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Brooklyn liegt in Thüringen

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Kampagne Das ist Thüringen

Heute startet eine Standortkampagne für das Bundesland Thüringen. „Die Kampagne soll die Stärken Thüringens bekannt machen und das Profil des Landes schärfen“, so Matthias Machnig, Wirtschaftsminister von Thüringen.

Auf dem Kampagnenmotiv heißt es: „Wer von Manhattan nach Brooklyn möchte, kommt an Thüringen nicht vorbei. Denn mit der Brooklyn Bridge verbindet Ingenieurkunst Thüringen die beiden New Yorker Stadtteile. Konstruiert von Johann August Roebling aus Mühlhausen, gehört sie zu den bekanntesten Bauwerken der aufregenden US-Metropole. Und ist ein Beispiel dafür, dass die Arbeit von Thüringer Ingenieuren auch außerhalb Thüringens geschätzt wird. Mehr Informationen unter www.das-ist-thüringen.de“.

Die Hamburger Agentur KNSK konnte sich im Pitch gegen 32 Mitbewerber durchsetzen und entwickelte die Kampagne, die ab heute in TV- und Kinospots, Zeitungsanzeigen und Plakaten ausgerollt wird.

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42 Kommentare

  1. Witzige Idee, um den Blick auf Thüringen zu ändern. Ich wusste das meiste nicht. Well done.
    Einzig die Marke vom Freistaat selber ruiniert die weltmännische Attitüde durch die Billig-Optik.

  2. Etwas bieder in der Gestaltung, aber die Kampagne ist in der Tat gelungen. Schade nur, dass man die Meta in dieser Größe einsetzt. Dabei gibt es von ihr doch die passenden Headline-Schnitte.

  3. Da kann ich mich CB nur anschließen (Billig-Optik). Hier waren echte Stümper am Werk. Zu viele unqualifizierte Marketingfachleute und zu wenig Designer oder Typografen. Die Marke Freistaat Thüringen schlägt dem Fass den Boden aus (man beachte: “Thüringen” in der Bauhaus).
    Hier haben die vermeintlichen Fachleute etwas mißverstanden. Nur weil das Bauhaus aus Weimar (Thüringen) kommt, muss man doch nicht die typografischen Irrwege (Herbert Bayer) dieser Zeit der Marke Freitstaat Thüringen anheften. Grauenhaft.
    In letzter Zeit habe ich die Bauhaus wieder vermehrt gesichtet. Die Schrift scheint also wieder in Mode gekommen zu sein. Sie wirkt aber auf mich unangenehm stylish und wenig ernsthaft. Das hat leider nur sehr wenig mit Thüringen zu tun. Schöne Grüße an die Hamburger Agentur (KNSK).

  4. thüringens offizielles corporate design (in Scala Sans) http://t.co/3ev48Fd

    die freistaatsmarke ist eben teil der NEUEN kampagne und NICHT teil des offiziellen CDs…zum HEULEN, wie hier ein bundesland aus HH ferngesteuert wird.

    zur enstehungsgeschichte: wirtschaftsminister machnig hat 1998 mit der HH-agentur den spd-wahlkampf (damals wahlkampfleiter) gemacht…und nun macht diese agentur aus HH mit herrn machnig und einem billigen spruch aus der schublade – “Hier hat Zukunft Tradition” – diese kampagne…alles sehr traurig…denn thüringen hat echt was zu bieten (u.a. auch sehr gute gestalter und agenturen, die mitunter auch ahnung vom bauhaus haben und niemals solche typografischen katastrophen “hingeballert” hätten)

    und: machnig ruft parallel thüringenintern gerade groß: “Wir stärken die lokale Kreativwirtschaft”…perfektes timing…HHs agenturen freuen sich sicherlich schon auf die nächste runde erfolgreiche designabsolventen aus thüringen.

