Callmobile.de wird geschwärzt
Aha! Nur 10 Tage nachdem aus Easymobile Callmobile wurde, folgt nun doch eine sichtbare Änderung am Auftritt. Logo und Schriftzüge wurden nun fröhlich eingeschwärzt. Die Invertierung wirkt im Zusammenspiel mit dem Hintergrund aber eher schmutzig. Die Variante in Weiß war dann doch etwas frischer, heller und sympathischer. Na mal sehen, wie lange diese Version live bleibt und wann der nächste Farbwechsel kommt. Mein Vorschlag für einen neuen Claim: “Clever kolorieren!”
Das neue Logo der Grünen
Wie könnte es auch anders sein. Die Kritik am neuen Logo der Grünen, von einigen Medien bereits “Wessi-Logo” genannt, findet auf der politischen Ebene statt. Gestalterische Kritik liest und hört man dagegen überhaupt nicht.
Worum geht’s?
Die Partei Bündnis 90/Die Grünen stellt heute in Berlin ihr neues Parteilogo vor. Dieses wurde im Vorfeld schon stark, vor allem von ostdeutschen Mitgliedern der Partei, kritisiert. Sie sehen sich aufgrund der unterschiedlichen Schriftgröße weniger stark repräsentiert. Natürlich vermuten diese, das wäre der Beginn einer schleichenden Verabschiedung des ostdeutschen Parteiflügels aus dem Parteilogo. Hmmm, die Tatsache, dass Bündnis 90 jahrelang größer, als Die Grünen im Logo geschrieben wurde und zudem noch als erstes genannt wurde, haben die westdeutschen Parteifreunde hingegen toleriert. Aber ich will mich nicht einmischen. Das Logo wirkt im Vergleich zum alten etwas schwammig und wenig kontrastreich. Der Gelbton der Sonnenblume geht im eingefassten grünen Rahmen fast vollkommen unter. Die beiden Parteigruppen werden nun in einem Rechteck gemeinsam geführt statt vorher in zwei zudem farblich verschiedenen Flächen. Die Gemeinsamkeit wird also hervorgehoben. Die DIN medium kommt als Schrift zum Einsatz. Der Buchstabe “e” wurde modifiziert und die i- und ü-Punkte entstammen in ihrer runden Form einer anderen Typo. In der Pressemeldung der Grünen wird daraus “Die Experten … entwarfen sogar eine eigene Schrift.” Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer aber lassen wir das. Verantwortlich für das neue Logo ist die Agentur Zum goldenen Hirschen. Was sich mir nicht erschließt, ist das so genannte “Blaue Fundament”. Im “befüllten” Zustand, also mit einem Namenszusatz, mag es ja noch halbwegs sinnvoll erscheinen, ohne Schrift wirkt der blaue Balken aber eher banal und zufällig. Zudem hängt das Quadrat mit der Sonnenblume durch die Betonung der rechten grünen Fläche in der Luft.
Fazit
Wenn man sich schon an ein neues Logo traut, hätte man auch den Mut haben sollen die Sonnenblume zu überarbeiten. Ich könnte mir gut eine stärker stilisierte Form vorstellen, die man sich leichter merken kann. Etwas weniger wäre hier sicherlich mehr.
Opel-Händler erhalten neues Design
General Motors Europe verpasst allen Opel-, Saab- und Chevrolet-Händlern ein neues Ausstellungskonzept. Die britische Marke Vauxhall hingegen bleibt von der Umstellung unberührt. Das Gesamtkonzept wurde von der in der Schweiz ansässigen Firma Nose bereits 2005 entwickelt und Ende Oktober 2006 von GM verabschiedet. Die Kosten für die Umstellung, die zwischen 2007 bis 2009 vollzogen werden soll, belaufen sich auf 400 Millionen Euro.
KFC mit neuem Gesicht

Kentucky Fried Chicken (KFC) hat einen neues Logo und einen neuen amerikanischen Webauftritt. Das Konterfei des Firmengründers Colonel Sanders wurde modernisiert und in eine zeitgemäße Formsprache überführt. Zum fünften Mal in der über 50-jährigen Geschichte ändert sich das Logo. Haare und Bärtchen wirken nun pfiffiger.
