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SRG SSR vereinheitlicht Markenführung

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SRG SSR Logo

Mit der Zusammenlegung von Radio DRS und dem Schweizer Fernsehen SF werden am 1. Januar 2011 neue Firmenlogos eingeführt, die im Rahmen einer kürzlich vorgestellten Dachmarkenstrategie des Unternehmens SRG SSR entwickelt wurden. Das zukünftige Logo kommt ohne den bisherigen Zusatz „idée suisse“ aus, wird allerdings als Slogan weiter genutzt.

In der Pressemeldung heißt es: „Die neue «Branded Family» besteht im Grundkonzept aus einer einheitlichen Farbgebung, einer einheitlichen Formensprache und einer neuen Typogra­fie, die speziell für den multimedialen Einsatz entwickelt wurde. Dank harmonisiertem Markenauftritt und Designlösungen aus einer Hand können künftig auch die Branding- und Designkosten wesentlich tiefer gehal­ten werden. Die Unternehmenseinheiten in den Regionen erhalten einen neuen Namen.“

Die Umbenennung hat keine Auswirkung auf die Namen der einzelnen Sender und Programme. Diese sollen im Rahmen der üblichen Lebenszyklen der Programmmarken später angepasst werden.

SRG SSR Wortmarke

Unter der gestalterischen Leitung von Alex Hefter wurde in Zusammenarbeit mit dem SF-Gestaltungteam, der Agentur DPJ in London und dem Schweizer Schriftende­signer Bruno Maag die Konzeption der Dachmarkenstrategie umgesetzt.

SonntagsBlick macht selbstredend auf Populismus und versucht den ein oder anderen Steuerzahler aus der Reserve zu locken: „Dieses Rechteck kostet uns 7 Million Franken“.

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13 Kommentare

  1. Zu dem Durcheinander vorher muss man nicht viel sagen. Die neue Typo gefällt sehr. Schön gezeichnete Buchstaben mit viel Charakter. Die Assoziation “Schweiz” erschließt sich sofort. Zugegebenermaßen könnte es sich auch um eine Bahngesellschaft oder Fluglinie handeln – wirkt auch recht konservativ und sachlich – doch alles in allem ein voller Erfolg. Gut angelegte 7 Millionen Franken…

  2. Interessante Entwicklung. Vor allem, weil es bei den Schweizern ja bis Mitte der 90er-Jahre schon einmal ein sprach- und medienübergreifendes Einheitsdesign gab: den SRG-Kristall (zu sehen z.B. hier). Und interessant auch, weil man kein komplett neues Design einführt, sondern im wesentlichen auf dem (erst Anfang 2009 komplett neu erstellten) Design der italienischsprachigen Sektion aufbaut, auch wenn die Schrift nochmal deutlich modifiziert wurde.

    Entscheidende Elemente des neuen Designs sind zwei Dinge: der rote Ziegel und die markante Schriftart. Das erinnert sehr stark an das erfolgreiche Rebranding des österreichischen ORF durch Neville Brody 1992. Dass es da nicht mal Verwechslungen auf den alpenländischen Wellen gibt… Wobei man auch zubilligen muss, dass Rot und Weiss die Farben beider Alpenrepubliken darstellen. Und aussendem lassen sich mit dem neuen SRG-Logo auch Spielereien in Richtung Schweizerkreuz und ähnlichem leichter durchführen.

    Was mich auch wundert, ist, dass man in der Deutschschweiz nicht konsequenz auf das bekannte Kürzel DRS setzt. Schliesslich waren beide Medien bis 2005 (das Radio bis heute) als “Schweizer Fernsehen DRS” und “Schweizer Radio DRS” bekannt. SRG.D wiederum existiert als Marke auch schon, das ist der Trägerverein des Schweizer Rundfunks in der Deutschschweiz; nur wird dieser eigentlich nicht kommuniziert.

    Die Unternehmensseite der westschweizer Sektion verwendet das neue Logo übrigens bereits schon: http://www.rts.ch

  3. Aus einem Kommentar zum SonntagsBlick-Artikel: “Nehmem Sie einen mit entsprechender Grafik ausgestatteten PC und dann kann praktisch jedermann so ein Logo herstellen.”
    Ja, ne. Ist klar. – Ich kann auch mit jedem PC tippen, deswegen bin ich noch kein Schriftsteller.

