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Die gruseligsten Seiten im Netz – Trier.de

Trier Spooky Award

Willkommen in der wohl ältesten Stadt Website Deutschlands! Ein Besuch auf Trier.de gleicht einem Ausflug in historische Zeiten. Zeiten, in denen Websites mit Hilfe von Framesets angelegt und mit einem coolen Gästebuch ausgestattet waren. Und das waren die Zeiten, in der das Web noch nicht das Dialoginstrument war, das es heute ist. Während andernorts fleißig gebloggt und getwittert wird, verschickt man in Trier digitale Postkarten, “kostenlos”, versteht sich. Heute machen wir einmal Sightseeing in der Webantike.

Antikes Webdesign

2.000 Jahre ist eine lange Zeit. Aber auch 9 Jahre sind verdammt lang, zumindest, wenn es um die digitalen Medien geht, denn seit 2001 ist das Portal der Stadt weitestgehend unverändert. Im letzten Jahrzehnt hat es in Bezug auf die Programmierung und Gestaltung von Webanwendungen unglaubliche Sprünge gegeben. In Trier zeigt man sich davon unbeeindruckt. Wie es scheint, ist die Stadt an der Mosel ganz in der Vergangenheit verhaftet.

Es fängt schon bei der unglücklichen Domain-bzw. Subdomain-Bezeichnung an. Wer sich von der überflüssigen Tunnelseite aus für den Klick auf  “Tourismus” entscheidet, landet auf redaktion.trier.de. Die Bereiche „Bürger“ und „Wirtschaft“ liegen wiederum unter cms.trier.de. Den Besucher sollten etwaige technische Spezifikationen nicht interessieren. Entscheidend ist, dass alle Informationen auf Trier.de als Gesamtangebot präsentiert werden. Umleitungen auf Subdomains sind da eher verwirrend.

Holpriges Navigieren

Unter Triershop.de – ebenfalls technisch unglücklich eingebunden – kann man „rund um die Uhr einkaufen“. Was es alles gibt! Nicht nur optisch ist Trier.de wunderbar altmodisch, auch die Sprache bewegt sich, wie die bereits aufgeführten Zitate zeigen, fast schon im Rahmen eines Kulturdenkmals. Die Ansprache ist gestrig und zeugt von großem Desinteresse für die digitalen Medien. Verstaubt anmutende Websites sind bei den ältesten Städten in Deutschland durchaus keine Seltenheit, Städte wie Bonn oder Koblenz zeigen aber, dass sie das Internet weitaus besser für sich zu nutzen wissen und näher dran sind, am digitalen Puls der Zeit. Auch am Rhein kann man auf eine 2.000-jährige Stadtgeschichte zurückblicken. Im Unterschied zu Trier sieht man dies den genannten Websites aber nicht gleich an.

Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Besonders schräg ist vor allem auch die Hauptnavigation im Tourismus-Bereich, die so klein am oberen Fensterrand sitzt, dass sie fast unbemerkt bleibt. Der Klick auf einen Begriff der ersten Hierarchie gibt ein Dropdown frei, was natürlich schrecklich umständlich ist, da der Nutzer drei mal Klicken muss, bevor eine Seite aufgerufen wird.

Trier Spooky Award

Bei „Veranstaltungen“ erscheint das Dropdown-Menü gar oberhalb des Begriffs. Eleganter ist sicherlich eine Lösung, die bei Rollover die subsumierten Begriffe anzeigt, so dass mit nur einem Klick jede Seite der ersten und zweiten Navigationsebene aufgerufen werden kann.

Bei Trier.de gleicht das Navigieren einer holprigen Fahrt über Pflastersteine. Ich halt an und frage: „Entschuldigen Sie bitte, wo finde ich denn den nächsten Brotkrumenpfad?“. Der Trier.de-Admin: „Ich glaab, so ebbes hon wa hie net. Wart, ich frooch emol mei Fraa. Inge…“.

Per Klick von der Römerzeit ins 3. Jahrtausend?

