FDP

FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner zeigt klare (Hand)Kante. Dieses Bild vom FDP-Bundesvorsitzenden vermittelt jedenfalls die Motive der Wahlplakatkampagne. Schwarz-weiß-Fotografien stehen in starkem Kontrast zu den expressiven Farben, wie sie die FDP seit ihrem Rebranding Anfang 2015 nutzt. Keine Frage. Die Andersartigkeit der Gestaltung fällt auf.
Die Fotografien zeichnen ein Bild von Lindner als nachtaktivem Menschen, der viel alleine ist und offenbar viel nachdenkt. Ein Spitzenkandidat, der nicht, wie im Rahmen von Wahlwerbung üblich, von Menschen umgeben ist und den zuhörenden Kommunikator gibt, sondern stattdessen in das Schreiben und Lesen vertieft zu sein scheint. Eine ziemlich mutige, um nicht zu sagen gewagte konzeptionelle Ausrichtung, da eine solche „One-Man-Show“ schnell auch als Eigenbrödlertum interpretiert werden kann. Ebenso wie die LINKE und die PIRATEN unterstreicht auch die FDP mit Lindner, der auf einem der Motive mit geballter Faust dargestellt ist, Angriffslust.
Sprachlich geht die FDP-Kampagne mit Aussagen wie „Das Digitalste in der Schule dürfen nicht die Pausen sein.“ über den in der Wahlwerbung üblichen Formulierungskonformismus hinaus. Das Wording, sieht man einmal von „Es geht um unser Land“ ab, ist vergleichsweise eigenständig. Bedenkt man, wo die FDP noch vor drei Jahren stand, ist dies, bezogen auf das Erscheinungsbild der Partei, ein beachtlicher Wandel, der die Marke FDP seitdem vollzogen hat.
Fazit: Optisch auffällig und andersartig, sprachlich vergleichsweise eigenständig. Ein gewagter Schritt, Lindner zuvorderst im Dunkeln und als Einzelgänger/Einzelkämpfer darzustellen.
DIE LINKE

Wenn Gesagtes/Geschriebenes nicht zum Dargestellten passt, spricht man von einer Text-Bild-Schere. Fröhlich schauende Menschen, wie sie auf den Plakaten von DIE LINKE zu sehen sind, nehmen der geballten Faust, mit der die Partei ihre Angriffslust verdeutlichen möchte und die als zentrales Element innerhalb der NRW-Kampagne fungiert, ihre Symbolkraft. Mit erhobener Faust in den Wahlkampf ziehen, kann, wie ein Motiv der Piratenpartei zeigt, auch schnell ins Peinliche driften. Insofern war man bei den LINKEN gut beraten, auf jegliche gespielte Aggressivität zu verzichten. Wirklich überzeugend ist die Umsetzung der Idee allerdings nicht.
Davon abgesehen zeichnet die Kampagne aus, dass über alle Motive hinweg ein roter Faden zu erkennen ist, eine konzeptionelle Leitidee. „ZEIG STÄRKE“ lautet das Kampagnenmotto, das auf den Plakaten den jeweiligen Forderungen wie „für eine Politik, die Wort hält“ vorgestellt ist. Positiv: lediglich das Motto ist in Großbuchstaben gesetzt. Somit lassen sich die maximal auf zwei Zeilen aufgeteilten Forderungen leichter erfassen.
Der Aufbau der Plakate ist schlicht, wenn auch nicht minimalistisch. In jedem Fall sind die Motive nicht so überladen wie die zur Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. Ein durchgehend roter Hintergrund scheint mir für die LINKEN die deutlich bessere Wahl, denn Rot ist nun einmal Teil der „DNA“ der Partei. In Bezug auf die Verwendung des Parteilogos, das auf den Plakaten leicht schräg gesetzt ist und damit eine Aufwärtsbewegung beschreibt, fehlt es an Stringenz und Konsistenz innerhalb des Markenauftritts. Denn an vielen zentralen Stellen, etwa den Webauftritten dielinke-nrw.de oder die-linke.de, wird auf die Schrägstellung verzichtet.
Fazit: Von kleinen Schwächen abgesehen eine gestalterisch überzeugende Kampagne.
