Marken-Refresh bei Jazz Apple

Jazz Apple Logo

Jazz Apple, eine zum neuseeländischen Obst- und Gemüseerzeuger T&G Global gehörende Marke, hat ein Refresh erhalten. Die auch in Deutschland erhältliche Apfelsorte soll sich mit Hilfe des neuen Looks als Premium-Apfel von der Masse abheben.

Die Apfelsorte Jazz, hervorgegangen aus einer Kreuzung der Sorten Gala und Braeburn, gibt es seit 25 Jahren. Derzeit wird die Sorte in 10 Ländern unter Lizenz von angebaut und in mehr als 45 Länder exportiert. Wie T&G Global im Rahmen einer Pressemeldung erklärt, habe sich in den letzten Jahren die Art und Weise, wie Verbraucher ihre Snacks auswählen, verändert. Konsumenten achteten zunehmend auch bei Snacks auf gesunde Ernährung – diese Entwicklung zeige sich auch in den Supermärkten. Mit einem aufgefrischten Markenauftritt will man die Marke neu in Szene setzen.

Jazz Apple Logo Redesign

Jazz Apple Logo Redesign, Bildquelle: T&G Global, Bildmontage: dt

Der auf vielen Äpfeln mittlerweile obligatorische Aufkleber hat im Zuge des Refreshs eine neue Form und einen leuchtenderen Blauton erhalten. Ähnlich wie bei Dole hat der Aufkleber nun eine Blattform. Die „JAZZ“-Wortmarke wurde in einer anderen Schriftart gesetzt. Da die Buchstaben nun entlang der gleichen Grundlinie ausgerichtet sind, ist der Markenname besser lesbar.

Kommentar

Für viele Konsumenten vielleicht eine überraschende Erkenntnis: auch eine Apfelsorte ist eine Marke. Dass Erzeuger ebenso wie andere Unternehmen und Hersteller ihre Marke bestmöglich präsentieren möchten, ist daher leicht nachzuvollziehen.

Tatsächlich sind die auf den Früchten angebrachten Aufkleber mittlerweile eine wichtiger Indikator und Erkennungszeichen. Denn gerade bei Äpfeln ist das Sortenangebot in vielen Supermärkten enorm. Wenn, wie in diesem Fall, der Marken- und Sortenname besser ins Auge springt, kann man ein zentrales Ziel als erreicht ansehen.

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8 Kommentare zu “Marken-Refresh bei Jazz Apple

  1. Wieso ist “Jazz” so ausgefranst, “Apple” aber nicht?
    Generell frage ich mich, weshalb das ausgefranst sein muss. Bei längerem Betrachten verwischt das immer mehr und erinnert mich an frühere schlecht aufgelöste Monitore.
    Gerade auf dem winzigen Aufkleber verpufft der “Effekt” außerdem.

  2. Ist zwar OT, ich kann mir die Anmerkung trotzdem nicht verkneifen:
    “Jazz” ist wie die noch etwas prominentere “Pink Lady” eine sogenannte Clubsorte, also ein lizensiertes Lebensmittel. Warum das aus verschiedenen Gründen sehr problematisch ist, fasst “Food-Monitor” gut zusammen. Tatsächlich liegen im Supermarkt nur noch sehr wenige, immer gleiche Apfelsorten, während die Kulturlandschaft Streuobstwiese vor Ort Tausende Sorten von gut angepassten, besser verträglichen und mit einer guten CO2-Bilanz versehenen heimische Apfelsorten bereithält.
    Zum Design: Das Blau passt natürlich schön auf die alle gleich aussehenden Äpfel und die Schrift wie auch ihre Anordnung korreliert gut mit dem Namen. Unpassend – und in dieser Größe vermutlich auch schlecht druckbar – sind die grünen und roten Strukturen auf den beiden Blättern am “J”. Was soll das darstellen? Wenn hier Akzentfarben eingesetzt werden sollen, warum dann so strukturiert und nicht z.B. vollflächig? Das würde dann auch besser zur Schrift passen.

  3. Wer so einen Quatsch kauft, anstatt heimische Apfelsorten vom Hof um die Ecke, der stört sich auch nicht am grauenhaften Design.

  4. Geht es nur mir so, oder erinnert das Logo im ersten Moment noch jemand anderen an ein Limonadengetränk? Finde es würde sich bei anderen Marken wie 7up oder Mountain Dew ganz gut einfügen.

  5. Clubapfel-Sorten sind unbestritten die Pest im heimischen Obstregal. Davon einmal abgesehen nimmt kaum ein Verbraucher den Namen “Jazz”, “Pink Lady”, … als Marke wahr sondern als Sorte. Das versteht kaum einer der Anbieter.
    Das einzige Obst, dass es geschafft hat, als Marke wahrgenommen zu werden, ist die “Chiquita”-Banane. Die hatten seinerzeit allerdings auch einen immensen Werbedruck aufgebaut.
    Außerdem ist den wenigsten Verbrauchern bewusst, dass die Clubäpfel auch noch teurer sind und die heimischen Apfelbauern mit echten Knebelverträgen (Lizenzverträgen) abhängig machen.
    Zum Logo – ja, kann man machen. Wirklich herausragend ist es nicht.
    Warum zum Beispiel muss unter Jazz auch noch das Wort Apple stehen? Soll das die Geschmacksrichtung erläutern?

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