (Premiumanspruch, Qualitätsversprechen, u.a.). Was die Frage aufwirft, ob eine solche Farbumstellung notwendig ist. Notwendigkeit ist immer eine Frage des Standpunktes. Vom Standpunkt der Verantwortlichen bei Miele war die Anpassung erforderlich. Der größere Abstand der Wortmarke zur umgebenden Kachel und die damit erweiterte Schutzzone empfinde auch ich als angenehmer. Die nunmehr mittig im Kopfbereich positionierte Logokachel wirkt ungleich wertiger als die bisherige Aufmachung samt Logoleiste (siehe Beispiel).

Im Hinblick auf die Wahrnehmung der Marke in den digitalen Medien sehe ich die Notwendigkeit zur Anpassung an anderen Stellen allerdings als mindestens ebenso groß. Denn im Umfeld der Website, offenkundig auch für das Unternehme Miele ein zentrales Medium, präsentiert sich die Marke Miele statisch, wenig zeitgemäß und technisch überholt. Websites, die über viele Jahre nur oberflächlich verändert werden, nicht jedoch technisch, werden mit der Zeit nicht „Immer besser“, sondern immer schlechter. Auch hier verträgt die Marke Miele ein wenig Pflege.

Mediengalerie

28 Kommentare zu “Markenpflege bei Miele

  1. mir fehlt „- Verläßlichkeit für viele Jahre“. den rotton haben sie tatsächlich zu dunkel angesetzt. das läßt sich noch korrigieren, wenn sie sich mit der gesamtumstellung zeit lassen.

    CU TOM

  2. In meinen Augen eine gelungene Markenauffrischung.
    Man muss das Rad nicht immer neu erfinden um mithalten zu können.
    Miele überzeugt durch Qualität und das strahlt das Logo meiner Ansicht nach aus.
    Einzig der Rotton hätte etwas weniger Cyan vertragen.

  3. Vergrößerte Rotfläche und neuer Rotton, da gehe ich total mit. Aus meiner Sicht gelungen.
    Bleibt nur zu hoffen, dass Miele auch mal die Helvetica als Hausschrift überdenkt, wenn man künftig »wertiger« erscheinen möchte. Denn mit »Premiumanspruch« und Eigenständigkeit diese Schrift freilich nichts zu tun..

  4. Logos werden ja bei vielen großen Firmen immer mal wieder aktualisiert – soweit nichts neues. Dabei wird immer hervorgehoben, wie wichtig und toll und großartig diese Veränderungen seien. Alles quatsch finde ich. Ob nun diese oder jene Farbe verwendet wird, wird wohl kaum die Verkaufszahlen ankurbeln.

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