80 Kommentare zu “Dorsten im Netz

  1. Ich denke mal, selbst wenn die davon wüssten, würde es nichts ändern. Würden sie sich für qualifizierte Meinungen interessieren, hätten sie das nicht selbst zusammengebraten.

    Und vor allem: wenn die eMail-Adressen von dem gleichen Keks verkabelt wurden wie der lustige ValidXHTML-Button, wer weiß wo dann die eMail an den Bürgermeister landet? :D

  2. Besonders gelungen finde ich den Sprachwechsel. Man wähle Spanisch, folge der Seite bis fast zum Ende und klicke dann auf “Hoteles / Pensiones”. Schade, ein Vollblut Spanier ist nun raus…

    Auch schön ist der Bild-Titel der Kopfzeile. Alles “Wappen der Stadt Dorsten” ?! Und einen Alternative-Bildbeschreibung gibt es gar nicht.

    Einfach nur traurig und eines der besten Beispiele, warum es Leute gibt die so etwas als Dienstleistung anbieten.

  3. Im Impressum stehen – neben so tollen Fehlgriffen wie “Homepage” oder “Copyright” – auch die für’s Layout verantwortlichen Mitarbeiter der Stadt.

    Da kommt kein Angebot einer externen Firma ran: Mitarbeiter, die die “Homepage” während ihrer Arbeitszeit nebenher machen (darum hat’s auch ein Jahr gedauert), kosten eben keinen Cent extra.

  4. Auch schön zu sehen ist, dass zumindest die für das Hosting zuständige Dr. Bülow & Masiak GmbH (ic-dortmund.de bzw. ic-marl.de) etwas mehr Gespür für Layout an den Tag legt. Wiederum lässt sich feststellen, dass auch diese die erwünschte Qualität einer wirklich professionellen Website noch nicht verstanden haben.

    Traurig, traurig für meine Heimatstadt, in der ich bis vor wenigen Wochen noch Steuern bezahlt habe…

  5. Unfair, so darauf rumzuhacken. Leute, es geht um Dorsten. Dorsten! Eine Stadt, die niemanden interessiert, außer denen, die dort leben. Und die wollen nichts für’s Auge, die wollen in erster Linie klar strukturierte Information. Und der logische Aufbau ist doch phänomenal. Da verklickt man sich nicht, da weiß man, wo man hinmuss. Die Seite ist wie ein Plattenbau – hässlich aber funktionell. Und im Gegensatz zum Plattenbau steht sie nichtmal in der Landschaft, klickt sie einfach weg, wenn sie euch nicht gefällt. Der Herr Bürgermeister und seine Mitarbeiten tun mir ehrlich gesagt ein bisschen Leid!

  6. Eben das – funktionell – ist sie nicht. Denn weder die Navigationsstruktur, noch der gesamte logische Aufbau sind nutzerorientiert umgesetzt worden. Von der Millerschen Zahl, Kommunikationsdesign, Gestaltgesetzen etc. will ich erst gar nicht anfangen.

    Viel schlimmer ist aber, daß die Seite nichteinmal handwerklich solide gemacht ist. Im Firefox z.B. ist sie nach einer einfachen Anpassung der Schriftgröße nicht mehr nutzbar, da die Inhalte aus den Rahmen laufen, sich überlagern etc.

    Und gekrönt wird das ganze von der Tatsache, daß hier aus einer falschen »das kann doch jeder« Haltung heraus Steuergelder verpulvert wurden. Die Mitarbeiter werden schliesslich bezahlt, auch wenn das manch einer in der Meinung hier wären keine extra Kosten angefallen in allerbester Milchmädchenmanier ignoriert.

    DIESE Haltung ist weit schlimmer, als die unschöne und alles andere als repräsentative Anmutung.

