Im Unternehmen Jaguar Land Rover (JLR) nimmt die Arbeit am Markenportfolio weitere konkrete Formen an. Nachdem das Unternehmen im Sommer 2023 seine neue visuelle Identität vorgestellt hat (dt berichtete), und eineinhalb Jahre später die von Grund auf veränderte Markenidentität von Jaguar, ist es nun die Automarke Range Rover, deren Kommunikation weiterentwickelt wird, inhaltlich wie visuell.
Range Rover, ursprünglich ein im Jahr 1970 eingeführtes Modell innerhalb der Marke Land Rover, wurde in den letzten Jahren von JLR sukzessive zur Luxus-SUV-Marke ausgerichtet. Die Marke Range Rover umfasst die Modellreihen Range Rover, Range Rover Sport, Range Rover Velar und Range Rover Evoque. Land Rover dient hierbei als übergeordnetes Markendach. Die Fahrzeuge werden in 121 Ländern vermarktet. Ebenso wie die Marken Defender, Discovery und Jaguar gehört auch die Marke Range Rover zum sogenannten „House of Brands“ von JLR. JLR wiederum ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Tata Motors Limited, einem Teil der indischen die Holdinggesellschaft Tata Sons.
Noch in diesem Jahr will JLR das erste Elektromodell der Luxus-SUV-Marke Range Rover auf den Markt zu bringen. Zwischenzeitlich wird die Markenkommunikation von Range Rover weiterentwickelt und feinjustiert, um so der verfolgten „House of Brands“-Strategie Rechnung zu tragen. Bis 2030 will JLR für jedes Range-…
Im Unternehmen Jaguar Land Rover (JLR) nimmt die Arbeit am Markenportfolio weitere konkrete Formen an. Nachdem das Unternehmen im Sommer 2023 seine neue visuelle Identität vorgestellt hat (dt berichtete), und eineinhalb Jahre später die von Grund auf veränderte Markenidentität von Jaguar, ist es nun die Automarke Range Rover, deren Kommunikation weiterentwickelt wird, inhaltlich wie visuell.
Range Rover, ursprünglich ein im Jahr 1970 eingeführtes Modell innerhalb der Marke Land Rover, wurde in den letzten Jahren von JLR sukzessive zur Luxus-SUV-Marke ausgerichtet. Die Marke Range Rover umfasst die Modellreihen Range Rover, Range Rover Sport, Range Rover Velar und Range Rover Evoque. Land Rover dient hierbei als übergeordnetes Markendach. Die Fahrzeuge werden in 121 Ländern vermarktet. Ebenso wie die Marken Defender, Discovery und Jaguar gehört auch die Marke Range Rover zum sogenannten „House of Brands“ von JLR. JLR wiederum ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Tata Motors Limited, einem Teil der indischen die Holdinggesellschaft Tata Sons.
Noch in diesem Jahr will JLR das erste Elektromodell der Luxus-SUV-Marke Range Rover auf den Markt zu bringen. Zwischenzeitlich wird die Markenkommunikation von Range Rover weiterentwickelt und feinjustiert, um so der verfolgten „House of Brands“-Strategie Rechnung zu tragen. Bis 2030 will JLR für jedes Range-…
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Spontan: »Nice?«
Aber mal weiter gedacht erschließt sich mir die Logik dann doch noch nicht so ganz, ist Range Rover neben Discovery und Defender ja nur eine der drei Produktlinien der Land-Rover-Marke. Wird also auch ein Branding der anderen zwei Stränge folgen? Wie wird das dann aber miteinander funktionieren und interagieren? Oder hebt man Range Rover ganz bewusst hervor? Die aktuell erfolgte klare Segmentierung der Land-Rover-Startseite spricht da ja eigentlich eine andere Sprache. Und was wird das alles für das Land-Rover-Markenzeichen bedeuten? Geht man das hinter den Kulissen überhaupt so ganzheitlich betrachtet an?
Range Rover Global-Managing-Director Martin Limpert verwendet im Zusammenhang mit den von Dir angesprochenen Produktlinien – Range Rover, Discover, Defender – den Begriff „personality“. Jede der Linien verfüge über eine eigene Persönlichkeit. Da sich auch die jeweiligen Zielgruppen unterscheiden, lässt sich schlussfolgern, dass die Markenkommunikation auch bezogen auf Produktlinien (noch) spezifischer werden wird. Ein Branchen-übergreifendes übliches Vorgehen.
Mercedes macht es mit Maybach ähnlich. Eigenes Logo, eigenes Muster. Jeder normale Mercedes funktioniert trotzdem gut.
Ja: Ähnlich. Da finde ich die Herangehensweise von Land-Rover mit seinen drei Subbrands/Personanlities/Produktlinien sogar eleganter weil klarer, verständlicher strukturiert: Land-Rover bleibt als Fahrzeugmarke konsequent übergeordnet. Bei Mercedes-Benz steht Mercedes-Benz, so zumindest auf der Webseite, gleichwertig neben den »Subbrands« AMG und Maybach. Man kann es also nicht ganz so gut vergleichen.
