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Form Follows Function

Stellenwert von FFF in den Agenturen

Welchen Einfluss übt FFF in der Designbranche aus und wie findet der Gestaltungsleitsatz im täglichen Geschäft Anwendung? Fünf Experten auf ihrem Gebiet vertreten ihre Ansicht zu Form Follows Function.

Niko Timm, Creative Director | SinnerSchrader

“Form Follows Function ist nach wie vor eines der Grundprinzipien unserer Arbeit. Besonders im Interaction- und Interface-Design folgen wir dabei stark dem Ansatz des Usability-Gedankens. Die von uns entwickelten Produkte haben den Anspruch, eine optimale Gebrauchstauglichkeit zu besitzen. Dafür orientieren wir uns in Konzeption und Design strikt an den Wünschen der Konsumenten und ihrem Verhalten. Uns ist dabei wichtig, dass diese Grundlagen valide sind – und nicht das Resultat von “Was könnte Frau Müller tun oder mögen…”-Phantasien. Unter anderem generieren wird dafür Daten durch Beobachtung von Surfverhalten, stützen uns auf Befragungen von Konsumenten und erarbeiten User-Insights aus Diskussionsforen. Auf dieser Basis entscheiden wir, welche Funktionen wir dem Nutzer wann und wo zur Verfügung stellen.

„Wir können uns nicht ausschließlich
auf den reinen Funktionalismus beschränken“

Wir können uns aber nicht ausschließlich auf den reinen Funktionalismus beschränken. Faktoren wie Markenpositionierungen, ästhetische Aspekte und technischen Ansprüche müssen immer mit in unsere Überlegungen eingeschlossen werden. Deswegen würde ich es eher als einen Mix aus unterschiedlichen designtheoretischen Methoden beschreiben, die dann in ihrer Kombination überzeugen.”

Dirk Thieme, Geschäftsführer | DMC Design for Media and Communication

„Welcher Kreative kennt das nicht – je mutiger und kühner ein Konzept gedacht ist, je höher der eigene Anspruch, je differenzierender und einzigartiger das Design, umso größer die Angst und Bedenken von Entscheidern. Was ist denn mit der Usability? Es geht hier nicht um schön, sondern um richtig, tönt es nur allzu häufig.

Das 200 Jahre alte und oft missverstandenen funktionalistische Prinzip scheint immer recht zu haben. In Wahrheit ist es heute aber stark angestaubt und zu eindimensional interpretiert. Der oft strapazierte Case von Apple zeigt, dass der Erfolg einer Marke heute aus vielen Komponenten besteht. Sieht das Produkt gut aus, funktioniert es einfach und ist es verlässlich? Kann ich mit dem Produkt meine Persönlichkeit ausdrücken, wird die Marke ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft halbwegs gerecht? Tritt die Marke als partnerschaftlich auf, ist sie mein täglicher Begleiter, und fast schon zu einem Freund geworden mit dem ich sprechen und kommunizieren kann? Überrascht und erfreut mich das Produkt immer wieder aufs Neue?. Nicht zu Letzt, kann ich mir das leisten und ist es von Nutzen?

„Wir glauben an die Kraft
des Design und ihre Funktion gleichermaßen.“

Apple kann all diese Fragen getrost mit „Ja“ beantworten. Ein Leistung, die auf der Radikalität von Steve Jobs begründet ist „it is not up to the consumers to know what they want“ war Ausdruck seiner selbstbewussten Haltung vorweg zu gehen. Dagegen wirkt das Prinzip „Form Follows Function“ etwas kümmerlich.

In unserer Zeit gleicht sich die Welt zunehmend an. Städte, Marken, Produkte, TV-Formate und Webportale – ein Prozess der Gleichmacherei, das Prinzip “copy and paste“ ist Ausdruck von einer Mutlosigkeit neue Dinge zu wagen, die abweichen von der Norm, anders sind. Der blinde Glaube an Usability Studien und Research tötet zunehmend Inspiration und Innovation im Design.

Form Follows Function ist sicherlich immer noch richtig, aber erfüllt nur einen Teil der Herausforderung innovativer und kreativer Prozesse. Wir glauben an die Kraft des Design und ihre Funktion gleichermaßen.“

Jochen Rädeker, Geschäftsführer | Strichpunkt

„Form Follows Function greift zu kurz – und hat immer zu kurz gegriffen. Was für eine eiskalte, langweilige Welt wäre es, wenn nur, was funktional überzeugt, richtig wäre – es sind doch gerade die kleinen Brüche, die liebenswert sind: Einen Menschen mit einem völlig symmetrischen Gesicht finden wir hübsch, aber nicht schön. Einen für optimale Lesbarkeit abgesetzten Text finden wir nützlich, aber nicht emotional bewegend. Eine rein informationsorientierte Website finden wir praktisch, aber nicht überzeugend.

