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Plakat zum 81. Auto-Salon in Genf

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Auto Salon Genf 2011

Nicht das Automobil, sondern der Mensch steht im Mittelpunkt des diesjährigen Genfer Auto-Salon, so lautet zumindest das Motto, das die Veranstalter ausgeben und das auch im offiziellen Keyvisual der Veranstaltung kommuniziert werden soll. Eine Frau am Steuer eines Cabriolets als Motiv soll „Beschwingtheit und gute Laune“ vermitteln, so die zugehörigen Pressemeldung.

Dominierten etwa noch im Plakat zum Auto-Salon 2008 grüne Farben, ist in diesem Jahr nur der Schal der Lady grün. Bleibt zu hoffen, dass die Umweltaspekte nicht im gleichen Maße dem Rotstift zum Opfer fallen.

Alljährlich wird das Plakatmotiv im Rahmen eines Wettbewerbs ermittelt. Wie schon in den beiden Vorjahren kommt die Kreation erneut von der Berner Werbeagentur Polyconsult.

35 Kommentare

  1. @da stefan & am: Lustig! Anstatt eine eigene Meinung zu haben, ist es offensichtlich in Mode einfach einmal jegliche Kritik zu kritisieren. Wenn man so harmoniebedürftig ist, dass alle Agenturen machen können, was sie wollen und jeglicher kritischer Kommentar ein Dorn im Auge ist, ist man evtl. in einem Forum für Design falsch. Da ist es einfacher ein Lob an die zuständige Agentur per E-Mail zu verfassen – obwohl, dafür bedarf es ja schon wieder einer eigenen Meinung.

  2. Kann sich einer hier an die Disney Verfilmung von “Hercules” erinnern? An die Damen auf den Vasen und die “Figuren” der Unterwelt? Genau daran erinnert mich dieses Motiv!
    Die Frau hat nichts lebendiges, was durch das Schwarz mehr als unterstrichen wird. Wenn der Mensch hier wirklich im Vordergrund stehen soll, dann sollte das gesamte Motiv natürlicher wirken. Dies wurde hier verfehlt

  3. Ersetzt man das Wort „AUTO“ durch das Wort „Friseur“ passt es meiner Meinung nach :D
    Wie schon oben erwähnt ist zwar mal was anderes aber irgendwie an der Zielgruppe vorbei…

  4. ich wundere mich wie manche die lesbarkeit loben aber nicht die typografischen fehler darin sehen. tipp: schaut euch mal das datum an. vielleicht entdeckt jemand etwas. wozu gibt es typografische regeln?

    meine “subjektive” meinung:
    das motiv ist schlecht und beliebig. die illustration ist stilistisch ein graus (50er jahre gemischt mit hed kandi der frühen 2000er jahre). die gesamte gestaltung unproportioniert. typo klebt am rand, weil man sonst die nase des abgebrannten streichholzes zugedeckt hätte (schon diese tatsache zeugt von mangelnde gestaltung).

    die hauptschuld liegt am veranstalter, der ohne zweifel unter geschmacksverstauchung (so sagt man das in der schweiz) leidet, und die ausführende agentur hat, in diesem fall, leider ihre kompetenz überschätzt.
    schuster bleib bei deinen leisten (das sage ich mir selbst, wenn ich aufträge annehmen möchte, wo ich mein können überschätzen könnte).

    @bastian
    als gestalter sollte man schon eine meinung haben. jedes briefing erlaubt gute gestaltung.

  5. Also ich weiß nicht was Ihr habt. Auch die Automobilbranche interessiert sich nun endlich mal für gesellschaftliche Randgruppen (zumindest aus Sicht der Branche):

    Farbige, Frauen, Cabriofahrer/Innen :-)

    Schliesse mich ansonsten mit Genuss den bisherigen Kommentaren von c-promo an.

  6. @Kushtrim: typografische Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden ;-) — sofern aus gutem Grund: hier wohl der besseren Lesbarkeit geschuldet statt “MAERZ”. Oder?

    Nur leider ist die Dame durch eine Abgas-/Rußwolke gefahren. Sie sah wohl nicht, was da auf sie zukam. Sonst hätte sie sich wohl etwas geduckt und wäre hinter der Windschutzscheibe sauber geblieben… Oder zu starker Sonnenbrand, da auch ihre Arme “rußfarbenschwarz” sind?

