Das Logo der Handball-WM 2019

Handball-WM 2019 Logo

Heute findet in Berlin das Eröffnungsspiel der Handball-Weltmeisterschaft statt. Dass neben Deutschland auch Dänemark Ausrichter des Wettbewerbs ist, lässt sich bereits dem WM-Logo entnehmen. Das Signet beinhaltet gleich drei zentrale Botschaften, ohne dabei überladen zu wirken.

Handball-Weltmeisterschaften finden jeweils im Abstand von zwei Jahren statt. Zuletzt war Frankreich Ausrichter einer WM. Die 26. Handball-Weltmeisterschaft ist die erste, die von zwei Handballverbänden organisiert wird. Vom 10. bis zum 28. Januar finden Spiele in Berlin (Eröffnungsspiel), München, Hamburg, Köln sowie in Kopenhagen und Herning (Finale) statt.

Bei dem von Jung von Matt/SPORTS unter der Leitung von Laura Galmés Schwarz entworfenen Signet wurden die Anfangsbuchstaben G (für Germany) und D (für Denmark) zu einer in zwei Hälften geteilten Kreisform angeordnet. Diagonal verlaufende Linien nehmen die Form der Buchstaben auf und sorgen für einen dynamischen Ausdruck. Dabei ist die Gestaltung frei von klischeehafter Formensprache, wie man sie allzu oft im Basketball- oder im Fußball-Sport findet, wenn etwa wieder einmal das berühmte Telstar-Ball-Muster zum Einsatz kommt.

Handball-WM 2019 Logo

Handball-WM 2019 Logo

Dynamik, Ballsport und zwei Länder als Ausrichter – diese drei zentralen Botschaften werden über das Signet kommuniziert. Ein in jeder Hinsicht überzeugender Entwurf. Möglich wird ein solches Design nur, da die Gestaltungsvorgaben seitens des Handball-Weltverbandes IHF offensichtlich deutlich weniger restriktiv sind als beispielsweise die der FIFA. Handball-Fans mit Faible fürs Visuelle wirds freuen.

Übrigens hat der Deutsche Handballbund (DHB) die Gelegenheit genutzt, um im Vorfeld der WM sein Markenleitbild überarbeiten zu lassen. Auch eine neue Website wurde vor zwei Tagen ins Netz gesetzt (siehe Pressemeldung).

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31 Kommentare zu “Das Logo der Handball-WM 2019

    • Hahaha. Ja. Das war auch mein erster Gedanke und ich wollte es gerade auch anmerken, wobei ich nicht unbedingt glaube, dass die sich daran bedient haben. Besser gefällt mir das Comet-Logo von Jürgen Frost aber allemal.

  1. Wirklich schön zu sehen, dass die Verantwortlichen erkannt haben wie wichtig ein professionelles Design für eine für den deutschen Handballsport so bedeutende Veranstaltung ist. In weiten Teilen auf jeden Fall deutlich ausgereifter als jedes Design einer Fußball-WM.

    @Achim. Woher stammt die Info, dass das Design von Formegon stammt? Und gibt es da vielleicht noch weitere Einblicke?
    Soweit ich weiß stammt das nämlich (auch) von Jung von Matt Sports in Zusammenarbeit mit Elisa Penido. Weitere Einblicke in die Arbeit und Anwendungsbeispiele gibt’s bei Elisa Penido: http://www.elisapenido.com/2019-handball/

    • Dank Dir für die Ergänzung Kennet! Die Agentur Formegon wird im Pressekit genannt, das es zur WM gibt, allerdings tatsächlich nicht explizit als verantwortlich für das Logodesign. Ich habe den Beitrag an der entsprechenden Stelle korrigiert.

  2. Ich finde die „Handball ’19“ Variante irgendwie suboptimal. Ich finde das wirkt irgendwie verschoben. Da hätte man vielleicht eher unter „GER“ anfangen sollen und den Zeilenabstand etwas vergrößern.
    So finde ich wirkt es wie ein Fehler beim Rendern oder so.

  3. Das Logo gefällt. Die grafischen Anwendungsbeispiele welche Kennet unter folgendem Link schon erwähnt hat http://www.elisapenido.com/2019-handball/ sind ok. Sie könnten meiner Meinung nach aber noch mutiger sein um die Leute, welche dem Handballsport eher fremd sind, mitzureißen und mehr Emotionen zu transportieren, was bei einer Heim-WM m.M.n. unabdingbar ist.
    Auch die Farbwelt hätte man harmonischer bzw. prägnanter wählen können (bspw. im Bezug auf die Gastgeberländer reduziert auf schwarz, weiß, rot) ohne sich gleich auf alle Grundfarben zu berufen. Dennoch habe ich Bock auf die WM, da Handball einfach ein „geiler Sport“ ist!

