plastic world

It’s a plastic world

Nicht die hübsche Verpackung ist es, die gutes Design ausmacht, sondern die Frage, ob es einer Verpackung überhaupt bedarf. Ein wichtiges Thema, das zuletzt dank Original Unverpackt die erforderliche große Aufmerksamkeit erfuhr – in dieser Animation gestalterisch überzeugend umgesetzt.

20 Kommentare zu “It’s a plastic world

  1. Dieses Video ist sehr liebevoll detailreich umgesetzt. Ein schöner Illustrationsstil. Ich bin überzeugt, dass so ein Video einen zum umdenken anregen kann. Immer wieder.

    • Die Aussage, dass dreist kopiert wurde finde ich überzogen. Es ist einfach ein Low-Polygon-Stil (low poly), der sich schneller und einfacher umsetzten lässt. Davon gibt es eine Reihe von Beispielen, auch in Form von solchen thematischen Videos. Vergleichen Sie auch die informativen Animationen von Alexander Lehmann.

      • Ich stimme Jan zu. Es ist zwar richtig das dieser Low-Poly Stil weit verbreitet ist, aber hier sind die Ähnlichkeiten zum genannten Vorbild zu offensichtlich und viele Elemente sind einfach schlicht kopiert worden.

        Das ändert natürlich nichts an der Relevanz des Themas.

    • Das schöne am „guten Zweck“ ist, dass es EIGENTLICH vollkommen egal ist, ob dafür etwas „kopiert“ wird oder es vollkommen auf der eigenen Leistung basiert.

      Sollte aber natürlich dennoch kein Freibrief sein einfach kreative Leistungen zu kopieren.
      Ich habe kurz recherchiert und bin auf einen Beitrag gestoßen, wo sich der „Let’s talk about Soil“ Macher genau über das „Plastic World“ Video aufregt, da es auch in seinen Augen eine schamlose Kopie darstellt.

      Deswegen, gerade bei solchen Themen, IMMER einfach mal nachfragen! Hätte der „Plastic World“-Macher einfach mal bei uhsless.de nachgefragt, ob es okay ist, wenn er ein ähnliches Video „für einen guten Zweck“ erstellt/veröffentlicht, wäre daraus vielleicht sogar eine angenehme Zusammenarbeit entstanden. So entsteht Ärgernis und Wut auf der einen Seite während die andere Seite als „Verbrecher“ da steht. Und der gute Zweck, der beide Seiten verbindet, ist plötzlich Nebensache. Schade.

  2. Eine Veranstaltung aus der Schule ist mir bis heute gut in Erinnerung. Es werden Gruppen gebildet, die sich um die Verpackung von Getränken Gedanken macht. Unsere Gruppe hatte eine Valensina Tüte. Die war damals schon mehrfach beschichtetes Material. Die Getränkegröße war ca. 25ml (jedenfalls sehr klein). Es war also viel Verpackung für wenig Inhalt. Wir kamen zu dem Schluss, dass diese Verpackung ökologisch nachteilig sei. Das war bereits schon Ende der 80er in der Grundschule, da waren wir sieben oder acht Jahre alt!
    Ich erinnere mich aber noch weiter zurück. Als 4- oder 5-jähriger bin ich mit meiner Mutter zum Bauern gegangen um Milch zu holen. Mit dabei: Ein Stoffbeutel in dem die Glasflaschen drinnen waren. Diese wurden beim Bauern aufgefüllt. Wenn die Milch alle war, dann wurden die Flaschen gespült und wieder mit zum Bauern gebracht. Was ist nur seitdem passiert?
    Jede Verpackung die ich wegwerfen muss, tut mir weh.
    Wenn man heute einkaufen geht dann wird einem schon reflexartig alles in eine Plastiktüte gesteckt und ich musste mir bewusst antrainieren: Nein, entschuldigen Sie, ich brauche keine Tüte, ich habe schon eine Tasche dabei.
    Ich überlege schon seit langem, sobald ich mir wieder was bei der Dönerbude nebenan zum Mitnehmen kaufe, meine eigene Brotbox mitzunehmen und nicht die Styroporverpackung sowie Plastiktüte. Ich habe zugegebenermaßen noch Angst vor den belustigten Blicken des Verkäufers und der umstehenden Leute.

    • Designer sind in der Verantwortung.
      Nicht nur als Verbraucher, sondern als Gestalter.
      Keine unnützen Verpackungen, und Plastik besser ganz, in der Planungsphase bereits, zu vermeiden suchen.

      (Nicht selten in der Praxis: es wird halt vom Hersteller „gespart“: Gründer, Firmen, die ein neues Produkt herausgeben wollen und dann werden billige Plastik-Verschlüsse bevorzugt statt anderes Material, weil sie ein paar Cent billiger im Einkauf sind. Anstatt Geschäft generieren zu wollen, weil man als Designbüro jung ist und das Geld braucht, sollte die Überlegung gestattet sein, ob man seinem Auftraggeber nicht abrät, überflüssiges Plastik in die Welt zu scheißen ähm zu schießen, nur weil man selbst damit so nette Gestaltung machen kann.

      Jedoch zugegebenermaßen schwierig, einer Branche, oder einzelnen Vertretern davon, die sich eh alle schwertun, bereits in kleineren Dingen Ihren Kunden gegenüber eine Haltung zu entwickeln, besserwisserisch zu erzählen, sie sollten auf interessante Aufträge verzichten, glanzlosere/bescheidenere und gleichzeitig teurere Material-Alternativen entwickeln und damit Gefahr laufen, den Auftraggeber zu verlieren. Mir auch schon passiert, dass ich eigentlich überflüssige Verpackungen widerwillig auf Premium herrichtete. Es zwicken einem schon Bauch und Hirn bei so etwas, also beschloss ich, in Zukunft eine klare Ansage zu fahren: Nur das, was wirklich nötig ist, überzeugt zu gestalten, und keinen Müllrausch veranstalten. Auch von 1000 Flyern fliegen 999 in den Mülleimer, egal ob sie stümperhaft oder ob sie gut gestaltet sind. Schwierig das.)

  3. Wirklich erschreckend! Noch können wir selbst was gegen den Plastik-Verbrauch tun – was aber passiert mit dem bereits im Ozean angesammelten Plastik?!
    Ein findiger junger Holländer hat eine tolle Idee zum „Ocean Cleanup“ für die er aktuell noch Unterstützter sucht: http://www.theoceancleanup.com
    Kann ich euch nur ans Herz legen!

    • Kann hier Tobias nur zustimmen. Habe das Projekt auch vor einigen Wochen entdeckt und musste mich direkt daran beteiligen. Absolut vielversprechend!

    • Habe mich auch bereits vor einigen Wochen daran beteiligt und werde das wohl auch in den kommenden Wochen erneut tun. Und wenn es nur jedes Mal knapp 5€ sind, für dieses Thema sollte man definitiv endlich Verantwortung übernehmen. Und wenn ihr es weiter erzählt und dadurch andere Menschen bewegt auch 5€ beizusteuern kommt da ganz schnell eine riesen Summe zusammen.

      Kleines Rechenbeispiel:
      2 Mio. $ sind ca. 1,5 Mio €
      1,5 Mio € / 81 Mio. Einwohner sind 0,018€ pro Einwohner.

      Wenn also allein jeder Einwohner Deutschlands 2 Cent spenden würde, wäre das Finanzierungsziel erreicht. Leider denken (glaube ich) immernoch sehr viele Menschen immer, dass die kleinen Beträge, die sie spenden könnten, ohnehin nicht weiterhelfen.

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