PIRATEN

„Wieso hört man eigentlich gar nichts mehr von den Piraten?“ Eine Frage, die im aktuellen Kampagnen-Spot der PIRATEN zur NRW-Wahl als Aufhänger dient. Ja warum nur? Die Partei ist ein Phänomen. Ein rasanter Aufstieg, ein enormes, über Deutschland weit hinausreichendes Medieninteresse – und schon nach wenigen Jahren kämpft die Partei gegen die Bedeutungslosigkeit an. In aktuellen Umfragen liegen die PIRATEN bei 1–2 Prozent. Dass die Plakate der Piratenpartei an dieser Stelle vorgestellt werden, liegt allein daran, dass sie im derzeitigen NRW-Landtag über 20 Sitze verfügen.
Die PIRATEN, so lässt sich anhand der Kampagnen-Website ablesen, wollen eine „smartgerechte“ Gesellschaft schaffen. Geschickt besetzt die Partei mithilfe dieses Kompositums ein Kernthema ihrer Politik: das Digitale. Themen besetzen ist das eine, Themen so zu kommunizieren, dass sie Unterstützer finden, das andere. Mit Aussagen wie „BILDUNG BRAUCHT FREIRAUM!“ und „PROTEST WÄHLEN! KEINE NAZIS!“ bleibt die Partei – noch mehr als andere – im Ungefähren. „NICHT LABERN, MACHEN!“ lautet eine weitere Botschaft. In Bezug auf die konkrete Umsetzung bleiben viele Plakatmotive allerdings vage Welcher „Freiraum“ ist hier beispielsweise gemeint? Der räumliche Freiraum der Kinder, der finanzielle Freiraum der Eltern oder der zeitliche Freiraum in Bezug auf die schulische Ausbildung (#G8 versus #G9)?
Gestalterisch waren die Plakate der PIRATEN schon einmal deutlich ansprechender, etwa im Rahmen der Europawahl 2014. Der indifferenten „Illustrations-Cloud“ im Hintergrund mangelt es an Prägnanz. Fotos von Personen wurden mehr schlecht als recht ausgeleuchtet und freigestellt. Mimik, Posen und Gesten der abgebildeten Parteimitglieder lassen fotografische Professionalität vermissen. Auch der nebulöse weiße Hintergrund im Bereich des Logos ist handwerklich nicht überzeugend.
Fazit: Blass wie die Gesichter der abgebildeten Personen ist auch die gesamte Plakatkampagne, deren Motto „smartgerecht“ nicht gestalterisch überzeugend verpackt werden konnte.
AfD

Die AfD möchte erstmals in den Landtag von Nordrhein-Westfalen einziehen. In den Umfragen liegt sie aktuell bei 7–11 Prozent. Marcus Pretzell, seit Ende letzten Jahres Ehemann von Frauke Petry, ist der Spitzenkandidat der AfD. Er sei, so ist es auf einem der Plakate zu lesen, „die Antwort auf kraftlose Politik“. Wobei die Formulierung als Frage den Pferdefuß birgt, dass die Partei Pretzell als Lösung selbst infrage zu stellen scheint.
Ebenso umständlich und um die Ecken gedacht sind Textaussagen wie „Wärte und Morahl“, bei denen (offenbar) Kritik an Schul- und Bildungspolitik mit der Besinnung auf ethische Grundfeste einer Gesellschaft vermengt werden. Worin diese Werte nach Ansicht der AfD bestehen, darüber treffen die Plakate keinerlei Aussage. Und auch sonst werden im Rahmen der Kampagne keine Lösungsansätze angeboten. Was beispielsweise die Partei gegen den Stau im bevölkerungsreichsten Bundesland zu tun gedenkt oder wie Bildung verbessert werden könnte, bleibt offen.
Die Futura, dem vom deutschen Typografen Paul Renner 1927 entworfenen Schriftenklassiker, ist die Hausschrift der AfD. Dass Schriften nicht nur nach ihrem Aussehen, sondern auch wegen ihres Namens und der damit verbundenen Symbolik ausgewählt werden, kommt gelegentlich vor. Nur an wenigen Stellen tritt die politische Dimension von Design so offenkundig hervor wie hier, wo bereits mit der Schriftauswahl eine bestimmte Intention verfolgt wird. Über die Zukunftsfähigkeit des AfD-Wahlprogramms, das neben dem uneingeschränkten Erhalt des Bargelds die Abschaffung der Rundfunkgebühren und damit die „Rückführung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf seinen Grundversorgungsauftrag“ beinhaltet, trifft die Futura jedenfalls keinerlei Aussage. Da im Wahlprogramm neben der Futura auch die Schrift namens Brand light zum Einsatz kommt, zeigt überdies, dass das Spiel mit der Symbolik nur unzureichend beherrscht wird.
