Metropole Ruhr Logo

Dachmarke Metropole Ruhr: Die Stadt der Städte

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Mit einer Standortkampagne möchte der Regionalverband Ruhr (RVR) das Image des Ruhrgebiets verändern. Unter dem Motto „Stadt der Städte“ („City of Cities“) sollen Investoren, Unternehmen, junge Berufstätige und Studierende angesprochen werden.

Eine Imagestudie habe 2016 ergeben, dass die Metropole Ruhr von Führungskräften als wenig jugendlich, dynamisch und innovativ wahrgenommen werde. Nach Ansicht des Regionalverband Ruhr eine Fehleinschätzung, die mit Hilfe einer Kampagne ausgeräumt werden soll. Bewusst habe man bei der Entwicklung der Kaampagne auf Motive mit Kohlenstaub im Gesicht oder mit Förderturm verzichtet, um gängige Klischees zu bedienen. Stattdessen setze die Kampagne auf einen modernen, zeitgemäßen Kommunikationsmix aus digitalen Videos und Geschichten, Bildwelten und sozialen Medien, Printanzeigen und Events.

Auszug der Pressemeldung

Ziel des Regionalverbandes Ruhr ist es, den Stellenwert der Region als drittgrößte europäische Metropole über ihre Leistungen, Erfolge und Projekte nicht nur zu behaupten, sondern zu belegen und sichtbar zu machen und – im Sinne eines Alleinstellungsmerkmals – zugleich ihren Charakter als Prototyp einer polyzentralen Metropole neuen Typs zu betonen. Dies verlangt eine stringente Dachmarkenkommunikation, die durch Co-Branding und eine Verzahnung von Form und Inhalt die vielen Facetten der Metropole Ruhr darstellt.

Die Standortkampagne ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Das Budget hierfür wird mit zehn Millionen Euro beziffert. Entwickelt wurde die Kampagne von der Bietergemeinschaft aus Thjnk (Hamburg) und TAS Emotional Marketing (Essen), die sich im Rahmen eines Pitches durchsetzen konnte.

Kommentar

Offen gesagt habe ich angesichts der Vielzahl an Ruhr-Logos, die im Rahmen von Initiativen, Vereinen, Clustern und staatlicher Wirtschaftsförderung in den letzten Jahren entstanden sind, den Überblick verloren. Die nun vorgestellte neue Dachmarke, unter der sich die Städte des Ruhrgebiets abermals versammeln, zeugt, um es wohlwollend zu formulieren, von der Vitalität dieser Region. Wie wohl der Werbeeffekt einer Kampagne wäre, würde man alle Initiativen und Bemühungen einmal bündeln.

Stattdessen schwebt der Vorwurf im Raum, beim Slogan zur Dachmarke „Stadt der Städte“ abgekupfert zu haben. Erst viel später habe die Agentur TAS entdeckt, dass der Slogan bereits einmal verwendet wurde. Nun ja. Dass der Slogan bereits seit vielen Jahren von der Bürgerinitiative Ruhrstadt genutzt wird, sollte eigentlich jeder in nur zwei Minuten entdecken, der eine Tastatur bedienen kann. Nicht wissen, was die Anderen machen, scheint im Ruhrgebiet sehr gut zu funktionieren.

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19 Kommentare zu “Dachmarke Metropole Ruhr: Die Stadt der Städte

  1. joa, kann man machen.
    was mir gut gefällt ist die offizielle website der kampagne.
    solide, modern, bold & klar … gut gelöst!
    also für so ne metropolen geschichte … ;)

  2. Gibt man »Ruhr« als Suchbegriff ins Netz ein, erfährt man z.B. bei Wikipedia:
    »Die Ruhr ist ein 219,3 km langer, rechter und östlicher Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen mit einem Einzugsgebiet von 4485 km²…«

    Davon, dass Ruhr eine Metropole oder gar Stadt, geschweige denn die »Stadt der Städte« sei, steht nirgendwo etwas. Man kann sich staubige Braunkohle und hässliche Bausünden auch schön-sublinen.

    • Bitte informieren Sie sich doch wenigstens richtig! Im Ruhrgebiet wurde hauptsächlich Steinkohle abgebaut. Mittlerweile gehört das glücklicherweise der Vergangenheit an und das Ruhrgebiet ist nun grüner denn je, mit vielen Rad- und Wanderstrecken.

