Die gruseligsten Seiten im Netz – EMI Group

EMI Spooky Award

Brrrr… Wenn einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft, muss es nicht immer das Wetter sein, das schuld ist. Manchmal reicht auch ein Blick auf die ganz großen Konzerne und Marken im Netz. Heute schauen wir einmal auf EMI, die mit einem Katalog von über einer Million Titeln derzeit noch der größte Musikverlag der Welt darstellen.

Die Themen Videos und Musik boomen im Internet. Apple hat mit iTunes den „global playern“ gezeigt, wie sich mit Musik Millionen verdienen lassen. Es sollte eigentlich jeder kapiert haben, dass es sich auszahlt in die digitalen Medien zu investieren. Klar das Produkt muss stimmen aber auch die Präsentation respektive das Erscheinungsbild. Das fängt bei der Vertriebsplattform an und hört bei der übergeordneten Dachmarkenseite auf. Oder anders herum, ganz wie man will.

EMI logo EMI präsentiert sich im Netz als Flickenteppich. Während die Länderauftritte Deutschland, Österreich und Schweiz noch in zeitgemäßem Gewand erscheinen und dem gleichen Baukastensystem entspringen, wirken die Auftritte von EMI Publishing und auch von EMI Records wie losgelöst. Wo ist das Gemeinsame? Gehören alle Sites tatsächlich zu einem Unternehmen? Und vor allem, warum ist die übergeordnete Dachseite, um die es in diesem Beitrag geht, so maßlos verstaubt und antiquiert und das in jederlei Hinsicht? Fast 50 Jahre lang war EMI das größte Plattenlabel der Welt und wird weiterhin zu einem der derzeit vier großen „Major-Labels“ gezählt. Warum schafft man es aber nicht eine halbwegs ordentliche Corporate-Site ins Netz zu stellen?

Die Hintergrundfarbe – ich nenne es mal „mauve“ oder „blass lila“ – ist ein echter Hit. Ein sogenannter „One-Hit-Wonder“. Das animierte „Ding“ im Header schlägt ebenso schiefe Töne an. Was soll das Flash-Modul kommunizieren? Ich weiß es nicht. Die Hauptnavigation wirkt insgesamt wie ein Relikt aus früheren aber nicht besseren Zeiten. „Die Site lässt sich aber wunderbar navigieren“, werden einige vielleicht sagen. Klar, den Trabbi konnte man auch gut lenken. Aber im Ernst. „Look“ und „Feel“ der Site sind veraltet. Wie schon beim letzten Spooky-Award-Preisträger dem ORF, kann man sagen: Das Schönste an der Site ist das Logo.

Noch was zum Schluss. Selten habe ich einen alberneren Slogan gehört, als den von EMI auf den Landesseiten: „Gute Musik ist besser“. Was soll man dazu sagen? Vielleicht folgendes: „Gute Websites sind auch besser!“

Herzlichen Glückwunsch zum Spooky-Award des Monats Dezember!

13 Kommentare zu “Die gruseligsten Seiten im Netz – EMI Group

  1. Auch hier wurde scheinbar inzwischen gerelaunched. Gut dass die doch irgendwann kapieren, welche Werbemacht das Internet hat und ermöglicht!

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