Die ZDF-Nachrichtensendungen präsentieren sich ab heute in neuem Design und aus einem technisch runderneuerten Studio. Dank der neuen Optik würden TV- und Online-Formate besser verzahnt und die Wiedererkennbarkeit der ZDF-Nachrichtenfamilien auf allen Ausspielwegen gestärkt, so das ZDF. Die erste Sendung im neuen Design ist die “heute”-Ausgabe um 19.00 Uhr.
Seit mittlerweile 12 Jahren werden alle NachrichtensenÂdungen des ZDF aus dem seinerzeit dafür gebauten virtuellen Nachrichtenstudio gesendet (dt berichtete). Eineinhalb Jahre später wurden erstsmals optische Korrekturen vorgenommen, auch um die bis dahin zum Teil sterile Atmosphäre zu verbessern. Nun wurde im Rahmen eines weiteren Maßnahme sowohl das Studiodesign wie auch das On-Air-Design umfänglich überarbeitet.
Das Redesign umfasst alle acht Nachrichtenformate: “heute”, “heute journal”, “heute journal update”, “heute Xpress”, “heute – in Deutschland”, “heute – in Europa”, “Wetter” und “logo!”. Über die Farbwelt, Grafik, Typographie und weiteren Designelemente würden die Nachrichtensendungen nun optisch dichter zusammen rücken.
Auszug der P…
Die ZDF-Nachrichtensendungen präsentieren sich ab heute in neuem Design und aus einem technisch runderneuerten Studio. Dank der neuen Optik würden TV- und Online-Formate besser verzahnt und die Wiedererkennbarkeit der ZDF-Nachrichtenfamilien auf allen Ausspielwegen gestärkt, so das ZDF. Die erste Sendung im neuen Design ist die “heute”-Ausgabe um 19.00 Uhr.
Seit mittlerweile 12 Jahren werden alle NachrichtensenÂdungen des ZDF aus dem seinerzeit dafür gebauten virtuellen Nachrichtenstudio gesendet (dt berichtete). Eineinhalb Jahre später wurden erstsmals optische Korrekturen vorgenommen, auch um die bis dahin zum Teil sterile Atmosphäre zu verbessern. Nun wurde im Rahmen eines weiteren Maßnahme sowohl das Studiodesign wie auch das On-Air-Design umfänglich überarbeitet.
Das Redesign umfasst alle acht Nachrichtenformate: “heute”, “heute journal”, “heute journal update”, “heute Xpress”, “heute – in Deutschland”, “heute – in Europa”, “Wetter” und “logo!”. Über die Farbwelt, Grafik, Typographie und weiteren Designelemente würden die Nachrichtensendungen nun optisch dichter zusammen rücken.
Auszug der P…
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Das ZDF-Design ist der größte optische Mist, den man sich denken kann:
1) Das Dunkelbraun des Holztisches und die zu dunklen Blautöne passen überhaupt nicht zusammen!
2) Die horizontalen Linien flimmern, sind sehr unruhig wie ein QR-Code.
3) Die Frontalansicht der Weltkarte ist sehr eintönig – besser: eine perspektivische Weitung mit Hell-Dunkel-Kontrast. Besser wäre eine helle und lichte Ausleuchtung wie z.B. im französischen TV anstatt dieser düsteren Kammer.
Die Welt als Barcode. Irgendwie passend, oder?
Ich empfinde den streifigen Tisch in Kombination mit der gestreiften Karte ebenfalls als zu unruhig.
Als Metapher ja, als Bildhintergrund nein! Der Hintergund sieht aus wie eine Bildstörung, nur nicht in schwarz-weiß, sondern in in hellblau. Muss es immer gleich die ganze Weltkarte sein? Eine Auswahl wäre legitim und akzentuierter. Positives Kontrastbeispiel: die ZIB-Nachrichten im ORF, davon hat sich die ARD-Tagesschau einiges abgeschaut in Layout und Typographie.
Das mit dem Barcode war von mir ironisch gemeint. So hintersinnig bzw. subversiv hat wahrscheinlich niemand der Redesigner gedacht. Und dass es zu unruhig ist, hatte ich ja geschrieben.