Rot und Blau haben sich als Hausfarben der AfD bewährt. Sie sorgen, in Kombination mit dem im Fußbereich von AfD-Plakaten stets dargestellten Bogenelement, dafür, dass die Plakate mittlerweile auch ohne Logo der AfD zugeordnet werden können. Der Umgang mit Typographie ist allerdings auch nach zahlreichen Wahlkämpfen, die die AfD seit ihrer Gründung vor vier Jahren bestritten hat, nicht erkennbar besser geworden. Ebenso wenig erkennbar ist eine Leitlinie, nach der die Kampagne konzipiert und gestaltet wurde.
Fazit: Gestalterisch konventionell und altbacken, sprachlich umständlich.
–
Für die Kampagnen der jeweiligen Parteien zeichnen folgende Agenturen verantwortlich:
SPD: Butter
CDU: Brand Lounge
Bündnis 90/Die Grünen: Wigwam
FDP: Heimat
DIE LINKE: DieWerberpack
PIRATEN: inhouse/Parteimitglieder
AfD: – wird nachgereicht, sobald die Pressestelle die Info bereitstellt –
FDP

FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner zeigt klare (Hand)Kante. Dieses Bild vom FDP-Bundesvorsitzenden vermittelt jedenfalls die Motive der Wahlplakatkampagne. Schwarz-weiß-Fotografien stehen in starkem Kontrast zu den expressiven Farben, wie sie die FDP seit ihrem Rebranding Anfang 2015 nutzt. Keine Frage. Die Andersartigkeit der Gestaltung fällt auf.
Die Fotografien zeichnen ein Bild von Lindner als nachtaktivem Menschen, der viel alleine ist und offenbar viel nachdenkt. Ein Spitzenkandidat, der nicht, wie im Rahmen von Wahlwerbung üblich, von Menschen umgeben ist und den zuhörenden Kommunikator gibt, sondern stattdessen in das Schreiben und Lesen vertieft zu sein scheint. Eine ziemlich mutige, um nicht zu sagen gewagte konzeptionelle Ausrichtung, da eine solche „One-Man-Show“ schnell auch als Eigenbrödlertum interpretiert werden kann. Ebenso wie die LINKE und die PIRATEN unterstreicht auch die FDP mit Lindner, der auf einem der Motive mit geballter Faust dargestellt ist, Angriffslust.
Sprachlich geht die FDP-Kampagne mit Aussagen wie „Das Digitalste in der Schule dürfen nicht die Pausen sein.“ über den in der Wahlwerbung üblichen Formulierungskonformismus hinaus. Das Wording, sieht man einmal von „Es geht um unser Land“ ab, ist vergleichsweise eigenständig. Bedenkt man, wo die FDP noch vor drei Jahren stand, ist dies, bezogen auf das Erscheinungsbild der Partei, ein beachtlicher Wandel, der die Marke FDP seitdem vollzogen hat.
Fazit: Optisch auffällig und andersartig, sprachlich vergleichsweise eigenständig. Ein gewagter Schritt, Lindner zuvorderst im Dunkeln und als Einzelgänger/Einzelkämpfer darzustellen.
DIE LINKE

Wenn Gesagtes/Geschriebenes nicht zum Dargestellten passt, spricht man von einer Text-Bild-Schere. Fröhlich schauende Menschen, wie sie auf den Plakaten von DIE LINKE zu sehen sind, nehmen der geballten Faust, mit der die Partei ihre Angriffslust verdeutlichen möchte und die als zentrales Element innerhalb der NRW-Kampagne fungiert, ihre Symbolkraft. Mit erhobener Faust in den Wahlkampf ziehen, kann, wie ein Motiv der Piratenpartei zeigt, auch schnell ins Peinliche driften. Insofern war man bei den LINKEN gut beraten, auf jegliche gespielte Aggressivität zu verzichten. Wirklich überzeugend ist die Umsetzung der Idee allerdings nicht.
