Neues Logo für den Zoo Hannover

Logo Zoo Hannover

Der Zoo Hannover, 1865 eröffnet, modernisiert derzeit vor dem Hintergrund eines runden Jubiläums sein Erscheinungsbild. Erstes sichtbares Zeichen dafür ist ein neues Logo, das dieser Tage eingeführt wurde.

Im kommenden Jahr feiert der Zoo Hannover sein 150-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt der visuellen Neuausrichtung, die kürzlich unter zoo-hannover.de/winterzoo erstmals sichtbar geworden ist, steht die Mensch-Tier-Begegnung, die einen Besuch des „Erlebnis-Zoos Hannover“ unvergesslich mache, so die entsprechende Pressemeldung. Das bisherige „in die Jahre gekommene“ quadratische Logo macht Platz für eine Doppelsilhouette aus Menschen- und Löwenkopf. Auf Facebook hält sich die Begeisterung der Zoo-Fans für die neue Wortbildmarke in Grenzen. Als „zu kalt, zu steril“ wird das Zeichen, das in diesem Fall der Jahreszeit entsprechend hellblau eingefärbt ist, empfunden. Wie die Anwendungsbeispiele verdeutlichen, ist für das Signet eine variable Farbgebung vorgesehen.

„Echt anders“ – was wie eine Bewertung des neuen Logos im Vergleich zum bisherigen klingt, ist der neue Claim des Zoos, der im Zuge des Redesigns gleichfalls vorgestellt wurde und einerseits Ausdruck von Authentizität wie auch ein an die Besucher gerichtetes Versprechen ist.

Verantwortlich für die Kreation zeichnet die Hamburger Agentur Elbfeuer.

Zoo Hannover Logo – vorher und nachher

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25 Kommentare zu “Neues Logo für den Zoo Hannover

  1. Die neue Gestaltung geht für mich leider am Thema vorbei.
    Grundsolide Gestaltung ja, aber insgesamt etwas zu abgehoben für das gemeine Publikum …
    So frage ich mich auch ob die Sihouette eines Löwenkopfs sinnvoll gewählt wurde.
    Die Tiere Afrikas werden zwar schön in der Erlebniswelt Sambesi präsentiert – aber ebenso gut auch Eisbären in der Yukon Bay oder Elefanten im Dschungelpalast …
    A propos Erlebnis: Das, was den Zoo Hannover bisher ausmachte, waren eben diese Erlebniswelten, die uns von Hannover ganz fix thematisch nach Alaska, Indien oder nach Afrika bringen konnten. Da fand ich die Idee des alten Logos zweckmäßiger, weil es sich nicht festlegte. Im unteren rechten Quadrat konnte früher – je nach Bedarf – ein Symbol oder Bild gezeigt werden, dass jeweils auf ein Highlight hinwies (wie z. B. eine neu eröffnete Erlebniswelt). Jetzt hat man sich festgelegt und macht den Löwen halt mal blau wenn es draußen kälter wird …
    Das farbenfrohe alte Logo war weniger dezent, weniger edel und deutlich lauter – aber zeigte eben den wahren Charakter eines Freizeitparks (und das war der Zoo), in dem man mit der ganzen Familie den ganzen Tag verbringen konnte, ohne dass einem langweilig wurde.
    Das neue Erscheinungsbild könnte auch für eine Versicherung oder Bank stehen – die bedienen sich auch gerne der Symbolik des Löwens.
    Vielleicht ist die grafische Neuausrichtung ein Hinweis darauf, dass es bald keine neuen Erlebniswelten mit überraschenden Attraktionen mehr geben wird. Dass weniger das Erleben, sondern eher das Beobachten gewünscht wird. Wenn der Wirtschaftsbetrieb Zoo Hannover darunter finanziell leiden sollte, passt dann allerdings der mächtige Löwenkopf bald auch nicht mehr so recht …

    PS: Auf den zweiten Blick assoziiere ich die Löwenkopfsilhouette mit den Umrissen Afrikas … Dann sollte man konsequenterweise einfach außer dem Gorillaberg und dem Sambesi alle anderen Themenwelten schließen und sich darauf konzentrieren. Aber halt – dann wird der Serengetipark vielleicht die spannendere Alternative sein (sorry für den latenten Zynismus!).

