Aus Lowepro wird DayMen
Der Markenhersteller Lowepro geht zukünftig in der Identität seines Mutterkonzerns auf. Die Bergsilhouette im Halbkreis, die den visuellen Bezug zur Natur schafft, verschwindet also sukzessive. Auf der Com-Seite behauptet DayMen süffisanterweise noch “Proud Owner of Lowepro”. Nun hat man sich dazu entschieden das Erscheinungsbild dieser Traditionsmarke im Bereich der Foto-, Outdoor- und Computertaschen wie auch schon in der Schweiz, England und anderen Ländern komplett umzustellen. Ein bedauernswerter Schritt aus gestalterischer Sicht.
Update 10:40 Uhr: Der Wechsel betrifft lediglich die Vertriebsgesellschaft und NICHT die Produkte. Insofern sind einige hier gefallene Anmerkungen obsolet.
Den Namen DayMen haben sich die beiden Gründer Ed Day-Hollis und Uwe Mummenhoff vor 25 Jahren ausgedacht. Vor allem der Bezug zu Natur geht mit der neuen Wort-Bildmarke verloren, was ich sehr schade finde. Vor allem die mit Serifen versehene türkise Wortmarke “DAYMEN” mag überhaupt nicht die dahinter stehenden Produkte kommunizieren. Ich denke an Mundduschen, Binden oder Contaclinsen für Männer, was auch immer das sein mag, aber auf keinen Fall verbinde ich mit dem neuen Logo eine Marke, die Taschen z.B. für Computer im Portfolio führt.
Dies ist eine insgesamt sehr ernüchternde, aus strategischen Gründen, gefällte Entscheidung. Ich befürchte erst zurückgehende Umsätze im deutschsprachigem Raum wird in der Führungsetage Fragen aufwerfen. Identitätsverlust oder neutraler formuliert, ein geändertes CD, hält man dort vermutlich für eine Marginalie.
Danke an Gregor für den Tipp. via MacLife






Damenbinde für Männer trifft’s am besten. Und das für ein Produkt, das so prominente Markenbotschafter wie den Fotografen Art Wolfe hat. Vor mehr als 10 Jahren ist mir mal meine gesamte Fotoausrüstung für wenige Sekunden von einer großen Welle in den Indischen Ozean entführt worden. Dank Lowe war hinterher alles trocken, als ich den Rucksack öffnete. Lowe steht für Qualität, Natur, Erlebnis, etc. Daymen ist meines Erachtens ein mittlerer Fehlgriff, auch wenn’s nur die Vertriebsgesellschaft ist.