Davon abgesehen zeichnet die Kampagne aus, dass über alle Motive hinweg ein roter Faden zu erkennen ist, eine konzeptionelle Leitidee. „ZEIG STÄRKE“ lautet das Kampagnenmotto, das auf den Plakaten den jeweiligen Forderungen wie „für eine Politik, die Wort hält“ vorgestellt ist. Positiv: lediglich das Motto ist in Großbuchstaben gesetzt. Somit lassen sich die maximal auf zwei Zeilen aufgeteilten Forderungen leichter erfassen.
Der Aufbau der Plakate ist schlicht, wenn auch nicht minimalistisch. In jedem Fall sind die Motive nicht so überladen wie die zur Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. Ein durchgehend roter Hintergrund scheint mir für die LINKEN die deutlich bessere Wahl, denn Rot ist nun einmal Teil der „DNA“ der Partei. In Bezug auf die Verwendung des Parteilogos, das auf den Plakaten leicht schräg gesetzt ist und damit eine Aufwärtsbewegung beschreibt, fehlt es an Stringenz und Konsistenz innerhalb des Markenauftritts. Denn an vielen zentralen Stellen, etwa den Webauftritten dielinke-nrw.de oder die-linke.de, wird auf die Schrägstellung verzichtet.
Fazit: Von kleinen Schwächen abgesehen eine gestalterisch überzeugende Kampagne.
PIRATEN

„Wieso hört man eigentlich gar nichts mehr von den Piraten?“ Eine Frage, die im aktuellen Kampagnen-Spot der PIRATEN zur NRW-Wahl als Aufhänger dient. Ja warum nur? Die Partei ist ein Phänomen. Ein rasanter Aufstieg, ein enormes, über Deutschland weit hinausreichendes Medieninteresse – und schon nach wenigen Jahren kämpft die Partei gegen die Bedeutungslosigkeit an. In aktuellen Umfragen liegen die PIRATEN bei 1–2 Prozent. Dass die Plakate der Piratenpartei an dieser Stelle vorgestellt werden, liegt allein daran, dass sie im derzeitigen NRW-Landtag über 20 Sitze verfügen.
Die PIRATEN, so lässt sich anhand der Kampagnen-Website ablesen, wollen eine „smartgerechte“ Gesellschaft schaffen. Geschickt besetzt die Partei mithilfe dieses Kompositums ein Kernthema ihrer Politik: das Digitale. Themen besetzen ist das eine, Themen so zu kommunizieren, dass sie Unterstützer finden, das andere. Mit Aussagen wie „BILDUNG BRAUCHT FREIRAUM!“ und „PROTEST WÄHLEN! KEINE NAZIS!“ bleibt die Partei – noch mehr als andere – im Ungefähren. „NICHT LABERN, MACHEN!“ lautet eine weitere Botschaft. In Bezug auf die konkrete Umsetzung bleiben viele Plakatmotive allerdings vage Welcher „Freiraum“ ist hier beispielsweise gemeint? Der räumliche Freiraum der Kinder, der finanzielle Freiraum der Eltern oder der zeitliche Freiraum in Bezug auf die schulische Ausbildung (#G8 versus #G9)?
Gestalterisch waren die Plakate der PIRATEN schon einmal deutlich ansprechender, etwa im Rahmen der Europawahl 2014. Der indifferenten „Illustrations-Cloud“ im Hintergrund mangelt es an Prägnanz. Fotos von Personen wurden mehr schlecht als recht ausgeleuchtet und freigestellt. Mimik, Posen und Gesten der abgebildeten Parteimitglieder lassen fotografische Professionalität vermissen. Auch der nebulöse weiße Hintergrund im Bereich des Logos ist handwerklich nicht überzeugend.
Fazit: Blass wie die Gesichter der abgebildeten Personen ist auch die gesamte Plakatkampagne, deren Motto „smartgerecht“ nicht gestalterisch überzeugend verpackt werden konnte.
