Techniker Krankenkasse (TK) mit neuem Markenauftritt

TK Logo

Die Techniker Krankenkasse, 1884 gegründet und mit 9,7 Millionen Versicherten die größte deutsche Krankenkasse, präsentiert sich im neuem Markenauftritt. Das überarbeitete Erscheinungsbild solle dazu beitragen, den Anspruch als Premium-Marke nach außen hin zu kommunizieren.

Kürzer und prägnanter – mit neuem Namen und modernisierten Erscheinungsbild positioniert sich „Die Techniker“ nunmehr im deutschen Gesundheitsmarkt. Der bisherige optische Auftritt sei für die digitalen Formate nicht mehr ausreichend, so Marketingleiter Andreas Bündert. Das alte Corporate Design sei in einer Zeit entwickelt worden, in der die digitalen Medien keine große Bedeutung hatten.

Auszug aus der Pressemeldung

Der neue Markenauftritt wurde in seiner Gesamtheit auf das Wesentliche komprimiert, mit klarem Bezug zur Positionierung der TK: souverän, prägnant und auch in digitalen Kommunikationskanälen gut erkennbar. „Wir tragen den Technikergeist in uns und fühlen uns dem Fortschritt verpflichtet. Daher passt der prägnante Begriff ‚Die Techniker‘ perfekt zu unserem Selbstverständnis. Wir geben damit auch das Markenversprechen ab, ständig an uns zu arbeiten – nie zum Selbstzweck, sondern für unsere Versicherten“, so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. Als juristischer Name bleibt ‚Techniker Krankenkasse‘ weiterhin bestehen.

Techniker Krankenkasse Logo – vorher und nachher

Cyan bleibt auch im neuen Markenauftritt die Leitfarbe der TK. Das Logo und (unter anderem) das Schriftenkonzept wurden hingegen modifiziert. Die Avantgarde, seit 1987 ein Eckpfeiler des Corporate Designs der TK, macht Platz für die neue TK-Hausschrift gleichen Namens.

Die Umstellung auf den neuen Markenauftritt ist gleichzeitig Startschuss für eine neue Kampagne, bei der erstmals der Claim „Weil die beste Technik menschlich ist. Die Techniker“ Anwendung findet.

Der neue Markenauftritt entstand in Kooperation mit Jung von Matt/Brand Identity. Die Kampagne hat Jung von Matt/Elbe in Zusammenarbeit mit Pilot, Uniquedigital und Elbkind entwickelt. Für die Produktion des TV-Spots (siehe unten) zeichnen Rabbicorn Films, Storz & Escherich sowie Florian Meimberg (Regie) verantwortlich.

Kommentar

Eine stimmige und überzeugende evolutionäre Weiterentwicklung. Die Herausforderung, eine Marke, die „Techniker“ im Namen führt, nicht zu technisch wirken zu lassen, sondern, wie man es von einer Krankenkasse erwarten darf, nahbar und menschlich, scheint geglückt. Hier spielt sicherlich auch die emotionale Konnotation innerhalb des verwendeten Bildmaterials wie auch des neuen TV-Spots mit hinein.
Eine geometrische Schrift wie die Avantgarde, die aufgrund ihrer ungewohnten Anmutung gewissermaßen die in Lettern gegossene Provokation der 1968er Jahre verkörpert, passt dabei weder konzeptionell noch visuell ins Konzept. Lediglich der schräg verlaufende Querstrich beim „e“ wurde – die Avantgarde zitierend – übernommen und in die neue TK-Hausschrift überführt. Weichgespült ist der neue Markenauftritt der TK gleichwohl keineswegs, im Gegenteil; mir erscheint dieser präziser und ansprechender als zuvor.
Was die im Werbespot „Supermikrofon“ gezeigte Szene mit der jungen Dame betrifft, die offenbar nach Einsetzen des Hörgerätes das erste Mal in ihrem Leben Stimmen und Geräusche wahrnimmt, muss ich sagen, dass ich ihr die Emotionen nicht abnehme. Die gesamte Aufmachung des Spots inklusive Kameraführung sowie die thematische Verquickung mit wissenschaftlich anmutenden 3D-Renderings, wirkt inszeniert und berührt daher auch nicht emotional, obwohl offenbar das genau das Ziel gewesen war.

Mediengalerie

TV-Spot Die Techniker „Supermikrofon“

34 Kommentare zu “Techniker Krankenkasse (TK) mit neuem Markenauftritt

  1. Das Logo finde ich keine Verbesserung.

    Vorher wurde wenigstens noch erklärt, dass es sich um eine Krankkassse handelt, auch wenn der Name wirklich Krebs ist:
    Techniker Krankenkasse? Was soll das sein? Sowas wie Hamburger Hafen, Münchener Rück? Wo liegt dieser Ort namens Technik?

    Beim neuen Logo denkt man zuerst, wenn man TK überhaupt erkennt, dass TechniKer damit gemeint ist.
    Eigentlich ist der neue Name eine Anmaßung, da dort keine Techniker sitzen, sondern Sachbearbeiter.