      Und natürlich ist die Ruhr keine Stadt und selbstverständlich erhält man bei einer Suche im Netz hauptsächlich Informationen zum Fluss, aber sucht man nach „Ruhr Metropole“ erhält man eine Fülle an Treffern. Sogar einen Artikel bei Wikipedia gibt es: https://de.wikipedia.org/wiki/Metropolregion_Rhein-Ruhr

      Und ja, die Ruhr Metropole ist auch keine echte Stadt aber „polyzentrischer Verdichtungsraum in Nordrhein-Westfalen“ (Quelle: Wikipedia, siehe Link weiter oben) klingt doch sehr unsexy.

      • Lieber Viktor H.
        ob es sich im Ruhrgebiet um Braunkohle oder um Steinkohle handelt, ist für mich genauso wichtig, wie der Unterschied zwischen einem Erbsenzähler und einem Kümmelspalter.

      • Vielleicht hilft die Suche auf Wikipedia nach Ruhrstadt etwas, die Region und die Intention dieser Metropole zu verstehen. Leider gibt es gegen die Schaffung der Ruhrstadt viele Vorbehalte und Ängste derer, die plötzlich kleiner dastehen – z.B. die Nachbar- und Regierungsstadt Düsseldorf. Und natürlich haben viele Politiker in den lokalen Rathäusern auch etwas dagegen…

  3. Von all den Logos inkl. weiterer Gestaltung klar das beste, ich hätte aber noch irgendwie ne blaue Linie da reingebracht. Von der Ruhr an sich sehe ich da nämlich nichts, nur von der Fläche des Gebietes drumrum…

  4. Ich finde die Bildmarke durchaus gelungen, da sie genug abstrahiert ist, aber dennoch Wiederkennbarkeit gewährleistet. Zudem wandelbar und durch die unterschiedliche Positionierbarkeit der Wortmarke agil und modern. Über die Ausrichtung der Typo kann man streiten, der Claim ist mir in der Grundform etwas zu weit nach unten abgefallen und wirkt so nicht ganz stimmig für mein Empfinden.
    Was ich aber viel schlimmer finde, ist die Austauschbarkeit der Bilder im Film und den Plakaten. Man wollte anscheinend keiner Kommune auf den Schlips treten, indem man andere heraus hebt oder klar erkennbar macht, wo sich die Drehorte befinden. Aber genau das erweckt irgendwie den Eindruck, dass man tief in die Stockdatenbanken gegriffen hat, um sich derer zu bedienen. Aber ok, aus 53 Städten eine zu machen ist auch nicht wirklich einfach!

    • Das stimmt in diesem Fall so nicht.
      Mit aufsteigenden Diagonalen ließe sich der Umriss der Ruhrgebiets deutlich schwieriger beschreiben. „Abfallend“ ist hier einfacher und auch (nach kurzem Test) optisch ansprechender, zumal die oberen „abgeflachten Kanten“ das Zeichen schön geschlossen halten.

      Die ach so positiv wirkenden, aufstrebenden, optimistischen Linien sind nicht immer die bessere Wahl, auch wenn viele Lehrbücher, Blogs und küchenpsychologische Artikel uns das glauben machen wollen.

  5. Erstaunlich finde ich ja, dass das Ruhrgebiert der Kampagne zufolge nur 6 Fußballstadien hat – Westfalenstadion, Arena Auf Schalke, Grotenburg-Kampfbahn, Westfaliastadion, Wedaustadion, Ruhrstadion, Stadion Niederrhein und Stadion Essen wären ja schon mal acht. Profifußball (falls das darauf abzielt) gibt es aktuell nur in vier (Dortmund, Gelsenkirchen, Bochum, Duisburg), international genutzt werden drei.

  6. Metropole? Eine Weltstadt ist nicht einfach »sehr viele Menschen«, eine Weltstadt hat Menschen aller Formen, Farben, Sprachen. Hier gibt es nur Weiße (außer dem Pianisten, ein Asiat). Wo leben denn thjnk und TAS, was für eine Welt haben die im Kopf?! Oder kommt das vom Auftraggeber?

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