  7. muss ich an dieser Stelle einfach loswerden, weil ins Schwarze trifft!!!

    “———————————————————————-
    Du stellst Werbeagenturen in deiner Antwort als perfide dar.
    Sind das nicht auch bloß Leute, die ihren Job machen?

    Ja, Werber sind auch nur Leute, die ihren Job machen.
    Viele sogar sehr gut, und vor allem sind darunter sehr viele
    extrem helle und auch unterhaltsame Köpfe. Zweifel würde
    ich nur an Leuten anmelden, die es in dem Job zu lange
    aushalten. Ich kann mir keinen halbwegs kritisch denkenden
    Menschen vorstellen, der im Lauf seiner Agenturkarriere nicht
    über das eine oder andere ethische Dilemma stolpert.
    Deswegen wandern ja auch erfreulicherweise immer mal
    wieder ein paar der besten Leute ab und schließen sich
    den diversen konsum- und werbekritschen Publikationen an,
    wie den Adbusters in Kanada. Oder schreiben Romane
    wie Frédéric Beigbeider.
    ———————————————————————-”
    Judith Holofernes bei jetzt.de

  8. @ juri: Altkluges Gutmenschengebrabbel. Außerdem ein schöner Allgemeinplatz zum Thema “Sagt der Werber: ‘Ich fühle mich so ausgebrannt.’” Frau Holfelder sagt in vielen Fällen durchaus Richtiges, hier hat sie sich aber ein wenig überhoben. Um in diesem Zusammenhang und auf einen weiter oben stehenden Kommentar zu antworten: Wer sich als Designer von seinem Kunden tyrannisieren lässt ist ein Gestalter!

  9. @ Ralf:

    Mir gefällt die Illu leider auch nicht, da sie zuviel karikiert und wenig lifestyle rüberbringt. Der Stil könnte wirklich mehr Retro sein (Richtung Saul Bass finde ich eigentlich immer noch sehr schön), …

    aber:

    Man ist dann doch wieder richtig froh, dass man nicht den Illustrierer von Hed Kandi gebucht hat :-)

  10. Meine Frage bezieht sich auf den letzten Satz in Wolles Kommentar:

    Ich würde ja gern mal wissen wie sehr, gerade die Einzelkämpfer und kleinen Agenturen, den Kunden auch mal Kontra bieten?

  11. @ Schrägstrich: Ich bin sowohl beides – trete für “kleinere” Kunden als Einzelkämpfer auf, habe mit meinem Lebensgefährten aber auch zusammen eine kleine Kreativagentur für die “größeren bis großen” Kunden. Und es bereitet mir weder als Einzelkämpfer, noch als Agenturmitglied große Probleme, den Kunden Paroli zu bieten. Man muss nur eben – und das ist essentiell! – gute Argumente liefern.

    Der ach so dumme Kunde kann ja nur aus seinem subjektiven Geschmackshorizont argumentieren: “Das Grün finde ich blöd, Blau finde ich viel schöner.” – “Die Schrift ist mir zu verschnörkelt.” – “Die Möpse sind mir zu klein.”

    Es ist nicht die Kür, sondern die PFLICHT als ernsthafter Designer (und das hat auch nichts mit gestalterischen Idealen zu tun), den Kunden dann entsprechend zu beraten und ihm auch mal ganz deutlich zu sagen: Lieber Kunde, was du da sagst ist Blödsinn.

    Schließlich hat niemand etwas davon, wenn der Kunde ein Design, eine Idee geliefert bekommt, das oder die er geil findet, auf die aber sonst niemand abfährt, weil sie verwässert ist, weil sie sich nicht ander Zielgruppe orientiert, weil sie am Thema vorbeigeht usw.

    Ich habe bislang bis auf sehr wenige Fälle (in denen ich aber auch generell keinen Bock auf den Job hatte) nur positives Feedback von den Kunden bekommen, die im ersten Schritt ein Design oder eine Idee der Marke “Ich hätte mir da was ganz anderes vorgestellt” schlucken mussten, im Nachhinein aber sehr glücklich sind, auf ihren Designer gehört zu haben. Denn das ist der Job des Designers: Beraten. Und gutes (im Sinne von “richtiges”) Design auch zu verteidigen.

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