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Wehmeyer putzt sich raus

Man könnte den Eindruck haben das angeschlagene Modehaus putze sich aktuell für einen neuen Käufer heraus. Nachdem Anfang Juli der Insolvenzantrag gestellt wurde, steht man nun offenbar in Verhandlungen mit potentiellen Interessenten. Das Corporate Design der Marke Wehmeyer zeigt sich seit kurzem deutlich verändert. Kommt dieser Schritt zu spät oder noch rechtzeitig, um sich im Wettbewerb zu halten?

Wehmeyer Logo

Das neue Design hat viel mehr Klasse. Das sieht auch jemand, der von Design oder Mode keine Ahnung hat. Der Zielgruppe Senioren, in den digitalen Medien liebevoll “Silver Surfer” genannt, dürfte der Wechsel egal sein. Bei Wehmeyer haben sie schon immer gekauft und werden es auch noch so lange tun, wie es die Kette gibt. Das neue Design spricht aber sicherlich auch neue Zielgruppen an, die bislang die Modehäuser immer links liegen gelassen haben, um beispielsweise H&M anzusteuern. Es lässt sich natürlich darüber streiten, ob die im Quadrat gesetzte Initiale W ausreicht um das Gesicht der Marke zu wahren bzw. es fortzuführen. Farben und Schrift sind derart konträr zum Vorgänger, dass einige ältere Damen auf dem Weg zu Wehmeyer vermutlich am Haus vorbeilaufen werden. Das klingt jetzt böser, als es gemeint ist aber vielleicht ist das auch gut so.

Ich kann leider nicht sagen, ob der Prozess der CD-Umstellung noch vor der Insolvenz angeschoben wurde, ob es Teil eines Sanierungskonzeptes ist, was mich sehr überraschen würde. In jedem Fall ist es ein ähnlich spannender Wechsel, wie bei der Modekette Adler.

Danke Marcel für den Hinweis.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 22 Kommentare

  1. Ich war lange Jahre bei Wehmeyer und kann sagen an dem Logo lag es nicht , sondern an die Führung und Speziell an Karstadt und dem neuen Investor. Die Konsumenten haben es doch gesehen was da lief. Scheiß Wahre für viel Geld das mussten wir verkaufen. Hatte man etwas gesagt wurde man auf die Schwarze Liste gesetzt und 100 Km Versetzt.Das ist Demokratie bei uns in Deutschland. Was machen Gewerkschaften nichts die sind froh das Sie ihre unverschämten Beitrage von den Mitarbeiter bekommen.Ich habe schon lange vorraus gesagt das Wehmeyer bewusst in der Insolvenz getrieben wird, und jetzt kommt ein Insolvenzverwalter der keine Ahnung hat und verschleudert den letzten Rest von Wehmeyer lächerlich.
    Ein hoch auf das neue Logo das macht Umsatz

  2. Und weiter geht es mit WEHMEYER. Mit viel Markenpower, Chuzpe und Anspruch wurde nun der neue Internet-Auftritt gelauncht. Da hat der neue Investor nicht gespart. Nur das Beste war bei der Umsetzung gerade gut genug. Seht selbst: https://www.wehmeyer.com

    … und WEHMYER strahlt …

  3. das Logo alleine wirkt etwas wenig; in der Ladengestaltung auf den Fotos sieht es allerdings deutlich besser aus; die W-ebseite überzeugt nicht.

  4. das neue von Wehmeyer,
    der neue Investor ist da !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    500 Mitarbeiter werden entlassen, und der Rest kann für 1500€ brutto bis 22,00Uhr Arbeiten ist das nicht schön.
    Die Leute die hier was Reinschreiben solten lieber mal sich selber dort hin stellen und verkaufen,
    dann sehen die mal wie das ist.
    Und die Politker schreien jetzt das es ein unverschämt ist, aber diese Arschlöcher von Plitiker haben es doch zu gelassen das die Kaufhäuser ausgesaugt werden von den angeblichen Investoren.
    Ach ja heute wird ja gesgt hauptsache eine Arbeit für billig Geld.
    Aber die Leute die diese These vertritt, sind auch noch an der reihe.

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