Die kranke Kasse

Kranke Kasse

Mal ein interessantes Pendant zu den üblichen Modellen einer Krankenkasse. Während die Branche ja eher als „Gesundheitskrankenkasse“ verstanden werden will, setzt die CityBKK mit der Idee der „Kranken Kasse“ auf ein gänzlich anderes Pferd. Durchaus gezielt, wie man annehmen darf.

DDB Berlin haben in Zusammenarbeit mit sirup und Goldener Westen eine Website aufgesetzt, die vor allem eine junge Zielgruppe ansprechen soll. Die Website fällt auf, gerade im Umfeld der Versicherungen. Ob Auffallen und die Mitleidsnummer ausreichen um Mitglieder zu gewinnen, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Ich wage einmal zu behaupten, dass sich kein Besucher mit dem Text des Leistungskatalogs beschäftigt. Wer sich dennoch mit dem kleinen weißen Text auf schwarzem Grund befasst, benötigt sicherlich im Anschluss einen Termin beim Augenarzt.In jedem Fall eine recht aufwändig inszenierte, sehenswerte und unterhaltsame Kampagnensite, auf der das Thema Krankenversicherung auf ungewöhnliche Weise behandelt wird.

36 Kommentare zu “Die kranke Kasse

  1. Tsalüh!
    Daumen rauf für diese Kampagne! Endlich wagt mal ein Unternehmen aus einem „seriösen“ Umfeld etwas. Den werblichen Auftritt kann man auch nicht mit dem Leistungsangebot vermischen. Wenn ich krank bin werden die genauso zahlen oder nicht, wie alle anderen Kassen auch. Allerdings generiert diese Konsumentenansprache viel mehr Interesse. Die immer gleichen Schmuckbilder von schlipstragenden Models mit gebleichten Zähnen und Ärzten mit Lampen aufm Kopp… Die Werbeklischees der Wettbewerber sind mittlerweile abgegriffener als Opas Cordhose. Ich wünschte es gäbe häufiger solche Lichtblicke.

    @Tobias: Hab echt abgelolt >>koksy<< …ein reines Superwort… ist im primären Sprachschatz abgespeichert!

  2. man merkt an den Kommentaren, dass Designer leider nicht das beste Verständnis über Marketing mitbringen… Ich frag mich wer da von DDB dran war oder ob das Firmen-Briefing einfach nur schlecht ist?

  3. kranke schei***
    bricht auf jeden fall aus der üblichen nullachtfünfzehn nummer aus und fällt auf!
    und genau das ist ja auch das, was kommunikation leisten soll. auffallen und informieren.

    eine durchaus gelungene nummer…auch wenn man sich über design streiten kann, ist die klarheit der idee nicht zu unterschätzen!

    hau

  4. Also ich möchte von meiner Krankenkasse nicht geduzt werden. Und schon gar nicht mit falschen Imperativen angeredet werden (Werbe einen Freund…!).
    Außerdem habe ich jetzt Augenkrebs…

  5. Hallo an alle,
    sehr interessant wie die Meinungen auseinander gehen. Wenn ich die Seite aus gestalterischer Sicht beurteilen müsste, würde ich sie sicherlich als gelungen bewerten. Aber mal ehrlich. Wir reden von einer Krankenkasse! Hier geht es darum sachlich und gut über Beiträge und Leistungen informiert werden. Die CityBKK setzt hier einfach ein nettes „Korsett“ auf und sticht somit aus der Masse. Das ist vielleicht OK, weckt bei mir als Kunden aber alles andere als Vertrauen. Ich selbst bin auch privat versichert und würde mich im leben nicht dort anmelden…

    Ich hätte immer das Gefühl auf meine Frage: „Ich bin krank was können Sie für mich tun?“
    Die Antwort „Hey kleiner Waschlappen, so krank biste doch nicht, sieh dir doch einfach unsere bunten Prospekte an, die heilen dich schon von alleine….“

    Mal Spass bei Seite. Für mich ist die Website „Am Thema vorbei“ und auch absolut nicht zielgruppengerecht. Ich habe mich damals im Alter von 23 Jahren privat versichert und diese Kampagne hätte mich damals wie heute nicht ansprechen können, weil für mich einfach viel zu viel Show um ein sehr ernstes Thema gemacht wird.

    LG Maik

  6. Wenn diese Art der Werbung erfolgreich ist, sollten wir uns nicht über die Krankenkasse Gedanken machen, sondern die Zielgruppe sofort zum Psychologen schicken!!!

  7. Ich finds sehr gut dass eine Krankenkasse mal einen anderen Weg einschlägt. Gut, mich persönlich spricht es nicht so an weil für mich eine seriöse Krankenkasse anders aussieht. Aber ein Versuch es ist es wert!

    Das Gesicht der Krankenschwester beim Karte-Einlesen würd ich aber gern sehen ;))

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