Transfiguration (2020)


Universal Everything, ein Kollektiv aus Digital-Künstlern und -Designern, setzt in Transfiguration (2020) neuste prozedurale Synthese-Software ein, um 3D-Objekte und Texturen zu erstellen. Der Kontrast aus monotoner Schrittfolge und der sich kontinuierlich transformierenden Oberfläche verleiht dieser CGI-Arbeit im Zusammenspiel mit dem Sounddesign einen ganz besonderen Reiz.

16 Kommentare zu “Transfiguration (2020)

    • Das Schöne an Design ist ja, dass es für jeden etwas anderes bedeutet ;-)

      Form und Gestalt sind zwei Begriffe, die im Kontext Design (!) in der Regel synonym verwendet werden und hier jeweils ein und dasselbe beschreiben. Die Aussage „Design ist FORM, GESTALT und FARBE“ taugt auch deshalb nicht als brauchbare Definition, da die entscheidende Komponente, die Design ausmacht, fehlt, nämlich die Funktion. Ohne Funktion, ohne Zweck ist Design kein Design.

      Abgesehen davon verstehe ich nicht so recht, was der Einwurf an dieser Stelle soll. Denn ganz offensichtlich bewegt sich das vorgestellte Video im Grenzbereich zwischen Design und Kunst.

    • Alter was?
      Nur mit viel gutem Willen lassen sich aus deinen beiden Sätzen gerade noch so ein paar willkürliche Thesen herauslesen. Könntest du deinen Kommentar so formulieren, dass daraus ein nachvollziehbares Argument entsteht?

    • Kann es sein, dass Sie da etwas missverstehen und sich auch etwas ARG weit aus dem Fenster lehnen?

      Design ist ohne Funktion eigentlich nur “Kunst”, da es ohne Funktion, also die Auseinandersetzung mit einem Problem, nichts gibt, worauf man Design-Entscheidungen treffen kann.

      Das von Herrn Schaffrinna präsentierte Video befindet sich hier, wie er selbst schon kommentiert, auf der Schwelle zur Kunst und hinterlässt, gerade im Bereich der Funktion einen großen Interpretationsspielraum. Warum aber auch nicht?

    • Ich weiß nicht, ob ich dieses Selbstbewusstsein bewundern soll, oder ob es mich verstören soll. Eine Arbeit so scharf zu kritisieren mit Blick auf die eigene Website und den dort gezeigten Arbeiten. Da könnte man vielleicht einmal selbst reflektieren … ;-)

  1. Ich habe bei 1:21 abgebrochen weil ich die Umsetzung einfach megaschlecht finde. Für die “neueste” Art von “prozedurale Synthese Software” was immer das auch sein mag, habe ich sowas in der Art – nur Meilen besser schon im 1991er Film Terminator II gesehen ! Zum Beispiel die Hospital Escape Scene.
    Wenn man solche Effekte schon vor 30 Jahren machen konnte erwarte ich schon, dass das heute noch realistischer statt unrealistischer geht. Fühle mich daher etwas für dumm verkauft.

    • Tatsächlich sind Stein, Glas, Farn(?) und Holz nicht sehr gut umgesetzt, da die Colliderphysics falsch/nicht funktionieren. Die Materialien überlappen einander und gehen beim Walk Cycle durch den Boden. Da pflichte ich dir absolut bei, Steffen. Beim bunten Fell finde ich außerdem das Sounddesign etwas fragwürdig umgesetzt. Ansonsten jedoch recht eindrucksvoll.

    • Vor ein paar Jahren noch haben Leser, wenn ich ein Video geteilt habe, sich für derlei Inspiration vielleicht kurz bedankt. 3 Minuten mal eben raus aus dem Alltag, eintauchen in die Arbeit anderer Kreativschaffender. Heute muss ich lesen, dass Leser sich für dumm verkauft fühlen. So ändern sich die Zeiten.

      Die zweifellos beeindruckenden visuellen Effekte in Terminator 2 taugen als Referenz in Sachen CGI nur bedingt, denn in dem Film sind viel weniger Computer-generierte Effekte zu sehen als gemeinhin angenommen wird, siehe Beitrag und Video. In Sachen Komplexität, Detailfülle und -schärfe sind die vergleichsweise wenigen CGI-Szenen in Terminator und das hier vorgestellte Video Transfiguration (2020) nicht zu vergleichen, denke ich. Konkrete Zahlen hinsichtlich der Menge an gerenderten Daten habe ich freilich nicht. Nach heutigem Ermessen wirkt der Gang aus den Flammen und die dabei gezeigte Transformation von T-1000 jedoch eher unnatürlich, abgehackt und bezogen auf die Qualität bescheiden. Damals war das natürlich der Knaller.

      Fast 1.400 Likes in nur 4 Wochen auf Vimeo sprechen für sich, denke ich. Die Problematik bei der Darstellung einiger Strukturen, wie Stein und Holz, ist auch mir nicht entgangen. Allein deshalb die Qualität als „megaschlecht“ zu bezeichnen, spottet jedoch jeder Beschreibung. Ich halte die zum Teil unlogischen Bewegungen der Objekte für verschmerzbar, zumal ich glaube, dass eine in jeder Hinsicht realistische Darstellung unter der Prämisse der Beibehaltung des rhythmischen Ganges gar nicht zu erreichen ist.