„Entscheidungen treffen wir nicht nur im Hirn,
sondern auch mit Herz und Bauch.“

Gutes Grafikdesign muss weit mehr sein: Funktionalität ist Handwerkszeug, aber gutes Handwerk alleine reicht in den seltensten Fällen, um ein kommunikatives Ziel zu erreichen. Die Qualität von Kommunikationsdesign bemisst sich deshalb mindestens ebenso stark durch Ästhetik, Emotionalität und – im besten Sinne – Unvernunft. Entscheidungen treffen wir nicht nur im Hirn, sondern auch mit Herz und Bauch. Form Follows Function ist wie Sex, nur um ein Kind zu zeugen. Nichts dagegen, aber: Der Spaßfaktor ist auch nicht ohne.“

Roman Hilmer, Creative Director | Fork Unstable Media

Fork Follows Form Follows Function – Wie jeder Glaubenssatz wird FFF immer wieder einseitig instrumentalisiert und die Funktion ausschließlich nüchtern, rational und technisch ausgelegt. Inhaltliche und ästhetische Funktionen werden in der Betrachtung vernachlässigt. So wird oft versucht, mit „Form Follows Function“ die Kreation in eine Zwangsjacke zu stecken; als Scheingewissheit und Totschlagargument, um ästhetischen Diskussionen aus dem Weg zu gehen oder diesen eine sehr dogmatische Richtung zu geben, als gäbe es für jede Funktion nur genau eine richtige Form.

Natürlich werden für bestimmte Funktionen immer wieder gleichartige Formen gefunden aber “gleichartig” bedeutet nicht “gleich” (im Sinne von “gleich sein”, “gleich aussehen” oder “sich gleich anfühlen”). Schliesslich besteht eine durchaus erfolgsversprechende Strategie im Kommunikationsdesign auch darin, genau das Gegenteil der “richtigen Form” als Lösung anzubieten.

„Unserer Arbeit sagt man nach, sie sei detailverliebt,
oft anekdotisch und manchmal sogar verspielt.
Wir sehen darin aber keinen Widerspruch.“

In unserer täglichen Arbeit orientieren wir uns allerdings durchaus FFF, wobei wir die Begriffe “form” und “function” sehr frei auslegen. Wir stellen uns die Fragen, die der Maxime entsprechen: Welche Funktionen sind für die Zielsetzung notwendig? Wie kann das Design diese Funktionen möglichst gut umsetzen? Wie und in welchem Kontext wird das Design später wahrgenommen oder sogar benutzt und welche Schlüsse ziehen wir daraus? Bei vielen Projekten hilft FFF außerdem, die “Featureitis” (gewissermaßen “feature-list follows function”) in den Griff zu bekommen, dem ein oder anderen Hype aus dem Weg zu gehen und der Versuchung, “man könnte auch noch…”, zu widerstehen.

Unserer Arbeit sagt man nach, sie sei detailverliebt, oft anekdotisch und manchmal sogar verspielt. Wir sehen darin aber keinen Widerspruch zu FFF. Bewusst eingesetzt haben diese Formen der Gestaltung die Funktion Haltung, Charakter und Geschichten zu vermitteln. Und dafür ist Kommunikationsdesign ja da.

Robert Stulle, Creative Director | Edenspiekermann

„Form Follows Function“ gilt nach wie vor, nur hat sich das, was wir als „Form“ betrachten in den letzten 10 Jahren extrem weiterentwickelt. Unsere vernetzte Art zu Kommunizieren hat sich darauf niedergeschlagen wie wir Arbeiten und wie wir uns organisieren. Die „Form“ beschränkt sich heute nicht mehr auf die visuelle Oberfläche, zu ihr gehören auch Aufbau, Struktur, Verhalten, Tonfall, und Einstellung (Attitude).

„Attitude follows function“

Deshalb kann ich mir für 2011 auch die folgenden Variante des alten Gestaltungsleitsatzes vorstellen: „Behaviour follows function“. Oder, noch etwas kerniger, „Attitude follows function“.

Der Designbegriff bei Edenspiekermann hat sich stark erweitert. Wir sind nicht nur Gestalter von visuellen Aspekten. Wir gestalten Konzepte, Strategien und Worte. Uns ist nicht nur wichtig wie etwas aussieht, sondern auch wie es sich verhält, wie es sich anfühlt und wie es reagiert.

Die FFF-Gedankenstütze

Form Follows Function heißt nicht:
… Ornamentik ist böse
… es gibt nur eine Form für eine Funktion
… erst kommt die Funktion und dann das Design

sondern:
… auch Ornamentik kann eine Funktion unterstützen
… Form und Funktion verschmelzen zu einer Einheit
… eine maßgeschneiderte Form unterstützt in idealer Weise die zugrundeliegende Funktion

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Lesenswertes zum Thema Form Follows Function:

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41 Kommentare

  1. Ein wunderbarer Artikel und eine seit jeher oft diskutierte Frage.
    Ich persönlich würde mich eher zur Pro-Seite des FFF-Prinzips
    einordnen, wohl aber mit dem bewussten Hintergedanken, dass
    diese drei Worte mehr als kurze Vereinfachung gedacht sind.