Ein „interaktiver Stadtplan“ liegt als Java-Applet vor und ist, zumindest am Mac unter Firefox und Safari, ebenso unbrauchbar wie die 360-Grad-Ansichten der Sehenswürdigkeiten. Während die Anwendung auf dem PC zwar läuft und schnell deutlich wird, dass “interaktiv” rein- und rauszoomen bedeutet, lässt sich der Plan am Mac nicht starten. Als wäre das nicht schon enttäuschend genug, muss man als Nutzer die beiden unnötigerweise geöffneten Fenster wieder schließen. Die warmen Worte im Footer wirken da wenig tröstend: „Wir danken für Ihr Interesse und wünschen Ihnen viel Vergnügen. Ihr Amt für Bodenmanagement und Geoinformation Trier“. Die vielen überflüssigen Popup-Fenster im Auftritt drücken aufs Gemüt.

Trier Spooky Award

Dennis H. aus Melbeck hinterließ im Gästebuch auf Trier.de:„Super Stadt, geile Site… einfach zum abgrooven.“ Dem kann ich mich natürlich nur bedingt anschließen. Die Reize der Stadt vermag ich nicht zu beurteilen, bei der Website hingegen “grooved” so rein gar nichts. Sie weckt zu keinem Zeitpunkt Interesse, Trier einmal zu besuchen. Mensch, da geht im 3. Jahrtausend doch soooo viel. Gerade mit dem Pfund der Geschichte, die bis zurück in die Römerzeit reicht, ließe sich doch auch im Web wuchern. Stattdessen präsentiert sich Trier.de im Netz mit ausgetretenen Römerlatschen. So ein inniges Verhältnis zur Geschichte gehört ausgezeichnet.

Herzlichen Glückwunsch zum Spooky-Award des Monats Mai!

abgelegt in Die gruseligsten Seiten im Netz, erstellt von Achim Schaffrinna am 20.05.2010 | 08:51
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59 Kommentare zu 'Die gruseligsten Seiten im Netz – Trier.de'

  1. Chris
    am 20. Mai 2010 um 09:27 Uhr

    Wow! Da bekommt man wirklich Lust die Seite neu zu machen! Ich verstehe gar nicht, warum das bei Tourismus mit dieser Selekt-Box so gelöst ist in der Hauptnavi. Bei den beiden anderen Bereichen klappts ja auch ;)

    Was ich besonders schön finde, ist die Header-Grafik, die sich bei hohen Auflösungen oben rechts anfängt zu wiederholen!

    Ich habe selten so eine überladene Seite gesehen, die mich innerhalb von ein paar Sekunden so überfordert hat, dass ich jegliches Interesse verloren habe mich da weiter umzusehen. Spooky-Award? Verdient!

  2. am 20. Mai 2010 um 09:57 Uhr

    Die Kassen der Kommunen sind leer – da wird dann wohl erstmal am Stadtmarketing gespart.

  3. Miez
    am 20. Mai 2010 um 10:07 Uhr

    jetzt muss ich trotzdem mal meine heimat verteidigen…

    “Ich glaab, so ebbes hon wa hie net.” sagt kein trierer. BITTE nicht den dialekt nachmachen, wenn mans nicht kann.

  4. am 20. Mai 2010 um 10:23 Uhr

    @Miez Bitte leg doch nicht gleich jedes Wort auf die Goldwaage. Sind halt meine ersten Gehversuche, nachdem ich 20 Minuten Trierisch gepaukt habe.

  5. am 20. Mai 2010 um 10:30 Uhr

    Ein absolut sehenswerter Kandidat für einen weiteren Teil dieser Folge wäre:
    http://www.st-elisabeth-moehrendorf.de/

    extra Fenster, eine eigene Bedienunganleitung für die Internetseite, tausende Seiten mit teilweise identischen Informationen. Klein-Klein at its best.

