Segway Logo, Quelle: Segway

Segway: Mit Logo-Mini-Facelift raus aus der Nische?

Segway Logo, Quelle: Segway

Segway Logo, Quelle: Segway

Die Elektro-Rollermarke Segway hat seit kurzem ein neues Logo. „Neu“ ist in diesem Fall freilich maßlos übertrieben. Die Logomodifizierung ist derart dezent, dass man schon genau hinsehen muss, um die Unterschiede zu erkennen. Bleibt die Frage: Warum macht ein Unternehmen so etwas?

Einst wurde Segway von den Machern als die Zukunft des Ein-Personen-Transports verkauft. Ein Verkaufsschlager wurden die per Elektromotor betriebenen Fahrzeuge jedoch nie, auch aufgrund des hohen Preises von etwa 8.000 Euro. Dass der „Segway Personal Transporter“, wie die einachsige elektronische Mobilitätshilfe offiziell heißt, ein reines Nischenprodukt ist und nicht für den Massenmarkt taugt, verdeutlichen die nach wie vor geringen Verkaufszahlen.

Erfunden hat den „Segway Personal Transporter“ der Amerikaner Dean Kamen im Jahr 2001. Seit April 2015 gehört Segway zum chinesischen Unternehmen Ninebot, das erst 2012 gegründet wurde und mit bauähnlichen Fahrzeugen zunächst in Konkurrenz zu Segway stand. Im Herbst 2014 reichte Segway wegen unterstellten Urheberrechtsverletzungen eine Beschwerde bei der US-Handelskommission gegen Ninebot ein. Die Rechtsstreitigkeiten mündeten schließlich in der Übernahme des US-Vorbilds Segway durch den Klon-Anbieter. Unter der Leitung von Ninebot wird seitdem Segway als Marke weitergeführt.

Wohl auch aufgrund einer verfehlten Marketingstrategie, die zu lange für den Segway PT eine Positionierung als Massentransportmittel vorsah, floppten die Gefährte auf dem Massenmarkt. Nun, unter neuer Regie, verpasst man Segway ein Logo-Mini-Facelift, das kaum visuelle Veränderung mit sich bringt, dafür jedoch Kosten im (mind.) fünfstelligen Bereich verursachen wird, angefangen bei der Implementierung des Logos auf der Website bis hin zur Anpassung innerhalb der Fahrzeugproduktion.

Ein Redesign, das weder eine Aufwertung aus ästhetischer Hinsicht erzeugt, noch eine verbesserte Darstellung aus technischer Sicht beinhaltet. Im Gegenteil. Die Bildmarke, nun vor die Wortmarke gesetzt anstatt darüber, macht das Logo in der Anwendbarkeit eher noch sperriger. Warum macht ein Unternehmen so etwas, fragt man sich. Eine entsprechende Anfrage an das Unternehmen blieb bislang unbeantwortet. Es gibt Kritiker, die meinen, ein solches Elektromobil brauche kein Mensch. Ja, es macht Spaß mit den Dingern durch die Gegend zu flitzen, etwa im Rahmen einer Stadttour – aber selbst eines zu kaufen, käme für mich nicht in Frage. Zu den vielen Fragen, die man sich bei der Marke Segway seit je her gestellt hat, kommt nach (in Teilen) vollzogenem Mini-Facelift am Logo nun eine weitere hinzu.

Wortmarke

Segway Wortmarke – vorher und nachher

Bildmarke

Segway Logo – vorher und nachher

Mediengalerie

5 Kommentare zu “Segway: Mit Logo-Mini-Facelift raus aus der Nische?

  1. Sehe nur ich in dem Logo einen beinamputierten Torso? Das sieht für mich eher nach Sport für Körperbehinderte oder ähnliches aus. Ich kann darin das eigentliche Produkt nicht erkennen.

  2. Ein bisschen OT, aber du hast den Umstand im Artikel ja erwähnt: gibt es zur Übernahme Segways nähere Informationen? Skurril, dubios und schlichtweg seltsam liest sich der Absatz und ich würde gern ein paar Details dazu nachlesen.

  3. Das uninspirierte und wenig professionell wirkende Herumschrauben am Segway-Logo passt zur wenig professionellen deutschen Website, die den Eindruck vermittelt „Wir wissen nicht was wir tun und wir wollen eigentlich nichts verkaufen“. Ungewollte Umbrüche in der Menüzeile. Halb verschluckte Texte. Gruselige Bebilderung. Dafür arbeitet man sich an funktionellen Browser-Behinderungen wie einem sagenhaft hässliche, individuellen Segway-Mauszeiger ab.
    http://www.segway-pt.eu

    Der Preis bei Segway ist bislang einfach obszön. Die aktuell boomenden „Self Balance Hoverboards“ haben im Prinzip ähnliche Technologie verbaut und basieren auf dem gleichen Bedien-Prinzip. Es fehlt nur die Lenkerstange. Die Dinger gibt es für knapp über 200 EUR und die haben dabei noch einen gewissen Coolness-Faktor, während Segway immer etwas nach Gehbehinderung aussieht. Sicher ist ein Segway ausgefeilter im Detail und aus besseren Komponenten gebaut, aber den 40fachen Preis rechtfertigt das niemals. Für 6.890 EUR bekommt man einen fabrikneuen Dacia Sandero.

    • Ach Gott, Gu iedoo, da hat aber ein Segway 100mal mehr Persönlichkeit als ein Dacia Sandero !! Die augenmerklichste Veränderung ist die des „A“, welches jetzt ausgewogener daherkommt. Insgesamt wurde auch sonst überall ein bisschen wie ich meine zum Positiven hin justiert. Aber wers nicht weiß, merkt es nicht.

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