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Wie sich IKEA in Sachen Branding neu eingerichtet hat

IKEA Family Design, Quelle: IKEA
IKEA Family Design, Quelle: IKEA

Nachdem IKEA im vergangenen Jahr das 75-jährige Firmenbestehen ausgiebig gefeiert hat, wird erst jetzt das veränderte visuelle Profil sichtbar, das sich IKEA seitdem zugelegt hat. Im jüngst erschienenen Katalog kommen nun erstmals ein verändertes Logo, die neue Hausschrift und ein neuer Look für IKEA Family zur Anwendung.

Vor gut zwei Wochen erschien der IKEA-Katalog 2020 – nach wie vor ein zentrales Marketing-Instrument und Aushängeschild für das schwedische Einrichtungshaus. Allein in Deutschland werden 23 Millionen Exemplare gedruckt, womit der IKEA-Hauptkatalog einer der größten Druckproduktionen überhaupt ist. Die weltweite Gesamtauflage ist jedoch rückläufig. Während 2018 noch über alle Märkte hinweg rund 180 Millionen Exemplare in 32 Sprachen und 80 Druckversionen hergestellt wurden, sind es mit der 2020er-Auflage nur noch 124 Millionen.

Dass IKEA in Bezug auf das visuelle Erscheinungsbild an einigen Stellenschrauben dreht, war in den vergangenen Monaten bereits zu beobachten. Im kürzlich erschienenen Katalog kommen die neuen CD-Elemente nun erstmals gemeinsam zur Anwendung. Das minimal veränderte IKEA-Logo (Abb unten) ist dabei ein vergleichsweise kleines Puzzleteil.

Modifiziertes Logo

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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 22 Kommentare

  1. Warum sich IKEA keine eigene Schrift leisten will (also auch gestalterisch gesehen), verstand und verstehe ich nicht. Und was ich auch nicht verstehe, warum Unternehmen (wie auch IKEA) bei den Zahlen (z. B. bei Preisauszeichnungen) keine Tabellenzahlen verwendet. Das würde doch viel sauberer aussehen (Warenkorb-Auflistung, Preisvergleiche); oder gibts hier eine Detailtypo-Regel, dass man Tabellenzahlen ausschließlich in Tabellen verwenden darf?

  2. Es sieht jetzt schlimmer aus, als beim Praktiker Baummarkt als es denn noch gab, oder bei einem uralten Baustoffgroßhandel der 80er.

    Ich bin tatsächlich keine Orange-Fan, das wirkt oft billig. (EasyJet hat da inzwischen mit dunklerem Orange viel gut gemacht!). Allerdings hat meine transparente Ikea-Family-Card tatsächlich eine wertige und auch recht dynamische Anmutung. Außerdem finde ich die immer sofort und ich freue mich da wirklich drüber.

    Gerade jetzt wo wieder öfter sorgfältig gestaltete Karten auftauchen (N26, Apple, etc.) ist es ein falscher Schritt hier zum Unterdurchschnitt zurückzukehren.

    Auch die komplette Umfärbung wird dazu führen, dass Ikea Family im Möbelhaus deutlich unsichtbarer wird und im restlichen Blau verschwinden wird. Nur für “Neu” die Farbe Orange zu opfern halte ich für fatal, das hätte man auch in gelb oder pink oder lila machen können – oder in blau/gelb.

  3. Vor einigen Jahren gab es mal eine rote halbtransparente IKEA-Family-Card. Habe nie verstanden, wieso man sie derart verschlechtert hat. War vllt die Herstellung zu teuer?

    Und klar, man möchte mit dem Blau näher an das Corporate Design und die Verwechslungsgefahr senken. Dadurch wirkt es aber kalt, fast schon steril. Der gelbe Streifen ändert das nicht. Gerade die Family-Karte löst bei mir nicht gerade ein Family-Gefühl aus.

  4. Nee, nee, nee.
    Ich fand das Design vorher perfekt. Gut, das neue Logo ist besser, aber grundsätzlich fand ich es wirklich gut, eigenständig und mit hohem Wiederkennungswert.

    Das neue Design gefällt mir gar nicht. Erinnert mich extrem an Tankstelle (vor allem die neue Karte).

  5. Die Abstände der Buchstaben sind aber nicht schön …
    Das ist mir zumindest beim Wort IKEA sofort ins Auge gestochen und jetzt Frage ich mich ob ich da einen Knick in der Optik habe, denn eine große Agentur, die diese Wortmarke erstellt hat würde doch nicht vergessen die Zwischenräume auszugleichen, oder doch?

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