    Als Designer geht es, wie schon beschrieben, bei der Form nicht
    nur um eine nette Gestaltung sondern ebenso um das Erleben, um
    Materialität, um Sound, um Geruch, Haptik, etc. und diese soll
    möglichst nah an der Funktion liegen. Und die Funktion, ist doch
    jeweils eine andere und folgt ständig anderen und individuellen Bedürfnissen.
    Funktion ist ein dehnbarer Begriff, ihm ist die gute Handhabung ebenso
    zuzuschreiben wie eine Zweckentfremdung; es ist die Funktion die
    der Gestalter doch recht frei steuern kann und somit erst recht die Form.

    Wir sind individueller geworden, Gestaltungsprozesse und Design, wie dessen
    Ansprüche, komplexer und vielschichtiger – deshalb kann man FFF nach wie
    vor schätzen, aber man muss diese Phrase ebenso vielschichtig und individuell
    handhaben, wie es unsere Zeit eben braucht.

  2. Natürlich können wir alles einfach nur “nützlich” gestalten und weniger Wert auf die Optik legen. Aber mal ehrlich, wo bleibt da der Spaß? Schöne Dinge leben, erzählen Geschichten, erzeugen Gefühle die man spüren kann. Bauhaus ist einfach nur funktional, aber totlangweilig. Man schaut kurz hin, sagt “aha” und schaut wieder weg. Aber reich verzierte Gestaltungen laden zum staunen, entdecken, beobachten und träumen ein.
    Es gibt immer Menschen die emotionaler sind, und auch Menschen die gefühlsmäßig kalt sind. Vielleicht ein Dogma aus der jeweiligen Kindheit?!? wer weiß… Leider ist es so dass die gefühlsmäßig kalten den emotionalen überlegen sind. Das bedeutet aber noch lange nicht dass man sich dem Bauhaus hingeben oder dem Herrn Nielsen gesagten hingeben muss. Wo kämen wir denn da hin?
    Drei wunderschöne Beispiele welche zeigen wie Ästhetik wirken kann:
    1. Zwei völlig gleiche Lebensmittel im Supermarkt stehen nebeneinander. Welches kaufst du? hmmm… natürlich das mit der schöneren Verpackung. Warum? Die Verpackung begeistert dich, sie erzeugt Gefühle. Und auch wenn beide Lebensmittel völlig gleich sind, schmeckt dass mit der schöneren Verpackung besser. Denn zusätzlich zum Geschmack kommen die vorher erzeugten Gefühle dazu. Pluspunkt für die Gestaltung.
    2. Apples oberstes Kriterium war immer die einfachste Bedienung in verbindung mit einem schönen Design! Jeder kennt den Erfolg von Apple, dazu muss man nichts mehr sagen. Höchstens dass Google dass auch erkannt hat und nun versucht denselben Grundsätzen zu folgen ;)
    3. (ich hoffe das nimmt mir jetzt keiner krumm…) Zwei Frauen. Ich kann mit beiden Spaß haben, eine schöne Zeit verbringen, Kinder zeugen und eine Familie gründen. Nehm ich nun die hübschere von beiden oder nicht? So viel zu form follows function…

  3. @Sascha Franke

    Ich habe zwar den Artikel nicht komplett durchgelesen, aber dein Kommentar. Ich glaube das grundsätzliche Problem ist das man unter “form follows function” leider unterschiedliche Sachen versteht.

    Ich nehme mal dein Beispiel, da ich aber ein Frau bin zwei Männer ;).
    Also, es gibt zwei Männer die find ich total klasse habe mit beiden Spaß und wie du sagst entscheide ich mich aber für den hübscheren.
    Das folgt doch aber dem Prinzip “form follows function”.
    Denn:
    funktion = Mann (bzw. Beziehung mit Mann)
    form = hübscher Mann.
    Ohne die Funktion Mann/Beziehung zu Mann interessiert mich auch das Aussehen des Mannes nicht. Da ich aber einen der zwei Männer auswählen will, such ich den aus der meiner Empfindung nach “männlicher” ist oder der zu mir als “Gegenstück” oder “ausgleich” passt. Der eine ist klischeehaft: Muskeln, Stark, Praktisch, Groß, Hübsch; der andere ist: Klein, Schwach, Brillänträger, extrem Intelligent.

    Will ich keinen Mann für eine Beziehung interessiert mich auch das Aussehen nicht, bzw. sehe ich das Aussehen abgekoppelt von der Funktion -> ist das dann Kunst?

