Zum Abschied gibts Häme

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Die Firma Philips wirbt in diesen Tagen mit einer Anzeige, in der George Bush die Werbetrommel für ein Ladegerät rühren soll, die Mundwinkel dabei in bester Merkel’scher Manier nach unten verziehend. „For whenever you lose power“, so der Slogan, daneben abgebildet das Produkt der Firma.

Auch hier wird die Anzeige diskutiert:

15 Kommentare zu “Zum Abschied gibts Häme

  1. Lieber Manuel:

    „Ein wenig mehr Esprit hätte dem Motiv gutgetan.“

    Ein wenig mehr Hirn würde dir gut tun!
    Bush, der soviel Schaden angerichtet hat für Werbung einzubinden, um auf sich positiv aufmerksam zu machen, ist genauso gedanken- und hirnlos wie dessen politisches Wirken.

    Ich hoffe, das du niemals Anzeigen gestalten wirst!
    CL

  2. Gute Entscheidung, die Anzeigen nicht abzubilden und nicht in die Datenbank aufzunehmen.

    Im Gegensatz zu der Kampagne von Sixt steht hier ein gewisser Herr G.W.B. im Vordergrund und nicht Philips und seine Produkte. Es werden Politik und technische (Haushalts-)Geräte in einen Topf geworfen, worin ich in diesem Falle weder Sinn noch Witz sehe. Wo ist die Distanz zum Thema Politik und Herrn G.W.B.? Und wo die einfallsreiche Verbindung zwischen beiden?

    Nee, ich kann der Anzeige nichts Positives abgewinnen.

  3. Kann den meisten meiner Vorredner nur zustimmen. Die Anzeige ist platt, langweilig und öde. Jeglicher Witz, wo auch immer er versteckt sein möge, geht für mich verloren. Sprachlich langweilig und das Bild von G.W.B. ist in unseren Köpfen schon so verbraucht und negativ belegt, dass es sich nicht einmal mehr als Satire eignet.
    Klasisches Eigentor.

  4. Ich fand im diesjährigen Type Directors Annual ein Plakat mit Bush, das ebenso viel zu verharmlosend und platt war, obwohl es Bushs „Wirken“ in der Welt zum Thema hat.

    Es ist erschreckend, in welchen Platitüden sich Menschen verlieren, wenn es um diesen Mann geht. Auch daß man Konzept des „dummen Jungen“ glaubt, ist so ein Indiz, daß die meisten ihr Hirn zum Denken gar nicht gebrauchen. Diese Idee, Bush als Trottel darzstellen, ist von vorneherein geplant gewesen und immens wichtig, wenn Krieg und Zerstörung auf der politischen Agenda steht. Denn ohne diesen Deckmantel der Doofheit hätte er seine Aktionen niemals durchziehen können. Es macht ihn wie Teflon. Alles perlt ab. Dieses Theater kaschiert aber auch noch etwas anderes; und zwar die komplette Abwesenheit seines menschlichen Mitgefühls. Er hat in seiner Amtszeit als Goveneur von Texas ca. 150 Todesurteile unterschrieben und vor Reportern eine Frau nachgeäfft, wie sie in einem Gespräch mit ihm um Gnade fleht. Auch seine Mutter ist negativ aufgefallen. Zu den vielen Menschen, die nach Katrina Unterschlupf im Superdome fanden, hatte sie nur folgendes zu sagen: „Was wollen die? Jetzt haben die doch endlich ein Dach über’m Kopf“. Wobei sie lachte.

    Entweder ist die Werbung Philips‘ auf absolute Dummheit der Macher oder auf ein seltsam merkwürdiges Kalkül zurückzuführen. Ich hoffe, es war ersteres.

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