Salzburger Land – Logo, Quelle: Salzburger Land

Salzburger Land positioniert sich als Destinationsmarke neu

Salzburger Land – Logo, Quelle: Salzburger Land

Für das Salzburger Land wurde vor wenigen Tagen ein neues Markenlogo vorgestellt. Bei der Präsentation betont die verantwortliche Tourismusorganisation, die SalzburgerLand Tourismus GmbH, dass es, um von den Menschen als Marke wahrgenommen zu werden, weit mehr bedarf als ein Logo. Hinsichtlich des Marketings scheint man in der Region auf einem guten Weg zu sein.

Vor rund zwei Jahren wurde ein Markenfindungsprozess begonnen um die Markenkernwerte neu zu definieren, wohl auch auf (sanften) Druck aus den Regionen, wie es ein ortsansässiger Kreativer gegenüber dem dt formuliert. Mehrfach wurde in den letzten Jahren die Logos gewechselt, die nicht immer auf Gegenliebe seitens der Partnerbetriebe stießen, was im Ergebnis zu einem inkonsistenten Markenauftritt führte. Auch dem zuletzt verwendeten Logo, eine im blauen Rechteck gesetzte Darstellung der Domain salzburgerland.com, fehlte es an Rückhalt in der Region. Nun soll ein neues, durchgängig strukturiertes Corporate Design ein „unverwechselbares Fundament“ schaffen. Ziel sei es, so die offizielle Pressemeldung, sich als Marke dauerhaft in den Köpfen und Herzen der Zielgruppe zu verankern.

Das neue Logo, wie auch die Marke selbst, möge Virtuosität vermitteln, den Kernwert der neu geschaffenen Markenidentität, und für größtmögliche Wiedererkennbarkeit und Eigenständigkeit sorgen. Bewusst entschied man sich für eine kalligrafische Umsetzung und einen künstlerischen Ansatz, der im starken Kontrast zum bisherigen Erscheinungsbild der Marke steht und ungleich dynamischer wirkt als alle bislang verwendeten Logos. Statischer als ein im blauen Kasten gezwängter Domainname als Logo ist auch kaum mehr möglich. Nun gilt es, das Konzept, das ein zeitgemäßes Verständnis von Markenführung erkennen lässt, auch über die neu geschaffenen visuellen Eckpfeiler auf alle Bereiche zu übertragen.

Verantwortlich für das Logo zeichnet der Künstler Johann Weyringer. Der Markenprozess wurde von Dr. Christoph Engl, Managing Director bei Brand Trust, begleitet. Betreuende Agentur der SalzburgerLand Tourismus GmbH ist Dunkelblaufastschwarz.

SalzburgerLand Logo (sekundär)

Salzburger Land – Logo, Quelle: Salzburger Land

Salzburger Land – Logo, Quelle: Salzburger Land

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Update 15.01.2016: Auf Bitte der SalzburgerLand-Pressestelle wurde die Grafik mit denn App-Symbolen aus dem Beitrag entfernt, da diese eine nicht-finale Fassung zeigten.

18 Kommentare zu “Salzburger Land positioniert sich als Destinationsmarke neu

  1. Virtuosität ist ja mal ein wirklich ausgefallener Markenwert. Allerdings empfinde ich die Umsetzung ehrlich gesagt nicht als stringent. Ich assoziiere eher roh und händisch. Ich bin wirklich gespannt, ob dieses Branding in der Region breite Verwendung finden wird, weil ich nicht wirklich regionspezifische Elemente erkennen kann. Weder bildliche Elemente, noch Schrift oder Farbe (Google?) wirken auf mich besonders charakteristisch.

  2. Die App-Symbole erinnern mich an Google. Die Kontur um das „SL“ harmoniert auch nicht ganz mit der eigentlichen Formsprache des Logos.

  3. Entschuldigung, aber das sieht aus wie in den 90ern steckengeblieben als es mit den Tourismus-Marken so richtig losging und am Ende alle gleich aussahen. Den Schriftzug könnte man mit jeder beliebigen Destination ersetzen, und immer würde er gleich gut oder gleich schlecht passen. Das Logo ist völlig nichtssagend. Was sollen denn die völlig beliebigen amorphen Farbkleckse aussagen? Wofür stehen? Und bei den App-Symbolen habe auch ich sofort an Google denken müssen.
    Dein Lob für diese Kreation kann ich ausnahmsweise mal nicht nachvollziehen…

  4. Die kalligrafische Umsetzung des Logos gefällt mir wirklich sehr gut. Es wirkt unique, künstlerisch, locker, leicht, unbeschwert modern und frisch. Auch die Anwendung in Broschüren gefällt.
    Die Umsetzung als App-Symbole ist leider nicht gelungen. – Der statische Rahmen passt nicht zu der übrigen Gestaltung.