  6. Jörg-Schrägstrich
    am 20. Mai 2010 um 10:31 Uhr

    Wenn ich mir die Startseite trier.de anschaue stell ich mir vor das da eigentlich jemand was gutes im Sinn hatte, dann aber von Auftraggeberseite ordentlich dazwischen gegrätscht wurde.

    Ich glaube eben immer an des gute im Menschen.

    Völlig unklar warum bei trier.de auch gleich auf eine Seite mit krypitscher Adresse weiter verlinkt wird. Na ja, das sind am Ende nur Details …

  7. flip flop
    am 20. Mai 2010 um 10:39 Uhr

    Obwohl ich der Meinung bin, dass es doch schlimmere Seiten gibt, finde ich die Frames am besten und das hier:

  8. Janni
    am 20. Mai 2010 um 10:50 Uhr

    Als Designer UND Trierer ist mir die Website meiner Heimatstadt schon seit langem extrem peinlich. Selten war ein Spooky Award derart hochverdient.

    Zur Ehrenrettung der Stadt Trier kann man allerdings anführen, dass sie definitiv PLEITE ist, und das schon seit Jahren. Wenn in Tagesthemen und Co. über den desolaten Zustand von Deutschlands Kommunen berichtet wird, wird immer mal wieder Trier als hervorstechendes Beispiel gezeigt – eine Stadt, in der man z.B. die städtische Eishalle abreißen muss, weil kein Geld mehr da ist, das Dach zu sanieren. Ein ähnliches Schicksal droht derzeit dem Stadttheater. Vielleicht sollte man den Internetauftritt auch einfach abschalten – bevor sich noch jemand Augenkrebs holt…

  9. Paul Peter
    am 20. Mai 2010 um 10:52 Uhr

    Etwas weiter gruseliges zeigt sich bei einer Auflösung von 1920x. Hier wiederholt sich der Hintergrund des Headers auf der rechten Seite.

    Ein umfassendes Redesign und am besten ein komplett neue Struktur wären wohl der einzige Ausweg. Immerhin erscheinen die Inhalte relativ aktuell.

    Ich denke Trier hat als älteste Stadt unendlich viel grafisches Potential um eine schöne Webseite zu gestalten. Nutzt es!

  10. am 20. Mai 2010 um 11:02 Uhr

    Ich muss da dem Janni etwas beistehen, manchmal geht es wohl einfach nicht anders. Bevor noch Kindergärten geschlossen werden, sollte man doch eher an der Webseite sparen.

    Vielleicht finden sich ja ein paar talentierte Trierer, die die Seite ehrenamtlich auf Vordermann bringen?!

    Ich glaube am Zustand der Webseiten kann man ganz gut auf den Zustand der Stadtkassen schließen.

  11. Marc
    am 20. Mai 2010 um 11:07 Uhr

    Ich finde, das Internet und die Webseitengestaltung wird immer noch überschätzt ….

  12. am 20. Mai 2010 um 11:42 Uhr

    Sehr schön finde ich den Hinweis auf der Website des Dienstleisters:
    “Leichte Bedienbarkeit: ist für ein Muss wie die Luft zum Atmen”

  13. am 20. Mai 2010 um 11:43 Uhr

    Ja wirklich etwas kunterbunt – und damit meine ich nichtmal die Farben. Doch habe ich auch schon schlimmeres gesehen, aber schlimmer geht ja immer.

    Welche Frage mich viel mehr beschäftigt ist, wie lange man noch ein Disketten-Symbol als Download- oder Speichern-Icon verwenden kann. Immerhin nutzt Acrobat Reader das Symbol ebenso. Zwar nicht so “groovy” aber immerhin.
    Die junge Generation kennt Disketten doch kaum noch – wird das dann noch lange verstanden?

  14. Raxxi
    am 20. Mai 2010 um 13:52 Uhr

    Mein absolute Lieblingsseite im Bezug auf dieses Thema ist weiterhin Skoda.de – passt aber wiederum zur Aussage des Managements das du folgenden Modelle eine schlechtere Qualität haben sollen.