    • Das neue Logo schafft auf jeden Fall eine direkte Verbindung zum eigentlichen Thema: Tierwelt bzw. das Erlebnis Mensch/Tier. ‚Thema verfehlt‘ ist hier also absolut nicht der Fall. Dass ein Logo nicht immer das volle Angebots-Spektrum abdeckt, halte ich für legitim.

      Um zu verdeutlichen, dass es hier nicht um eine Versicherung geht, steht glaube ich ‚Erlebnnis Zoo Hannover‘ daneben, oder habe ich mir das eingebildet? ;)

      Ich im Übrigen finde auch die farbliche Variation je nach Thematik/Jahreszeit/Anlass unglaublich gut, da das Logo seinen Wiedererkennungswert dennoch behält und sich trotzdem in die jeweilige Optik der Verwendung einfügt (Logos stehen gerne auch mal auf ‚fremden‘ Medien)

  2. Revolution statt Evolution. Mir kommt der Schritt vom alten zum neuen Logo zu krass vor. Das alte Logo war laut, auffällig, bunt, das neue ist dezent und fast ein bisschen langweilig. Das Spiel mit Negativ und Positiv ist nicht besonders originell. Aber ist natürlich alles persönlicher Geschmack. Als Hannoveraner kann ich nur sagen: Ich werde das alte Logo vermissen.

    • Dem kann ich (leider) nur zustimmen.
      Ich vermute auch, dass die meisten positiven Kommentare von Leuten kommen, die den Zoo (gar) nicht oder nur wenig kennen. Mir fehlt schlicht die Kongruenz zwischen eben diesem über die Jahre gewachsenem Erlebnis-Zoo (quasi einem modernen Freizeit- und Erlebnis-Park) und dem neuen Logo, das für sich ja formal ganz O.K. ist, aber m. E. so gar nicht zu dieser Institution passen mag und übergestülpt wirkt. Mir erscheint es thematisch zu verkopft, gewollt intellektualisiert, zu ernst – und einfach zu passiv. Auch das ist meine persönliche Wahrnehmung.

  3. Ich finde diese Visuals mit den Mädchen, die vor den Glasscheiben hängen unsäglich. Das ist Klischee hoch 3. Im Grunde aber ’ne saubere Arbeit, der man aber anmerkt, dass der Bezug und die Nähe fehlt. Ansonsten gefällt mir der Redesign-Vorschlag von @3 weitaus besser weil dort die Hauptzielgruppe = Kinder miteinbezogen wurde.

  4. Das Logo gefällt mir eigentlich gut, allerdings finde ich die vorgestellten Flyer und Plakate gruselig mit diesen Pseudohandschriften, schräggestellten Rahmen und Dingbat-Schneeflocken.

    Da das Logo in meinen Augen schon sehr edel rüberkommt, müssten auch alle Drucksachen viel edler gestaltet werden. Mehr monochrome Flächen, mehr Witz in der Bildsprache, bessere Fotos … leider fehlte da wohl der Mut.

    Ich kann da auch immer nur auf den Kölner Zoo verweisen, der in meinen Augen tolle Plakate mit einer originellen Bildsprache macht:

    http://www.gutewerbung.net/zoo-cologne-happy-easter-campaign/

    http://www.gutewerbung.net/kolner-zoo-sonntagsfuhrung/

    http://www.designmadeingermany.de/2011/21189/

    (Sorry für die vielen Links, aber ich bin ein echter Fan dieser Plakate)

    ;-)

  5. Unten der Infotext der Agentur Elbfeuer — und so sieht es dann auch aus. Ganz viel Meeting und Strategie, ganz wenig Erlebnis und Zoo. Das hat dieser Zoo nicht verdient. Typografie, Fotografie, Text, Fotoecken (?), wie aus schlechten Lehrbüchern oder ambitionierten Werbefachschulen. Da atmet nichts, zu steril, zu kühl, austauschbar, konstruiert, gerade, tot, leer — für etwas, was lebendig ist. Selbst Kreditinstitute kommunizieren emotionaler. Sambesi, Yukon Bay, Meyers Hof: Hannover liebt seinen Zoo — und erkennt ihn nicht wieder. Ein lauer Abend, wenn die Wege sich leeren … ich empfehle dringend einen Besuch, vor allem der Agentur Elbfeuer. Und nehmt den Zoo-Geschäftsführer gleich mal mit.