AfD

Die AfD möchte erstmals in den Landtag von Nordrhein-Westfalen einziehen. In den Umfragen liegt sie aktuell bei 7–11 Prozent. Marcus Pretzell, seit Ende letzten Jahres Ehemann von Frauke Petry, ist der Spitzenkandidat der AfD. Er sei, so ist es auf einem der Plakate zu lesen, „die Antwort auf kraftlose Politik“. Wobei die Formulierung als Frage den Pferdefuß birgt, dass die Partei Pretzell als Lösung selbst infrage zu stellen scheint.
Ebenso umständlich und um die Ecken gedacht sind Textaussagen wie „Wärte und Morahl“, bei denen (offenbar) Kritik an Schul- und Bildungspolitik mit der Besinnung auf ethische Grundfeste einer Gesellschaft vermengt werden. Worin diese Werte nach Ansicht der AfD bestehen, darüber treffen die Plakate keinerlei Aussage. Und auch sonst werden im Rahmen der Kampagne keine Lösungsansätze angeboten. Was beispielsweise die Partei gegen den Stau im bevölkerungsreichsten Bundesland zu tun gedenkt oder wie Bildung verbessert werden könnte, bleibt offen.
Die Futura, dem vom deutschen Typografen Paul Renner 1927 entworfenen Schriftenklassiker, ist die Hausschrift der AfD. Dass Schriften nicht nur nach ihrem Aussehen, sondern auch wegen ihres Namens und der damit verbundenen Symbolik ausgewählt werden, kommt gelegentlich vor. Nur an wenigen Stellen tritt die politische Dimension von Design so offenkundig hervor wie hier, wo bereits mit der Schriftauswahl eine bestimmte Intention verfolgt wird. Über die Zukunftsfähigkeit des AfD-Wahlprogramms, das neben dem uneingeschränkten Erhalt des Bargelds die Abschaffung der Rundfunkgebühren und damit die „Rückführung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf seinen Grundversorgungsauftrag“ beinhaltet, trifft die Futura jedenfalls keinerlei Aussage. Da im Wahlprogramm neben der Futura auch die Schrift namens Brand light zum Einsatz kommt, zeigt überdies, dass das Spiel mit der Symbolik nur unzureichend beherrscht wird.
Rot und Blau haben sich als Hausfarben der AfD bewährt. Sie sorgen, in Kombination mit dem im Fußbereich von AfD-Plakaten stets dargestellten Bogenelement, dafür, dass die Plakate mittlerweile auch ohne Logo der AfD zugeordnet werden können. Der Umgang mit Typographie ist allerdings auch nach zahlreichen Wahlkämpfen, die die AfD seit ihrer Gründung vor vier Jahren bestritten hat, nicht erkennbar besser geworden. Ebenso wenig erkennbar ist eine Leitlinie, nach der die Kampagne konzipiert und gestaltet wurde.
Fazit: Gestalterisch konventionell und altbacken, sprachlich umständlich.
–
Für die Kampagnen der jeweiligen Parteien zeichnen folgende Agenturen verantwortlich:
SPD: Butter
CDU: Brand Lounge
Bündnis 90/Die Grünen: Wigwam
FDP: Heimat
DIE LINKE: DieWerberpack
PIRATEN: inhouse/Parteimitglieder
AfD: – wird nachgereicht, sobald die Pressestelle die Info bereitstellt –
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Wie man jetzt in NRW gesehen hat, hat das Plakatdesign scheinbar keine großen Auswirkungen auf das Ergebnis. ;)
[…] Von prägnant bis lasch: die Wahlplakate zur NRW-Landtagswahl 2017 […]
Hallo, kommt wieder was zur Landtagswahlin Bayern 2018? Da ist durchaus Interessantes dabei…
[…] den Plakaten lasch und harmlos und versuche gleichzeitig, den „Fast-Forward-Knopf“ zu drücken.69 Eine zu brave Aufmachung sei mit prägnanten Motiven gepaart, denen es an Stringenz und […]
[…] Kommunikationsdesign) und Politik lassen sich nicht trennen. Deutlich wird dies nicht nur bei Wahlkampagnen, gegenderten Produkten (Stichwort Gender Design) oder im Zusammenhang mit Greenwashing, auch und […]
[…] das Logo ohne den roten Kasten als reine Typo-Variante zur Anwendung. Da die LINKE im Umgang mit ihrer Hausfarbe Rot vergleichsweise zurückhaltend agiert, stechen die Plakate der SPD in diesem Wahlkampf hervor. Nie […]