  15. Paul
    am 20. Mai 2010 um 14:10 Uhr

    Für einen Ortsfremden hat Achim den trierischen Ton sehr gut getroffen. Jedenfalls ist seine Dialekt-Imitation um Längen besser als das stümperhafte Design-Imitat aus Trier.

  16. DerSiedler
    am 20. Mai 2010 um 14:21 Uhr

    @raxxi: ist das wirklich wahr? das ist die offizielle Website einer VW-Tochter? Das kann doch nicht sein. Ich bin fassungslos.

    Trier geht es, wie vielen anderen Kommunen auch, nicht so gut. Die Kasse ist leer. Da ist es ein Wunder, dass die Website überhaupt noch existiert und man diese Kosten nich auch einspart. Wahrscheinlich macht der Bund bald eine Seite auf, bei der die Kommunen nur noch Subdomains bekommen. Alle haben dann einen einheitlichen Auftritt. Information pur.

  17. mediengestalter
    am 20. Mai 2010 um 14:27 Uhr

    Die Seiten für Touristen sind megamäßig antiquiert. Aber komischerweise sind die Bürger- und Wirtschaftsseiten genau so umgesetzt, wie es Achim wünscht. Nächstes mal also genauer gucken, lieber Achim!

  18. am 20. Mai 2010 um 14:32 Uhr

    Weils zweimal auftaucht, sei mir der Hinweis auf die Spooky-Auszeichnung für Skoda.de gestattet. Auch dort viel Spaß beim Lesen.

  19. Stœ
    am 20. Mai 2010 um 16:27 Uhr

    Kann allen nur zustimmen:

    hässlicher, antiquierter Auftritt und leere Kassen der Stadt Trier.

    Dabei hat Trier ja einen gut vertretenen Designbereich mit der FH und ihren Fächern Intermediales- und Kommunikationsdesign – wo ich eingeschrieben bin. Vielleicht sollten uns die werten Stadtväter einfach mal fragen ob man da nicht eine Semesterarbeit draus machen könnte… Gerade bei der ältesten Stadt Deutschlands sollte gestalterisch mehr drin sein.

    Zum Schluss bleibt nur positiv zu sagen, dass die Seite immerhin komplett ins Chinesische übersetzt wurde – damit unsere Freunde aus Fernost auch das Karl-Marx Haus finden ;)

    Ach ja: und wer trierisch lernen will der sollte sich das mal anschauen:
    “Meine ersten 270 Wörter auf Trierisch”

    Keine Eigenwerbung!!!

  20. Kenny
    am 20. Mai 2010 um 17:56 Uhr

    @flip flop: Ist das lila Teil, aus dem der Download-Schriftzug heraus kommt eine Waschmaschine oder ein Backofen?
    :-)

  21. am 20. Mai 2010 um 18:41 Uhr

    Also ich finde die Website im ersten Augenblick gar nicht so schlecht, denn diese verdrehten Formen sehen doch gar nicht so schlecht aus. E stimmt, viele Grafiken sind nicht mehr auf’m neuesten Stand, aber die Idee an sich finde ich sehr gut. Vielleicht kann ein ehrenamtlicher Designer die Website ein bisschen auf Vordermann bringen. ;-)

  22. am 20. Mai 2010 um 19:42 Uhr

    @Stœ

    Habe bis 2008 auch KD in Trier studiert und finde deiner Idee sollte man nachgehen. Vielleicht eine Semesterarbeit bei Prof. Hogan und einer Zusammenarbeit mit den Informatikern? Würde auch nochmal dazu beitragen die FH und ihren Gestltungsbereich innerhalb Triers ins Gespräch zu bringen.

    Trotzdem muss ich auch nochmal zu Achims Dialekt sagen, das es für mich eher wie Saarländisch wirkt….Sorry, aber auf den Dialekt legen die Trierer eben besonders hohen wert.