Aus Easymobile wird Callmobile
Grund für die Umbenennung der Telefonmarke ist, dass dem dahinter stehenden Unternehmen Talkline die Rechte an der Marke easymobile, die man leihweise erworben hatte, entzogen wurden. “Aus Raider wird Twix, sonst ändert sich nix“, wie es in der Presseerklärung heißt. Tatsächlich findet aus gestalterischer Sicht ein Wechsel lediglich an einer Position statt. Der komplette Internetauftritt bleibt in identischer Form bestehen. Lediglich das Logo wurde ausgetauscht. Statt der typischen “easy-Typo” kommt nun eine elegantere und leicht technisch anmutende Schrift ähnlich der Expressa zum Einsatz. Das war es aber auch schon an Änderungen. Selbst die Position des Claims, der weiterhin “clever telefonieren” lautet, ist gleich geblieben.
Neuer Internetauftritt O2-Online
Seit kurzem präsentiert der Telefonanbieter O2 unter o2-online.de einen neuen Internetauftritt. Aufgrund des deutlichen Farbwechsels von Weiß auf Blau, was sich durch eine konsequentere Corporate Design-Linie erklären lässt, fällt die Umstellung für alle deutlich sichtbar aus. Vor allem die Tunnelseite ist nicht mehr wiederzuerkennen. Statt einer Zielgruppenabfrage nach Privatkunden, Interessenten und Geschäftskunden werden nun die wichtigsten Themen wie z.B. Vertragsverlängerung, DSL und Loop aus dem Bereich der Privatnutzer gespielt. Der Bereich Business rückt damit etwas nach hinten.
Was hat sich sonst geändert?
Die besten Logos | Eine persönliche Sammlung
Ich habe mir einmal die Zeit genommen und meine ganz persönliche Liste mit “besten” Logos bzw. Markenzeichen zusammengestellt. Herausgekommen ist dabei eine kleine Reise um den Globus. Die Sammlung enthält Beiträge aus England, Neuseeland, Deutschland, Kanada, Schweiz, Australien und Frankreich. Allesamt Länder, in denen ich übrigens selbst schon war. Wer’s genauer wissen will folgt diesem Pfad.
Die Auswahl ist subjektiver Natur. Das erste Kriterium ist, ob mir ein Logo überhaupt gefällt. Sympathie ist das zweite schwer fassbare Kriterium. Das WWF-Logo ist mir einfach sympathischer, als alle anderen Signets. Hier spielt zugegebenermaßen auch das Thema dahinter eine Rolle. Der Schutz von Tieren ist einfach eine gute Sache. Alle ausgewählten Logos haben eines gemeinsam. Sie stellen jedes für sich eine absolut originäre Form dar. Mal ist dies eine reine Wortmarke, mal eine reine Bildmarke in der Regel aber eine Kombination aus beiden.
Die Platzierung im Detail
WWF – Platz 1.
Die Bildmarke zeigt den großen Panda. Das Zusammenspiel der schwarzen Form und der offenen weißen Flächen, die vom Auge zu einem Ganzen komplettiert wird ist unübertroffen. Gezeichnet wurde der Panda von einem der Gründer des WWF, dem Engländer Peter Markham Scott. Zur aktuellen Form der Wort-Bildmarke führte es aber die Firma Landor Associates in den 80zigern unter der kreativen Leitung von Jerry Kuyper.
Te Papa – Platz 2.
Das Neuseeländische Nationalmuseum in Wellington ist immer ein Besuch wert, aber das nur am Rande. Ich habe das Logo ausgewählt, weil der Fingerabdruck besonders gelungen ist. Ganz im Zentrum zeigt dieser in einer Linie die für Neuseeland so typische Form eines sich aufrollenden Farnzweiges. Die gesamte Linienführung visualisiert sehr gut die Maori-Kultur, die sich unter anderem in Ornamenten und in der Tätowierkunst widerspiegelt.
Canton – Platz 3.
Vielleicht die beste Wortmarke, die es gibt. Stilistisch meisterhaft nimmt die serifenlose Schrift von links nach rechts an Stärke zu. Wie ein Ton, ein Klang, der an Intensität und Lautstärke zunimmt. Perfektion aus deutschen Landen.
