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Redesign der CGI Gruppe

Die CGI Gruppe, mit 72.000 Angestellten in über 40 Ländern eines der nach eigenen Angaben weltweit führenden Unternehmen für IT-Beratung und IT-Service, modifiziert ihr Erscheinungsbild. Das veränderte Corporate Design reflektiere die seit vielen Jahren fortschreitende Expansion des Unternehmens, die CGI zu einer globalen Marke haben werden lassen.

CGI wurde 1976 in Québec City, Kanada gegründet. In Deutschland ist CGI in München, Frankfurt am Main und Düsseldorf vertreten. „Die Aktualisierung des Markenauftritts von CGI ist wichtig, um der Stärke unseres gemeinsamen Unternehmens Ausdruck zu verleihen. Mit ihr positionieren wir uns als ein einheitlicher globaler Marktführer“, so Lorne Gorber, Senior Vize-Präsident Global Communications und Investor Relations. Im Mai 2012 übernahm CGI den britisch-niederländischen Service-Provider Logica, der seit gestern im Markenauftritt von CGI aufgeht. Der Name Logica verschwindet vom Markt.

Beim neuen Firmenlogo wurde auf die bislang vorgestellte Bildmarke verzichtet. Der Schriftzug wurde neu gesetzt. Die Corporate-Farbe Rot bleibt erhalten. Ergänzt wird diese fortan durch orange-gelbe Töne, anstelle eines erdigen, blau-grauen Farbspektrums.

Dank Vereinfachung vermittelt das neue, rein typographische Firmenlogo Größe – mehr als zuvor. Auch die Endstriche, die nun der vertikalen Achse folgen, verhelfen der Wortmarke zu mehr Strenge. Der Reifeprozess im Unternehmen wird auf diese Weise sichtbar. Durchaus ansprechend gestaltet ist der neue Geschäftsbericht (siehe Link unten), dessen Onlineausgabe mit Parallax Scrolling ausgestattet wurde.

14 Kommentare

  1. Dank Vereinfachung vermittelt das neue, rein typographische Firmenlogo Größe – mehr als zuvor.

    Mich wundert, dass Du nicht kritisierst, dass das Logo durch das Weglassen der Bildmarke an Eigenständigkeit verloren hat. Und es wäre doch ein leichtes gewesen, diese weiterhin zu erhalten und trotzdem die »Größe« zu steigern, indem einfach die Relation verändert wird. Der neue Rotton wirkt auch etwas verwaschen, oder hat das mit der Darstellung im Netz zutun?

  2. Ich muss meinem Vorredner zustimmen, sehr schade das auch hier wieder zugunsten der im Moment so hochbeschworenen Reduktion prägnanz und unverwechselbarkeit verloren geht. Obwohl die Anwendungsbeispiele sehr schön aussehen. Drei rote Buchstaben empfinde ich auch als zu schlicht, zumal man doch eine schöne Bildmarke hatte. Erinnert mich irgendwie direkt an JVC:

  3. Ich muss ehrlich sagen, dass ich Deine Meinung – dieses Logo vermittle Größe – überhaupt nicht teile. Der Schriftzug ist mehr als langweilig, beliebig und austauschbar … und dazu die unheimlich originelle Farbe Rot als Unternehmensfarbe, das sprüht ja geradezu vor kreativen Ideen… einzig die paar Seiten des Geschäftsberichts versöhnen etwas mit diesem einfallslosen Erscheinungsbild. Allerdings muss ich auch hier sagen, der Verlauf von Orange nach Rot lässt eher an eine Feuerwehr oder ähnliches erinnern, als an ein IT-Unternehmen – abgesehen davon, dass ich derartige Stilmittel eher in der Giftkiste des Grafikdesigns vermutete… Hinzu kommt die stockähnliche Fotografie. Ich finde, hier müsste ein Unternehmen dieser Größe und Bedeutung mit einer individuelleren Bildsprache und Bildidee auftreten.

  4. Warum die Bildmarke weggelassen wurde kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht ists so besser zu plazieren?

    Vor allem aber stört mich jetzt der Querbalken im G. Ohne Querbalken find ich das G besser. Weil reduzierter, harmonischer im Verhältnis zum C. Kann es mir nur so erklären, daß es mit Balken für die Völker für die lateinische Schrift fremd ist besser lesbar ist?

    Den folgenden Satz verstehe ich nicht. Was bedeutet er?

    Auch die Endstriche, die nun der vertikalen Achse folgen, verhelfen der Wortmarke zu mehr Strenge.

    Das Farbkonzept Rottöne-Grau-Schwarz finde ich gut.
    Allerdings wirkt das dunklere Rot der Headline: “Creativity to transform and add value” (Geschäftsbericht) im Verhältnis zu den übrigen wärmeren Rottönen nicht stimmig und falsch.
    Die Schwarzweissfotos zum Rot finde ich sehr gut. Die ornamentalen Gestaltungselemente find ich auch o.k.

  5. Zum Design selbst habe ich nichts zu sagen. Nur ein kleiner Aufklärungsversuch hier:

    @margit:
    Zitat >> “Den Folgenden Satz verstehe ich nicht. Was bedeutet er?
    Auch die Endstriche, die nun der vertikalen Achse folgen, verhelfen der Wortmarke zu mehr Strenge.”

    Erklärung >> Damit sind die Endstriche der Buchstabenformen gemeint. Gut kannst du das beim C und G sehen, wenn du vorher/nachher vergleichst.

    Zuvor waren die Endstriche schräg angeschnitten, nun sind sie im rechten Winkel abgetrennt. Das betont die vertikale Achse und sieht in der Tat strenger aus, weil es im wahrsten Sinne des Wortes geradliniger ist.

  6. Der Schriftzug in einem Rot-Ton? Ganz schön dick aufgetragen. Bei der nächsten Vereinfachung doch bitte ein Schwarz. Und diese extravagante Typo, ein Feuerwerk der Verwirrung. Nächtes Mal Helvetica.
    Mal ernsthaft: Ich kann der übermäßigen Simplifizierungswelle nichts mehr abgewinnen.

  7. @Simon: Wie kann dich das an JVC erinnern, wenn deren Schrift nichtmal ansatzweise ne Ähnlichkeit hat? Bloß weils drei Buchstaben in rot sind? O_o

  8. Wenn man an der Stelle den Begriff “Strenge” durch “Schärfe” ersetzt, wird es glaube ich etwas deutlicher.
    Die Schrift wirkt allerdings durch die vergleichsweise geringeren Kontraste weniger humanistisch; man könnte sagen “unmenschlicher” ;-)

  9. Inzwischen finde auch ich die geraden Endungen bei C und G konsequenter.
    Allerdings stört mich der Querbalken des neuen G erheblich.
    Die Innenform des G (d.h. Weissraum) ist nicht ausgeglichen.
    Hier hätte intensiver an der Form gearbeitet werden müßen.
    Manchmal reicht es bei einem Schriftzug eben nicht einfach eine neue Schrift zu setzen.

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