Sony Ericsson sieht im CLEAR-Logo eine Markenschutzverletzung

Sony Ericsson hat beim Amtsgericht des US-Bundesstaates Virginia eine Beschwerde eingereicht (Engadget hat den Antrag als PDF), in dem sie der Clearwire Corporation eine Markenschutzverletzung unterstellen. Ihrer Ansicht nach ist die Ähnlichkeit des Logos von Clearwire (Abb. links) zu groß mit dem eigenen Markenlogo. Hintergrund des Rechtsstreits ist der Plan seitens des Breitband-Anbieters Clearwire, auch Mobiltelefone mit dem CLEAR-Logo auszuliefern.
P.S. Na mal sehen, ob Ocado das nächste Unternehmen ist, das abgemahnt wird.
via cnet
Euroweb pfändet Domain Nerdcore.de

Aus gegebenem Anlass möchte ich meine Solidarität mit dem von René Walter geführten Blog Nerdcore bekunden, der zu den erfolgreichsten und beliebtesten Blogs hierzulande zählt.
Die Euroweb GmbH ließ nach einem Gerichtsverfahren mit René, das zu ihren Gunsten ausging, gestern nun die Domain Nerdcore.de pfänden. Hintergrund der Geschichte sind Äußerungen von René, für die er von Euroweb abgemahnt wurde, die er aber nicht, wie eingefordert, von seinem Blog entfernte. Unter anderem soll er Euroweb „Arschgeigen“ genannt haben. Sicher, das ist nicht die feine Englische, aber den Schritt, für den sich die Euroweb GmbH und ihr Geschäftsführer Christoph Preuß nun entschieden haben, geht ja nun einmal gar nicht!
Kommunikation in Zeiten des Mitmachwebs
Unternehmen stehen vor einer riesigen Herausforderung. Nicht nur die Folgen der Wirtschaftskrise beschäftigen sie, sondern sie fragen sich auch: „Was zum Himmel machen wir mit diesen sozialen Netzwerken und was es da sonst noch so alles gibt?“ Inspiriert durch den Besuch des Marken-Workshops bei Mercedes möchte ich einmal das Thema Kommunikation etwas näher beleuchten. Ich bin kein PR-Profi. Der Denkanstoß erfolgt aus der Perspektive als Blogger und Designer, so wie ich es aus dem Alltag heraus erlebe. Was ist heutzutage eigentlich gute Kommunikation?
Unbekanntes Land betreten
Fast schon bedeutender als die Frage, warum Mercedes Blogger zu sich einlädt, ist aus meiner Sicht der Umstand, dass der Automobilhersteller genau diesen Schritt gewagt hat. “Gewagt” schreibe ich deshalb, weil der Schritt ja durchaus als ergebnisoffen betrachtete werden kann. Die Intention seitens des Unternehmens ist klar, zumindest in Teilen. Die Marke möge in Regionen getragen werden, die in ganz vielen Branchen immer noch als „Terra incognita“, als unbekanntes Land gilt. Neue Wege gehen, heißt bewährte und sichere Pfade verlassen, und das bereitet vielen Unternehmen Kopfschmerzen. Der Wunsch nach Sicherheit ist enorm und hemmt einen offenen Austausch, mit gestandenen Journalisten und schon gar mit quer denkenden Bloggern, die manchmal über alles mögliche berichten, nur nicht über das vermeintlich Beabsichtigte.
Dennoch erkennt man eine gewisse Aufbruchstimmung. Hierzulande öffnen sich immer mehr Unternehmen dem Dialog mit dem Konsumenten. Blogger, können oder sollen dabei als Vermittler fungieren, so sind sie eine Art Seismometer. Vor zwei Jahren spürte man die Bereitschaft neue Kommunikationswege einzuschlagen bei General Motors und der Marke Opel. Und auch das Handelsblatt lud im letzten Herbst Blogger zu sich ins Haus, um den Markenrelaunch vorzustellen und ihn zu diskutieren. Wer heutzutage die digitalen Medienkanäle bespielen möchte, muss wissen, wie die Menschen, die sich in Blogs und auf Facebook tummeln oder sich per Twitter auf den neusten Stand bringen, ticken. Da hilft es, wenn man gute Beobachter und Zuhörer in den eigenen Reihen hat; wenn schon nicht in-house dann aber im Dienste der Agentur des Vertrauens. Firmen, die die Social Media-Klaviatur ganz selbstverständlich spielen sind noch rar.
Greenwashing – zeitgemäß schönfärben