Woolmark – Platz 4.
Das Markenzeichen der Wollindustrie hängt millionenfach an Pullovern, Schals und anderen Kleidungsstücken. Eben deshalb muss es so leicht und kostengünstig wie möglich reproduzierbar sein. Die in sich greifende dreifache Linienstruktur verleiht der Form eine plastische Anmutung, wie der eines Wollknäules. Diese Bildmarke erkennt jeder auf Anhieb, es bedarf keinem Zusatz.
Jack Wolfskin – Platz 5.
Was man selbst gerne trägt muss einfach gut sein. Aber im Ernst. Das Tazzen-Symbol steht als Sinnbild für Natur und Naturverbundenheit. Die Tageszeitung taz verlor in den 80igern einen Rechtsstreit um die Bildmarke. Seitdem darf die Zeitung die Tatze nur noch in Verbindung mit dem Zusatz “die tageszeitung” einsetzen. Über die stark serifenbetonte Schrift kann man zwar streiten aber nicht über den zur Marke zugehörigen Claim. Dieser ist nämlich auf einer Rangliste mit “den besten Claims” bei mir auf Platz 1: “Draußen zu Hause.”
Air Canada – Platz 6.
Das Firmensignet der Kanadischen Fluggesellschaft ist wenig spektakulär. Das muss es aber auch gar nicht sein. Das Ahornblatt ist das visuelle Erkennungszeichen für das Land Kanada. Die bei Airlines oft eingesetzte Kreisform umschließt das Blatt. Auch die serifenlosen Großbuchstaben mit großer Laufweite fallen eher durch ihre Schlichtheit auf, wenn überhaupt. Das komplette Signet bildet aber wie ich finde eine Einheit, der man sich nicht entziehen kann.
Puma – Platz 7.
Die Marke aus dem bayrischen Herzogenaurach hat in den letzten Jahren erfolgreich, wie keiner ihrer Konkurrenten die Sparten Mode und Lifestyle neu belebt. Das Markenzeichen zeigt den im Namen tragenden Puma im Sprung. Zwar habe ich mich schon immer gewundert, dass er “zurück” springt und nicht nach vorne – also nach links und nicht nach rechts – aber so wird die Wortmarke natürlich besser integriert. Einfach ein “cooles” Markenzeichen.
UBS – Platz 8.
Was möchte ein Investor, wenn er sein Geld in andere Hände gibt? Richtig, Sicherheit. Ganz besonders gilt dies natürlich für ein Schweizer Unternehmen. Folgerichtig besteht die Bildmarke aus einem symmetrisch angeordneten “Schlüssel-Dreizack”. Die so erzielte Form verströmt gemeinsam mit der Serifen Schrift Zuverlässigkeit, Solidität und Verschwiegenheit.
Dairy Good – Platz 9.
Ganz und gar nicht konservativ ist die Bild-Wortmarke einer Image-Kampagne der Australischen Milchindustrie. Ein oder mehrere hochspringende Milchtropfen perlen innerhalb eines blauen Kreises und bilden dabei menschähnliche Figuren, die die Arme hochwerfen. Das Logo ist einige Jahrzehnte jünger, als die anderen neun aufgeführten, was man ihm auch ansieht. Die dezente 3D-Optik wäre meiner Meinung nach gar nicht notwendig gewesen, denn die Verbindung der beiden Ideen steht im Vordergrund und diese ist einfach perfekt umgesetzt. Im Zeitalter von Web2.0 aber durchaus eine moderne Formsprache.
Shell - Platz 10.
Ok, Sympathiepunkte konnte das Unternehmen bei mir nicht sammeln. Deswegen auch nur Platz 10. Aber die 1904 erstmalig vorgestellte Form der Muschel, in der heute sternenförmige Sonnenstrahlen pure Energie verströmen, gehört sicherlich mit den Olympischen Ringen und dem Mercedes-Stern zu den besten und bekanntesten Bildmarken weltweit. Sicherlich bei weitem nicht so filigran, wie letztgenannter aber ebenso einprägsam.