  23. tikkri
    am 20. Mai 2010 um 21:36 Uhr

    wirklich gruselig. für uns. ja. für viele andere ist trierer seite vielleicht ganz angenehm und sogar “wunderschön”. jemand hat sie doch gemacht, mit seiner vorstellung von formschön und benutzerfreundlich – das sagt uns, das es auch andere menschen gibt mit anderer (nicht besseren und nicht schlechteren) vorstellung über einen angemessenen webauftritt einer stadt, wie trier zum beispiel.

    mir gefällt die da…

    http://www.schwaebisch-gmuend.de

  24. technicolorsheep
    am 21. Mai 2010 um 07:15 Uhr

    Gut finde ich auch, dass man bei der Onlinebefragung zur Touristenzufriedenheit, die sich aus unerklärlichen Gründen unter ‘Veranstaltungen’ findet, ungefähr fünfmal ‘weiter’ klicken muss, um auch nur das An- und Abreisedatum zu klären. Genau wie die Webseite lässt aber auch diese Umfrage dem Benutzer zahlreiche Wahl- und Eintragsmöglichkeiten (z.B. welchen Stadtteil außerhalb der Innenstadt man gesehen hat, allerdings bitte nur einen). Ich bin sicher, damit wird es besser.

    Dafür gibt es unter den unsäglichen Postkarten doch auch wirklich ganz nette der FH für Design – könnte man denn, wie schon vorgeschlagen, die Jungs und Mädels nicht mal mehr als nur Onlinepostkarten machen lassen?

  25. Mathis
    am 21. Mai 2010 um 10:01 Uhr

    Endlich mal wieder ein Spooky-Award! Haben ja lange warten müssen … Gibt es eigentlich Nachweise über Reaktionen der ausgezeichneten Seiten? Meldet sich jemand, wie die Stadtverwaltung Trier auf den Award hin? Ist man dankbar oder eingeschnappt?

    Da ich selbst studiere finde ich die Neugestaltung der Seite als Uni-Projekt eine prima Idee! Das kostet nicht viel (sollte aber aus Achtung der Arbeit der Studenten NICHT kostenlos sein!) und junge motivierte Leute bringen da bestimmt nen ganz frischen und dem 3. Jahrtausend entsprechenden Wind rein.

  26. am 21. Mai 2010 um 11:16 Uhr

    @Mathis
    Einen direkten Kontakt gab es bislang nicht, was nicht heißt, dass die Besprechungen von den jeweils Verantwortlichen unentdeckt bleiben. Zahlreiche mit dem Spooky ausgezeichneten Websites sehen mittlerweile komplett anders aus: DMPA, Rotring, Axel Springer oder EMI Group. Das heißt im Umkehrschluss zwar nicht, dass ein Spooky ein Auslöser für den Relaunch war, aber natürlich freue ich mich über jede Veränderung.
    Ein Spooky ist immer ein Finger, der auf die Webwunde zeigt. Ich denke da ganz idealistisch und sehe in jedem Problem eine Chance. Deswegen find ich die Idee auch wunderbar, kreative Studenten aus Trier einzuspannen. Der Spooky-Award möchte Anstoßgeber sein und einen digitalen Stein ins Rollen bringen. Wenn sich Städter und die Studenten/Profs der hiesigen FH an einen Tisch setzten, wäre sehr viel erreicht.
    An dem Tag, an dem ich den Auftrag erhalte, den Relaunch eines Spooky-Preisträgers zu betreuen, schmeiß ich ne Runde.

  27. am 21. Mai 2010 um 11:36 Uhr

    Ein wirklich verdienter Spooky-Award! Gerade in dem Bereich Tourismus wäre es vielleicht nicht ganz schlecht wenn es optisch etwas ansprechender und benutzfreundlicher aufgebaut wäre! (auch trotz Barrierefreiheit)

  28. am 21. Mai 2010 um 11:48 Uhr

    Ich kann mich den vorgegangenen Aussagen nur anschliessen. Ein trauriger Auftritt.

