Frisch im Netz – Dezember 07

Bunte | Magazin
Das Boulevardmagazin hat ein neues buntes Online-Haus, wie man selbst schreibt. Der Anteil an Bildflächen ist gestiegen. Bunte selbst nett dies “sinnlicher und bildfreudiger”. In der grafisch gut aufbereiteten Navigation stört es, dass zahlreiche Unterpunkte eigene Websites öffnen “Star Control”, “StarStyle.TV”, “Star Shots” etc.. Da auch über die Marginalspalte externe Inhalte aufgerufen werden (peoplechannel, burda-direct, etc.) ist ein längerer Besuch mit (zu) vielen Tabs verbunden. Das hin und her und Schließen von Fenstern drückt ein wenig auf die Stimmung. Die Aufbereitung des Suchergebnisses könnte zudem optisch ruckelfreier sein. Ansonsten ein gestalterisch interessanter Auftritt mit typografischen Finessen. Die “Newsline” in der rechten Spalte fühlt sich sehr gut an und ist Teil des eigenen Stils. Der kürzlich mit einigem Bohei vorbereitete neue Auftritt der BILD zeigt überraschend viele Ähnlichkeiten in Sachen Aufbau und Design. Man wird doch nicht abgeschaut haben?
Da mir keine anderen Infos vorliegen gehe ich davon aus, dass der neue Bunte-Auftritt hausintern bzw. Burda-intern gestemmt wurde.
Kleine Hommage an eine Wortmarke – Canton

Als die Firma Canton den Auftrag zur Erstellungen eines neuen Firmensignets vergab, waren gerade einmal 35 Mitarbeiter damit beschäftigt Lautsprecher zu entwickeln und zu montieren. Im ersten Jahr nach der Gründung am 01. Januar 1973 verwendete man noch einen provisorischen hausgemachten Schriftzug. Nicht in einer Garage, wie so viele prominente Software-Unternehmen, sondern im Wohnzimmer entwickelte man damals noch die ersten Modelle. Mit dem Erfolg der ersten Lautsprecher stiegen die Anforderungen an ein prägnantes Erscheinungsbild, dass ganz auf die Themenwelt Musik abgestimmt sein sollte.
Frohes Weihnachtsfest

Ich wünsche allen Lesern eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2008. Dankeschön für die wunderbaren Diskussionen in diesem Jahr. Ich meine wir konnten eine ganze Reihe von Trends, Tendenzen und auch Modeerscheinungen in Bezug auf Design, Logoentwicklungen und die digitalen Medien beobachten. Und dass es eben nicht nur beim Beobachten bleibt, sondern Meinungen ausgetauscht und Ansichten diskutiert werden, macht die ganze Sache auch für mich so spannend. Dankeschön auch für die Grüße und Wünsche, die ich per E-Mail und auch per Postkarte erhalten habe!
Auch zwischen den Tagen lohnt ein Besuch im Design Tagebuch. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird eine kleine Hommage an eine der wunderbarsten Wortmarken, die ich kenne live gestellt. Lasst Euch überraschen.
Frohes Fest!
Achim Schaffrinna
Neues Logo für Marionnaud

Die französische Parfume- und Kosmetikmarke Marionnaud zeigt sich mit einem neuen Logo. Das scriptuale “M” blieb erhalten. Aus der Bodoni wurde die Dax, die ihren Siegeszug als beliebteste Typo der letzten Jahre, vor allem auch innerhalb von Wortmarken weiter fortsetzt. Die Beliebtheit, der 1995 von Hans Reichel geschaffenen Schrift, ist nicht mehr zu übersehen. Branchenübergreifend findet sie Verwendung. Ob bei der Norisbank, Pangora oder bei Kabel BW, in allen Fällen wählten die Designer die Dax, um damit die Wortmarke zu setzen. Nun kommt die sehr reduzierte und eher technisch anmutende Typo sogar in einer Fashion-Marke zum Einsatz. Ob das neue Signet nun dadurch charakterlos oder doch besser gesetzt erscheint darf jeder für sich selbst beantworten.
Mister Wong trägt nun einen Hut

Die Anfang August begonnene Odyssee auf der Suche nach einem neuen Logo bzw. einer neuen Bildmarke ist nun (endlich) zu Ende. Kurz vor Weihnachten haben sich die Betreiber der Social-Bookmarking-Plattform nach mehreren Zwischenpräsentationen nun gestern ein neues Logo geschenkt. Insgesamt dauerte der Prozess 5 Monate. 1.800 Entwürfe wurden eingereicht und von einer Expertenjury begutachtet.
Als Sieger wurde Hu Nan aus China gekürt. Der von ihm eingereichte Entwurf ist allerdings keinesfalls das oben abgebildete Logo. Vielmehr stellt der sogenannter Siegerbeitrag lediglich eine Rohfassung dar, an der – und das nehme ich an dieser Stelle einmal an – auf Expertenrat noch feinjustiert wurde. Die recht komplexe Anordnung wurde stark reduziert, so dass nur noch ein “Strichmännchen mit Hut” stehen blieb, was selbst in der Größe eines Favicons noch erkennbar ist.
Mister Wong mit Glatze ist tot. Es lebe der neue Mister Wong mit Hut.
Die gruseligsten Seiten im Netz – EMI Group

Brrrr… Wenn einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft, muss es nicht immer das Wetter sein, das schuld ist. Manchmal reicht auch ein Blick auf die ganz großen Konzerne und Marken im Netz. Heute schauen wir einmal auf EMI, die mit einem Katalog von über einer Million Titeln derzeit noch der größte Musikverlag der Welt darstellen.
Die Themen Videos und Musik boomen im Internet. Apple hat mit iTunes den “global playern” gezeigt, wie sich mit Musik Millionen verdienen lassen. Es sollte eigentlich jeder kapiert haben, dass es sich auszahlt in die digitalen Medien zu investieren. Klar das Produkt muss stimmen aber auch die Präsentation respektive das Erscheinungsbild. Das fängt bei der Vertriebsplattform an und hört bei der übergeordneten Dachmarkenseite auf. Oder anders herum, ganz wie man will.
Swisscom mit neuer Identität

Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen wird 2008 sein 1998 eingeführtes Erscheinungsbild ändern. Bereits jetzt wird der neue Markenauftritt und die veränderte Konzernstruktur offen und transparent kommuniziert. Mitarbeiter und Kunden werden auf diese Weise gleichermaßen behutsam auf das neue Gesicht der Marke vorbereitet.










