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Beckers Bester im neuen Design

Beckers Bester, 1932 in Lütgenrode (Niedersachsen) gegründeter Fruchtsaft-Hersteller, hat ein neues Erscheinungsbild. Mit einem rundum veränderten Design erhofft sich das Unternehmen eine verbesserte Werbewirksamkeit im Regal. Insbesondere jüngere Fruchtsaft-Fans will man mit dem neuen Markenauftritt ansprechen.

Beckers Bester, in vierter Generation geführtes Familienunternehmen, zählt zu den zehn größten Fruchtsaftanbietern in Deutschland. Im neuen Erscheinungsbild werde der Leitsatz von Beckers Bester – Fortschritt mit Tradition – auf ideale Weise transportiert.

Im stark umkämpften Fruchtsaft-Segment habe man sich gezielt für ein selbstbewusstes Farbkonzept entschieden, um mit einem auffälligen und gleichzeitig emotionalen Packaging-Design positiv aus der Masse herauszustechen. Bestehende Markenwerte blieben auch weiterhin erhalten, so ein Statement der für das Redesign verantwortlichen Agentur Leo Burnett Laeufer (Berlin). Im Zuge des Redesigns wurde auch das Marken- respektive Unternehmenslogo modifiziert.

Die Produkte im neuen Packaging-Design sind ab Anfang Mai im Handel. Der Webauftritt beckers-bester.de wurde kürzlich relauncht.

Beckers Bester Logo – vorher und nachher

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 38 Kommentare

  1. Kann mich der Mehrheit anschließen. Gewagter Schritt – aber für mich absolut gelungen. Irgendwie fühl ich mich an die ultrahippen Smoothies erinnert. Es hebt sich im Saftregal unübersehbar von den restlichen Frucht-Fotografie-Kartons ab und macht zu guter Letzt irgendwie Bock drauf.

    Beim Logo an sich ist für mich nur das “mein” fraglich. Das macht es grammatikalisch bzw. phonetisch irgendwie holprig. Ich persönlich bin eh geneigt “beckers beste_” zu lesen und nicht “beckers bester“. Das Wörtchen mein davor macht es nicht einfacher!

    Problematisch (für mich persönlich) ist allerdings wirklich das Weglassen der Getränkeart (Saft, Nektar etc.). Tatsächlich nehme ich aber in meinem Umfeld ein erhebliches Unbewusstsein war, darüber, ob man nun Saft oder ein Saftgetränk zu sich nimmt. Für diejenigen dürfte das also völlig egal sein. Um die Aufklärung darüber sind die neuen Verpackungen also nicht dienlich.

    1. Vorab sei gesagt, dass für das Redesign von Tetra-Verpackungen und Glasflaschen jeweils unterschiedliche Agenturen beauftragt worden sind. Das ist in der Branche nicht unüblich, obwohl ja eine solche Aufteilung immer auch die Gefahr birgt, dass die Konsistenz des Designs auf der Strecke bleibt. Das geschieht insbesondere dann, wenn Aufträge für artverwandte Produkte an mehrere Agenturen vergeben werden, nur um das Budget zu schonen. Auch hier gilt: wer billig kauft, zahlt manchmal doppelt. Je mehr Agenturen im Spiel sind, um so wichtiger ist es, auf Seiten des Auftraggebers einen Brand/Design-Manager in Verantwortung zu wissen, der die Konsistenz des Markenauftritts „überwacht“ und sicherstellt. Dies ganz allgemein.

      Zum Design: Dass beim Design für die Flaschen (siehe Abb. unten) ein etwas anderes Konzept verfolgt wurde, erklärt sich wohl auch mit der Form der Glasflasche. Ein Etikettendesign, das nahezu 1:1 dem Farbkonzept der Tetra-Verpackungen entspräche und das sich über die komplette Flasche erstreckte, wäre in der Produktion sicherlich deutlich aufwendiger gewesen. Diesen auch finanziellen Mehraufwand wollte man offenbar vermeiden. Allerdings teile ich nicht die Auffassung, dass das Design der Flaschen in eine „komplett andere Richtung“ ginge. Neben dem Logo wurde die grundsätzliche Stilistik übernommen, angefangen bei der Typo, dem Aufbau bis hin zu den Illustrationen. Auch bei den Flaschen soll über eine Art “Hand-Made”-Look Natürlichkeit vermittelt werden. Es wird also deutlich, dass beim Design der beiden Produktlinien jeweils mit dem gleichen Brand-Set gearbeitet wurde. Wenn jedoch verbindliche CD-Vorgaben fehlen, führt dies dazu, dass bei der Anwendung des Brand-Sets ein gewisser Interpretionsspielraum entsteht. Hier ist wiederum der Brand/Design-Manager auf Seiten des Auftraggebers gefragt, um diesen Spielraum dort einzugrenzen, wo es sinnvoll ist, ohne auf der anderen Seite die Flexibilität des Markendesigns zu opfern.

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