  5. “Geplant wurde die Brooklyn Bridge von dem deutsch-amerikanischen Ingenieur John August Roebling, der aus Mühlhausen in Thüringen stammte.” wikipedia

    Geboren in Thüringen. Studiert hat er aber in Berlin. Gebaut in USA.

    Goethe wiederum wurde in Frankfurt/M. geboren. Die meiste Zeit seines Schaffens aber war er in Weimar (Thüringen). Gleiches gilt für viele andere wichtige Personen, die in Thüringen wirkten.

    Zu Eva Padberg sag ich mal nix…

    Google –> Thüringen –> Brooklin –> Heureka, wir haben eine Kampagne…

  6. Was micht interessiert: Hat bei der europaweiten Ausschreibung (33 Bewerber) die beste oder die billigste Idee gewonnen (Vergaberichtlinien für öffentliche Ausschreibungen)?

  7. Na jetzt habe ich Lust auf Urlaub in Brooklyn. Dass ein Thüringer eine Brücke in Brooklyn konstruiert hat, find ich ja schön und gut. Nur.. so wirklich ein Mehrwert für die Region ist das auch nicht.

  8. Ganz lustig, dachte ich in den ersten 3 Sekunden. Danach kam mir der Gedanke “wer nicht viel zu bieten hat, muss weit ausholen oder auf längst verjährte Erfolge verweisen”.
    Dass Thüringen so wenig zu bieten hat ist allerdings nicht anzunehmen. Ich finde NYC und die Brooklyn Bridge toll – aber der positive Effekt für Thüringen dadurch? Liegt bei null.

    Die Imagekampagnen von Ba-Wü (“Wir können alles ausser Hochdeutsch.”) und Niedersachsen (z.B. “Mag sein, dass Bayern katholischer ist. Aber bei uns gehen mehr zur Messe.”) waren besser.

  9. Weiß jemand, welche Konkurrenten KNSK hatte? Ich meine, EU-weite Ausschreibung (gesetzlich wahrscheinlich notwendig) und Kostenminimierung hin oder her, aber auch in Thüringen gibt es Werbeagenturen, die solch ein Projekt locker stemmen könnten. Ich denke da an die Erfurter Agenturen Diemar, Jung & Zapfe oder Das Creative Auge. Das hätte einen überaus positiven Effekt auf Thüringen gehabt. Nicht solch eine Imagekampagne und dann auch noch umgesetzt von Leuten am anderen Ende Deutschlands…

  10. @ Phillip und Sven
    nein leider haben wir hier in thüringen keine kreativen agenturen, alle machen hier nur in bratwurst, so müssen wir die aufträge nach hamburg oder dresden geben…
    naja und eva wird natürlich auch jeder sofort erkennen!
    ich finde reinald grebe hat für uns doch die beste werbung gemacht!
    http://www.youtube.com/watch?v=Y4gCkWjS7CE

    und jetzt mal zum ernst!
    die ausschreibungskriterien waren schier für lokale agenturen nicht zu erfüllen, aber das wird niemand erwähnen!

  11. Es ist schade, dass die eigentlich ganz nette (aber wirklich nicht überwältigende) Idee vollkommen unter dem eintönigen und langweiligen Design untergeht. Man fragt sich auch, ob Thüringen nicht Schöneres zu bieten hat als Dinge, die zwar irgendwie thüringisch sind, die aber nun einmal woanders stehen – nicht in Thüringen.

  12. Guten Abend zusammen!

    Also, ich weiß nicht was hier gerade los ist, aber ich habe das Gefühl das es bei diesen Aussagen hier weniger um das Design geht! Vielmehr wird sich darüber ausgelassen, dass Agenturen aus Thüringen alles besser gemacht hätten und die anderen 32 Agenturen die bei der Ausschreibung dabei waren auch!!! Und Vetternwirtschaft wir nebenbei auch noch geschrieen!

    Ich finde die Kampagne ganz und gar nicht schlecht und muss sagen, dass ich hier schon viel schlechtere Präsentationen gesehen habe, die nicht halb soviel Kritik abbekommen haben.

