Kraków Airport bekommt neues Logo

Kraków Airport, nach Warschau zweitgrößter Flughafen Polens, hat seit kurzem ein neues Logo. In den vergangenen zehn Jahren habe sich der Flughafen wie auch der Luftverkehrsmarkt stark verändert. Den Wandel hin zu einem kundenorientierten Unternehmen wolle man nun auch im Logo nach außen hin kommunizieren.

Als Marktführer unter den polnischen Regionalflughäfen habe man für den Kraków Flughafen in den letzten Jahren die Entwicklung einer Business-Management-Strategie konsequent vorangetrieben. Ende 2016 wurde ein neues Terminal eröffnet, das nun über eines der europaweit modernsten Transportsysteme für Gepäck verfüge. In diesem Zuge sei die Infrastruktur insgesamt modernisiert worden.

Die Form des neuen Logos leitet sich direkt von der Architektur des neuen Terminalgebäudes ab (siehe Erklärvideo). Ein Fünfeck, das im Inneren einen Pfeil beinhaltet und dabei eine Aufwärtsbewegung beschreibt. Nach Ansicht der Verantwortlichen bringe das neue Erkennungszeichen die Essenz der Marke Kraków Airport besser auf den Punkt als es das vorherige Signet vermochte – diese lautet „Sicherheit, Servicequalität, Netzwerkverbindungen, Investitionen und nachhaltige Entwicklung.“

Entworfen hat das Logo die Agentur 2code, die sich im Rahmen eines Wettbewerbs mit ihrer Idee durchsetzen konnte.

Kommentar

Ein Logo, das sich von der Architektur ableitet, erscheint nachvollziehbar, konsequent und logisch. Das sind starke Argumente innerhalb eines Wettbewerbs wie auch gegenüber dem Kunden. Formen, bei der die Herleitung mehr Gehirnschmalz erfordert als er für die eigentliche Kreation aufgebracht wird, haben es meist schwerer.

Der „Facettenschliff“-artige Look macht das Signet des Kraków Airport zu einem Kind dieser Zeit – Google Material Design lässt grüßen. Das Logo wirkt gefällig und überzeugt in Sachen Praktikabilität. Letztere war beim Vorgängerlogo kritisch. Dass die Verantwortlichen für die Apps statt des Fünfecks den Flughafen-Code KRK verwenden, erschließt sich allerdings nicht. Das ließe sich noch harmonisieren.

Mediengalerie

Erklärvideo

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15 Kommentare zu “Kraków Airport bekommt neues Logo

  1. Wie du sagtest, erinnert auch mich ziemlich an Google’s Designrichtung, aber mir gefällt’s ganz gut.
    Nur die animierten dreidimensionalen Dreiecke im ersten Video fühlen sich ein bisschen wie eine Zeitreise in die goldenen Flash-Jahre an… *seufz*

    • Inwiefern basiert das neue Logo denn nicht auf einer schönen Idee?
      Und was haben Pusteblumensamen mit einem Flughafen zu tun? Beides hat irgendwas mit dem Fliegen zu tun. Noch irgendwas? Ich erkenne beim Vorgänger-Logo nicht wirklich eher, dass es um einen Flughafen geht. Bei der neuen Version war meine erste Assoziation immerhin „Papierflieger“.
      Von Ihnen liest man leider ziemlich häufig sehr kritische, manchmal sogar verreißende Kommentare. So sehr ich Sie für viele Ihrer Arbeiten bewundere, kommt in meinen Augen ab und zu ein gewissen Herabblicken aus Ihrern Beiträgen raus. Klar, hier im DT soll Design unter die Lupe genommen und auch konstruktiv bewertet werden. Nur kommt da von Ihnen in meinen Augen manchmal mehr als das.
      Schade.

      • Begriffe wie schwach und schön sind zudem rein subjektiv. Beim bewerten von Gestaltung sollte man seine Argumentation ( sofern überhaupt vorhanden ) immer so objektiv wie möglich halten. Ansonsten könnte man den Eindruck gewinnen das es an der nötigen Fachkompetenz mangelt.

      • Danke!
        Genau der Punkt mit der Fachkompetenz scheint ja bei Ihnen nicht ansatzweise der Fall zu sein, Herr Karl, deswegen würde ich mir wünschen, dass Sie uns mehr von dieser Kompetenz teilhaben lassen. :-)

    • Ja, das sind so die kleinen Dinge die aus Gestaltung Design machen. Ich persönlich finde das Logo schön und als eine Verbesserung zum Vorgänger, der deswegen aber kein schlechter war.

      Die „Kritik“ des Autors bezüglich der Ähnlichkeit zu Googles ‚Material‘ / Zeitgeistigkeit teile ich so nicht. Einerseits ist diese zwar gegeben, wird aber dadurch abgeschwächt, dass man mit dem neuen Logo sehr viel besser „spielen“ kann als mit dem alten. Auf diese Weise kann das Erscheinungsbild unter Beibehaltung der neuen Grundform / Sprache immer wieder an den Zeitgeist angepasst werden oder diesem entgegen gehen.
      Derzeit nimmt das Logo in seiner Farbgebung sehr gut die architektonische Vorlage, besser gesagt die klassische Tönung von Fensterscheiben in denen sich der Himmel spiegelt, auf. Also das, was ich jedenfalls mit Flughäfen assoziiere: große Glasfront-Facetten in unterschiedlichen Blautönen.

      Einzige Winzig-Kritik von mir: das Logo kippt nach rechts, da der optische Schwerpunkt nicht auf Höhe des „Standfußes“ ist. Denn trotz angedeuteter Aufwärtsbewegung ist das Logo statisch und steht (für mich) buchstäblich auf einem Boden.

  2. Mir gefällt das neue Logo ausgesprochen gut. Ein bisschen Google’s Designrichtung tut hier nicht weh. Der kleine Papierflieger in der Mitte passt doch auch. Farben sind auch stimmig. Modern, auch recht schlicht finde ich. Eltiche male besser als das Logo meines Heimatflughafens Stuttgart.

    Und weg sind die Pusteblumen-Samen; die für mich im Übrigens nix mit Flughafen zu tun haben.

  3. Papierflieger … oder Stealth Bomber ;-)

    by the way: Die Brandon ist mittlerweile so ausgelutscht. Von daher finde ich es (subjektiv) auch nicht wirklich gelungen.

  4. Zuerst habe ich gedacht „ohhh schon wieder so eine Art Melbourne Logo“ aber dann beim genaueren betrachten erkennt man, dass dazu schon einige Gedanken gemacht wurden. Der Papierflieger und die Adaption der Fassade.

    Kurzum – Ich finde es super!

  5. Das alte Logo hatte etwas sehr poetisches, und stand so, nicht nur in seiner Monochromie, in der von mir hoch geschätzten Tradition der polnischen Plakatkunst. Die Typo, vor allem in der Namenszeile war allerdings jenseits der Lesbarkeit.

    Ein Nachteil von Pusteblumensamen ist übrigens, dass man nie sagen kann wohin sie fliegen! Da schafft das, im Video auch erwähnte, aber ohnehin sofort erkennbare, Flugzeugmotiv dann auch das angemessene Vertrauen. Die Mischung aus „Airport“ und polnischem Papstnamen finde ich nach einigem Nachdenken ganz gut. International und doch regional.

    Die App, sieht vorbildlich aus, der Neubau gefällt mir – und in Polen wird auch fertiggebaut!
    Ich fühle mich jedenfalls angesprochen und hoffe bald einmal nach Krakau zu fliegen.

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