Region Normandie Logo

Das Logo der neuen Region Normandie

Region Normandie Logo

Die Region Normandie erhält vor dem Hintergrund der Ende 2015 durchgeführten Regionswahlen ein neues Logo. Zugleich finden sich die bislang eigenständigen Regionen Haute-Normandie und Basse-Normandie erstmals unter einem gemeinsamen Zeichen vereint.

Ende 2014 hatte das französische Parlament ein Gebietsreform verabschiedet. Seit Anfang dieses Jahres verfügt Frankreich nur noch über 13 Regionen, bislang waren es 22. Unter der Administration von Regionspräsident Hervé Morin wurde dieser Tage das neue Regionslogo präsentiert.

Region Normandie Logo – vorher und nachher

In Anlehnung an das Regionswappen der Normandie, sei das nun vorgestellte und in Teilen bereits implementierte Logo in enger Abstimmung mit Historikern entwickelt. Abgebildet sind zwei goldene Leoparden vor rotem Grund. Anstelle der rechteckigen Außenform wurde diese als Segeldarstellung (mit Ostwind) angelegt. Die darunter befindliche Wortmarke „RÉGION NORMANDIE“ gleicht in dieser Konstellation einem Schiffsrumpf. Auf diese Weise soll die Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht werden, etwas im Land zu bewegen, wie es in der offiziellen Presseerklärung heißt.

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16 Kommentare zu “Das Logo der neuen Region Normandie

  1. Ich bin überrascht, dass die Regionen das Zusammenfassen mitgemacht haben, in der Regel besteht ja jedes Dorf auf seine Eigenständigkeit (inkl. unzähliger „Logos“).

    Was mich allerdings ebenso überrascht, ist die scheinbar fehlende Perspektive der Löwen auf dem Segel. Die Grundidee und den Aufbau finde ich gut, die Schrift und das Zusammenspiel der Wort-/Bildmarke ausgewogen, aber sollten die Löwen nicht ebenfalls eine leichte perspektivische Verzerrung haben, wenn Sie auf einen seitlich dargestellten, leicht gewölbten Segel abgebildet werden? Die Verzerrung wäre sicherlich nur marginal, würde aber den Gesamteindruck deutlich verbessern.

    • Eine solche Verzerrung der Löwen wäre unheraldisch, denn: „Die Wappenkunst fotografiert nicht, sondern verwendet typisierte, flächige Musterbilder, auch im Profil.“ Es ist dies zwar eine der sogenannten Berliner Erklärung entnommenen Beschreibung hinsichtlich der heraldischen Gestaltungsgrundsätze, ähnliche Regeln gelten jedoch auch in Ländern wie Frankreich.

      Streng heraldisch ist die Darstellung nicht, wie die Neigung beim unteren Löwen zeigt. Darüber hinaus darf man freilich in Frage stellen, inwieweit bei einem solchen Zeichen die Heraldik das Maß aller Dinge sein sollte.

      • Wieder etwas dazu gelernt. Allerdings fällt mir in diesem Zusammenhang auch gerade erst bei genauerem Hinsehen die dreidimensionale Darstellung der Kontur der Löwen auf, auch diese würde ja der Heraldik widersprechen, richtig?

        • Denke ein „3D-Schatten“ oder eine „Outline“ sind nicht unheraldisch. Es ist zumindest auf die verfügbaren heraldischen Farben zu achten, die dann auch bestimmt bezeichnet sind, z.B. grau = silber oder gelb = gold. Daher ist die deutsche Flagge auch schwarz-rot-gold und nicht gelb. ;-) Verzierungen innerhalb dieser möglichen Farben sind auch wenn optisch als 3D meines Wissens nicht verboten.

          Ich stelle mir aber auch die Frage: Warum muss dieses Logo den heraldischen Vorgaben entsprechen? Ist ja schließlich kein Wappen. Daher wäre eine Verzerrung der Löwen in die Form der roten Fläche doch sicher ebenfalls nicht verwerflich.

          • Schatten dürfen in der Heraldik nur auf eine Art und Weise dargestellt werden:
            Die Kontur wird auf der rechten Seite dicker gemacht.

            Hier ist das so ansatzweise berücksichtigt, jedoch denke ich dass das Ganze eher so halb heraldisch ist ;)

      • Tatsächlich habe ich die strengen Vorgaben hinsichtlich der heraldischen Gestaltung hier nicht im Fokus gesehen – auch oder gerade wegen dem Verzicht einer Wappenform. Ich stelle mir da eher die Frage nach Dynamik und Harmonie für das Auge des Betrachters. Aber Danke für die Erklärung Achim – man lernt nie aus.

  2. Konzeptioneller bzw. strategischer Ansatz lässt sich gut nachvollziehen. Allerdings muss ich gestehen – die Perspektive des Segels und die Leoparden wollen optisch nicht so richtig harmonieren.
    Das Auge fragt sich ständig was hier nicht passt. Die Leoparden sind ja schließlich teil des Segels, warum sollten diese also nicht vom Ostwind angetrieben werden ;) Außerdem glaube ich nicht dass die Typo in klein gut funktioniert. Auf der Homepage kommt ja direkt eine horizontale Ausrichtung zum Einsatz, hier kann man nicht mehr von einem Schiffsrumpf sprechen.

  3. Vielleicht geht es nur mir so, aber das die beiden Kätzchen ihren rechten Arm stramm nach vorne und oben strecken mit diesem leicht finsteren Blick, irritiert mich etwas.

    Ansonsten find ich es von der Grundidee her gut. Schätze mal, dass man durch die Ausgangslage nicht wahsinnig viel anders machen konnte (bis auf eben die Geschichte mit den harmonischer integrierbaren Leoparden).

  4. Heraldikgesetze hin oder her: Die Tatsache, dass das rote Segel perspektivisch verzerrt ist, also auf einen imaginären Fluchtpunkt zuläuft, die beiden Löwen aber nicht, macht das Gesamtgebilde unrund und lässt es für mich etwas dilettantisch erscheinen. Offenbar war der Macher bzw. die Macherin hier technisch überfordert. Außerdem sitzen die Löwen nicht in der optischen Mitte.

    Ein schönes Beispiel für die Gretchenfrage: Ist es ein Logo oder doch mehr eine Illustration? Oder: Wie illustrativ und naturalistisch darf ein Logo sein? Abgesehen davon gefällt mir das Zeichen aber um Längen besser als die alte Version.

    • Offenbar war der Macher bzw. die Macherin hier technisch überfordert

      Ich gebe zu bedenken, dass ein Regionslogo ein brutalst politischer Prozess ist, bei dem der Entwickler des Logos eine Person unter vielen ist. Selbst mit besten Argumenten und stärkster Persönlichkeit, darf angenommen werden, dass sich manchmal die schwache Form durchsetzt. Alles auf den Gestalter zu schieben ist besonders in diesem Fall unfair.

  5. Mal ganz abgesehen von der Heraldik, ich finde das leichte, angleichende ‚Verzerren‘ der Löwen bringt ein erhebliches Ungleichgewicht in das Logo, da die Löwen dann einfach leicht schief zur Typo stehen. Abgesehen davon handelt es sich bei der Fahne im Hintergrund ja nur um eine symbolische Darstellung und weder um eine fotorealistische Abbildung, noch um eine 3 dimensionale Darstellung anderer Art. Insofern bringt diese Reduktion auf die Grundachsen eine angenehme Ruhe in das Logo, während die Fahne als ein leicht dynamisches Element einen guten Kontrast darstellt. Gefällt mir ganz gut so.

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