  2. Ein Redesign war nötig, geht mir aber nicht weit genug. Das TK ist zu breit und wuchtig, hat noch immer die Anmutung der 70/80er Jahre. Eine Verbesserung von Proportion und Duktus hätte ich mir gewünscht, behutsam um nicht die visuelle Identität zu verlieren.

    Inhaltlich ehrlich scheint mir die Namensänderung zu sein: treffen doch heute scheinbar Technokraten Entscheidungen über Sachbezüge; ist aber sicher nicht Absicht der TK gewesen ;) Nein, die Wahl des Namens „Die Techniker“ erscheint mir jedenfalls sehr suspekt, weil er eben keine Aussage trifft:
    TK – Die Techniker.
    TK – Die Krankenkasse…
    TK – Die Kassierer….
    Da hätten sie sich eher noch „TK – Die Hamburger“ nennen können ;)
    Aber Wurscht, ist Sache der Geschäftsführung und wurde sicher reiflich überlegt.

    Und die Schrift? Ist mir zu Anthroposophisch, im Kontext „Menschlich“ zu platt. Der Holzschnitt trifft die Kompetenz einer Krankenkasse nicht sehr gut und will dann eben nicht zum technischen TK passen. Inhalt und Visual sind nicht deckungsgleich.

    Der Rest ist gut, und wird dem Anspruch gerecht.

  3. > Generfter:

    da kann ich nur zustimmmen;
    auf Grund dieser, hier so oft, großkotzigen, arroganten Besserwisserkommentare,
    schau´ ich nur noch sehr sporadisch rein.
    < das Allerbeste immer: schön anonym bleiben; Feigheit! nenne ich das.

    • Weil ich in dem unkommentierten Link, der zu einem Foto führt, auf dem lediglich das alte TK-Logo abgebildet ist, keine substanzielle Aussage erkennen konnte.
      Darüber hinaus sei der Hinweis erlaubt: Bilder lassen sich hier im dt auch mittels img-Code integrieren.

  4. Ach so, pardon. Ich weiß allerdings nicht, wie das mit dem img-Code funktioniert. Das Bild hatte ich unkommentiert eingestellt, weil es als Suchspiel dienen sollte. Auf der Tür unserer Neusser TK Filiale prangt ein so fetter Rechtschreibfehler (den dort noch niemand bemerkt hat), dass ich jedesmal schmunzeln muss, wenn ich dort vorbei gehe.

  5. mir haette ja schon ein „Die TK“ gereicht (darauf mal sicherheitshalber das ‚Entwurfsrecht‘ geltendmachend :)) – „Die Techniker“ klingt nach der Handwerkskammer irgendwie…

    Wo schon das Kostenthema hochkam – abgesehen vom Umgang mit Versichertenmitteln (andere fliegen zu Bums-Shows etc…) – was hat das ganze denn gekostet? Waere mal interessant… Also sowohl die Agentur(en)leistungen als auch die ganzen Folgekosten – neue Schilder, Umgestaltungen und nicht zuletzt Visitenkarten kosten doch „ein paar“ Euro…

  6. Aus dem Kommentar:

    Was die im Werbespot „Supermikrofon“ gezeigte Szene mit der jungen Dame betrifft, die offenbar nach Einsetzen des Hörgerätes das erste Mal in ihrem Leben Stimmen und Geräusche wahrnimmt, muss ich sagen, dass ich ihr die Emotionen nicht abnehme. Die gesamte Aufmachung des Spots inklusive Kameraführung sowie die thematische Verquickung mit wissenschaftlich anmutenden 3D-Renderings, wirkt inszeniert und berührt daher auch nicht emotional, obwohl offenbar das genau das Ziel gewesen war.

    Da muss ich zustimmen. Die Schauspielerin gibt sich sichtlich Mühe; aber dieser Schwall an Emotionen ist wohl kaum nachstellbar.
    Da würde ich zur Abwechslung gern mal auf Microsofts Empowering-Kampagne verweisen. Die hatten da unter anderem auch einen Spot, in welchem eine Frau mit Gehörverlust ein Implantat gegeben wurde. Das sieht zumindest real aus und ist es angeblich auch, während die TK fairerweise unter ihrem Youtube-Video klarstellt, dass es sich um „nachgestellte Szenen“ handelt.

    Microsoft-Spot: https://www.youtube.com/watch?v=Phlx1qy6wC0&list=PLFPUGjQjckXGvDKcRLzjgbcc9RQSzXq30&index=14
    ab ca. 0:35 dann die genannte Stelle

  7. Als ich gerade das hier sah, kam mir direkt „ja logisch, warum hat man das nicht schon vorher gemacht?“ in den Sinn.
    Ich war schon als Kind „bei der Techniker“ (mitversichert) und kenne die Kasse nur als solche. Von daher wundere ich mich über Kommentare, die „Die Techniker“ als gekünstelt oder für eine Krankenkasse unpassend empfinden.
    Mir käme wiederum nie in den Sinn, von der „TK“ zu sprechen.

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