    Der Website http://www.elbfeuer.de entnommen:

    24.11.2014
    Neues Logo, neuer Claim, neues Design: Der Erlebnis-Zoo Hannover präsentiert sich seit 24. November 2014 mit einem starken brandneuen Design, das aus unserer Kreativschmiede stammt. Vorausgegangen war eine intensive Strategieberatung mit Status-quo-Workshop, Kreativmeetings und Überprüfung des Markenbildes.

    Der Erlebnis-Zoo Hannover zählt zu den beliebtesten und modernsten Tier- und Erlebnisparks in Deutschland. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut, eine so emotionale und lebendige Marke strategisch und kreativ begleiten zu dürfen. Alles an und in diesem Zoo ist authentisch und speziell: die Themenwelten mit ihren naturnah gestalteten Lebensräumen, die Kommunikation, die Mitarbeiter, die Gastronomie und die zusätzlichen Freizeitangebote.
    Echt anders.„Echt anders“ heißt deshalb auch der neue Markenclaim, der sofort bei allen Beteiligten Anklang fand. Und auch das Logo ist ‚echt anders‘, zumindest im Vergleich zum alten Markenzeichen. Es zeigt neben dem prominenten Schriftzug ‚Erlebnis-Zoo Hannover‘ einen Löwen- und einen Menschenkopf im Scherenschnittdesign. Das hat eine tiefere Bedeutung: Tiere und Besucher werden in Hannover gleichermaßen wichtig genommen.
    Auffällig an der Bildwelt sind vor allem die vier weißen Fotoecken. Sie simulieren den Blick durch eine Fotokamera und lenken den Blick des Betrachters auf den interessantesten Bildausschnitt. „Wir fühlen uns mit dem neuen Design rundum wohl“, sagt Zoo-Geschäftsführer Andreas Castorff begeistert. „Es hat eine wunderbare Alleinstellung, ist attraktiv, modern, emotional und repräsentiert uns so wie wir sind: authentisch, lebendig und vielseitig.“

    • i really hate marketing-Sprech.

      Fotoecken simulieren doch keinen Blick durch die Kamera?! Zumal der Blick durch die Kamera ein mittelbarer ist; irgendwie das Gegenteil von direkter Begegnung.
      „Das Logo ist echt anders, zumindest im Vergleich zum alten Markenzeichen“ – das ist schon sehr albern; DAS gilt nun für geschätzt 50% aller Redesigns.

      Wenig anderes als „ernüchternd“ kann man zu diesem Erguss sagen …

  6. Als Dauerkartenbesitzer ist mir dieser enorme Schritt weg von der eher kindlich verspielten Version zur erwachsenen bühnenähnlichen Variante zu krass. Der Zoo ist nun mal verspielt, bunt und vielfältig. Die meisten Erwachsenen kommen mit Kindern dort hin. War das Ziel „Weniger Familien und mehr Tierbuch-Lesungen mit anschließender Dialogrunde“? – dann will ich nix gesagt haben – sehr gut umgesetzt. Aber ich sehe schon viele ratlose Väter und Mütter, die sich mit dieser nüchternen Umsetzung nicht mehr identifizieren können oder wollen – ein leichtes Tuning wäre hier angebrachter gewesen… Schade Herr Casdorff – Marketing war schon bei der TUI nicht Ihre Stärke…

  7. Hannover wird immer noch als profillose Stadt wahrgenommen. Herr Machens, ehemaliger GF des Zoo Hannovers, hat es geschafft das Projekt Zoo als Erlebniswelt über die Grenzen hinaus zu etablieren. Ein großes Plus für die Stadt. Leider kann ich die positiven Wahrnehmungen des neuen Logos nicht teilen. Vor allem, wenn es wieder Hamburger machen müssen, da sich in der profillosen Stadt ja niemand findet. Bestimmt hat man sich in Hamburg inspirieren lassen vom Kölner Zoo. Die Lösung ist auf den zweiten Blick wesentlich ausgearbeiteter. Schade, wieder eine Chance vertan für die Stadt. http://www.koelnerzoo.de/

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