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Wir. Dienen. Deutschland.

Bundeswehr Logo – Wir dienen Deutschland

Bundeswehr Logo – Wir dienen Deutschland

Heute am 04. Juli treten in Deutschland die ersten Freiwillig-Wehrdienstleistenden an. Mit Beginn des Dienstes wird der Bundesminister für Verteidigung Thomas de Maizière die neue Kernbotschaft der Bundeswehr vorstellen. „Wir. Dienen. Deutschland.“ lautet der Slogan, der ab sofort das Bundeswehr-Logo ergänzen und damit „Karriere mit Zukunft“ ablösen wird. Gesetzt übrigens wie der Bundeswehr-Schriftzug in der Frutiger.

Bundeswehr Logo Karriere mit Zukunft

De Maizière über den neuen Slogan: „Das Logo will sagen, dass es für junge Menschen ehrenvoll und ein Grund zum Stolz ist, Dienst für unser Land zu tun.​“ (Quelle bild.de). Anlass für einen neuen Claim im Logo ist die Neuausrichtung der Bundeswehr.

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Dieser Beitrag hat 53 Kommentare

  1. Der Sinnspruch gefällt mir als Reserveoffizier sehr gut, auch oder gerade, weil er sich einer nicht unähnlichen Vorlage nähert. Die wiederum und die Kommentare dazu zeigen, dass er auch in der Truppe auf positive Resonanz stößt. (http://bendler-blog.de/2011/05/06/leserbriefe-oder-so/)

    Die praktische Anwendung hingegen ist ein Graus und offenbar die Unfähigkeit der Verantwortlichen, Kommunikation zu planen, zu steuern und umzusetzen (http://augengeradeaus.net/2011/07/zeichen-an-der-wand/).

    Das ist:

    Wir.Machen.Das.Mit.Den.Fähnchen.
    (http://bendler-blog.de/2011/07/04/wirmachendasmitdenfahnchen/)

  2. Naja. Wieder so ein Claim mit von oben befohlenem Wir-Gefühl. Das klingt genau so aufgesetzt wie wenn Manager den Mitarbeitern einen täglichen Motivationsspruch per Mail senden, der da sagt: Denken Sie daran, Sie lieben Ihren Job! Und wehe wenn nicht!

    Natürlich ist ein Wir-Gefühl gerade bei Soldaten wichtig, aber diese Wir-Claims waren schon immer aufgesetzt und diese Punkte sind wesentlich zu hip für eine Armee.

  3. Dieses „Dienen“ ist mir als Wort zu devot und vor allem zu pathetisch. Die Bundeswehr sollte mal versuchen, diesen „Nationialmief“ („Ich diene meinem Land!“) loszuwerden, sollte sich in erster Linie als moderner Dienstleister verstehen (mit einer Einschränkung: Hier geht es um Politik). Dieser überzogene Nationalmythos kommt für mich direkt aus der historischen Mottenkiste und so riecht er auch. Kein attraktives Bild für junge Menschen.

  4. Wie hart behindert ist denn der durch Punkte getrennte Slogan?
    Mal abgesehen das ich mich als Parzifist zwar nicht als Zielgruppe sehe, aber „Wir. Dienen. Deutschland“? Naja mit allem gewonnenen unschönen Nationalstolz durch die WM etc. kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen das man damit werben sollte das für Deutschland „gedient“ wird. Da hätte man sich vielleicht etwas subtileres überlegen sollen.
    Und zu den Punkten? Naja was soll man da noch groß zu sagen? Wenn ich den Slogan lese, breche ich gezwungenermaßen nach jedem Wort ab, was das Ganze für mich als Einheit unleserlich macht und was den Slogan absolut null einprägsam macht. Ist das jetzt hipp? Modern? Ich bin noch jung aber kann mit solchen abgebrochenen Wortfetzen garnichts anfangen.

  5. Ich finde interessant, wie sich hier viele Gestalter und vor allem Typografie-Interessierte – die eigentlich berufsbedingt der deutschen Sprache mächtig sollten – über die Punkte zwischen den Worten aufregen. Dabei sind das einfach drei aufeinander folgende Ellipsen, die zusätzlich einen vollständigen Satz bilden, sofern man die Punkte überliest. Im Grunde genommen sind es drei Einheiten, die ein Ganzes ergeben. Versucht einfach mal das Dienen als Nomen (in einer Ellipse) und als Verb (im Gesamtkontext) zu betrachten, statt euch über vermeintlich deplatzierte Punkte zu echauffieren.

    Die Idee mit den Ellipsen allgemein finde ich gut, über die Umsetzung mit genau den Worten kann man natürlich streiten.

  6. @Kluge. Absolut richtig

    @An alle Schlauberger die meinen „von Wegen zu patriotisch“, „spricht mich nicht an“, etc.
    In welcher Einheit dient ihr? Bei keiner?
    Wo habt ihr gedient? (Egal ob Wehrpflicht oder SaZ) Nirgends?
    Dacht ich mir. Deswegen wird’s euch auch nicht ansprechen. :-)

  7. Karriere mit Zukunft gibt es natürlich überall. Da passt der neue Spruch schon besser. Und wie schon andere bemerkt haben, geht mit der etwas fetteren Schrift der Kontrast verloren. Dafür korrespondiert es besser mit den Linien im Eisernen Kreuz. Und dass die letzte Zeile dadurch breiter wird und nicht so komisch blocksätzig aussieht, finde ich auch eher besser.

    Und mit den altbackenen Punkten wird doch dem stotternden Ausrede-Charakter des Berufsmörder-Spruchs bestens Ausdruck verliehen! »Wir, äh, dienen, hier, dings, Deutschland. Wenn wir die Neger Bösen nicht abknallen würden, würde es jemand anders machen. Da hätten wir doch alle nichts davon.«

  8. Punkte setzt man nach kompletten Sätzen; und nicht nach einzelnen Wörtern. Ein wenig Verantwortung haben wir Werber für unsere Kinder schon. Mich wundert nicht, wenn Kinder der Zeichensetzung nicht mehr fähig sind.
    Punkte, Ausrufezeichen etc. haben sowieso nichts in Claims zu suchen, oder man versucht vom geringen Content abzulenken… oder?

  9. Ich find’s gut!

    Sehe es so wie „Björn R.“ weiter oben.

    Und ob hier jemand Pazifist und Vaterlandshasser ist, ist vollkommen wurscht, das interessiert nicht, denn solche Chaoten gehen eh nicht zur Bundeswehr. Die, die sich für die Bundeswehr interessieren, wird die neue Kernbotschaft auf jeden Fall ansprechen.

  10. Wie findet ihr die Wahl der Frutiger?
    Für mich ist die Frutiger eine meiner Lieblinge, auch wenn sie teilweise inflationär benutzt wird, ganz einfach weil sie funktioniert. (Bei Orientierungssystemen z.B.)

    Allerding finde ich sie im Kontext einer Armee nicht die beste Wahl, weil sie auf mich offen und nicht agressiv wirkt.

    Was meint ihr dazu?

Kommentare sind geschlossen.

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