  4. Nochmal für @Sascha: form follows function, nicht form or function.
    Oder um es mit deinen Worten zu sagen: wenn du zwei gleichschöne Teekannen hast, aber bei einer zeigt der Ausguss nach unten, dann kaufst du die, die Funktioniert. Und selbst wenn die nicht fuktionale Teekanne schöner ist, du kaufst die die Funktioniert. Form follows function.

    Bei deiner Argumentation stellst du ja auch die Funktion in den Vordergrund, den du sagst “die Produkte sind völlig gleich”. würde eines der beiden Produkte nicht Funktionieren, dann spielt die Ästhetik keine Rolle mehr. Aber bei zwei völlig gleichwertigen Produkten kommt die Funktion der Verpackung zum tragen. Hier wird die Ästhetik funktionalisiert, da die visuelle Gestaltung des Produktes besser auf die Zielgruppe zugeschnitten ist. Nicht weil sie “schöner” ist.
    “Schöne Dinge” gibt es gar nicht, Geschmack ist Erziehungssache. Wenn heute ein Produkt “schön” Verpackt ist, dann deshalb, weil das subjektive Empfinden der Zielgruppe so erzogen wurde. Das ist teils Kultur- und zu immer grösseren Teilen Medienbedingt. Die Funktion der Verpackung ist eine Andere als die Funktion des Produktes, die sie beinhaltet. Verpackung soll das Produkt schützen und den Verkauf positiv beeinflussen. Auch hier steht die Fuktion im Vordergrund, denn wenn die Milchtüte Durchweicht, dann kann sie noch so “schön” aussehen, keiner wird Sie kaufen.

    zu 2. Dabei orientiert sich Apple sehr stark an den 10 Thesen von Dieter Rams. Natürlich spielt Ästhetik hier auch eine grosse Rolle, Rams sagt jedoch: “Schön sein kann nur, was gut gemacht ist.” Und er ist, genau wie Jonathan Ive, ein Vertreter von “form follows function”.

  5. Schöne Dinge gibt es gar nicht, Geschmack ist Erziehungssache.

    Es gibt Studien mit wenigen Monate alten Babys, die das Gegenteil belegen. Unter anderem hat der britische Entwicklungspsychologe Alan Slater festgestellt, dass die Vorstellung von Attraktivität nicht im Auge des Betrachters entsteht, sondern im Gehirn eines neugeborenen Kindes seit dem Moment der Geburt oder sogar schon früher vorhanden ist. (siehe Spiegel-Artikel). Wer selbst Kinder hat, wird solch eine „Schönheitspräferenz“ vielleicht schon einmal selbst bemerkt haben.

    Seit der Antike beschäftigen sich Menschen damit, Regeln und Gesetzmäßigkeiten zu definieren, nach denen sich ein Schönheitsprinzip irgendwie fassen und bestimmen lässt. Der Goldene Schnitt ist nichts anderes als der Versuch, das Gefühl von Schönheit mit Hilfe einer mathematischen Formel auf die Schliche zu kommen. Sicherlich ist Geschmack auch mit Prägung verbunden und also Erziehungssache, wohl aber nicht ausschließlich.

  6. Mein tägliches Gegenbeispiel Apple:

    Wenn ich mein iPhone4 in der Tasche in der Hand halte, wo ist da vorn? Was war schlecht am Design des iPhone3, dass diese “Funktion” entfernt werden musste. Ist es etwas moralischer Verschleiß?

    lg
    SR

  7. @Achim
    Interessant, das wusste ich nicht. Eventuell war ich ja zu dramatisch.
    Trotzdem, sagt das Experiment etwas über Schönheit aus? Oder eher darüber, ob Neugeborene ein Grundverständnis für Symmetrie oder Ordnung haben? Oder belegt das Experiment Schön = Durchschnitt? Und würden Babys, die über Generationen hinweg nur von hässichen Menschen grossgezogen wurden vielleicht plötzlich das Andere Bild wählen? Wer hat entschieden, welches der Bilder hässlich ist? Waren es hässliche Babys? ; )

    Tatsächlich bin ich neugierig geworden, der Spiegel-Artikel macht Lust auf mehr. Vielleicht wird der nächste ausführliche Artikel hier ja “was ist schön?” oder “was ist Design?”. Ich habe mich jedenfalls sehr über den Artikel hier gefreut und wünsche mir mehr davon.

    Worauf ich mit meiner Aussage “schön gibt es nicht” eigentlich hinaus wollte ist, das “schön” hauptsächlich subjektiv und nicht oder nur schwer planbar ist. Oder eben nur in einer bestimmten Zielgruppe. Die Zielgruppe “9-Jähriges Mädchen” wird sicher etwas anderes als “schön” empfinden als der 35-jährige Designer, der für die Gestaltung des Produktes zuständig ist.