Hi! Leider mein erster Eindruck: Ich sehe zwei P (eins oben, eins 180° gedreht darunter) und kann es nicht mehr anders sehen. PP. In meinen Augen ist das Design der Rs ist einfach zu eckig, die kleine Lücke über dem R-Abstrich zu missverständlich. Das Pattern hingegen gefällt mir.
Ich war beim ersten Anblick irritiert. Und das empfinde ich für ein Logo als Qualitätsmerkmal. Gesehen dann für wen das Logo ist, ist das doppelte „R” ja nicht mehr wegzudenken. Was mir am meisten gefällt ist die Sparsamkeit der benötigten Mittel. Das macht es dann besonders einprägsam.
Jetzt wo Du das sagst und ganz ohne Zusatzinfos: Ja! Man könnte auch zwei P sehen.
Ich weiß auch nicht, ob ich das alles tatsächlich so hochwertig-luxuriös finde. Aber immer noch besser als das ovale Land-Rover-Logo.
Das Luxuriöse kommt durch die Verwendung. Wenn es aus Metall an einer Handtasche ist oder als gold-glänzende Gürtelschnalle daherkommt, ist es sicher wertiger als das eigentliche Logo. Als Emblem auf der Motorhaube oder dem Lenkrad würde es vermutlich eine weniger gute Figur machen.
Im digitalen Umfeld, also Website, Instagram oder App-Icons wird es spannend werden, was mittelfristig verwendet werden wird.
Ich habe tatsächlich direkt BB gelesen und sehe es immer noch ständig.
Ist eine Punktspiegelung nicht auch eine Spiegelung?
Nicht ganz so schlecht wie das Rebranding vom Schwesterkonzern Jaguar. Aber auch hier haben sie es nicht geschafft einen Bezug zum Produkt herzustellen. Präsentation wirkt wie Hotelkette.
Mich irritiert das Logo total. Dass es in sich geschlossen wirken soll, wirkt auf mein Gemüt eher so, als ob irgendwas fehlt oder es irgendwie weiter gehen muss. Es hat für mich keinen Anfang und kein Ende. Und sonst fehlt mir schon sehr der Auto-Bezug.
So empfinde ich den ersten Eindruck auch: konstruiert, aber nicht zu Ende. Etwas fehlt oder sitzt nicht da wo es soll und wie es soll. Das gespiegelte R entwickelt keine eigene Ästhetik und verbleibt als ungelenke geometrische Form. Ich sehe da nur drei teils abgerundete Rechtecke übereinander.
Das in meinen Augen leicht hakenkreuzige “Pattern” wirkt ebenso nur angestrengt, unkreativ, “irgendwas mit einem R müssen wir noch machen”.
Weiter oben schrieb @Moritz, dass die Präsentation wirkt “wie Hotelkette”. Auch da kann ich mich anschließen. Ich wäre eher bei Fluglinie, nur da ist das Doppel-R bereits von Rolls-Royce besetzt.
Alles in allem: weder Range noch Rover. Wo ist das Auto? Klar, der Trend geht zur Brand. Das Produkt kommt an zweiter Stelle, zuerst kauft man sich mal in das Gefühl ein. Aber dermaßen dissoziativ könnte “RR” auch Hersteller von teurem Gastrogeschirr oder Reisekoffern sein.
Noch einmal zur Begrifflichkeit „gespiegelt“.
Im mathematisch-geometrischen Zusammenhang ist, um auf dt-Leser „Knopf“ zu antworten, auch eine punktsymmetrische Form eine Spiegelung.
Im Allgemeinen wird Punktsymmetrie jedoch nicht als Spiegelung wahrgenommen oder als solche bezeichnet. Etwas ist dann „gespiegelt“, wenn es sich so verhält wie ein Bild im Spiegel – also an einer Achse gespiegelt ist. Doch das neue Doppel-R-Signet verhält sich nicht wie ein Bild im Spiegel.
Im Kontext Design ist unbedeutend, wie die Form eines Logos im mathematisch-geometrischen Sinne beschaffen ist. Entscheidend ist alleine, wie die Form wahrgenommen wird, wie sie wirkt. Ein Punkt ist im mathematischen Sinne auch eine Kreisfläche, und doch wirkt dieser als Punkt, nicht als Fläche.
Bei einer achsensymmetrischen Form, wie bei dem als „Veranschaulichung“ bezeichneten Zeichen (Abb. unten), entspricht die spiegelbildliche Darstellung auch der allgemein üblichen Perzeption als Spiegelung. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff „Spiegelung“ mit der Achsensymmetrie gleichgesetzt.
Die Perzeption des Doppel-R-Signets hingegen ist die einer 180-Grad-Rotation. Das untere R ist gedreht, nicht gespiegelt. So wie beispielsweise die beiden Pfeile im Gegenverkehr-Verkehrszeichen als rotiert/gedreht zueinander erscheinen, nicht etwa als gespiegelt oder spiegelbildlich zueinander (obschon die Form auch hier punktsymmetrisch ist).