    • Ich stimme dir da voll und ganz zu. Sicherlich wäre dieses Design noch ausbaufähig und definitiv mutiger anzuwenden. Meiner Auffassung nach ist es aber ein guter Anfang für den DHB. Von einer solchen Professionalisierung waren wir vor einigen Jahren noch sehr weit entfernt. Daher ist es ein guter erster und wichtiger Schritt.

      »Dennoch habe ich Bock auf die WM, da Handball einfach ein „geiler Sport“ ist!« so sieht’s nämlich aus.

  4. Ich bin offenbar der Einzige, der sich an dem für mich persönlich unglücklich und unfreiwillig kreierten Kunstwort „GERDEN“ stört. Auch am Grafikelement kann ich keinen direkten Bezug zum Handball ableiten, dafür ist es zu abstrakt.

    Kurz: Für jemanden, der keine Ahnung hat, dass Deutschland und Dänemark aktuell die Handball-WM gemeinsam ausrichten, funktioniert dieses Logo alleinstehend sicher nicht.

    Für die Handball-Szene selbst bzw. im Kontext mit einem Handball-Motiv wie auf der Seite http://www.elisapenido.com/2019-handball/ klappt es natürlich. Da bleibt es dann wie so vieles einfach Geschmackssache.

    • Sehe ich auch so. Für mich war es einfach das neue Logo der Firma „Gerden“, aber für eine Handball-WM wäre der Einsatz der beiden Landesflaggen wohl die bessere Lösung gewesen.

    • Ich oute mich jetzt mal als Sport-Horst. Denn ich habe mich auch immer gewundert, wer denn der neue Sponsor der deutschen Handball Mannschaft ist. Und nicht nur dieser Mannschaft, GERDEN ist ebenso Sponsor der anderen Mannschaften!

      Jetzt, nachdem Achim uns das Logo erklärt hat finde ich es gelungen.

  5. Zuerst: Ich bin kaum sportaffin und hätte niemals erkannt, dass es um Handball bzw. überhaupt um Sport geht. Aber das sieht man ja im Kontext. Außerdem gefällt mir dieses Kunstwort „GERDEN“ nicht (mehr dazu unten).

    Aber mal generell, liegt es an meiner Stimmung?
    Ich finde es zu düster, farblos, trostlos. Schwarz kann zwar edel wirken, hier wirkt es einfach nur traurig. Es fehlen Farbspritzer.

    Außerdem ist es mir zu zerrissen. Für mich sieht es nicht so aus, als ob Germany und Denmark das gemeinsam machen, sondern als ob sie Konkurrenten sind, die gegeneinander arbeiten.

    Das Logo finde ich von der Form her nicht schlecht und frisch, aber es fehlt Farbe. Die beiden Buchstaben hätte ich nicht erkannt.

  6. Ich habe Plakate dafür in München gesehen und dachte, dass hier in der Stadt das Spiel Deutschland gegen Dänemark ausgetragen wird. Da ist diese Typo einfach nicht als Teil des Logos wahrnehmbar.

  7. Beim ersten Blick auf das Logo auf der dt-Startseite dachte ich für einen Bruchteil einer Sekunde: Wow, ein tolles modernes Signet – aber wo liegt die Stadt Gerden eigentlich? Mit dem passenden Bezug zur WM funktioniert es dann aber doch. Ist eben doch ein tolles modernes Sportsignet – mal was anderes als im Fußball. Für meine Eingangsfrage habe ich dann Google bemüht und siehe da: so falsch lag ich gar nicht. Gerden ist eine Ortschaft in Melle (Niedersachsen). Das Logo könnte also nach der WM durchaus noch in einer Zweitverwendung weiterleben. Der „GD-Handball“ würde sogar zum Meller Rad passen. :-)

  8. Ein Insiderlogo!

    Frei von klischeehafter Ballsport-Formensprache.

    Dafür auch frei von rascher Handball-Assoziation, falls das schicke Papierschneidkanten- ähm „cutting-edge“-Logo mal alleine steht. Könnte ohne die Subline „Handball …“ auch ein Theater- oder ein Kunsthaus-Logo sein.

    Womöglich tut es das ja gar nie und befindet sich immer stilvoll auf kontextreichem Umfeld. Dann habe ich nix gesagt.

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