  8. @thedaft Das ist gut möglich. Ich hoffe natürlich, dass sich über die Kommentare noch einige Kreative beteiligen, erst dann wäre es ja im Sinne eines Wikis ein gemeinschaftliches Werk. Fragst Du, weil Du sonst befürchtest, den Artikel nicht mehr wiederzufinden? Die URL ist leicht zu merken.

  9. Ich denke, hier liegt das große Missverständnis vor, dass man eine Aussage, die evolutionsphilosophisch gemeint war auf den schnöden Alltag und dessen Gegenstände (Männer, Teekannen, Suppendosen) anwenden will, was nicht funktioniert.

    Sullivan meinte vielmehr, dass sich die Form aufgrund eines evolutionären Prozesses zwangsläufig aus der Funktion heraus ergibt. Bei uns Menschen ist der Kopf oben, weil wir mit einem oben befindlichen Kopf vor tausenden von Jahren besser übers Steppengras gucken und Feinde / Beute entdecken konnten. Die Form unseres Körpers folgt seinen Funktionen. Das kann man auf alles mögliche anwenden: Ein Rad ist rund, damit es rollen kann. Ein Haus hat ein Dach, damit es nicht reinregnet. Etc. pp.

    Subjektive Wahrnehmungen, wie Schönheit & Co., haben nichts, aber auch rein gar nichts mit der stark verkürzten Aussage “Form follows function” zu tun.

    Wie Dirk Thieme ganz richtig feststellt, wird das Prinzip FFF oft eindimensional interpretiert: Eine Form muss zwangsläufig der Funktion folgen, um “richtig” zu sein. Was natürlich vollkommener Quatsch ist. Oder, um Achims Worte aufzugreifen: Eine Verquickung von Ästhetik und FFF gibt es nicht. Vielmehr kann und sollte es quasi eine epiphytische Symbiose eingehen: Das Design sitzt (platt gesagt) auf der Funktion auf, wodurch ein ästhetischer Gesamteindruck entstehen kann.

    Meiner Meinung nach sollte man das Prinzip FFF nicht neu interpretieren oder umdeuten oder was auch immer, sondern einfach nur als die hohle Phrase, die es ist, auf ewig und immerdar entsorgen.

  10. Bei den meisten Produkten komplizierter als ein Kochtopf – beispielsweise Autos – kann man für fast jede Gestaltungsform (selbst bei den sogenannten Charakterlinien) einen funktionalen Grund finden. So zum Beispiel Verringerung des Luftwiderstandes, Abtrieb für Bodenhaftung, Sicherheit, Stauraum, Ergonomie… oder eben einen Kompromiss, der sich daraus ergibt. Ansonsten ist ja auch Ästhetik eine Funktion
    Mit funktionalem Design wird die Welt ja nicht zwangsweise nur noch aus häßlichen, grauen Würfeln bestehen ; )

  11. Ach so, meint ihr also, form follows function = die Form resultiert aus der Funktion? Denn ich interpretiere das eher so: erst Funktion, dann Form, die Form darf die Funktion nicht beeinträchtigen/dominieren. Und das ist nur eine von vielen Regeln, die man beachten sollte, wenn man gutes Design erhalten möchte. Design ist Interpretationssache, und jeder muss für sich Schwerpunkte setzen. Und für mich ist FFF ein solcher Schwerpunkt.

    @Wolle
    “Ich denke, hier liegt das große Missverständnis vor, dass man eine Aussage, die evolutionsphilosophisch gemeint war auf den schnöden Alltag und dessen Gegenstände (Männer, Teekannen, Suppendosen) anwenden will, was nicht funktioniert.”
    -> Ist Design nicht die “Evolution des schnöden Alltags und dessen Gegenstände”? Design soll das Leben erleichtern/bequemer machen und alltägliche Dinge in der Nutzbarkeit verbessern.

    “Das Design sitzt (platt gesagt) auf der Funktion auf, wodurch ein ästhetischer Gesamteindruck entstehen kann…”
    -> Ist auch ein Standpunkt, doch für mich ist die Funktion Teil des Designs. Ein Designer ist ja nicht nur ein “Schönmacher”, sondern viel mehr ein “Leicht-Zugänglich-Macher”.

  12. Form Follows Function — Setzt man voraus, dass “die Funktion” einer Sache/eines Dings ganz unterschiedlich interpretiert werden kann, stimme ich voll zu.
    Ich würde “Funktion” in diesem Zusammenhang am ehesten als die Zielsetzung eines Projektes definieren.

