Skip to content

Das Logo der belgischen EU-Ratspräsidentschaft 2024

Logo EU-Ratspräsidentschaft Belgien 2024, Quelle: European Union
Logo EU-Ratspräsidentschaft Belgien 2024, Quelle: European Union

Mit Beginn des neuen Jahres übernimmt Belgien den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Das in den Farben Blau und Gelb gehaltene Logo symbolisiere Belgiens feste Unterstützung der europäischen Werte, wie es in der offiziellen Pressemeldung erklärend heißt.

Nachdem zuletzt Spanien⁠ die Ratspräsidentschaft für 6 Monate inne hatte, übernimmt in der ersten Jahreshälfte 2024 Belgien den Vorsitz. Das in diesem Zusammenhang verwendete visuelle Erscheinungsbild samt Logo spiegele die Schnittstelle zwischen belgischer Identität und europäischem Geist wider. Es integriert die Abkürzungen für Belgien (be) und die Europäische Union (EU) zu einer mehrdimensionale Achse, die sowohl eine horizontale als auch vertikale Lesart des Mottos „be EU“ erlaubt. Als eine Art Vorlagengeber und Inspiration habe das Logo der spanischen EU-Ratspräsidentschaft gedient (siehe Abb. unten).

Auszug der Pressemeldung

As a founding member and pillar of the European Union, Belgium has carefully chosen a logo for its presidency of the Council that embodies its deep commitment to the EU. Featuring the Union’s emblematic colours, this logo symbolises Belgium’s firm support of the European values. […] At a time when global challenges call for greater cooperation and solidarity, Belgium is reaffirming its historic commitment to European integration and collaboration. The logo is not just a visual symbol; it is a declaration of principle, reflecting Belgium’s commitment to a strong, united Europe, capable of meeting the challenges of today and of the future. It is the affirmation that, together, the countries of the EU can build a prosperous future, anchored in shared values and mutual respect.

Logo EU-Ratspräsidentschaft Belgien 2024 – Inspiration / Herleitung, Quelle: European Union
Logo EU-Ratspräsidentschaft Belgien 2024 – Inspiration / Herleitung, Quelle: European Union

Mediengalerie

Weiterführende Links

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Das nutzt Belgien natürlich schlau mit dem Länderkürzel “be”. Muss man mitnehmen. Auch wenn die Gestaltung etwas fad ist. Der Unterstrich in Länderfarben kommt hier nicht gut raus, der Kontrast zu dem Blau ist einfach zu gering und damit geht dasunter. Auf weißem Hintergrund ist es besser, jedoch zu niedrig und zu eng dazwischen gequetscht. Ich finde Länderfarben sollen immer auf weiß stehen um bestmögliche und vergleichbare Farbkontraste zu haben. Sie hätten die Länderfarben auch direkt in die Typografie übernehmen können, das war bei Spanien besser gelöst.

  2. Pfiffig. Vor allem die Lesart “be you” finde ich wirklich schön. Auf der offiziellen Website gibts bereits Pressefotos, wo man das in 3D mit einem Herz davor sieht. Schöne Wirkung. Das mit dem Kontrast von Schwarz auf Blau ist in dem Fall geschenkt. :)

  3. Ich hätte mal eine vielleicht etwas andere Anmerkung.

    Muss das überhaupt sein? Ein Logo für die Ratspräsidentschaft, für ein Jahr halt. Mit der Erstellung immer wieder neuer Logos werden Design Agenturen beauftragt, Abstimmungsrunden organisiert, neue Marketing Banner/Goodies gedruckt… Jedes Jahr aufs Neue so zu sagen… Das kostet alles viel Zeit und natürlich auch Geld.