    Immer wieder das Gleiche, wenn man zu schlichten, aber nichts destoweniger guten Ergebnissen kommt.

    Mir gefällt die Typo und die “schweizer” Anmutung sehr gut. Mir kommt allerdings die Frage in den Sinn, warum man die 7 Millionen nicht komplett in der Schweiz ausgegeben hat. Das empfinde ich bei der Verwendung von Staatsgelder nur als recht und billig. Und gerade in der Schweiz sollte es in diesem Bereich genug kompetente Menschen geben.

  4. @mars:
    Die rote Hintergrundfarbe ist bei SRG SSR schon länger in Benutzung, v. a. im Logo des SF.

    Ich finde das neue Design super, endlich ist alles einheitlich und schön minimalistisch noch dazu.

  5. Das neue Design gefällt mir auch sehr gut! Schlichte, harmonisch abgerundete Buchstaben mit viel Charakter.

    Die Vereinheitlichung der Markenführung war schon lange dringend nötig, das war ein schweizweites Kuddelmuddel.

    @mars: Ausser das die beiden Marken in weiss auf rotem Untergrund stehen, sehe ich wenig gemeinsamkeiten. Die Farben sind bei SF schon länger in Gebrauch.

  6. Faszinierend, die Ignoranz im oben zitierten Artikel und den Kommentaren dazu …
    http://www.blick.ch/news/schweiz/dieses-rechteck-kostet-uns-7-millionen-franken-145939

    Ein paar tolle Zitate:
    Ist so etwas nicht kriminelll? Eine unabhängige Untersuchungskommission sollte hier prüfen, wer wieviel daran kassiert hat.

    Es wundert mich immer wieder, wie die SRG haushaltet. Ein neues Logo kostet 7 Milionen. Ein schöneres hätte ich fertiggebracht für ein paar Franken!

    Dieses Rechteck kommt mir nicht wie ein Logo vor sondern sieht gleich aus wie wen man in eine TV Zeitschrift durchblättert.

    Toll ;)

  7. @ Gunther: Auf der Website findet sich die Erklärung für die Verwirrung mit dem deutsch-schweizerischen Unternehmensteil:

    “In der deutschen Schweiz erfolgt der Zusammenschluss per 1. Januar 2011; der Name der neuen multimedialen Unternehmenseinheit wird in der zwei­ten Jahreshälfte bekannt gegeben.”

    @ d.sign: “Ja, ne. Ist klar. – Ich kann auch mit jedem PC tippen, deswegen bin ich noch kein Schriftsteller.” *lmao*

    Zum Design: Mehrere Marken unter einem Dach zu vereinheitlichen ist immer eine anspruchsvolle Aufgabe. Die hier vorgestellten Logos sind ja vermutlich nur ein Teil des Redesigns. Ich bin gespannt, wie die weitere Umsetzung erfolgen wird. Oft gilt ja: je schlichter die Basis, desto mehr Potential für die Ausgestaltung. Hoffentlich bald mehr auf diesem Kanal…

  8. gelungene Markenzusammenführung. Wunderbar reduziert, aber eindeutig und hochfunktional. Gefällt mir.
    An den Laien-Zitaten kann ich gut das Renommee des Typografenberufs erkennen. Wenn jeder denkt, dass er das auch gekonnt hätte, ist das Design gerade richtig und die Typografen haben ganze Arbeit geleistet. Man muss den Alleskönnern ja nicht erklären, aus was dieses Konzept eingedampft wurde und wie Typo funktioniert. So viel Stress sollte man sich am Montag nicht antun.

    (p.s.: Ein bisschen REWE ist trotzdem drin :)

  9. Das kann doch nicht ernst gemeint sein: Das ist nicht minimalistisch, das ist nichts. Nur weil es teuer war, ist es noch lange nichts besonderes – und den Vorwurf, dass das “jeder kann”, den kann man nicht mit “gar nicht wahr” entkräften sondern mit einem irgendwie gearteten Leistungsnachweis.

    Ich sehe einen roten Kasten mit weißen Buchstaben. Hut ab, die Farbem stimmen.

    Wen wundert’s bei diesem Selbstverständnis, dass so viele Gestalter von der Hand in den Mund leben? Es gibt Online-Dienste, die bieten Logos für 50 EUR und den Unterschied merkt außer euch KEIN MENSCH.

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