      Was genau unter Prozeduraler Synthese-Software zu verstehen ist, wird beispielsweise in einem Wikipedia-Eintrag erklärt.

      • Ich dachte, dass man hier seine ehrliche Meinung offen sagen darf, stattdessen wird hier sehr tendenziös auf meine Äußerungen Bezug genommen nur weil ich mich nicht beim Autor bedanke. Offensichtlich das wird jetzt immer klarer, geht es diesem wohl nur um Selbstbestätigung, Selbstdarstellung und irgendwelche Likes anstelle eines konstruktiven Austauschs.

        Dass Likes plötzlich Messistrument für gute oder schlechte Dinge sein sollen, ist hoffentlich nicht ernst gemeint ! Hasskommentare werden auch unendlich viel im Net geliked und gehyped und sind trotzdem nicht gut.
        Darum wird dies auch mein letzter Kommentar sein, so eine Kinderkacke muss ich mir nicht geben wenn ich mal eben kurz raus aus meinem Alltag flüchte LOL.

      • Ich dachte, dass man hier seine ehrliche Meinung offen sagen darf

        Darf man. Ist überaus gewünscht, solange diese – allgemein gesprochen – auf konstruktive Weise artikuliert und die Netiquette beachtet wird.

        stattdessen wird hier sehr tendenziös auf meine Äußerungen Bezug genommen

        Was genau soll denn in meiner Antwort auf Deinen Kommentar tendenziös sein? Ich nehme ausführlich Bezug auf Deine Aussage betreffend Terminator 2, während Du das Thema im Folgekommentar außen vor lässt.

        Offensichtlich das wird jetzt immer klarer, geht es diesem wohl nur um Selbstbestätigung, Selbstdarstellung und irgendwelche Likes anstelle eines konstruktiven Austauschs.

        Unfug. Was soll denn zudem konstruktiv an einem Kommentar sein, bei dem man dem Autor derlei Unfreundlichkeiten attestiert? Statt sachlich fair mit Argumenten zu punkten, wirst Du persönlich und beleidigend.

        Dass Likes plötzlich Messistrument für gute oder schlechte Dinge sein sollen, ist hoffentlich nicht ernst gemeint ! Hasskommentare werden auch unendlich viel im Net geliked und gehyped und sind trotzdem nicht gut.

        Selbstverständlich sind Likes auf Vimeo ein Gradmesser für die Beliebtheit (und in der Regel auch für die Qualität) eines Videos, ebenso eine hohe Anzahl von Kommentaren. Das kann man doch überhaupt nicht mit irgendwelchen Hasskommentaren da draußen im Netz vergleichen. In diesem Fall wurde das Video zudem vom Kuratorenteam als „staff picks“ ausgezeichnet.

        Darum wird dies auch mein letzter Kommentar sein, so eine Kinderkacke muss ich mir nicht geben wenn ich mal eben kurz raus aus meinem Alltag flüchte LOL.

        Ein Abgang mit Nachtreten, so scheint‘s.

      • Lieber Achim, mir fällt dieses Verhalten auch schon länger auf – ich schiebe es einfach auf die Flut an Möglichkeiten, die die heutige Menschheit hat. “Langatmiges” Auseinandersetzen mit Dingen ist durch die Schnelllebigkeit unserer Zeit quasi kaum mehr gegeben. Es geht oft nur noch um “Gefällt mir/Gefällt mir nicht” – Anzeichen unserer Like/Konsum-Epoche. Du machst tolle Arbeit und ich schaue täglich hier rein – Danke für deine Zeit, lieber Achim. LG.

  2. Dann bedanke ich mich mal kurz: Danke Achim. Ich freue mich immer wieder, wenn auch mal das ein oder andere Video hier im Blog landet.

  3. Normalerweise faszinieren mich ja hier im “dt” vor allem die Einblicke ins Corporate Design, aber es ist natürlich auch nicht uninteressant, darüber hinaus noch anderes zu sehen, zumal “Design” ja mehr bedeutet als “nur” Logos u. ä. Gleichzeitig ist es natürlich auch schwierig, hier eine Auswahl zu treffen, schließlich gibt es so viele inspirierende Werke, zumal angesichts der Möglichkeiten des Internets.

    Nun, das Video ist durchaus interessant anzuschauen, nach einer gewissen Zeit aber auch nicht mehr wirklich mitreißend. Aber ich mag Achim Schaffrinas Kommentar-Hinweis in Bezug auf das Zusammenspiel der Metamorphose als dauernde Veränderung und der monotonen Schrittfolge als Gegensatz.

    Wegen meiner bisherigen Erfahrungen mit procedurals (bei Texturen von 3D-Software – man kann sich so viel Arbeit sparen und bekommt dennoch super Resultate) stellt das Video meiner Wahrnehmung nach vor allem eine Art Leistungsschau in Sachen Fähigkeiten der Software dar und zeugt damit (von der Konzeptionierung und anderen Aspekten natürlich abgesehen) weniger vom schöpferischen Vermögen der Designer. Aber auch daran ist nichts verkehrt, schließlich braucht man im Bereich der visuellen Gestaltung immer die richtigen Werkzeuge, um Ideen ansprechend umzusetzen.
    Ob 1.400 Likes auf Vimeo viel sind, weiß ich nicht einzuschätzen. Vielleicht wäre es irreführend, hier Werte von YouTube zum Vergleich heranzuziehen, wo Videos binnen Stunden zehntausende Likes sammeln?

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