Grün ist die Zukunft, jedenfalls suggeriert dies nicht nur das kürzlich vollzogene Redesign bei McDonald’s, das für viel Diskussionsstoff gesorgt hat, und zwar deshalb, weil Viele dem Burger-Hersteller Etikettenschwindel vorwerfen. Der Trend, hin zu einem grünen Erscheinungsbild ist allenthalben spürbar. Im Fall der Fastfood-Kette ist es der Wunsch, die Produkte leichter, frischer und kalorienärmer zu positionieren. Die Werbewelt platz in dieser Hinsicht aus allen Nähten. Botschaften wie „gesunder Genuss“, „figurbewusste Ernährung“ oder „fettreduzierte Rezeptur“ buhlen um Aufmerksamkeit. Selbst Coca-Cola lief zur Fußball-EM 2008 in grün auf und machte auf diese Weise deutlich: Grün ist heißer denn je. » weiterlesen
Apple untersagt Schule Verwendung des Apfel-Logos

Jetzt wirds Apple zu bunt. In den US-amerikanischen Medien ist schon von “Logo-Battle” die Rede. Der Computerhersteller verklagt die kanadische Victoria School of Business and Technology. Die Schule hat laut einem Bericht von CBC einen Brief der Apple-Anwälte erhalten, indem die Schule aufgefordert wird, ihr Logo umgehend zu ändern. Anderenfalls drohen rechtliche Konsequenzen. Wie man sieht, nicht nur die Telekom hat viele Anwälte.
Telekom okkupiert mal wieder Magenta

Nachdem erst kürzlich Apple die Stadt New York verklagt hat – Anlass war eine aus Apple Sicht zu große Ähnlichkeit des neuen städtischen Umweltlogos mit dem Apple-Signet – geht nun wieder einmal die Telekom in Sachen “Vereinnahmung der Farbe Magenta” vor. Diesmal traf es den US-Blog Engadget Mobile, dem die Bonner untersagen wollen die Farbe Magenta im Logo zu führen. Auf Engadget wurde der zweiseitige Brief veröffentlicht, in dem man den Betreiber, durchaus im freundlichen Ton, dazu aufruft die Logofarbe zu ändern.
Jack Wolfskin, die taz und die Tatze

Wieder einmal streiten und zanken sich die tageszeitung taz und Jack Wolfskin um die Tatzen-Bildmarke, die jeder für sich beansprucht. In einem Artikel vom 10.03.2007 faucht ein sichtlich angefressener Rechtsanwalt der taz den Outdoor-Artikel-Hersteller an, weil dieser gegen einen Handtuchaufdruck der taz gerichtlich vorgehen will. Erst wollte die tageszeitung ein Handtuch mit dem Tatzensymbol drucken, was kurz darauf unterbunden wurde. Dann lies die taz ein Handtuch mit durchgestrichener Tatze drucken inklusive einem etwas merkwürdig anmutenden Hinweis dazu. Jack Wolfskin lässt nun durch seinen Anwalt verlautbaren, dass der Text, mit dem das Handtuch beworben wird “eine Herabsetzung” der Marke Jack Wolfskin darstelle.
Wer das Zerren und Reißen um die Logobeute in ganzer Länge mitbekommen möchte, für den habe ich hier den Artikel als PDF (215KB). Stefan war so freundlich und hat die taz-Ausgabe kurz unter den Scanner gelegt und zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!
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