FH Salzburg Logo

Neues Erscheinungsbild der Fachhochschule Salzburg

FH Salzburg Logo

Seit Anfang September tritt die Fachhochschule Salzburg mit einem komplett neuen Erscheinungsbild auf. Ein klares Profil und ein zeitgemäßes Erscheinungsbild seien in einem stark wachsenden Wettbewerbs notwendiger denn je.

Auszug der Pressemeldung

„Um dem Anspruch des stark wachsenden Wettbewerbs – mittlerweile gibt es mehr als 110 Hochschulen im Umkreis von 300 km – auch zukünftig gerecht zu bleiben, sind ein klares Profil und ein zeitgemäßes Erscheinungsbild notwendiger denn je. Wir haben daher nach einem Positionierungsprozess unseren Auftritt sowie all unsere Kommunikations- und Marketingmittel überarbeitet. Das neue Corporate Design konzentriert sich auf das Wesentliche und stärkt die Marke FH Salzburg“, so Doris Walter und Raimund Ribitsch, Geschäftsführer der FH Salzburg.

Als neues Erkennungszeichen der Fachhochschule wurde als Bildmarke eine Eule eingeführt, die Klugheit, Wissen und Weisheit, Intellektualität sowie Rationalität verkörpere und daher ein ideales Symbol für die FH darstelle. Die Eule der FH Salzburg sei eine gelungene Kombination aus Geschichte und Moderne. „Der Bogen zwischen geschichtsträchtiger Vergangenheit und der vielversprechenden Zukunft wird gespannt“, wie es seitens der FH heißt.

Das neue Erscheinungsbild entstand in Zusammenarbeit mit der Agentur Linie 3.

Kommentar

Der Wunsch nach Profilierung ist verständlich. Denn das bisherige Erscheinungsbild der FH war weder ansprechend noch auffällig noch war es einprägsam. Nach dem Redesign ändert sich das. Es ist immer gut, die eigene Identität mit einer Geschichte und mit leicht memorierbaren Zeichen zu verbinden, weil sich derlei bildhafte Geschichten besser einprägen.

Die Eulen-Darstellung ließe sich noch weiter reduzieren, denn sie tendiert zum Illustrativen. Dass die Umsetzung allerdings handwerklich gelungen ist, lässt sich anhand des Favicons erkennen, beim dem sich die identitätsstiftende Wirkung aufgrund der präzisen Darstellung sehr schön entfaltet. Gut zu sehen auch im Vergleich etwa zur Uni Saarland, die ebenfalls eine Eule als Erkennungszeichen nutzt und bei der das Favicon in dieser kleinen Darstellung zu einem blauen Etwas verschwimmt.

FH Salzburg Corporate Design

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9 Kommentare zu “Neues Erscheinungsbild der Fachhochschule Salzburg

  1. Ich finde den neuen Auftritt durchweg gelungen. Tolle Arbeit. Besonders der Hinweis auf das Favicon stimmt. Das finde ich persönlich wirklich beeindruckend.

    Kann mir jemand die Logik hinter den abgewandelten bzw. verkleinerten Pupillen bei der Negativ-Version des Logos erklären? Ein besonderer Clou wäre es ja noch gewesen, wenn es genau umgekehrt gewesen wäre, da bei Dunkelheit die Pupillen ja weiter geöffnet sind.

  2. @ Marc H. SIeht so aus, als hätte man bei der Negativ-Version die Augen nicht umgekehrt. Dann sähe das Ganze nämlich so aus:

    Ganz grob ;)

  3. Ich möchte positiv erwähnen, das man beim Eulen-Logo überwiegend auf den Zusatz „University of Applied Sciences“ verzichtet hat.

    Andere FHen gehen bei einem neuen Logo meist den anderen Weg.

  4. Naja…was das Webdesign angeht ist es etwas langweilig und hat einige Schwächen in der Barrierefreiheit. (Bspw. sind die Overlay-Menüs der Hauptnavigation nicht über Tastatur erreichbar und es fehlen beim Slider der Startseite entsprechende WAI-Markierungen; innerhalb der Texte wird statt echter Überschrift schonmal einfach nur fetter Absatztext verwendet. Dies sogar bei dem Artikel, der das neue Design vorstellt).
    Zwar ist das Design responsive und damit sicher gegen Textvergrößerung, aber dass man als Basis eine recht kleine Schriftgröße gewählt hat, läßt den Verdacht aufkommen, die Entscheidungsträger haben anhand einer alten Beamerdarstellung mit maximal 1024 Pixel Auflösung entschieden.
    Auch wenn dies nur indirekt zum Design gehört: Auch strukturierte Daten werden nicht verwendet.

