17 Kommentare zu “Finnische Partei Vasemmistoliitto mit neuer visueller Identität

  1. Schön! Eine Partei kann auch ein modernes Erscheinungsbild haben, das macht es vorallem für die jüngere Generation greifbar und interessant. Alles richtig gemacht.

    Warum funktioniert das in Skandinavien so gut mit gutem Design? Fast alles was aus Skandinavien kommt, sieht super aus und hat einen tollen Stil. Habe immer das Gefühl die deutschen Unternehmen und Marken als Kunden von uns Designern sind immer einen oder zwei Schritte hinterher. Hier traut man sich vermutlich nicht mal einen Schritt nach vorne zu wagen obwohl man damit zeigen kann, dass es doch auch anders und besser geht. (Es gibt natürlich Einzelfälle die das durchaus machen). Aber der Anspruch an Design erscheint mir in Skandinavien immer höher als hier. Egal in welcher Design-Richtung (Möbel, Architektur, Grafik-Design, etc.)

    Ist der Vogel der Schrift ausgemittelt oder wurde hier optisch ausgerichtet? Da die Bildmarke links so dick ist und wenn es ausgemittelt wäre, sonst links zu viel Gewicht hätte?

    • Der skandinavische Durchschnittsbürger wächst mit einem viel ausgeprägteren Verständnis für Ästhetik und Design auf (Ähnlich übrigens in den Niederlanden). Deshalb ist es dort meines Erachtens einfacher, gutes Design zu verkaufen, da die breite Maße – und eben nicht nur die Designer – ein geschulteres Auge für Gestaltung und (reduziertes) Design haben. Irgendwie hat sich das in Deutschland in der breiten Maße nie so eingestellt – und das trotz Bauhaustradition, die es dann aber doch nie so richtig in die Köpfe der Leute geschafft hat. Schade.

  2. Eigentlich bin ich ja froh, dass bspw. die AfD so aussieht wie sie aussieht und keinen Wert auf Gestaltung legt. Man stelle sich vor, deren grausliche Botschaften wären schön gestaltet und würden dann noch mehr Leuten gefallen …

  3. ein sympathisches und ansprechendes logo! ein gutes logo für eine linkspartei aber eher nicht.
    nach rechts springen mag von mir aus zukunftsgewandt versinnbildlichen, für ein linkspartei-logo kann ich es aber ausschliesslich als nach-rechts-orientierung lesen.
    (der kranich und der puma springen/fliegen ja auch nicht zurück. danke für den link am ende des textes.)
    bezeichnend für die partei scheint mir der romantische freiheitsgedanke (vogel) und nicht eine ergebnisorientierte politik zu sein. sonst würde das abhaken gelöster probleme der agenda ja nicht von rechts nach links laufen. so wird es zur farce.

    • Unter solchen Überinterpretationen leiden dann gern mal gute Ideen, Applaus! Man könnte ja auch sagen, dass der Vogel mit breiter Brust von links kommt.

      • Zustimmung!

        Zudem glaube ich, hat auch der gute Achim hier eine wichtige Assoziation übersehen in seinem Beitrag, die mir zumindest ins Auge sticht:
        Der Vogel in seiner V-Form als Abbildung einer Fraktion. In runden Parlamentsgebäuden sind Fraktionen doch in aller Regel v-förmig. Der Vogel von links unterstreicht damit für mich also, dass linke Ideen in die Mitte der Gesellschaft drängen (dort wo die größten Fraktionen sitzen)

      • Man könnte ja auch daraus lesen, die Linken hätten einen Vogel ;-)
        Diese Links-Rechts Diskussion halte ich für ziemlich unpassend. Die Bezeichnung „links“ resultiert meines Wissens nur aus der üblichen Sitzordnung in Parlamenten. Diese (naheliegende) Vereinfachung politischer Richtungen lässt Diskussionen so oft an der Sache vorbeireden. Links und Rechts sind meiner Meinung nicht zwei Seiten der gleichen Medaille. Arm wären die Linken deshalb, ihre politische Richtung einer geometrischen gleichzusetzen.

  4. Schlechte Nachricht für alle, die hier das skandinavische Design loben:

    Finnland liegt nicht in Skandinavien.

    Aber auch das nordische Design ist meistens sehr anspruchsvoll, diese Arbeit ist ein schönes Beispiel dafür.

  5. Sind in Finnland die parteifarben eindeutig festgelegt? Denn da sehe ich jetzt ziemlich viele …
    Von anderen parteien sind blau, grün, gelb, orange, rot, weiß bereits belegt, bei der vasemmisto scheint vor allem das rosarot im vordergrund zu stehen, das ausreichend unterschiedlich vom rot der Sozialdemokraten sein sollte, um in wahlgrafiken noch eindeutig unterscheidbar zu sein.

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