  5. Kann mich jemand aufklären, wofür die Farbkleckse(?) stehen? Die Anwendung in den Broschüren gefällt. Bei dem App-Symbol will die Kombination aus Dynamischer Typo und starrer Umrandung so gar nicht passen.

    • Was meinst Du mit stehen? Eine inhaltliche Bedeutung?
      Formal würde ich sagen, sie sind lustig, lebendig und frisch; nicht so schlecht zum Thema Urlaub.
      Farblich lässt es mich (und jeden anderen Menschen?!) an Wiese, Luft, Sonne und Blüte denken … könnte auch ganz stimmig sein.
      Ist Dir selber nicht aufgefallen? Vielleicht sollte man es zusätzlich beschriften?

      • Ich danke dir für die Aufklärung. Den provokativen Unterton, der in deiner Nachricht steckt, ignoriere ich einfach mal. Auf Blüten bin ich in der Tat nicht gekommen und warum die Sonne im Favicon links unten steht erschließt sich mir auch nicht. Die gehört doch eher nach oben. Aber ich bin auch kein Künstler …

        • Entschuldige den schlechten Ton, ich muss mich ja nicht zum Anwalt des Gestalters machen …

          Ist schon recht frei gestaltet, hast recht :-) … ich find´s ganz appetitlich.

  6. positiv: Der Gedanke zur Vereinheitlichung und zeitgemäßen Kommunikation.
    kritisch: die Logogestaltung (wie schon erwähnt 90er-Tourismusmarken-Look)
    negativ: die App-Symbole (zwingende Google-Assoziation)

  7. Ich find’s sympathisch, auch wenn es sich „schon mal gesehen“ anfühlt. Austauschbarkeit ist beim Logo von Airbnb z.B. auch gegeben, das ist nicht schlimm. Viel wichtiger finde ich, dass es eine Geschichte erzählt, und das tut es: Assoziationen von Blumenwiesen, Wanderungen und ja, Urlaub.
    Es mag sogar stimmen, dass es an eine andere Zeit erinnert, in der dieser Stil mal modern war, aber man muss doch bedenken, wieviele andere Marken im Moment diesen Stil bedienen, und das sind meiner Meinung nach nicht so viele. Insofern ist es also auch unterscheidbar (Spanien ist zwar ähnlich, hat für mich aber noch mehr Assoziationen mit Musik drin, außerdem ist die Farbwelt stärker auf die spanischen Nationalfarben reduziert).
    Und trotz Vergangenheitsbezug bleibt eine gewisse Frische. Für mich gelungen.

  8. Da kann ich mich den Vorrednern nur anschließen. Der Gedanke und Weg ist sicherlich gut, die Umsetzung hinkt hinter den Erwartungen zurück. Beim Corporate Design hätte man sicherlich stärker auf den Charakter des Salzburger Lands eingehen können.

    Für mich sieht es tatsächlich nach Insel-Tourismus aus den letzten Jahrzehnten aus.

  9. Zig Male besser gesehen. Und der Trend mit den Brush-Schriften ist doch schon wieder vorbei, oder? Farbgebung sehr 90er bzw. in den Icons wie Google. Das kommt eben dabei raus, wenn ein Künstler ein Logo macht. Nur weil der malen kann, heißt das noch lange nicht, dass er Logos kann. Schuster bleib bei deinem Leisten. Schade, schade, schade um die vertane Chance. Aber es wird ohnehin bald wieder in der Versenkung verschwinden, da es keine Begeisterung auslöst und so ein Dachlogo benötig ne Menge Begeisterung – von allen Beteiligten. Tirol macht es seit Jahren sehr gut und der Auftritt von Südtirol ist auch gelungen (um mit den Vergleichsbeispielen in der Region zu bleiben). Der Spruch, dass jeder das bekommt, was er verdient gilt wohl für die Auftraggeber, die Region Salzburg hätte gewiss was besseres, frischeres, moderneres und wertigeres verdient.

  10. Komme selbst aus dem Salzburger Land und dieser Künstler hat in den 90er tatsächlich schon mal ein „Logo“ gemacht. Für die Gemeinde Neumarkt am Wallersee. Sehr freundlich gesagt: Der blieb seinem Stil treu http://www.neumarkt.at/ Ich find es altbacken und eher passend für einen Kindergarten oder einen Blumenladen. Aber als Dachmarke für „meine“ Region genauso schlecht wie vor einigen Jahren der „Salzburg – feel the inpiration“-Murks.

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