    Vielleicht bin ich auch ein schlechter Designer aus dem Norden, aber meiner Ansicht nach ist es ein super Eyecatcher und macht lust auf mehr. Man muss Konsumenten anziehen und Aufmerksamkeit erregen wenn man jemanden erreichen möchte. Und ich finde das haben Sie geschafft.

    Aber gut, da ja viele der Meinung sind das es bieder ist und eine Billig-Optik hat, gehe ich davon aus das ihr es besser gemacht hättet ;) , einen schönen Abend noch….

  13. “Floskeln wie “sieht aus, als wärs vom Praktikanten” oder “Griff ins Klo” sollten allerdings im Sinne einer sachlich geführten Diskussion vermieden werden”.

    Zur Sache: Gute Idee, auch wenn ich fürchte, dass es im Vorbeifahren einfach als Werbung für Urlaub aufgefasst werden könnte. Ansonsten gefällts mir.

  14. ich so… häh was? sone brücke und so große häuser… das ist thüringen oder wa?… krass, dann habe ich erst gemerkt das ist ja janich thüringen,… aber, alda ganz schön freche idee… so richtig frech.. geil… alda… echt gewagt… aber was is denn nu thüringen eigentlich?

  15. @Workaholic:

    “ich finde reinald grebe hat für uns doch die beste werbung gemacht!
    und jetzt mal zum ernst!
    die ausschreibungskriterien waren schier für lokale agenturen nicht zu erfüllen, aber das wird niemand erwähnen!”

    Erst miz dem Psychokrüppel Grebe ankommen und dann noch Unfug erzählen!?

    Das ist ja wohl ein Witz, oder? Machnigs “Haus&Hof-Agentur” hat den Auftrag bekommen. Im Grunde was es also egal wer sich auf die Ausschreibung bewirbt weil einmal mehr der Politikfilz gewonnen hat.

    Wo kann man bitteschön die Ausschreibung einsehen?

  16. > Monster
    Warum unfug? Es war eine öffentliche und europaweite Ausschreibung! Teilnahme war für jede Agentur erlaubt die die Ausschreibungskriterien erfüllt. Nur waren diese sehr unrealistisch für die meisten thüringer Agenturen und so hat man schon mal die Legitimation den Auftrag außerhalb zu vergeben. Ich widerspreche dir doch gar nicht dass es einen faden Beigeschmack das es ausgerechnet KNSK bekommen hat und die Kampagne nicht der “Kracher” ist.
    Einzusehen war sie beim Amtsblatt der europäischen Union zum Beispiel!

  17. Ich fand, als Thüringer und Werbemensch, die Idee auf den ersten Blick (‘Höhr’ – ich hab zuerst im Radio einen Bericht darüber gehört) ganz gut. Notwendig auf jeden Fall. Aber, wenn ich es mir jetzt ao ansehe –
    Die Idee “Das ist Thüringen” paßt, die Ihnalte sind aber teilweise schon hart an der Gernze.

    Ein Beispiel Bach; der ist in Thüringen geboren und aufgewachsen, aber die Verbindung mit Arnstadt ist eher peinlich. Er war als 18-jähriger gerade mal 2 Jahre in Arnstadt angestellt und entging einer Entlassung durch den Wechsel nach Mühlhausen. Weimar wäre die richtige Lösung gewesen, wo Bach 11 Jahre war und wirklich viel komponiert hat. Eigemtlich gehört Bach musikalisch aber nach Leipzig.

    Die Brooklyn Bridge finde ich schon interessant, als Aufhänger für die Kampange aber zu ‘weit hergeholt’.Das ist aber meine subjektive Einschätzung.

    Der Ansatz ist gut, der Inhalt zu schwach. Da hätte es viel bessere Beispiele gegeben.