  13. In meinen Augen gilt “form follows function” immer noch, denn die Frage ist doch, was überhaupt die Funktion ist. Genau wie die Form ein dehnbarer Begriff ist, ist die Funktion mindestens genau so dehnbar. Wenn ich Leute emotional ansprechen möchte, dann brauche ich doch eine der Absicht entsprechende Form, also z. B. Bilder o. ä.. Wenn ich die Informationen allein hervorheben möchte, dann brauche ich eben keine emotionale Form (und sie würde auch nur schaden).
    Die Absicht, die Zielsetzung, die Funktion, wie auch immer man es nennen mag, bestimmt doch das ganze Konzept – die Form natürlich eingeschlossen.

  14. Sehr guter Artikel, endlich etwas Licht hinter der Botschaft “form follows function”. ich bin in meiner Karriere sehr oft diesem Leitsatz begegnet und ihm auch treu geblieben. Allerdings habe ich ihn über die Jahre in meiner Funktion als Kommunikatorin und Gestalterin in einer Brandingagentur abgewandelt in: “Form follows message”.
    Nicht die Funktion alleine ist ausschlaggebend für gutes Design. Die Umsetzung der Message erfordert aber auch, dass die Message klar ist, von daher ist die Aufarbeitung der “story behind the company” unabdingbar, um ein aussagekräftiges Branding zu definieren.

  15. FFF les ich auch gerne immer als Art Totschlagargument bei Kommentaren auf IT-Seiten, wenn irgendwelchen Leuten ne GUI-Änderung etc. nicht gefällt. Dabei glaub ich dass die wenigsten Leuten den Satz wirklich begreifen…

    Vor allem eben bei Layoutfragen, wo die Form ja gerade da eigentlich selbst Teil der Funktion ist. Eben durch den Sinn, Informationen nicht nur darzustellen sondern auch zugänglich zu machen.

    Aber da gibts dann immer wieder Leute, die am liebsten ne komplette Website mit Informationen vollgeklatscht haben wollen, “damit man möglichst viel gleichzeitig im Bild hat, nicht scrollen oder klicken muss und es möglichst keinen Weissraum oder Abstände gibt, denn das ist ja verschwendeter Platz auf dem Bildschirm”. Und wenn dann mal jemand das Layout aufräumt heissts wieder “hey! Form follows Function!!!!”…

    Interessant find ichs auch, dass (gerade wieder bei IT-Seiten) viele mit der GUI von WP7 nicht klarkommen, weil die ihnen zu einfach und minimalistisch ist und sie die einfarbigen Kacheln merkwürdig finden. Und da verweisen dann alle wieder auf das supertolle Android/iOS mit seinen Verläufen, Schatten, Transparenz und Glossyeffekten und dass das da viel besser aussieht…

  16. Ich versuche mal den pragmatischen Ansatz.
    (Pragmatisch: was im Alltag nützlich ist)

    Und gleich das Ergebnis:
    Dienlichkeit der ursprünglich aus dem Objekt-/Produktdesign kommenden fff-Regel in der Kommunikation als Grafikdesigner mit dem Auftraggeber: Schlecht.

    Warum:
    Dieses als Diktat einseitig linear-kausale “form follows function” hat mich dazu gebracht, es in der Argumentation gegenüber dem Auftraggeber gar nicht mehr zu erwähnen. Mit der fff-Regel als “oberstes Gestaltungsgesetz” bekommt man es als Nicht-Produkt-Gestalter nicht hin, ihm ein Layout emotional UND geistig erlebbar und verstehbar zu machen und konstruktiv darüber zu diskutieren. Grund: Ähnliche, fast gleiche Erfahrungen damit wie Patrick. Beinahe selbstschädigend.:-)

    Gehe einen anderen Weg: Ich versuche, statt den linear-kausalen Weg des “fff” zu wählen, ZIRKULÄR zu denken und dem Auftraggeber zu vermitteln, dass der blanke Inhalt bereits die Form sein kann und die Form der Inhalt.

    Die zirkuläre “Regel”:
    {Form=Inhalt & GLEICHZEITIG Inhalt=Form}

    1. Eine hohe sachliche Textmenge – der Inhalt, die Aussage – auf einer Doppelseite ergibt (exakt gleich typografiert) sofort eine andere Form als ein emotionaler kurzer Text.
    und
    2. Die Form ist sehr wohl gleichzeitig der Inhalt: Eine weiche, verwischte Linie als Form / als Symbol ergibt z. B. den Inhalt, die Aussage “Weichheit”.

    Vergleich fff mit {Form=Inhalt & Inhalt=Form}

    Die einseitig kausale “fff”-Regel ruft gern im Gegenüber, im Team, den Rabulistiker* auf den Plan. (Siehe auch bei Patrick). Ergebnis: Probleme werden mit dieser Pseudo-Kausalität erzeugt, die man vorher nicht hatte.

