Rebranding Opera

Opera O

Opera, das für seinen gleichnamigen und kostenlosen Webbrowser bekannte Unternehmen, legt sich eine neue visuelle Identität zu. Das Redesign sei mehr als ein Logowechsel. Vielmehr hab sich das Selbstverständnis des 1995 in Oslo gegründeten Unternehmens über die Jahre so verändert, dass es nun an der Zeit gewesen sei, das gesamte Corporate Design sowohl des Unternehmens wie auch der Marke anzupassen.

Opera habe sich in den vergangenen 20 Jahren von einem Software-Unternehmen hin zu einem Internet-Unternehmen entwickelt, das über eine Milliarde Menschen im Monat über seine Produkte und Dienste erreiche, so die offizielle Pressemeldung. Vor diesem Hintergrund erfolgt auch der Namenswechsel von „Opera Software“ zu „Opera“.

Über das neue Logo mit dreidimensionaler Anmutung heißt es von Seiten des Unternehmens: „The 3-dimensional “O” symbolizes a gateway that leads you to more: more content, more discoveries, more answers, more communication, more fun, more data savings, more of life – whatever you seek online, Opera helps you do more!“ Als erste Anwendung wurde Opera Mini, ein Browser für mobile Endgeräte, auf die neue Identität umgestellt; seit gestern steht diese im Appstore zum Download bereit.

Das neue Erscheinungsbild ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von In-house-Designern mit den Agenturen DixonBaxi (London) und Anti (Oslo).

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17 Kommentare zu “Rebranding Opera

  1. Gefällt mir richtig gut. Endlich einmal eine 3D-Anmutung, die nicht überflüssiger Effekt, sondern integraler, sinnvoller Bestandteil des Logo-Konzeptes ist. Schön auch, dass sich die Schrift (Century Gothic, vermute ich mal) dank des feinen Schnittes zurücknimmt und doch den Kreis des Logos als Grundform zitiert.
    Insgesamt ein moderner, stimmiger Schritt.

    • Genau das nicht, denn das Outlook-Logo war ja entweder ein unmöglicher Ring oder vom Möbius-Band abgeleitet und die Ring-Anmutung ist damit gebrochen. Zieht man in Betracht, wie strukturell einfach diese Logos sind, ist das schon ein sehr großer Unterschied.
      Ganz nebenbei funktioniert das Opera-Logo deutlich besser, hat Tiefe und Richtung, während das Outlook-Logo nur einen Look hatte.

      Aber klar: Wer heute einen Ring als Logo nimmt, der wird sicherlich millionen andere Ringe als potentiell ähnliche Logos finden. Das ist bekannt und leider ein kaum lösbares Problem einer Welt, die immer mehr visuelle Identitäten kreiert, die wiederum weltweit immer einfacher zugänglich sind. Insofern sind viele Ähnlichkeitsdiskussionen wenig zielführend. Sinnvoller wäre eine Diskussion darüber, wie sich zukünftig visuelle Identitäten von dieser Problematik abkoppeln ließen.

  2. Sehr schick. Ich bin ja vehementer Gegner von Effekten jeglicher Art in Logos, aber hier ist es der kleine Unterschied, der es zu dem macht was es ist. Wie „Intermalte“ schon schrieb, ist es Teil des Konzeptes und nicht nur ein ausschmückender Effekt. Passt. Auch das Verhältnis und der Gesamteindruck von Wort- und Bildmarke.
    Das Key Visual der dynamischen Wellen aus rot- und violett-Tönen empfinde ich dahingegen eher als etwas zu zeitgeistig, als dass sie sich über einen längeren Zeitraum halten werden. Hat man ja jetzt auch schon relativ oft gesehen.

  3. Sehr gelungen. Das neue O integriert sich gut in den Keyvisuals, ist „Tor“/“Auge“ zu einer anderen Welt und verbindet zwei Teile – ein treffender und schöner Gedanke! Gleichzeitig hat sich das O gut weiterentwickelt, schafft aber dennoch den Bezug zum alten. Die Dreidimensionalität ist gut integriert, vielleicht nicht super innovativ, aber gekonnt und sinnig eingesetzt. Dieses Bildelement lässt sich, bei Software ja sehr praktisch, bei Apps und Co gut einsetzen.

    Einzig die arg geometrische Sans müsste für mich nicht sein, zwar greift diese die „O“ Außenform auf, es wäre aber auch anders gegangen, da die Punze schmäler ist …

    Hingegen die Farbigkeit überzeugt mich sehr! Hohe Wiedererkennung und Alleinstellungsmerkmal sind gegeben. Das Rot des „O“ hat an Sättigung gewonnen und bildete wohl den Ausgangspunkt der Farbwelt – eine sehr gelungene Weiterentwicklung!

  4. Es kommt selten vor, dass mich ein Logo dermaßen fasziniert. Ich finde es grandios und kann mich gar nicht satt daran sehen. Muss man noch erwähnen, dass das Logo einen perfekten Kreis beschreibt? Nach all den Flops der letzten Zeit hier mal der Beweis, dass man auch mit der einfachsten aller Formen ein eigenständiges, frisches Design schaffen kann.

  5. Schade nur das das neue Logo, und vor allem der Slogan darunter so gar nicht mehr in Verbindung steht mit dem wofür Opera einst stand „Do More“. Ich nutze Opera seit nun gut 15 Jahren und der aktuellste Browser aus deren Schmiede ist nicht anderes als Chrome mit, ab jetzt, neuem Logo. Opera war früher fantastisch innovativ und der Browser hat bei mir drei, vier Programme in einem ersetzt. Jetzt haben sie erst nach Protest der kleinen Userschar Bookmarks integriert. Sehr, sehr schade. Irgendwann werde ich Opera 12 wohl verabschieden müssen, der Support ist zu Ende und die Websites mit Darstellungsfehlern häufen sich, vom Sicherheitsaspekt mal ganz abgesehen – da kann leider auch kein, zugegebenermaßen schönes, Logo drüber hinwegtrösten.

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