  7. Jedes noch so kleine Bauschild wird von den Städten und Kommunen ausgeschrieben. Bei etwas so essentiellem wie das eigene funktionale Erscheinungsbild keine Kompetenzen abzugeben ist wirklich mehr wie erschreckend. Von Design und Gestaltung kann man bei diesem Auftritt eigentlich schon gar nicht mehr sprechen. Sehr schade. Die große Frage ist ja wirklich wie plötzlich diese freien Ressourcen innerhalb eines städtischen Betriebes frei werden? Was machen denn die Mitarbeiter wenn sie mal nicht Programmieren bzw. Was ist am Ende dafür liegen geblieben? Schade ist wirklich das Dorsten nicht den einzigen Auftritt dieser Art hat. Vielleicht finden sich ja einige mutige Gestalter in der Stadt für einen kritischen Dialog zusammen …

  8. Die hätten sich dieses ominöse CMS sparen sollen und das Ganze mit WordPress, Serendipity etc. machen sollen. Schöne und professionelle Vorlagen, die ausbaufähig sind, gibt’s für beide Systeme. Und vernünftig administrieren lässt sich das dann auch, ohne eine Stange Geld zu investieren.

    Aber das hier ist düsterstes Web 1.0. Mega-oberpeinlich.

  9. Weder WP, noch Serendipity sind für solche Anwendungen gedacht, und wären hier KEINE sinnvolle Lösung.
    Da hätte man sie zu Recht noch heftiger für verissen..

  10. …ich staune immer noch über die preise für pansite. ich glaube ich werde auch mal ein cms programmieren und das dann irgendwelchen städten für viel geld verkaufen.

  11. Gerade die öffentlichen Verwaltungen jammern immer über fehlendes Geld. Aber eine Agentur mit einem Raster und einer einmaligen Umsetzung eines Internetauftritts zu beauftragen, der dann durch die 100 Mitarbeiter mit Informationen gefüllt wird, wäre wohl hier der bessere Weg gewesen. Und das hätte die Gemeinde bzw. die Verwaltung wohl nicht in einen Ruin gestürzt.

    Es ist immer wieder verwunderlich wie solche Entscheidungen getroffen werden. Vor allem unter dem Aspekt, dass Öffentlichkeitsarbeit nicht nur aus Text und Information besteht, sondern eben auch darum wie man etwas gut aufbereitet zur Verfügung stellt.

    Hier fehlt entweder Beratungsleistung einer Agentur oder die Aktion bestand aus blindem Aktionismus seitens der Stadt.

  12. Ich möchte nicht in Frage stellen, dass ein solcher Misgriff – alle Unzulänglichkeiten dieses Machwerks wurden nun hinreichend verdiskutiert – zumindest Erwähnung finden sollte. Aber im DesignTagebuch? Das zu erwartende Feedback war ohnehin klar: Völliger Verriss.

    Diletantismus, wie hier gesehen, findet sich leider auch heute noch zu Hauf im Netz. Diese Diskussion darüber hat aber eher den Charakter, es dem geneigten Gestalter leicht zu machen, etwas Unmut zu äußern. Gemessen an der Website, die hier diskutiert wird kann das jedoch keinem ernsthaften Gestalter wirklich Freude bereiten. Diese Diskussion und manch flapsige Kommentare verärgern mich. Sie sind erwiesenermaßen Zeitverschwendung. Und obendrein sehe ich mich auch noch dazu genötigt, mich hier anzuschließen.

    Not amused.

  13. Mensch, dass man tatsächlich hier mal von meiner Heimatstadt Dorsten lesen kann. Ich weiß noch selbst, wie man sich selbst unter Jugendlichen damals über die Website lustig gemacht hat. 16 Jahre alt war ich zu der Zeit noch.

    Mittlerweile hat die Seite zwar ein anderes Design, wirklich besser ist es aber eben ganz offensichtlich auch nicht. Kein Wunder, Dorsten ist bei diesen Themen schon immer etwas “hinterher”.

    – Pascal

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