    {Form=Inhalt & Inhalt=Form} hingegen muss zwar als Art zirkulär zu denken eingeübt sein, und für viele Auftraggeber (auch für viele Gestalter) ist sie neu. Sie müssen sich geistig und emotional erst darauf einlassen können. Es geht also nicht mit jedem, weil wir das linear-kausale Denken von der Grundschule an gewohnt sind. Aber wenn, dann klappt es gut, Layouts, Webdesigns gelingen auf beiden Ebenen im Sinne von: sehen gut aus UND sagen aus, was sie aussagen sollen (funktionieren).

    Nicht alle tollen Erkenntnisse aus dem hochgeschätzten Produktdesign und hochverehrten edlen Objektdesign à la Bauhaus sind gut für das Kommunikationsdesign. Eher ein hinderlicher Ballast. Oder anders: Diese falschen heiligen Kühe müssen im Kommunikationsdesign geschlachtet werden. Was für den Produktdesigner gilt, ist noch lange nicht richtig für den Kommunikationsdesigner.

    *Rabulistik: Sophistik, Haarspalterey

  17. Man sollte auch bedenken: Die Maxime “fff” wird oftmals missbraucht und schlecht umgesetzt. Quasi als Rechtfertigung. Im Falle von Jakob Nielsen könnte man auch von “function ignores form” sprechen. Ich erinnere mich mal an einen Webdesigner, der sich auf barrierefreie Internetseiten spezialisiert hatte (glaube das war zur Hochzeit der “Ich-AG”). Er hatte ähnlich argumentiert und ich dachte mir “klar, Du kannst ja auch nicht anders”.

  18. @ Vroni: Sprichst Du nicht eher von McLuhan?

    Ich glaube der Witz an der ganzen Sache ist die Funktion und nicht die Form. Funktion eines Werbeplakates ist ja nicht nur sagen, dass es dies oder jenes zum halben Preis gibt, sondern auch emotional berühren bzw. begeistern.

    Der Grundsatz FFF gilt aus meiner PErspektive heute mehr denn je, bloß die Definition von “Funktion” hat sich geändert. Es soll nicht nur funktionieren (bei Flachdesign also kommunizieren) sondern auch Bedürfnisse wecken, Identität stiften, sich von dem Rest emotional abheben etc.. Dies alles sind Funktionionen von Drucksachen zum Beispiel.

    Isofern stimmt der Satz immer noch. Man muss nur die richtigen Funktionen definieren und daraus ergibt sich die Form ;)

  19. Ich habe das Gefühl, dass beim Webdesign in letzter Zeit die Funktion zunehmend zweitrangig hinter der Form – einem chicken Äußeren – zurücktritt. Um innovativ zu wirken, verzichtet man auf Konventionen. Ganz groß im Trend sind Icons, die an iPhone & Co erinnern, deren Funktionen man aber erst einmal herausfinden muss. Links sind kaum von Text zu unterscheiden, Navigation kaum als solche auszumachen. Beispiel: http://www.stuttgart-tourist.de/. Zum Glück werden die Suchfunktionen besser – sie sind oft der beste Zugang.

  20. Lieber niel,
    wenn “Funktion” mit Ziel/Botschaft/Aussage übersetzt wird, gern.

    Mir ist das Wort “Funktion” jedoch grundsätzlich zu technologisch besetzt.

    Das ergibt das Missverständnis No. 1 des ach so beliebten “form follows function”:
    Eine bewegliche Armlehne hat eine Funktion.
    Ein Plakat jedoch hat eine Aussage, eine Botschaft, einen Inhalt.

    Populäres Missverständnis No. 2 ist, dass nur der Funktion die Form folgen dürfe.
    Dabei ist es vice versa ebenso.

    Dem Satz “form follows function” fehlt also der wichtige zirkuläre Charakter. Das Wichtigste.
    Was hilft es, wenn ständig in Fachkreisen betont wird: aber er hätte ihn, jaja; die Leute wären nur zu dumm, ihn richtig zur verstehen …
    Wenn er einfach nicht da steht.

    + Sprachkritik+
    Eine Regel, die in der Praxis zu häufig missverstanden wird, taugt entweder nichts oder muss neu formuliert werden. Es liegt dann nicht an den Menschen, es liegt an der schlecht oder unzureichend formulierten Regel.

  21. @Vroni

    Ja doch die Funktion von einem Plakat ist doch die Aussage mitzuteilen. Das ist seine Funktion. Und diese Funktion zielt auf Verbalität, Visualität aber auch auf die Emotionalität. Text/Schrift – Verbalität, Bild/Grafik – Visualität, Fabrigkeit/Dekor? – Emotionalität.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang die Theorie von Heiner Mühlmann. Decorum Theorie.
    Diese besagt, dass Architektur neuronal dann am besten wirksam ist, wenn diese den Antiken, Klassizitischen oder Baroken Fromen folgt. Wir wollen doch zumeist in einem Altbau wohnen. Wegen der auratischen Wirkung der Architektur, ihrer Funktion quasi, die Emotionalität anzusprechen und dadurch Gemütlichkeit etc. zu erzeugen.

