Die kranke Kasse

Kranke Kasse

Mal ein interessantes Pendant zu den üblichen Modellen einer Krankenkasse. Während die Branche ja eher als „Gesundheitskrankenkasse“ verstanden werden will, setzt die CityBKK mit der Idee der „Kranken Kasse“ auf ein gänzlich anderes Pferd. Durchaus gezielt, wie man annehmen darf.

DDB Berlin haben in Zusammenarbeit mit sirup und Goldener Westen eine Website aufgesetzt, die vor allem eine junge Zielgruppe ansprechen soll. Die Website fällt auf, gerade im Umfeld der Versicherungen. Ob Auffallen und die Mitleidsnummer ausreichen um Mitglieder zu gewinnen, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Ich wage einmal zu behaupten, dass sich kein Besucher mit dem Text des Leistungskatalogs beschäftigt. Wer sich dennoch mit dem kleinen weißen Text auf schwarzem Grund befasst, benötigt sicherlich im Anschluss einen Termin beim Augenarzt.In jedem Fall eine recht aufwändig inszenierte, sehenswerte und unterhaltsame Kampagnensite, auf der das Thema Krankenversicherung auf ungewöhnliche Weise behandelt wird.

36 Kommentare zu “Die kranke Kasse

  1. man braucht hier gar nicht über design zu sprechen – da hier design an der aufgabenstellung völlig versagt. dieses produkt lässt sich nicht verkaufen – nicht auf so einen art. zielgruppe 16 – 20? unwahrscheinlich – zw. 16 – 20 macht man in der regel keine gedanken über kv. und ausserdem ich erwarte bei einer krankenkasse werte wie sicherheit, seriösität, stabilität – wird aber auf der webseite gar nicht transportiert – gerade umgekehrt man bekommt ein eindruck man ist einem lässigen verein gelandet. ich vermute in 3 monaten ist diese seite offline oder wird einfach überarbeitet. gruß, tikkri

  2. interressante kommentare leute, wirklich. aber ganz im ernst (ich schliesse mich da den vorrednern an…) :
    wenn alle leistungen und beiträge annähernd gleich sind, und kaum noch differentierungsmöglichkeiten bestehen, dann kann es doch nur das image und das auftreten eines unternehmens sein, was den unterschied ausmacht. und mich sprechen da so einige dinge sehr an… allein die karten, die man sich aussuchen kann!
    meine eltern haben die gruseligen karten der b****r, oh gott.
    ich musste mich dieses jahr selbst versichern (und habe ewig gebraucht eine entscheidung zu treffen) , am ende war mir das fast schon egal wo ich lande…
    wären die kranken jungs jetzt früher gestartet – mich hätten sie als kunden gehabt..!

    gruss, t.

  3. irgendwie kann ich mich nicht so ganz entscheiden, ob ich das jetzt voll daneben oder wirklich genial finde. Auf jeden Fall ist es unglaublich mutig und in meinen Augen kann diese Kampagne die Kommunikation der Krankenkassen in Deutschland maßgeblich verändern. Ich denke, der Weg eine völlig andere Ansprache zu wählen bei Krankenkassen (die ja wirklich nun jetzt alle das selbe kosten – wenn man nicht privat versichert is) absolut richig ist. In dieser Hinsicht bin ich absolut von dieser Kampagne überzeugt, einfach aus dem Grund, dass ich von meiner Krankenkasse mit ihren Gesundheitsheftchen und grinsenden Senioren, Kindern und Hunden bis in Mark und Bein genervt bin…

  4. Genial Seite. Ich überlege ernsthaft zu der Kasse zu wechslen. Werde die Leistungen mal genauer unter die Lupe nehmen und vergleichen. Und wenn die besser sind, dann schwupps, bin ich da. Das Konzept wirkt (bei mir).

  5. aber genau das is es ja:
    anders als die anderen. was soll kommunikation leisten:
    auffallen, anders sein, polarisieren…

    in der ganzen einheitsbreifalle und me-too produktwelt fällt das hier auf.
    und zwar so sehr, dass sich hier alle (ob sie’s mögen oder nicht) darüber sprechen.

    fazit: sehr ge-lungen!

    ;)
    CHENZ

  6. Endlich einmal etwas, was sich aus der breiten Masse heraushebt. Die „Kranke Kasse“ führt zwar zu den unterschiedlichsten Meinungen und polarisiert, aber genau das ist ja gewünscht. Ich hab jedenfalls gewechselt, kein Bock mehr auf irgendwelche Eigenanteile beim Zahnersatz.

    H.

  7. Hi,

    Ich habe auch überlegt zu wechseln, aber konnte mich noch nicht entscheiden welche Karte ich nehmen soll. Ich find ein paar Karten richtig cool! … schon krass, dass ich mich nicht entscheiden kann, normalerweise gibts nur eine häßliche. Welche Karten würdet Ihr nehmen? Helft mir doch mal bei der Entscheidung?!

    @hattrick: welche hast Du genommen?

    lg andy

  8. wie vorher schon gepostet kann ich leider nicht wechseln… zu frisch, das ich zu meiner langweiligen kasse gewechselt habe (deren leistungen sicherlich ok sind).

    aaaalso: ich würde entweder diese goldkarte nehmen (sieht schon sehr sehr wertig aus)
    oder diesen abgefahrenden zahn mit muskeln…

    naja, ist halt mein geschmack! habs meiner freundin gezeigt – die wollte die giraffen karte.
    hihi.

    lg, t.

  9. Eine Krankenkasse als Lifestyle-Produkt – warum denn nicht? Wie einer meiner Vorredner schon gesagt hatte: die ewig schneeweiß grinsenden Zahnprophylaxe-Frauen und die Ärzte mit umhängendem Stethoskop (und Lampe auf dem Kopp) will man nicht mehr sehen. Also, ich zumindest nicht mehr. Zumal die Leistungen dieser „kranken“ Krankenkasse durchaus überzeugend und innovativ sind. Ich würde wechseln.

    Zur Seite und dem ganzen Drumherum: mal was anderes! Surreal, multimedial und was nach dem Durchlesen der Texte übrigbleibt ist die Botschaft: „Hey, du bist krank? Keine Panik, wir kümmern uns!“ Klingt positiv und überhaupt nicht „betroffen“. Na, wenn man da nicht schnell wieder gesund wird, bei dem absurden Humor ;-) Man muss teilweise sehr ernste Themen eben nicht immer bierernst nehmen und langweilig rüberbringen. Und wenn da Gesundheitsprofis am Werk sind, dann ist doch alles im grünen Bereich. Es ist einfach interessant zu sehen, dass selbst bei konservativen Berufsgruppen wie Versicherern mal ein neuer Wind weht und ganz neue Pfade beschritten werden.

  10. Schöne Kampagne. Zum gucken und irgendwie gut finden. Aber zu dieser Kasse wechseln würde ich trotzdem nicht. Erinnert mich ein wenig daran, dass die Sparkassen vor Jahren mal extra Jugend-Schalter eingerichtet haben. Dort saßen junge Bankmitarbeiter in T-Shirt und Jeans und sollten jugendliches Klientel ansprechen. Das Projekt wurde irgendwann wieder eingestellt, da man festgestellt hat, dass die Jugendlichen doch lieber zu den biederen Anzugsträgern gehen. Ähnlich geht es mir mit meiner Krankenkasse.

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