    Ich frage mich, ob es nicht einfacher gehen würde, EIN bleibendes Logo für die Ratspräsidentschaft zu entwickeln, welches die Leute auch erkennen würden und mit der Ratspräsidentschaft auch verbinden können. Meinetwegen für manche (lese: digitale) Zwecke auch mit einem Placeholder für die Flaggen(Farben) eines Landes, die im Vorfeld besprochen werden und gut ist…

    Don’t know, just saying… 😊

    1. Die Frage stelle ich mir auch schon seit einiger Zeit. Und es ist ja sogar noch krasser: Die Ratspräsidentschaft wechselt nicht jährlich sondern halbjährlich. Kosten und Aufwand würde ich jetzt sogar mal hintenan stellen, mir geht es um den visuellen Overkill, der mit den immer neuen Zeichen und Logos geschaffen wird. Nicht nur hier, sondern insgesamt beobachte ich so eine Logomanie, dass für unfassbar viele Initiativen, Kampagnen und Aktivitäten eigene Logos entwickelt werden, die eigentlich überhaupt keine Chance haben, beim Betrachter abgespeichert zu werden, weil die Einsatzdauer von vornherein zeitlich begrenzt ist. Die sind oft auch nicht besonders gut gemacht, weil es nur das Logo gibt und sonst nichts und niemand weiter gedacht hat, wie das Logo zum Einsatz kommen könnte. Hauptsache, es wird überall draufgepappt. Bei Veranstaltungen sieht man dann auf Plakaten einen Logozoo mit zig nicht aufeinander abgestimmten Logos von Institutionen, die für niemanden unterscheidbar sind – Landesministerium x neben Landesintiative für y, die aber von genau dem Landesministerium getragen und finanziert wird.

    2. Danke Niko.
      Ein nachvollziehbare und berechtigte Frage.

      Es gibt gute Gründe, die für ein bleibendes Logo sprechen. Einige wurden von Dir genannt, etwa Kosten und Aufwand. Es gibt noch mehr gute Gründe, die in diesem Fall für einen Wechsel sprechen:

      Der Wechsel des Logos / der visuellen Identität verdeutlicht auch den Wechsel des Vorsitzes. Erst so wird das Prinzip des Systems mit rollierendem Vorsitz sichtbar und nachvollziehbar! Was insbesondere in Bezug auf die Außenwahrnehmung elementar ist. Die jeweiligen in Nachrichtenmedien verbreiteten Logos/Visuals signalisieren nach Außen, dass der politische Betrieb im EU-Rat nicht starr, nicht immer gleich ist. Der Vorsitz wechselt. Jeder Mitgliedstaat kommt an die Reihe, große wie kleine. Und diese Vielfalt/Unterschiedlichkeit wird mit wechselnden Designs sichtbar.

      Jeder Mitgliedstaat kann, und tut dies auch, eigene Prioritäten setzen, und Schwerpunktthemen innerhalb dieser Prioritäten benennen und ausformulieren. Über eine wechselnde visuelle Identität kann die jeweiligen Prioritätensetzung besser sichtbar gemacht werden, insbesondere nach Außen, als mit einem immer gleichen Logo/Absender.

      Die finnische Regierung etwa hatte 2019 im Rahmen ihres Ratsvorsitzes das Thema regenerative Energien priorisiert. Und um dieses Schwerpunktthema auch im Visuellen zu betonen, wurde, statt etwas völlig Neues zu kreieren, das von der finnischen Regierung bereits im Jahr 2006 verwendete Design aufgegriffen und im Sinne eines Upcyclings weiterentwickelt. Über die adaptierte alte und doch neue visuelle Identität konnte das Thema regenerative Energien glaubhaft kommuniziert werden. Mit einem starren, immer gleich bleibenden Designsystem wäre eine solche Kommunikation (auf der Metaebene) nicht möglich.

      Letztlich unterscheidet sich zudem, und dies spiegelt die Innen-Sicht wider (die ich freilich nur erahnen kann), der Stil, der mit dem jeweiligen Ratsvorsitz einhergeht, im Sprachlichen, Organisatorischen wie Politischen. Zwar finden kontinuierlich Sitzungen und Tagungen des Rates statt, diese unterscheiden sich jedoch in der Art der Leitung und Moderation, eben da hierfür wechselnde/unterschiedliche Personen und Gremien Verantwortung tragen.

      All dies sind, wie ich denke, gute Gründe, die für einen Wechsel auch von Logo und Design sprechen, da so auch im Visuellen regelmäßig neue Akzente gesetzt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

An den Anfang scrollen