    Die Eule selbst ist sicher nett. Aber für eine akademische Einrichtung ist dieses Symbol alles andere als ein Novum.

  5. Das Logo an sich sieht recht gut aus, sauber umgesetzt, aber die Broschüren sehen aus wie die, die in den 90ern bei meinem Hausarzt ausgelegen haben. Farbigkeit, Layout und Bildsprache sind brav, altbacken, austauschbar. Schlicht langweilig. Die Website dito.

  6. Ich bin mir nicht sicher ob die Eule für eine Universität nicht zu naiv wirkt. Handwerklich ist die Eule an die Pictogramme der 70 er angelehnt aber die Pupillen der Eule sind ein Stilbruch – diese gehören in die Comicabteilung.

    • Ein Exkurs, Proseminar, wie man Image versucht mit einem Logo zu wandeln:

      Die Eule gilt gemeinhin als historisches Symbol für Weisheit.
      Es wird daher auf Wappen, und von vielen Universitäten und auch Buchverlagen und Buchhandlungen genutzt.

      Niicht dass ich nur den Universitäten Weisheit zuschreiben, aber den FHs und THs Weisheit absprechen würde, doch die Eule ist zuerst das Tier derer, die sich die Universitas (alles) aufs Panier schreiben.

      Ich werte daher die Eule der FH Salzburg als Versuch, es im Image den Universitäten gleichzutun.

      Was ja viele FH hier in D auch wollen und auch probieren: wie eine Uni daherzukommen. Die Krux ist, dass Fachhochschulen gemeinhin sich nicht wie Universitäten der Forschung UND der Lehre hingeben, sondern nur der Lehre. Daher u. a. (es gibt noch weitere Gründe) gelten Fachhochschulen als Universitäten „zweiter Klasse“. Forschung ist halt schon ein edles Stöffche.

      Es gibt immer mehr zarte Ansätze, auch in den FH mehr Forschung zu installieren. Doch bis jetzt ist es so, dass in den FH kaum geforscht wird: Die Professoren dort sind als reine Hochschulllehrer eingestellt, sie sind dort nicht als Forscher tätig.

      Das spricht natürlich alles nicht gegen die „Weisheit“ der Eule, die Weisheit kann gern auch in der Lehre sitzen, warum nicht.

      Doch als gelerntes Symbol sitzt die Eule in Universitäten.

      Also ein Imagewandelversuch mit Logo.
      Was ein Logo alles heutzutach wuppen muss …, das ganze Marketing am End‘ …, ist schon ein Elend, ähm ist schon interessant.

  7. Die Eule der FH Salzburg sei eine gelungene Kombination aus Geschichte und Moderne. „Der Bogen zwischen geschichtsträchtiger Vergangenheit und der vielversprechenden Zukunft wird gespannt“, wie es seitens der FH heißt.

    Echt? Diese FH Salzburg exisitiert genau seit Mitt der 1990er Jahre. Und „spotzt“ seitdem Bachelors und Masters aus. Nicht altehrwürdige Magister und Doktoren. Auch sonst sitzt sie mehr auf dem modernen Ast Bolognas …

    Da ist nicht viel mit Geschichte.

    Es wird immer klarer, dass sie aus welchen verborgenen Gründen auch immer versuchen, wie eine alte Uni daherzukommen. Die Eule soll da helfen.

    Eine Übung für die hier kommentierenden Designer hier, sich weniger als ausführende Handwerker sich an der Oberfläche von Strichen, Spaces oder Punzen abzuarbeiten (oder mit den rotierenden Schlange-KA-Augen dieser Eule), das ist Mediengestalter- und Setzer-/Typographen-Attitüde, sondern als denkende Menschen der formgebenden Gestalt zuerst (bevor es an die Pixel geht) mehr solche Semantiken zu hinterfragen.

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