Die Weltkarte platt heruntergerollt wie im Erdkunde-Unterricht, ohne Akzente, Dramaturgie und Tiefenwirkung, ein orangefarbenes ZDF-Logo verloren, mitten im düsteren dunkelblauen Welt-Ozean schwimmend, die Schriften zu klein, ein tristes Stimmungsgemälde statt guter lichter Atmosphäre – warme Farbgebung geht anders, der Nussbaum-Wohnzimmertisch lässt grüßen! Sollen die Horizontalstreifen wie im alten Design die einlaufenden Nachrichten symbolisieren???
Zu einer gestreiften Hose zieht man kein gestreiftes Oberteil an – eine Analogie zu den Nussbaum-Streifen und den Flimmerstreifen auf der Weltkarte! Habt ihr schon mal etwas von gutem Geschmack und Stilsicherheit in puncto Zusammenstellung gehört???
Hallo Achim, mir ist ein kleiner Schreibfehler in diesem Beitrag aufgefallen. Im Satz: „Voraussichtlich im Juni 2023, so die Planung, will das ZDF dann wieder die gesamte Studiogröße nutzen und das bis dahin ebenfalls technisch erneuertem N1 in Betrieb nehmen.“ muss wohl das „m“ in „erneuertem“ weg ;)
Danke, für den wie immer guten Beitrag und das qualitativ hochwertige und unvergleichliche Angebot, welches du uns hier regelmäßig bietest.
Danke für den Hinweis! Habs soeben korrigiert.
Der neue Wetterbericht ist extrem schlecht und billig in der Ausführung. Dagegen auf ARD top!!
Einfach nur peinlich diese neu Weltkugel mit den Streifen erinnert an die 70er und Zimmerantenne.
Und sowas im digitalen Zeitalter .
Na ist genau so wie das Deutsche lhame Internet einfach nur peinlich.
Soll womöglich Kunst sein?…..
Design ist immer eine Art von Kunst und deren Betrachtung subjektiv. Peinlich ist daran garnichts. Ich gehe davon aus, dass ich deutlich jünger bin, wenn Sie sich noch an die 70er erinnern können und kann ihnen sagen, dass die Gestaltung aus meiner Sicht absolut zeitgemäß ist.
Nur bei letzterem stimme ich zu.
Design unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der Kunst. Was beide Disziplinen gemein haben, ist der große Stellenwert, den Ästhetik in ihnen einnimmt. Insofern ist in beiden Fällen die subjektive Betrachtung und Wahrnehmung ein wichtiges Kriterium.
An Design werden jedoch zusätzlich ganz konkrete Anforderungen gestellt. Kunst bedarf keines Auftrags. Sie kann sich frei von Normen, Restriktionen und Konventionen bewegen und benötigt auch keine Legitimation. An Design sind hingegen bestimmte Ziele geknüpft. Ein Logo, ein Möbel oder eine Maschine soll und muss bestimmte Zwecke erfüllen. Tun sie dies nicht, verlieren sie ihre Daseinsberechtigung. Ein Löffel, mit dem man nicht essen kann, kann prinzipiell ästhetisch sein, allerdings ist dieser auch vollkommen nutzlos. Im Design ist der Nutzwert jedoch immanent, respektive sollte er sein. Neben ästhetischen Kriterien gibt es eine Vielzahl von Funktionen, die es zu erfüllen gibt – Nützlichkeit ist eine. Im Kriterienspektrum lässt sich zwischen schwer bzw. kaum objektivierbaren Kriterien (Geschmack, Prägnanz, Zeitlosigkeit, u.a.) und leicht objektivierbaren Kriterien unterscheiden (Reproduktionsfähigkeit, Skalierbarkeit, Einzigartigkeit, u.a.).
Die pauschale Aussage „Design ist immer eine Art von Kunst…“ halte ich deshalb für grundlegend falsch.
Mein Gott, wie kann man nur so eine Verschlechterung installieren?
Gerne würde ich beim ZDF verbleiben, aber so nicht!
Dr. Mannel
Ich sehe es als eine deutlich Verbesserung. Klarere Sprache und übersichtlicher. Wenn allerdings ihr einziger Anspruch an Nachrichten das Design ist, dann wird’s kritisch.