    Was mir noch nicht gefällt ist die Aktion mit dem “das ist Thüringen für mich” Beteiligungen der user. Entwder habe ich eine klare Aussage oder lasse es. Das ist keine Imageentwicklung mehr, das schreckt ab…

    Zur Gestaltung.
    Schriftmischung ist Glücksache?-(
    Alles sehr blaulastig, Thüringen ist farbiger.

    Die Musik auf dem Spot finde ich gruenhaft. Der Inhalt ist dünn: “Was ist das? Das ist Thüringen” – die Bilder sind zusammengeschmipselt und bringen nichts von Thüringen rüber. Ich hoffe, er war so billig, wie er daher kommt. Schade um die Mediakosten.

    Vielleicht kommt ja noch was und vielleicht bringt es auch was. Warten wir es ab.

    Grüße aus Thüringen.

    PS.: und ehe ich es vergesse, bezahlen tun wir das alle. Thüringen ist immernoch eine strukturschwache Region und erhält für die Aktion Gelder aus der EU. Angesehen davon, dass alles Steuergelder sind.

  18. bekam eben antwort auf meine frage ans zuständige ministerium, warum die landesmarke denn in »falscher« typo abgebiltet wird:

    »
    …die Landesregierung Thüringen hat vereinbart, ein neues CI für Thüringen zu entwickeln. Dies ist auch bei der Ausschreibung zu einer neuen Leadgentur Bestandteil des Aufgabenportfolios gewesen. Die Verantwortung hierfür hat die Thüringer Staatskanzlei, die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Die ersten Elemente sind aber mit der neuen Kampagne verwendet worden, in dem Fall das neue Logo um das Wappen. Es handelt sich also um eine neue Landesmarke, die zukünftig Verwendung findet, und nicht um eine falsche Darstellung. Als Start der neuen Landesmarke ist der Start der aktuellen Kampagne genutzt worden.
    In einer Übergangszeit wird aus Kostengründen auch noch das alte verwendet, z.B. auf bereits veröffentlichten Publikationen usw.
    «

    insofern ist das ALLES so gewollt. inkl. ITC BAUHAUS (oder welche darauf aufbauende schrift auch immer da zur anwendung kommt). und es kommt ALLES aus HH.

  19. Also ich muss auch mal meine Meinung kundtun.

    Ich finde die Kampagne einfach billig gemacht (in Relation zum Budget).
    Für mich ist die Website dazu einfach ein Platzhalter für Links áuf die Seite der Thüringer Tourismus GmbH. Warum hat man denen nicht gleich das Geld gegeben?

    Und ob irgend jemand mal irgendwann eine Brücke irgendwo gebaut hat – wen interessiert das? Welchen Investor locke ich mit längst verstorbenen Figuren aus der Geschichte HEUTE nach Thüringen?

    Der potentielle Urlauber findet zum Glück einige tolle Urlaubsportale über Thüringen, die von Thüringern gemacht wurden, die wissen worüber sie schreiben. Und die sich auch mal aus der Tür wagen mit dem Fotoapparat und keine Umfragen brauchen, um an Bildmaterial über Thüringen zu kommen.

    Herr Machnig sollte sich als Wirtschaftsminister um neue Investoren bemühen. Und da vermisse ich in dieser aktuellen Kampagne Aussagen zu aktuellen Themen wie Innovation, Verkehrsanbindung, Ökologie – einfach Aussagen zum Wirtschaftsstandort Thüringen.
    Für die Steigerung der Bekanntheit von Thüringen im Tourismusbereich bezahlen wir Steuerzahler doch die TTG, oder?

    Auf der einen Seite benennen wir den Erfurter Flughafen um in “Flughafen Erfurt-Weimar”, weil das die Bekanntheit steigern soll, auf der anderen Seite verleugnen wir unsere Bratwürste und Klöße, indem wir Thüringen als “weltumspannend” darstellen wollen… Widersprüche über Widersprüche.

    Zum Abschluss ein Sprichwort zum Nachdenken: “Wie nah sind uns manche Tote, doch wie tot sind uns manche, die leben.” (Wolfgang Biermann)

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