    Deswegen hat es bei Bauhaus nicht funktioniert. Sie haben bei den Meisterhäusern einfach nur die emotionalisierende Funktion der Architektur vergessen und nur an die praktisch-rationale Funktion gedacht.

    oder?

    ps..

    schade eigentlich, dass so ein Thema was Kommentare betrifft, zu sterben scheint…

  22. Lieber niel, ganz ehrlich – mir sind 20 oder 30 substanzielle Kommentare an einem Artikel wie diesem weitaus lieber, als 80+ Kommentare etwa bei einer Logobesprechung, die oftmals nicht einmal gelesen wurde. Eine ernsthafte Auseinandersetzung ohne, dass man sich mit FFF bereits im Vorfeld einmal beschäftigt hat, ist schwer möglich. Wenn der Artikel hierzu ein Impuls wäre, dann hat er viel erreicht. Muss ja nicht sofort in Kommentaren münden. Viele Likes und Tweets zeigen, dass das Thema weitergedacht wird und keinesfalls stirbt. Und das freut mich.

  23. Vielen Dank für den ausführlichen Artikel.

    Die Frage ist immer, welche Funktion im Fokus steht.
    Ein Kosmetikladen, Internetseite, Smartphone erfüllt nie nur eine Funktion.

    Die Art der Funktion leitet sich von einem Konzept, von Werten, Bedürfnissen, Wissen, Zuständen … ab.
    Konzepte, Werte, Bedürfnisse, Wissen, Zustände ändern sich mit der Zeit.

    Dadurch ändern sich Funktionen und mit ihnen hoffentlich die Form.

    Ich finde es nicht verkehrt, sich jedes Mal zu fragen, welche Funktion oder welchen Grund meine Handlung oder Gestaltung hat und sei es… schön sein.

  24. Ich bin zwar kein Designer, aber mich haben solche Themen immer interessiert und ich habe eine große Affinität dazu. Achim, Du hast das Thema prima aufbereitet und in vielen Facetten erläutert – eine sehr kurzweilige Lektüre mit Tiefgang und auch sehr unterhaltsam. Vielen Dank für den tollen Artikel.

    Ich halte es mit FFF so: zuerst muss das “Ding” funktionieren, dann bekommt es eine schöne Form, die aber die Funktion nicht einschränken darf. Ist doch eigentlich ganz einfach ;-) Das habe ich versucht, bei meinem Blog zu realisieren und auch bei dem Datenbanksystem, das ich seit über einem Jahr erstelle.

  25. Danke für den schönen Artikel.

    Das Problem mit FFF ist meiner Meinung nach, dass “Function” zu eng gefasst wird. Das ist an verschiedenen Stellen auch angeklungen. Einfach gedacht: Ist die primäre Funktion einer Website die reine Bereitstellung von Information oder ist es eher, die Informationen einer möglichst großen Anzahl Menschen aus einer Zielgruppe zugänglich zu machen? Je nach Antwort sieht die Form wahrscheinlich komplett anders aus und “Schönheit” wird teil der von der Funktion bestimmten Form.

    Der Satz “form follows function” selbst ist schon ein schönes Beispiel für die darin transportierte Aussage. Würde diesem eine langwierige und alle Aspekte umfassende Definition von form und fuction einverleibt werden – was wahrscheinlich alle Missverständnisse und Interpretationsmöglichkeiten aulöschen würde – wäre er kein merkfähiges Leitbild mehr, was er aber seiner Funktion nach sein soll.

    Meiner Meinung nach hat der Begründer mit der Herleitung von der Natur den Kern bestens getroffen. Und das schließt ja verschiedene Formen einer Funktion nicht aus, wie man an den mannigfaltigen Ausprägungen der Tier- und Pflanzenwelt sieht.

  26. Otl Aicher hat dieses „Form Follows Function” bereits in den Essays auseinander genommen, die in „analog&digital” nachzulesen sind.

    Form und Funktion sind nicht trennbar, das eine kann aus dem anderen entstehen, sie bedingen sich gegenseitig, usw.

  27. Ihren Beitrag fand ich sehr hilfreich für mich – in der Auseinandersetzung mit diesem Gestaltungsleitsatz. Wir entwerfen eigene Leuchten gemeinsam mit Menschen, die auch als Endanwender dieser Leuchten in Frage kommen. Um sie in unseren Workshops in den richtigen Mood zu versetzen, starten wir mit Kurzvorträgen sowohl zu technischen wie eben auch künstlerischen Fragen. Auf Ihren Beitrag werden wir in unserem nächsten Design-Workshop dankbar zurück greifen. Ich werde auf unserem Blog http://blog.ledstein.com auch auf diesen Beitrag hinweisen.
    Vielen Dank

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