    Ein weiteres tolles antiquiertes Feature der Website findet sich im Stadtplan.
    Der wird angepriesen mit der Überschrift: Per Klick von der Römerzeit
    ins 3. Jahrtausend!
    – wobei das ganze wohl eher bei den Römern hängengeblieben ist …

    Die JavaApp, lädt selbst bei einer flotten Leitung extrem langsam…da ist wohl das Aquedukt verstopft.

  29. Oliver
    am 21. Mai 2010 um 14:21 Uhr

    Lasst mich raten: http://www.essen.de wurde diesmal ganz knapp Zweiter?! Die Website der aktuellen Kulturhauptstadt ist auch ganz, ganz furchtbar…

  30. Flo
    am 22. Mai 2010 um 11:02 Uhr

    Bin zwar kein experte in Sachen Design, aber für die nächte Auszeichnung könnte man die Seite der Uni Regensburg in die engere Auswahl nehmen. Uni Regensburg

  31. am 22. Mai 2010 um 11:10 Uhr

    http://www.bad-schandau.de/ ist ebenfalls so ein kandidat.

  32. am 22. Mai 2010 um 14:19 Uhr

    Hmmm… bei mir sieht de Seite aber anders aus. Haben die da heute (22.05.) was dran gemacht?

  33. am 22. Mai 2010 um 14:20 Uhr

    ahhh ok! ich sehe! man muss da erst was drauf rumsurfen ;)

  34. domenic
    am 23. Mai 2010 um 00:09 Uhr

    ja sieht doch ganz ok aus.. dachte ich :) doch nach ein paar klicks kommen einem tatsächlich handverlesene, noch mit hammer und meißel programmierte framesets entgegen. aber nur mal nur so nebenbei und unter uns: sind nicht fast alle offiziellen seiten von gemeinden und stadt-webseiten etwas verstaubt und sehr 90er-lastig?? also höchste zeit, eben jenen ein hübsches redesign-angebot zu schicken!

  35. Basti
    am 24. Mai 2010 um 02:41 Uhr

    also, ich glaube ich komm zu spät. ich hab eine komplett andere website wenn ich auf die seite geh. haben andere leute auch das problem?!

  36. am 24. Mai 2010 um 20:54 Uhr

    @Basti Häng doch mal ein Screenshot mit in den Kommentar oder beschreib, was in Deinem Browser angezeigt wird. Ohne nähere Infos lässt sich das “Problem” nicht einkreisen.

  37. Simon
    am 24. Mai 2010 um 23:21 Uhr

    Hätte da auch noch einen Nominierungsvorschlag:

    http://www.hs-heilbronn.de/

    Meiner Meinung nach, hätte die Seite eine Auszeichnung in dieser Rubrik durchaus verdient.

  38. am 26. Mai 2010 um 08:17 Uhr

    [...] Back in Time via trier.de. Vielen Dank Achim, wie immer eine supertolle und passgenaue Analyse. [...]

  39. Tom
    am 27. Mai 2010 um 10:31 Uhr

    nur die Seiten des “Trierischen Volksfreundes” sind noch mieser…

  40. Rudy
    am 27. Mai 2010 um 10:37 Uhr

    Ist ihnen aufgefallen, daß im Impressum von den Toursimus-Seite die Stadt Trier gar nicht drin ist? Sie Seite macht ein Verein. Daher ist die Überschrift vom Artikel von spooky verwirrend?

  41. am 27. Mai 2010 um 12:49 Uhr

    Hallo Herr Schaffrinna,

    wir haben Ihren Artikel zum “Spooky-Award” gelesen. Sie haben natürlich recht, das Layout gehört inzwischen wohl eher ins Römische Landesmuseum in Trier als ins Netz. Das aktuelle Layout samt Navigation und Stadtplan stammt noch aus den Anfängen des Internets. Wobei gerade der Stadtplan damals mit seiner Java-Technik etwas ganz innovativ neues war – lange vor Google Maps!

    Wir als Agentur betreuen aktuell die redaktionellen Inhalte des touristischen Bereichs und den Veranstaltungskalender, das momentan aktuelle Layout wurde nicht in unserem Haus entworfen.

    Zur Zeit entsteht in unserem Kreativ-Team eine völlig neue Trier-Website, natürlich auf dem neuesten Stand in Sachen Layout, Technik, social networks usw., die alten Framesets war uns und der Tourist-Information Trier schon lange ein Dorn im Auge.

    Schauen Sie mal rein auf die neue Website, sobald diese online ist (noch in diesem Jahr)!

    Herzliche Grüße

    Ruth Holzemer
    click around GmbH
    - Webmasterin Tourist-Information Trier –

  42. Augustus
    am 27. Mai 2010 um 16:39 Uhr

    @Ruth Holzemer:
    Damit sich keine Fehler in die redaktionellen Inhalte des neuen Tourismus-Internetauftritts einschleichen, erlauben Sie mir den Hinweis, dass es sich bei dem von Ihnen angesprochenen “Römischen Landesmuseum” in Wirklichkeit um das “Rheinische Landesmuseum” handelt…

    Augustus

  43. Sprachgenie
    am 27. Mai 2010 um 17:23 Uhr

    @Achim

    “Eisch klaawen, sou ebbes giddet hei nitt. Hahl still, eisch froaren en Kehr mein Ahl!”

    Man hilft ja, wo man kann.

  44. am 27. Mai 2010 um 20:19 Uhr

    @Ruth Holzemer
    Bin sehr gespannt. Dann wünsche ich Ihrem Team gutes Gelingen! Würde mich über eine Mail zum Live-Gang freuen, gerne auch schon früher.

    @Sprachgenie
    Dankeschön für die Trierisch-Korrektur :-)))

  45. Philip
    am 28. Mai 2010 um 07:43 Uhr

    Ich nominiere die Rheinbahn AG (ueber 213 Mio fahrgaeste jaehrlich) mit http://www.rheinbahn.de
    GRAUNHAFT.

  46. Matthias
    am 29. Mai 2010 um 21:46 Uhr

    BUAH !!!! ;-)
    Ich komme aus Trier und muss gestehen, es ist wirklich eine Schande ….

    Habe übrigens dieses Postkartenfeature ausprobiert:

    Absender, von dem man die Postkarte bekommt ist dann:

    Subject: Eine Postkarte für Sie!

    http://redaktion.trier.de/praefectus/trier?set_tourismushttp://www.tourist-information-trier.de/cgi-bin/postcard.pl?id_num=86911450

    Sowas öffnet doch heutzutage keiner mehr, allein schon aus Spam- und Virenschutzgründen.

  47. IVS
    am 30. Mai 2010 um 09:32 Uhr

    Also, ich finde trier.de auch nicht sonderlich ansprechend, geschweige denn geeignet, um sich intuitiv zurechtzufinden – ABER ich finde auch designtagebuch.de nicht sonderlich ansprechend mit seiner kruden zweispaltigen Navigation rechts, in der Link-Blöcke durch Werbegrafiken zerfetzt werden. Sorry, aber DAS ist – selbst objektiv betrachtet – ebenfalls Designhorror. ;)
    Zumal auf designtagebuch.de nicht einmal ein Impressum zu finden ist (zummindest nicht unter dem Begriff “Impressum”).

    Wie gesagt, das soll keine Verteidigung von trier.de sein, denn die ist wirklich unschön.

  48. IVS
    am 30. Mai 2010 um 09:36 Uhr

    Nachtrag: Das Impressum hab ich jetzt gefunden – nach einigen Klicks hier und da, aber es ist eben nicht da zu finden, wo man es erwarten würde. Ich weiß nicht, warum sich die Webdesigner so schwer tun und es nicht einfach auf jede Seite einbinden, ist doch kein Beinbruch und die Infos sind überall direkt da.

  49. astumpp
    am 31. Mai 2010 um 09:43 Uhr

    Hallo Leute,

    Es kann doch nicht sein, dass diese Form der Webseitenerstellung schon mittelalterlich ist, schließlich hat die Gemeinde Hohenau erst seit ca. 3 Jahren eine neue Homepage und diese ist eben mit der gleichen “uralten” Technik erstellt.
    Ich denke die Seite hätte ebenfalls einen Spooky-Award verdient.

  50. am 04. Juni 2010 um 17:16 Uhr

    Wir in Österreich können das noch viel schlimmer. Homepage der sechstgrößen Stadt in diesem Land:

    http://www.wels.at

  51. Messerjokke79
    am 11. Juni 2010 um 12:25 Uhr

    Hallo,

    ich muss leider etwas Erbsenzählern: Die Site stammt aus diesem Jahrzehnt, nicht aus dem letzten. Das erste Jahrzehnt unseres Kalenders überhaupt begann am 01.01.0001 und endete am 31.12.0010, es gab kein Jahr 0. Dementsprechend endet dieses Jahrzehnt in diesem Jahr – am 31.12.2010. Das macht die Site aber sogar noch schlimmer.

    Viele Grüße
    Mj

  52. am 14. Juni 2010 um 19:38 Uhr

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  53. Franz
    am 24. September 2010 um 10:39 Uhr

    Ich habe da auch einen heißen Kanidaten!!!! http://www.guetzkow.de zusammen mit stadt.guetzkow.de

    Geht garnicht viel zu alt und überaus unformativ!!!!!

    Das Zauberwort heißt Farbe und Design… beides überhauptnet vorhanden!!!

    Sowas bekomme ich auch mit meinem Tafelwerk und dem HTML Kapitel hin!!!!

  54. Frenzy
    am 15. Januar 2011 um 15:30 Uhr

    Inzwischen wurde die Webseite der Trierer Tourist Information (www.trier-info.de) neu gestaltet und gelauncht. Hier schießen die Verantwortlichen erneute den Vogel ab. Gratulation an alle beteiligte – Sie haben erneute einen Award verdient für den schlechtesten Web-Relaunch aller Zeiten – unglaublich!

  55. stefka
    am 17. Januar 2011 um 17:05 Uhr

    Ich schließe mich meinem Vorschreiber an und finde es echt unverantwortlich, wie mit dem Relaunch der Trierer Webpräsenz umgegangen wurde. Wieso fängt man nicht erst mal von vorne an und überlegt sich ein Image oder ein Kulturkonzept von dieser nicht uninteressanten Stadt und dann fragt man jemanden der sich mit Kommunikation und Websiten auskennt, bevor man ein buntes Kauderwelsch publiziert.

  56. vattic
    am 22. Januar 2011 um 16:31 Uhr

    Auch nach dem Relaunch immernoch eine gruselig wirkende Seite auf der ich keine Sekunde länger als unbedingt nötig verbringen möchte.
    Passt aber vermutlich ganz gut zum aktuellen banal-amateurhaftem Stadtlogo Triers…

  57. Freddy
    am 12. August 2011 um 11:00 Uhr

    Eine alternative Trierer Seite entsteht gerade unter Trier.com
    Lässt sich gut lesen, Infos und Veranstaltungskalender sind auch da. Wird aber nicht von der Stadt betreut sondern von einem Privatunternehmen.

  58. Dieter
    am 07. Oktober 2011 um 17:06 Uhr

    Unglaublich, vor allem wenn man bedenkt, dass die Seite 70.000 Euro gekostet hat und pro jahr 45.000 Euro ausgegeben werden.
    http://www.16vor.de/index.php/2011/08/27/moderner-und-schoner-vielleicht-billiger-wohl-nicht/

  59. Janik
    am 22. November 2012 um 12:12 Uhr

    Haha…

    Ruth Holzemer hat gar kein Kreativ-Team. Das ist ne total uninspirierte Klitsche. Ich weiss wovon ich rede.



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